Das ewige Gewichtsproblem - Frust und Resignation...

    • (1) 27.10.15 - 19:36

      Hallo,

      ich bin 37, 1,68 m groß und stelle mich grad auf die Waage...78 Kilo. Ich könnt kotzen.

      Seit ich 12 bin kämpfe ich. Mit 15 hatte ich 78 Kilo...und dann hab ich abgenommen auf 63. War sowas von stolz! Dann, mit 19, hatte ich wieder 70 Kilo. Mit 23 machte ich mit 71 Kilo eine Diät, mit viel Sport und strengem Ernährungsplan - ich hatte 58 Kilo und war richtig schlank, Größe 36 - aber ehrlich gesagt, ganz schön unglücklich und unzufrieden, unausgeglichen und mein bester Freund meinte später: Mach das nie wieder!
      Mit 25 wollte ich ein Kind, ich bekam meine Periode aber nicht mehr - denke, das kam durch den Sport und die Diäten. Wegen des Kinderwunsches nahm ich dann wieder kontinuierlich zu, hatte schließlich um die 70 als ich schwanger wurde - leider Eileiterschwangerschaft.

      Zwei Jahre später klappte es dann richtig - zu Beginn der Schwangerschaft wog ich aber schon wieder 75 Kilo. Nach der Schwangerschaft 78.

      Zwei Kinder später schaffe ich es mit Schlank im Schlaf und Sport wieder auf 66 - mann war ich stolz.

      Und dann? Hatte ich keinen Bock mehr auf den ewigen Verzicht. Kamen häufige Erkältungen, Sportverletzungen, Stress auf der Arbeit dazu.

      Ich hab angefangen das Leben zu genießen - und schwups, heute hab ich 78 Kilo
      Ich könnt kotzen.

      Diese ewige Gewichtsproblem seit 25 Jahren....es nervt mich.
      Ich wäre sehr gerne 10 Kilo leichter, aber es ist SUPER SCHWER das zu erreichen.
      P.S. Ich mache Sport, sprich 2-3 mal die Woche 45 Min joggen und 2 mal die Woche 30 min Kraft (mit ner Jilian Michaels DVD).
      Geht es denn wirklich nur mit lebenslangem Verzicht?
      Muss ich akzeptieren, dass ich nunmal ein Moppel bin?
      Grrrrr
      K.

      • Liebe K,

        ich kenne keine wirksame Diät, von der ich dir berichten könnte. Dir zu noch mehr Sport, oder einer anderen Sportart raten, kann ich dir auch nicht. Will ich aber auch gar nicht! :-)

        Du bist kein Moppel, sondern eine Frau und Mutter!

        Ich habe viele Diäten hinter mir, die alle nur kurzzeitig etwas gebracht haben und geprägt waren von Verzicht, Schwermut und körperlicher Schwäche. Ich glaube, man kann seinen Körper zwar mit Macht, sei es durch Hungern oder Sport zu einer anderen Form zwingen, aber sobald man anfängt normal zu leben und zu genießen,, findet er zu seiner eigenen Form zurück.

        Ich habe vor Jahren 54kg auf 1,74m gewogen - dafür habe ich ausschließlich trockenen Reis gegessen und mich im Fitnessstudio bekloppt gemacht. Heute wiege ich wieder irgendwas um die 65 kg.

        Ich will damit sagen, dass du abwägen musst, zwischen Verzicht und weniger Kilos auf der Waage, oder Freude am Essen und allem anderen.

        Ich würde sagen, wirf die scheiß Waage ausm Fenster! #liebdrueck

        Dinah

        • Danke dir Dinah, für deine Antwort. Du hast so Recht. Leider macht man sich dank der Medien und auch dank der Partner, die ebenfalls den Medien ausgesetzt, viel zu viel Druck, "schön" zu sein - wobei ich auch mit 78 Kilo roten Lippenstift und hohe Stiefel trage ;-)....
          Naja, ab und an hat man diese Frust-Anfälle - für eine so strenge Diät wie damals mit 23 bin ich leider mittlerweile viel zu schlau ;-) und Schlank im Schlaf ist mit Familie zum Kotzen (wenn die abends alle ihr Butterbrot essen, ist das wie Folter)....
          Danke nochmal,
          K.

