2,5 Jähriger isst fast nichts vernünftiges mehr

Mein Sohn war von Anfang an ein guter Esser. Hatte eigentlich nie Probleme.

Seit ca. 6 Monaten wird es immer schwieriger.
Er isst nur noch Müsli, Joghurt, Himbeeren, Erdbeeren, Fleischwurst und Pellmeni mit Sicherheit.
Brot, fast alles an warmen Mahlzeiten, anderes Obst nur wenig.
Gemüse wird konsequent abgelehnt.

Er könnte sich auch den ganzen Tag von Naschereien ernähren.
Trinken ist auch schwierig.

Was hat er heute zum Beispiel gegessen:
1/2 Scheibe Brot mit Käse
1 Naturjoghurt mit Erdbeeren (eingefroren)
Vielleicht 2 EL Kartoffelpüree und 1EL Hackfleisch
3 kleine Reiswaffeln

Er hat fast jeden Tag Stuhlgang und nimmt auch nicht ab.

Aber es ist schon etwas nervig, wenn man ihm zu den Mahlzeiten was anbietet und fast alles abgelehnt wird. 🙄

Geht es jemandem ähnlich?

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Mir geht es genauso. Meine große Tochter hat immer wunderbar gegessen, es gab nie Probleme. Momentan kämpfen wir ein bisschen.
Ich sage mir, sie holt sich schon was sie braucht. Hier mal das was sie gestern gegessen hat über den Tag:
1 EL Quark und 5 Himbeeren, 1/4 Scheibe Brot mit Salami
Mittag, 1 Stückchen Kartoffel und Karotte, 1/2 boulette, dafür liebt sie momentan alles an Salat und aß eine Schüssel Gurkensalat war ne viertel Gurke also relativ viel.
Nachmittags eine Banane als Snack
Abends 1/4 bretzel, Gurkensalat und eine Weißwurst
Klingt so jetzt nicht wenig, aber für ihre Verhältnisse ist das wenig. Gerade mittags hat sie sonst immer alles und super gerne gegessen.
Ich biete ihr einfach weiter an, das zu essen was wir essen und sie isst so viel sie mag und wenn das nichts ist, dann isst sie eben gar nichts. Zu trinken gibt es bei uns nur Wasser oder Tee ohne Zucker oder Honig.
Das reguliert sich sicherlich von alleine wieder. Wenn es deinem Zwerg damit gut geht, brauchst du nichts tun.

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Ich habe hier auch so ein Exemplar 🙄 meine Tochter isst an sich alles, aber viel zu wenig. Zum Frühstück möchte sie meistens gar nichts oder ist nach 3 Löffeln Müsli schon satt. Mittags das gleiche Spiel. Obst und Gemüse als Snack zwischendurch klappen ganz gut. Beim Abendessen kommt es darauf an, was es gibt. Bei Nudeln und Pizza verdrückt sie manchmal eine ungewöhnlich große Portion. Der Rest ist immer Glückssache.
Sie hat auch Untergewicht, aber laut Kinderärztin holt sie sich das, was sie braucht. Es gibt ja auch keine Alternative, ich kann das Essen nicht reinzwingen 😅 Ein Snackteller funktioniert bei uns ganz gut, sodass sie zwischendurch immer mal ein bisschen isst. Im Kindergarten soll es dagegen mit dem Essen ganz gut klappen.

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Evolutionsbedingt ist es normal dass Kinder je selbstständiger sie werden umso pingeliger mit dem Essen werden eine Zeit lang.

Sie sind nicht mehr in der ständigen Obhut der Steinzeitmama, die meist schon ein weiteres Baby im Arm hat. Somit ist es wichzig, alleine zu überleben. Bekannte Sachen kann man gefahrlos essen, unbekanntes wird abgelehnt - es könnte ja giftig sein. Manche Kinder stibitzen oft eher was vom elterlichen Teller. Was ein Erwachsener isst kann nicht schlecht sein.

Süßes bedeutet es ist reif und genießbar. Das es in unserer Zeit halt Schoko und Co sind statt der Himbeeren am Strauch ist halt blöd aber auch verständlich.
Undeutbares wie Kartoffelbrei oder Faschiertes könnte giftiges dabei haben. Sicher, hast du nicht. Das Steinzeithirn kapiert das aber nicht.

Ebenso hab ich mal gelesen, dass sich die Geschmacksknospen mit 3 nochmal ändern können. Plötzlich mögen sie Dinge, die sie vorher nocht mit dem Popo ansehen wollten.

Auch das Töchterlein war eine Zeit so pingelig. Von meinem Teller stibitzen war aber dann doch interessant und mit den ersten Bissen kam dann doch der Hunger.
Weiter anbieten, irgendwann kommt der routinierte Esser wieder.