Muttermilch vs. Pre Milch - Baby wird nicht satt

Ihr Lieben,

Meine Tochter ist nun 6 Wochen alt. Wir haben nach Rücksprache mit Hebamme nun jeden Abend eine Flasche Pre Nahrung eingeführt. Der Grund ist einfach, weil sie alle halbe Stunde sonst an die Brust möchte zum Trinken. Es besteht langsam das Gefühl, dass sie an meiner Brust nicht satt wird. Nach der Flasche ist sie erstmal für einige Zeit gesättigt.

Geht es jemanden auch so? Ich möchte so gerne einfach nur stillen, aber dann bekommen wir hier keine "Ruhe" rein, da sie nur an die Brust möchte und gefühlt unersättlich ist.

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Hey, das ist vor allem am Anfang ganz normal. Bitte mach doch nicht den Fehler gleich auf pre umzusteigen bzw. zuzufüttern. Der Bedarf passt sich schon an. Natürlich wird die Milchproduktion heruntergefahren, wenn du zufütterst. Beobachte weiter die Gewichtszunahme und wenn alles passt, würde ich weiterstillen und erst etwas daran ändern, wenn du gar nicht mehr damit klarkommst oder das Gewicht nicht passt. Aber ich würde dem Zeit geben.

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Ohweh, kann ich das nun aber noch aufholen? Dass ich quasi die Milch trotzdem noch genügend produziere, wenn ich mit dem zufüttern aufhöre?

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Ja, immer zuerst anlegen, saugen lassen. Das regt die Produktion an.
Flasche erst danach, wenn sie es zum satt werden braucht.

Als ich wegen Magen-Darm flach lag und so gut wie keine Milch hatte, haben wir die Zeit so überbrückt.
Erst anlegen. Es kam infektbedingt fast nichts. Dann Flasche, sie brauchte ja was.

Nach dem Infekt öfter anlegen, die Milch kam dann wieder und stillen ging weiter.

Unterstützen kannst du es zusätzlich mit
- Fenchel (besonders frischer im Essen) regt die Milchproduktion an.

- Pfefferminze, Salbei, Rote Beete reduziert die Menge.

Nicht bei jeder Frau gleich. Eine Bekannte aß zum Abstillen Massen an frischer Rote Beete und es tat sich nichts.
Bei mir reichte schon Rote Beete Extrakt als Färbemittel in Lebensmitteln und die Milch wurde weniger.

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Ich musste auch von Anfang an Abends nach dem stillen auch zufüttern. Erst ab der 7./8. Woche konnte ich voll stillen. Auch dank Bockshornkleesamen, Stilltee und Malzbier

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Ich musste zufüttern weil nicht genug zugenommen wurde und mein Baby ständig unzufrieden war.

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"Der Grund ist einfach, weil sie alle halbe Stunde sonst an die Brust möchte zum Trinken."

Das nennt sich Clusterfeeding und ist normal. Hatten wir hier zeitweise auch. Ja, das ist anstrengend, geht aber vorbei.

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Hallo,
mein Kleiner ist 2 Wochen alt und abends hängt er gefühlt auch nur an meiner Brust, obwohl er tagsüber gut satt wird und dann auch immer mehrere Stunden schläft. Meiner Meinung nach ist er am Abend sehr unruhig und versucht das mit Nähe zu kompensieren und die Brust hilft ihm dabei. Es macht einfach keinen Sinn, warum ihm tagsüber die Milch reichen sollte und am Abend nicht.
Nachts macht er das auch manchmal. Da fehlen mir aber oft die Nerven dazu und dann bekommt er Kuscheleinheiten und nach dem Stillen noch eine Flasche. Ich hab noch zwei Kleinkinder, kann mich tagsüber also leider nicht mit hinlegen.
Ich würde das am Abend einfach durchziehen, Abendessen auf dem Sofa, guter Film oder Hörbuch an und stillen.
Liebe Grüße
blubb

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Hallo,

Wie schon geschrieben wurde, nennt sich das Clusterdressing. Dein Baby signalisiert damit seinen Körper, dass die Milchproduktion hochgefahren werden soll. Es "bestellt" sozusagen die Menge Milch für den nächsten Tag. Das ist ganz normal und völlig in Ordnung so.