      Hallo

      Ich wollte dich persönlich anschreiben, aber irgendwie finde ich den Button in deiner VK nicht?!? Vielleicht magst du mir kurz eine Nachricht schreiben, dann kann ich antworten.

      Was ich schreiben möchte sind sehr persönliche Erfahrungen, dafür ist dieses Forum kein Rahmen.

      LG

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      hi,

      ach, wie ich das kenne!!! ich war zwar bis zu meinen kindern schlank, aber es war immer ein kampf. ich wog bei 1,65 zwischen 55 und 60 kg bis ich mit 27 das erste kind bekam. da wog ich nach der schwangerschaft 90 (!!) kg. mit ww kämpfte ich mich dann auf 69 kg runter und wurde erneut schwanger. wieder schoß ich auf 90 kg hoch und kämpfte mich wieder runter auf 68 kg. dann wurde ich mit nummer 3 schwanger und wog danach 85 kg. das ist jetzt 5 jahre her und ich konnte anfang des jahres durch zucker-und kohlenhydrateverzicht wieder auf 79 kg kommen, aber die habe ich schon wieder drauf. ich gehe jeden tag zum sport und ich versuche grad die 5:2 diät....aber manchmal möchte ich die brocken schmeißen, mich halt in gr. 46 einkleiden und sagen: leck mich....
      aber dafür fühle ich mich eigentlich noch zu jung und ich will die hoffnung nicht aufgeben.

      seufz!!

      lg

    • Der Trick ist, die Ernährung so langsam umzustellen, dass es einem nicht mehr wie Verzicht vorkommt, sich gesund zu ernähren! Versuch nicht, zu schnell zu viel zu machen oder zu erreichen und nimm erst mal den Druck raus. Das hilft!
      Die Ernährung umzustellen bedeutet nicht nur, einfach weniger und irgendwie gesünder zu essen, sondern mit sehr vielen, langjährigen Gewohnheiten zu brechen. Das braucht nun mal Zeit, Rückfälle sind total normal :-)
      Bei mir hat es so sehr gut geklappt:

      1. Regelmäßig essen und Mahlzeiten fest einplanen (bei mir: Frühstücken, dann am Vormittag ein Snack, dann Mittagessen und abends Abendbrot) Das war das einzige (!), was ich 8 Wochen lang gemacht habe. Ich habe nicht versucht, besonders gesund zu essen, sondern nur, nicht mehr außerhalb der Mahlzeiten zu essen. Es gab auch öfter mal Pizza und Schokolade, aber eben nicht mehr abends vor der Glotze oder irgendwie nebenbei, sondern ganz bewusst als kleinen Nachtisch nach dem Mittagessen oder so. Irgendwann kam es mir sehr merkwürdig vor, einfach irgendein Puddingteilchen beim Bäcker zu kaufen, weil ich immer im Kopf hatte: Es gibt ja sowieso gleich Mittagessen. Und zwar eines, was mir schmeckt und von dem ich satt werde. Wichtig ist, in dieser Phase nicht zu wenig oder zu anders zu essen als sonst, das ist sonst zu viel auf einmal und man ist überfordert.

      2. Erst da habe ich angefangen, mit ganz kleinen Schritten meine Mahlzeiten etwas gesünder zu gestalten. Zu den Nudeln gab es zum Beispiel nicht mehr die fette Sahnesoße, sondern öfter auch mal Gemüse. Statt der Salamipizza öfter mal irgendeine etwas Fettarmere. Zum Abendbrot immer auch etwas Gemüse und als Snack am Vormittag ein Stück Obst, was mir schmeckt. Dabei habe ich mich nie gezwungen, etwas zu essen, was ich nicht mag, auch, wenn es noch so gesund sein soll.

