Wer hat Erfahrungen mit Allergien gegen Milch, Weizen, Ei, Soja, Fisch und Nüssen?

Hallo ihr lieben!

Ist unter euch jemand mit einem Baby, das eine Milcheiweiß-Unverträglichkeit hat oder hatte? Ich würde euch gerne fragen, wie sich bei euch alles entwickelt hat.

Zum Hintergrund: Unsere Tochter ist 6 Monate alt und bekommt seit 8 Wochen Neocate, da sie eine Kuhmilcheiweiß-Unverträglichkeit bekommen hat (Stillen hatte leider nicht geklappt und von der Pre HA hat sie plötzlich Durchfall und Pickelchen im Gesicht bekommen).
Dank der Neocate waren die Beschwerden schlagartig weg und es lief wieder richtig gut.
Jetzt haben wir allerdings mit Beikost angefangen und es kommen wieder Pickelchen im Gesicht. Jetzt haben wir den dringenden Verdacht, dass unsere Maus auch Weizen nicht verträgt. Geben jetzt mal nichts mehr mit Weizen und beobachten. Es ist ja tatsächlich häufig so, dass Kinder mit Milcheiweiß-Unverträglichkeit auch gegen Weizen, Soja, Ei, Nüsse und Fisch allergisch sind. Davor haben wir ziemlich Angst - das bedeutet später ja zwangsläufig völlige Ausgrenzung bei jedem Essen in Krippe/KiGa, auf Kindergeburtstagen usw. Wie furchtbar, kein Kind hat so etwas verdient...

Habt ihr hier Erfahrungen, wie lief es bei euren Zwergen? "Verwachsen" sich diese Allergien nach einer Weile?

Vielen lieben Dank euch!

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Die Tochter einer Freundin hat alle Allergien. Wobei Weizen eine Unverträglichkeit ist und in Maßen gegessen werden kann.

Sie ist jetzt 7 Jahre alt kennt alle und lebt gut damit. Kennt es ja nicht anders. Sie wird vegan mit Fleisch ernährt. Da es mittlerweile so viele Ersatzprodukte gibt, ist auch keine große Einschränkung beim Einkaufen vorhanden. Man liest sich einmal die Zutatenlisten duech und greift dann automatisch nach ein paar Mal zu den passenden Lebensmitteln. So wie wir Normalos auch unsere Präferenzen haben.

Es klingt anfangs schlimm aber ich erlebe die Famili als auch das Mädchen als fröhlich und glücklich. Sie ernähren sich ausgewogen und gesund.

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Eine andere Freundin ist Pollenalleegikerin. die hat es wesentlich blöder als das Mädchen.

Kopf hoch. Man muss sich nur etwas umstellen und dann gehts einfach als Alltag unter.

Wo groß aufgelasst werden muss sind Bufett damit die Gabeln/Löffel sich nicht mischen. Oder in Lokalen. Da sollte immer der Epipen dabei sein.

Im Kindergarten wurden die Pädagogen geschult wie für die Diabetikerkinder. Ihre Gruppe hat vor dem Essen ihren Platz an den Tischen gereinigt und danach alle nicht nur Hände waschen sondern auch desinfiziert (samt Oberfläche).
Bei Privatfeiern gibt es vegane Süßspeisen und wenns ganz hart auf hart kommt, backt meine Freundin selbst ein Stück Kuchen auf anderen Feiern.

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Vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Dass die Familie so glücklich ist, freut mich besonders. Ich weiß auch nicht, im Moment ist die Vorstellung einfach ein Horror, aber man findet sich da sicher schon ein. Die Ernährung zu Hause macht uns auch gar keine Sorgen - es ist eher die außer Haus. Wenn der eigene Zwerg nie essen darf, was alle anderen Kinder essen... Aber das sieht man als Erwachsener vielleicht schlimmer als es für das Kind selbst ist... Nochmals danke :*

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