LG

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Clusterfeeding sollte das natürlich heißen. Meine Autokorrektur hat eine blühende Fantasie 😅

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Kann ich das dann nun noch durch weglassen der Pre Milch aufholen? Haben das nun 3 Tage gemacht. Habe Angst, dass dies nun geschadet hst und ich nicht mehr voll Stillen kann bald.

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Also ich kenne es nur so, dass die Mäuse die ersten drei Monate ständig an die Brust wollen. Ist ja nicht nur füttern, sondern Nähe, Geborgenheit, ganz nah bei Mama sein. Also ich halte Zufüttern da eher für contraproduktiv, da Angebot und Nachfrage ja so vom Körper nicht richtig erkannt werden kann. Also… anlegen, anlegen, anlegen. Und ja, es ist anstrengend. Aber es wird auch wieder anders.

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Dann lassen wir das lieber ab morgen weg und ich stille nur noch. Lege sie dann lieber öfter an und genieße das, auch wenn es etwas anstrengend eben ist. 😊 Ich möchte das Stillen auf keinen Fall aufgeben müssen.

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Also ich hab’s bisher immer so gemacht. Man muss es einfach akzeptieren (können), dass die Mäuse manchmal 24/7 gestillt werden möchten. Es ist für sie ja einfach so viel mehr. Wünsche dir eine schöne Stillzeit. Ich stille mein drittes Kind aktuell und ja, es ist manchmal sau anstrengend, aber dennoch ist es so schön zu sehen, wie sie nur durch die eigene Muttermilch immer weiter wachsen. Da kann man dann schon ein bisschen stolz sein.

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Du bewirkst zweierlei.

Einerseits wird dein Baby satt. Andererseits wird genau diese Menge Milch nicht angefordert.

Ich habe folgendes gemacht: lass dir vom Frauenarzt eine Pumpe verschreiben. Wenn dein Baby die Flasche getrunken hat und schläft, setzt du dich mit der Pumpe hin und Pumpe so ziemlich die Menge, die dein Baby vorher getrunken hat! Trinkt sie z.b. 60 ml, dann pumpst du so lange, bis du auf 60 ml kommst. Diese Milch kannst du im Kühlschrank (nicht in der Tür!) lagern und deinem Baby am nächsten Tag anbieten.

Dadurch erreichst du, dass deine Milch nicht zurück geht.

Viel Geduld!

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Okey, das war so natürlich nicht bedacht. Kann ich das rückgängig machen? Dass ich weiterhin voll stillen kann und die Milch nicht zurück geht? Das macht mir eben total Panik. Trinke viel Malzbier, Tee, etc.

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Ja natürlich. Dein Körper passt sich an. Die Nachfrage reguliert das Angebot.

Je öfter du also dein Kind anlegst, umso mehr produziert dein Körper. Je seltener du anlegst, umso weniger produziert er.

Das gilt aber auch fürs Pumpen. Die Pumpe ist zwar nicht so effektiv wie dein Baby, aber fast.

Ich hab vier Kinder und bei jedem Kind klappte es mehr oder weniger gut. Was auf jeden Fall irgendwann nicht mehr ging, und das bei allen, war der regelmäßige Wechsel zwischen Brust und Flasche. 2 Kinder entschieden sich für die Flasche. 2 für die Brust und akzeptierten keine Flasche mehr. Diese 2 verweigerten aber auch den Schnuller.

Dabei habe ich schon den SpecialNeedsFeeder von Medela benutzt, der dem saugen an der Brust am ähnlichsten ist.

Was hilft ist Geduld, Brustwarzensalbe, MultiMam Kompressen und regelmäßiges, konsequentes anlegen - oder pumpen.

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