Stillen vs. Flasche Nervigkeitsendgegner

Hallo Ihr Lieben,

es gibt hier ja im Forum öfter Mal Posts über das Stillen oder das nicht Stillen oder eben die Flasche. Viele Frauen bedauern in Ihrem Posts auch oft dass das Stillen nicht klappte usw.. In aller Regel wird den Frauen grds. Mut zu gesprochen und sowas wie.. solange die Kinder satt sind... Solange es allen gut geht... etc. Ihr kennt es ja alle.

Was mich bei diesen Posts aber fürchterlich aufregt also wirklich richtig nervt... Ist immer dieses...

"Also ich habe zwar so und so lange gestillt, aber wenn es mit Flasche besser ist, ist das auch ok."

Mütter die ihre Kinder stillen oder gestillt haben müssen das als Information im Post immer voranstellen. Als ob man das hören wollen würde wenn man bei der Flasche gelandet ist.

Gibt es einen Preis dafür, dass man das immer anbringen muss. Das triggert doch nur noch mehr.

Naja waren jetzt meine Gedanken zum Sonntag weil ich vorhin eine Antwort zu einem Post gelesen habe, die nett getarnt war aber im Inhalt ein Vorwurf.

Vielleicht hat ja jemand Lust seine Gedanken zu äußern. Gern auch die Mütter, die ihre Posts so anfangen würden.

Es gab bei insta Mal einen #stillenistliebe als ob man seine Kinder als Flaschenmama in die Teppichfabrik schicken würde.

Liebe Grüße und einen schönen Abend

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War triggert dich das Thema so?
Jeder kennt die Fakten und jeder kann dennoch für sich und sein Kind selbst entscheiden. Jede Mutter wird schon ihre Gründe haben, wieso das Kind die Flasche bekommt.

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Mich triggert es nicht. Mir ist es doch egal wer auf welche Weise sein Kind ernährt.

Aber Danke, dass du nochmal an die Fakten erinnerst 😂

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„Was mich bei diesen Posts aber fürchterlich aufregt also wirklich richtig nervt...“

Das ist doch triggern 😅

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Ach ich glaube in Bezug auf das Internet sollte man das gar nicht hinterfragen. Der Mensch an sich klugscheißt einfach gern. Und wo gibt es eine sicherere Plattform dafür, als ein anonymes Forum?
Und dann auch noch eins voller hochemotionaler, regelmäßig auf dem Zahnfleisch gehender Frauen, die kleine Babys oder Kinder zu Hause haben und oft auch noch in Elternzeit sind 🤣
Ich habe heute bei einem solchen Post auch erwähnt, dass ich gestillt habe, selbst aber nicht gestillt wurde, um zu verdeutlichen, dass ich beide Seiten kenne und beides funktioniert.

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"Naja waren jetzt meine Gedanken zum Sonntag weil ich vorhin eine Antwort zu einem Post gelesen habe, die nett getarnt war aber im Inhalt ein Vorwurf."

Ich weiß genau welcher Post das war 🤣 Mich triggert das auch total. Genau wie ich mittlerweile auf das Wort "Bindung" allergisch reagiere, weil das hier gerne mit "Abhängigkeit" gleich gesetzt wird... getreu dem Motto "mein Kind mag noch andere Menschen außer mir - habe ich unsere Bindung zerstört???"

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"Genau wie ich mittlerweile auf das Wort "Bindung" allergisch reagiere, weil das hier gerne mit 'Abhängigkeit' gleich gesetzt wird... getreu dem Motto 'mein Kind mag noch andere Menschen außer mir - habe ich unsere Bindung zerstört???'"

Das macht mich auch total bekloppt... Alle paar Tage ein Beitrag a la "Liebt mein Kind mich nicht???" Statt sich einfach zu freuen, dass das Kind eine tolle Bindung zum Papa oder zur Oma hat, werden zwanzig weinende Smileys eingebaut, um zu zeigen, wie unglaublich verletzt man ist, dass das Baby nicht 24/7 nur an der Mutter klebt und andere komplett ablehnt, sondern auch zeigt, dass es Papa oder Oma lieb hat...

@TE: Für mich ist das eben angesprochene Thema ganz klar der "Nervigkeitsendgegner". 😅 Ich finde das noch schlimmer als die Endlosdiskussion um Stillen vs Flasche.

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Fällt mir auch auf. Leider wird sich beim Thema Flaschenernähung halt immer sofort gerechtfertigt, im Sinne von "Ich wollte ja eigentlich stillen aber dann ist dies und das passiert, und die Hebamme und dann hat das Kind... jedenfalls wollte ich fragen, ob Hipp ne gute Wahl ist."

Mir ist ja völlig egal, wieso weshalb warum welche Kinder auf welche Art ernährt werden, aber vielleicht auch, weil ich so oft diese reflexartig, vorauseilende Rechtfertigung höre, erwische ich mich schon selbst dabei. Ich hab zB neulich beinahe die Ernährungsodysee meines Babies einer fast Fremden berichtet, weil diese besorgt fragte, warum mein Baby denn keine Muttermilch trinken "darf". Ärgerlich, zum Glück konnte ich mich bremsen.

Neulich hat sogar der Kollege unseres Bankberaters nach einem verzückten Blick in den MaxiCosi, gefragt "Ach, sie stillen ja bestimmt noch." kann man vielleicht noch n bisschen ungemesserer super intime Details erfragen?