      3. Bei Rückfällen nicht verzweifeln! Ist ja klar, dass nicht von heute auf morgen alles anders sein kann. In der Anfangsphase, als ich es noch nicht gewöhnt war, abends ohne Essen auf der Couch zu sitzen, war es für mich schon ein toller Erfolg, wenn das an 3 von 7 Tagen geklappt hat. Damit war ich erstmal zufrieden. Irgendwann kam es mir wirklich komisch vor, direkt nach dem Abendbrot schon wieder was zu essen und es verlor seinen Reiz. Das dauerte nur etwas:-)

      (8) 30.10.15 - 21:18

      "Geht es denn nur mit lebenslangem Verzicht?"

      Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit auch. Schiebe gerade auch richtig Frust, denn ich versuche seit ungefähr 3 Jahren diese hartnäckigen 5kg, die mich von meinem Wohlfühlgewicht (nicht Idealgewicht!) trennen, zu erreichen...und was ist? Inzwischen sind es 8kg! Ich habe zugenommen, obwohl ich mich inzwische gesünder ernähre. Als ich meiner Frauenärztin letztens mein Leid klagte, meinte die auch noch trocken: "Sie kommen eben langsam auch in DIE Jahre!" #aerger Na danke auch!!! :-[;-)

      Ich habe auch schon überlegt mich jetzt einfach so zu akzeptieren, wie ich bin...nur hmmm...soweit bin ich noch nicht! :-D Ich finde mich jetzt sicher nicht hässlich oder so, aber ich gefalle mir schlanker eben viel viel wohler in meiner Haut. Und das andere ist, dass ich nicht weiter zunehmen will! Davor habe ich wirklich Angst, dass ich weiter schleichend zunehme, wenn ich es einfach laufen lasse...

      Im Moment mache ich gerade intermittierenden Fasten (16:8). Das passt ganz gut in mein Leben und ist auch etwas, was ich dauerhaft machen kann. Ich fühle mich gut damit, habe keinen Hunger, nur Appetit! #schwitz Das ist auch mein Hauptproblem, dass ich eine totale Genießerin bin! :-D#schein

      Grüße
      Luka

      Nein ich denke man muss nicht ein Leben lang verzichten und sich 5 mal die Woche zum Sport quälen.....
      man muss nur seinen Rythmus finden.
      Klar wenn du extrem sport machst und penibel auf die Ernährung achtest- dann nimmst du ab, aber sowas hält man nicht lange durch.

      Ich finde man muss mit 1,68 (und mit 37 Jahren und zwei Kindern) keine 60 Kilo mehr haben.
      Ich hatte das auch noch nie. Bin auch 1,68, das niedrigste was ich erreicht habe war 65 Kilo, das konnte ich aber ohne Sport nicht halten. Ich bin dann auf 67/68 hoch und habe meine Ernährung so eingependelt, dass ich das Gewicht ohne Sport halten kann. Und ja ich genieße deswegen auch mein Leben. Ich esse auch Pizza und Döner und Sahnesoßen und Süßes - aber nicht in übermengen. Und ich versuche sehr darauf zu achten aufzuhören wenn ich satt bin und nicht weiter zu essen weil es grad schmeckt. Und dann gibts Tage da esse ich wieder eher was leichtes.
      Durch die SS habe ich 20kg zugenommen und habe jetzt nach 15 monaten 69 Kilo. Das habe ich erreicht in dem ich jeden Tag 20 minuten Crosstrainer gemacht habe (zwischendurch hatte ich auch durchhänger und der Schweinehund.... mit mehr disziplin wäre es sicher schneller gegangen). Zwei Kilo hätte ich gerne noch runter.

      Vielleicht hilft es dir wenn du dir mal bewußt machst, was du alles isst.... Es gibt noch was zwischen WW, ewigem Verzicht und Schlemmen ohne Ende.

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