BMI von 50,3. Nun Schlauchmagen geplant. Erfahrungen?

    • (1) 31.12.15 - 00:11

      Guten Abend liebe Forumsgemeinde.

      Ich kopiere nun den Text einer Freundin hier hinein und schicke ihr dann den Link zu diesem Thema, denn sie ist (noch) nicht hier registriert.

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      Hallo Forum,
      ich habe mich vor 2 Wochen bei einem Adipositaszentrum vorgestellt.

      Mein BMI liegt bei 50,3.

      Es wurde einfach stetig mehr.

      Diäten habe ich alles durch, wirklich alles und damit meinen Stoffwechsel komplett ruiniert.

      Ohne eine OP- Hilfe schaffe ich das nicht mehr, abzunehmen.

      Geplant ist eine Magenverkleinerung / Schlauchmagen.

      Nun habe ich volles Programm bekommen:

      - Ultraschall
      - Ernährungsberatung
      - Selbsthilfegruppe
      - Psychologe
      - Magenspiegelung
      usw.

      Dafür habe ich 6 Monate Zeit. Ist alles zusammen, wird der Antrag eingereicht.

      Was da alles auf mich zukommt, auch nach der OP, weiß ich. Habe mich sehr intensiv damit befasst und trotz Angst werde ich diesen Weg gehen.

      Nun suche ich Erfahrungsberichte.

      Oder Kontakte. Gerne auch über Facebook.

      Ich fühle mich erleichtert, diesen Schritt endlich zu gehen, lange habe ich es ohne versucht, aber eingesehen, dass es nicht geht. :-(

      • