ängstliche Beikost - mäkelige Esser?

Hallo

meine Tochter ist etwas mäkelig beim Essen finden alle um mich rum. Es stimmt, sie mag manche Dinge einfach nicht wie Fleisch und Wurst. Harter Käse ist gerade blöd weil sie eine sehr würzige Sorte mal probiert hat und das jetzt assoziiert. Reis isst sie nicht gerne weil sie so lange braucht um davon satt zu werden.
Bei Gemüse muss mag sie oft zim ersten Bissen überreden. "Du magst Brokkoli, den isst du immer. Bitte koste ihn einfach. Du wirst sehen, er ist gut." Drei Mal nein, dann kosten und schwupps ist der Teller leer. Ich bin bei der Probierdoch Fraktion eh nur bei Lebensmittel die sie mag und ich es weiß. 😆 Manchmal diskutiert sie wegen des Mais auf einer Pizza. 🙄

Unsere Beikost war hauptsächlich Gläschen unterwegs oder Brei. Ganz klassisch halt wie es die meisten Erstmütter angehen.


So. Der Bub will dieses püriert Zeug gar nicht. Also gibt es BLW. Und er isst schon vielfältiger als die Große. Klar. Mit 8 Monaten ist die Neugierde noch größer als der Trotz der 3jährigen. Aber kann es sein, dass ich damals zu vorsichtig war? Und sie deshalb eher auf nein getrimmt ist?

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🤣🤣🤣 Ich glaube nicht dass es daran liegt. Meine Tochter hat mit 7 Monaten schon bei und mitgegessen. In Babygerechter Form. Und mit einem Jahr schon außer sehr scharfen Sachen auch wirklich alles gegessen. (chilli auch, nur halt nicht so viel, dass es wirklich richtig scharf wird)
Jetzt ist sie 2 und wir haben hier seit paar Wochen die Nein Phase. Alles ist Nein. Am liebsten würde sie von morgens bis abends diese Kinder-Fertig-Bolognese von Hipp essen. Die bekommt sie auch oft. Hauptsache das Kind isst. (wir sind gerade am Abstillen, daher bin ich da besonders locker)
Ansonsten gibt es wenn wir selbst kochen auch oft nein. Sachen die sie immer geliebt hat wie Curry, werden plötzlich verschmäht. Ich Versuche sie auch bei Sachen wo ich weiß, dass sie sie gerne isst ein bisschen zu bequatschen. Das klappt manchmal, manchmal nicht.
Die einzigen Momente wo sie wirklich so ziemlich alles essen würde ist in Restaurants. Da isst sie immer sehr viel und will auch bei jedem anderen Noch probieren was die haben. 😅
Ansonsten habe ich ein paar Sachen rausgefunden die fast immer gehen. Das sind bei uns Aufbackbrezel (für sie ohne Aufstreusalz) mit Frischkäse oder Marmelade. (klingt komisch, aber sie isst es halt 🤣)
Dann Dieses Hipp-Zeug, Bananen. Beim Mittagessen zu Hause pickt sie sich oft nur die Erbsen und Mais oder so raus. An einem Tag wird nur die Wurst vom Brot gegessen, am nächsten Tag will sie bitte Toast pur ohne was drauf.
Generell ist seit kurz nach dem 2. Geburtstag das "Nein" (oder auch: "Garnicht", "bitte nicht", "hör auf", "lass das"...) Hier sehr präsent. Ich würde sogar sagen es ist neben "Mamaaaaa" das Meistgebrauchte Wort.
Als Baby und mit einem Jahr hat sie zwar wenig gegessen, aber so ziemlich alles. Hat viel probiert. Ich denke das ist ne Phase die ein paar Jahre anhalten kann.

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Unsere Maus durfte schon sehr früh wirklich alles probieren. Auch Feuerwurst mit 9 Monaten. Fand sie leider super lecker 😂 Sie hat sogar Rosenkohl und Ziegenkäse gegessen.
Im zweiten Lebensjahr wurde das dann immer weniger und im dritten Lebensjahr muss man teilweise um jedes probieren kämpfen 😩

Also nein, ich glaube nicht, dass es da einen Zusammenhang gibt. Bei eurem Sohn siehst du nur gerade wie experimentierfreudig und aufgeschlossen die ganz kleinen noch sind. Je älter sie werden desto mehr stören sie sich dann plötzlich an der Farbe, der Textur oder was auch immer.
Hättest du dich bei eurer Tochter mehr getraut wäre dir da mit Sicherheit auch ein Unterschied zu jetzt aufgefallen.