Überhaupt sind Mütter schon ab Schwangerschaft ständig derlei Übeegriffigkeiten ausgesetzt. Ständig wurde ich im Beruf gefragt, ob mir schlecht ist, ob ich viel oder wenig zugenommen hab, und es wurden markige Witzchen gemacht, wenn ich mich zur Toilette entschuldigt habe. Schrecklich. Zum Glück hat man mir die Schwangerschaft lange nicht angesehen und ich konnte meinen Bauch am Ende unter den Pullis meines Mannes halbwegs verbergen.

Sorry für den Roman. Aber mich beschäftigen diese Themen ebenfalls.

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Ich finde deine Antwort super und sie drückt genau das aus was ich meine!
Liebe Grüße und alles Gute für euch!

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Noch schlimmer sind die Mrnschen, die dir in der Schwangerschaft ungefragt den Bauch tätscheln...

Das hat mich immer ganz doll gestört.

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Ich versteh nicht so ganz wo das Problem ist oder wieso dich das so aufregt (dieses fürchterliche Wort Triggern kann ich auch langsam nicht mehr sehen).
Stillen ist die erste Wahl, Flaschenfütterung die zweite und ich verstehe wieso Frauen sich deshalb erklären/rechtfertigen, wieso sie nicht stillen (können).

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Das ist doch der Punkt: für dich ist Stillen die erste Wahl. Das gilt nicht für jede Mutter. Und diese implizite Voraussetzung, Stillen sei immer erste Wahl, baut halt Druck auf.

Für mich ist das Fläschchen die erste Wahl. Warum? Weil meine Kinder mit der Flasche satt werden. Mit der Brust nicht.

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Im Allgemeinen, bzw. wenn ich die Wahl hab, ist es die erste Wahl. Das ist natürlich immer individuell, und bevor ein Kind nicht satt wird (das Problem ist aber auch oft hausgemacht), ist die Flasche dann natürlich besser.

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Ich denke, viele möchten damit ausdrücken, dass man damit niemanden verurteilen will und man hofft, dass das hilft, um den Druck rauszunehmen.

Jede Seite - ob man den Satz nun schreibt oder nicht - triggert. Implizit oder suggeriert ist eben immer Pre schlechter als Muttermilch und eine direkte oder indirekte "Beschuldigung" (oder zumindest mit Potential für Schuldgefühle), wenn man nicht "das Beste" für sein Kind macht oder beb nur das "Zweitbeste" machen kann.
So erklär ich mir die ewige Diskussion zumindest.

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Danke!

Genau das Gefühl habe ich auch.

Als es mit dem Stillen nicht geklappt hat, hab ich Heulkrämpfe gehabt vor Verzweiflung. Ich fühlte mich wie eine Vollversagerin. Ich hab hier einen Post darüber verfasst, liebe Antworten erhalten und nicht mehr darauf reagiert, weil ich bei jedem Versuch wieder die große Heulerei bekommen hab.

Was wirklich gar nicht hilft, sind: "ich hab ja selber (lange) gestillt, aber.."-Antworten. Weil die besagen: "bei MIR hat es geklappt, ICH kann mein Kind natürlich ernähren, aber..". Es wirkt herablassend, auch wenn es nicht so gemeint ist. Dass DU gestillt hast, liebe Antwortende, hat mit der Frage nichts zu tun und hilft auch niemandem weiter. Vor allem, wenn fünf Antworterinnen hintereinander auf ihr erfolgreiches Stillen hinweisen, bedeutet das nur: Jede kann stillen. Außer dir, du Tröte. Dann gib deinem armen Kind halt Flaschenmilch..

Was mir sehr geholfen hat, war, über das Thema in einem internationalen Elternforum zu schreiben. Da kamen viele Antworten von Frauen, denen es genauso ergangen war. Und der wunderbare Satz: "Fed is best." Satt ist am besten. Weil es das ist, was am Ende des Tages zählt.

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Word!

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hm, ehrlich gesagt denke ich nicht, dass es bei allen ein Vorwurf oder Klugscheißen ist 🙈.

Wenn ich sowas schreibe (kA, ob ich es je getan habe), dann möchte ich selbst als stillende Frau mitteilen, dass Flasche okay ist. Da ich selbst aber nicht die Flasche gebe bzw gab, weil Stillen funktionierte und/oder für uns okay war, erwähne ich es. Aber nicht um jemanden zu ärgern, sondern um unseren Hintergrund darzustellen 🤷🏼‍♀️

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und Mut zuzusprechen, dass Flasche eben auch okay ist.
Für mich war immer klar „Wenn es geht okay - wenn nicht, dann nicht“. Dass viele Frauen das stört wusste ich nicht. Ich schau mal wie ich anders formuliert meinen Send dazugebe 😅

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Hey,

Du meintest wahrscheinlich meinen Beitrag oder? Da verstehe ich dann aber ehrlich nicht, was dich daran so triggert. Eine Mutter, die Stillen als so wichtig ansieht, dass sie sich mit der Pumpe tagein tagaus abmüht, möchte Meinungen zum Abstillen in dieser Situation und ich sage ihr, dass ich auch monatelang die selbe Situation durch habe und daher den Kampf kenne und erwähne in einem Nebensatz, dass es bei mir dann geklappt hat nach der halben Ewigkeit? Ist das wirklich so schlimm?

Wie man einen versteckten Vorwurf in einem Beitrag finden kann, in dem unter anderem drinsteht "du machst das super :)" und an anderer Stelle argumentiert wird, warum sie eine tolle Mutter ist und noch gesagt wird, dass sie den "inneren Kritiker" verjagen soll, von dem sie erzählt und die Zeit mit ihren Kind genießen (weil sie alles super macht) etc ist mir dann wirklich schleierhaft.

LG :)