Stille aktuell alle 1-1,5h und kann nicht mehr - brauche euren Rat 😔

Hallo zusammen,

meine Tochter ist knapp 4 Monate alt, ich stille voll, sie nimmt sehr gut zu und hat ausreichend nasse Windeln. Das Stillen klappt seit dem Kreißsaal. Also eigentlich keine Probleme, aber: seit ca. 7 Wochen möchte meine Tochter tagsĂŒber jede Stunde bis 1,5h trinken und ich kann langsam nicht mehr. Ich stille praktisch nur noch, vor lĂ€ngeren SpaziergĂ€ngen/Unternehmungen graut mir, obwohl ich sie eigentlich ĂŒberall fĂŒttere und da wenig Hemmungen habe. Ich fĂŒttere meist nur eine Seite, wenn ich merke, dass ihr das nicht reicht, bekommt sie natĂŒrlich noch die andere. Ist das falsch?
Heute habe ich ab dem Mittag versucht, die AbstĂ€nde auf 2h zu strecken, das ging mit viel Ablenkung, danach hatte sie aber so Hunger, dass sie beide Seiten zĂŒgig getrunken hat.

Ich möchte eigentlich noch 4-6 Monate weiter stillen, hoffe aber doch sehr auf Erleichterung durch die Beikost. Ich habe eigentlich nicht das GefĂŒhl, dass ich zu wenig Milch habe, aber wer weiß.

Aktuell kommt noch hinzu, dass sie sehr schlecht und spĂ€t (gegen 22h) einschlĂ€ft, dann nach maximal 3h wieder Hunger hat und auch nachts alle 1,5h trinken möchte. ZusĂ€tzlich braucht sie meine Brust zum nuckeln, einen Schnuller nimmt sie nicht đŸ€Ź Wenn ich es ĂŒberschlage, dann stille ich wohl 15x in 24h und das zerrt an meinen Nerven. In den ersten 8 Lebenswochen war das Stillen kein Problem, nachts hat sie teilweise 7h am StĂŒck geschlafen.

Mir graut schon vor der kalten und nassen Jahreszeit, wenn ich nicht mal schnell am Straßenrand sitzend stillen kann, weil der Spaziergang doch etwas lĂ€nger gedauert hat 😣

Habt ihr einen Rat? Wir sind gerade im 4. Sprung, wird es danach besser? Ab und zu mal ne Flasche? Ich stille eigentlich gerne, es klappt und ich hÀtte nie gedacht, dass genau das zum Problem werden könnte.

Vielen Dank euch!

1

Meine Meinung ist, dass Du sehr vieles richtig machst, indem Du nach Bedarf stillst. Es tut mir Leid, dass es so anstrengend ist, aber es wird besser.

Ich kann es sehr gut nachempfinden, wir waren irgendwann auch mal eine Zeit lang bei 16x innerhalb 24 Stunden, seit so dem 12. Lebensmonat stillen wir nur noch abends und nachts.

Wenn Du das GefĂŒhl hast eine Pause zu brauchen, kannst Du natĂŒrlich auch mal Pre probieren, höre da einfach auf Dein BauchgefĂŒhl. KĂŒnstlich die Zeiten auszudehnen, wĂŒrde ich aber vermeiden.

Alles Gute!

2

Ach und noch ergĂ€nzend. Mir hat es geholfen mit dem Tracking wann/wie lange gestillt wurde aufzuhören. Das hat mich irgendwie entspannt nicht mehr drĂŒber nachzudenken, sondern einfach nach dem Bedarf des Kindes zu gehen.

3

Danke dir schon mal. Wahrscheinlich werde ich Pre am Wochenende mal versuchen, obwohl ich mir dabei auch doof vorkomme, denn eigentlich klappt ja alles 😐
Tracken/Stoppen tue ich tatsÀchlich gar nicht, lediglich mal auf die Uhr schauen, also da gibt es gar nichts, was mich unter Druck setzt dahin gehend.

weiteren Kommentar laden
5

Hallo!
Dein Text könnte von mir sein. Bei meiner Tochter war es Ă€hnlich. zwischen der 12. und 16. Woche kam sie oft sogar im 45 Minuten Takt. Ich hatte zunĂ€chst vermutet, dass ich nicht genĂŒgend Muttermilch habe. Beim Abpumpen mit der Pumpe stellte ich jedoch fest, dass ich auf genĂŒgend Muttermilch kam. Da ich irgendwann vom vielen Sitzen RĂŒckenschmerzen bekam, haben wir versucht, unserer Tochter ein paar Tage immer mal wieder zwischendurch auch eine Flasche mit abgepumpter Muttermilch zu geben oder auch mal Pre Nahrung. Dabei stellten wir fest, dass unsere Tochter aus der Flasche deutlich mehr trinkt als an der Brust. An der Brust hat sie oft nur eine Seite getrunken. Aus der Flasche jedoch die Menge von zwei Seiten. Danach hatte ich dann mindestens zwei bis drei Stunden Pause. Das war sehr praktisch und hilfreich fĂŒr mich, insbesondere verbesserten sich meine RĂŒckenschmerzen. Der Nachteil dabei war, dass meine Tochter das Trinken aus der Flasche viel besser fand und ich nun seit der 16. Woche Muttermilch abpumpen und ihr mit der Flasche geben muss. Am Anfang war ich darĂŒber sehr traurig. Aber jetzt hat es den Vorteil, dass die trinkabstĂ€nde lĂ€nger sind und auch mein Mann mal die Flasche geben kann. Daher wĂŒrde ich dir auch empfehlen, mal die Flasche bei deiner Tochter zu probieren. Dabei musst du jedoch im Hinterkopf behalten, dass deine Tochter dann möglicherweise keine Brust mehr möchte.
Liebe GrĂŒĂŸe

P.S. Bitte keine blöden Kommentare. Meine Tochter war durch den 45 Minuten Takt oft sehr gestresst und hat viel geweint. Meine Vorgehensweise war mit der Hebamme abgestimmt. Nach der Umstellung auf die Flasche war sie ein deutlich entspannteres Kind und sie entwickelt sich prÀchtig.