Meine Hoffnung ist, dass sich die geschmacksvielfalt von früher irgendwann einfach wieder durchsetzt.
In der Kita und jetzt im Kindergarten isst sie nämlich tatsächlich alles. Zu Hause wird nur gemeckert 😒

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Ich denke nicht, dass es da einen Zusammenhang gibt. Meine Tochter (3 Jahre) war als Baby und bisher ein allesfresser 😂 jetzt entwickelt sie langsam Vorlieben, grüne Bohnen isst sie überhaupt nicht gerne, außer als Eintopf. Fleisch wird mal gegessen, mal nicht. Als Baby hat sie Fleisch gehasst und immer gewürgt. Also irgendwie ist das beigeblieben. Prinzipiell ist sie auch in der nein Phase, bei ihr überwiegt aber der Futterneid. Packe ich ihr was nicht auf den Teller uns Erwachsenen aber schon , schleicht sie zu meinem Teller und klaut sich die Sachen, die sie nicht hat, schwups landet alles im Kind. Sie darf sich bei uns selbst auftun, die Menge und das was sie essen mag, bei Beilagen , Soße etc. Das funktioniert ganz gut. Sie probiert auch viel bei mir, Dinge wo ich weiß, die isst sie niemals. Mozzarella zum Beispiel, da nervt sie nicht der Geschmack, sondern die Konsistenz. Aber wenn sie es probieren möchte darf sie das und dann wird es auch nicht ausgespuckt, so verfahren wir. Das funktioniert für uns prima. Diese Mäkel Phase kommt bei allen Kindern, bei manchen ausgeprägter bei anderen weniger. Wir als Eltern können glaube ich nur unterstützen und irgendwann hat jeder Mensch seine Vorlieben und seine Hassgerichte, was vollkommen ok ist. Einfach vielfältig anbieten, der Rest regelt sich schon von alleine. Ich selbst esse auch keinen Rosenkohl oder Blutwurst. Mit typisch deutschen Gerichten kann man mich jagen. Ich würde mich selbst, aber nicht als Mäkelige bezeichnen.

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Wie Churchill schon sagte "Wenn wir wüssten was in Wurst drin ist..:"
Versuch mal einen Chinesen zu hartem Käse zu überreden.
Mais gehört auch nicht auf Pizza #kratz

"Unsere Beikost war hauptsächlich Gläschen unterwegs oder Brei. Ganz klassisch halt wie es die meisten Erstmütter angehen." Die Beikost war für die Kinder, nicht für euch.

"Also gibt es BWL." -> wer nichts wird, wird Betriebswirt.

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Nein, ich glaube nicht 😅
Unsere Tochter hat früher fast alles gegessen, ob Gläschen, selbstgemachter Brei oder einfach etwas von unserem Essen. Ich kann mich erinnern, dass sie mit 9 Monaten fast ein ganzes Brot gegessen hat.
Das Einzige, dass es im ersten Lebensjahr nicht gab, waren Fleisch, Eier, Zucker, Honig und so.
So ca. mit 1,5 Jahren wurde sie immer wählerischer. Von ca. 2 bis 2,5 Jahren hat sie sich fast ausschließlich von Milch ernährt und wollte kaum feste Nahrung. Heute ist sie 3,5 Jahre alt - sie macht keinen einzigen Bissen von einem Brot, Pizza hat sie noch nie gekostet, das sieht ihr zu "bäh" aus. Ich bin schneller fertig, wenn ich aufzähle was sie ist, als das, was sie nicht isst 😅
Sie isst Joghurt, püriertes Gemüse, Bananen, Äpfel, Birnen, Kiwi, Reis, Kartoffelbrei und selten Fleisch und Nudeln. Auch Käse hat sie noch nie gekostet 🤷🏼‍♀️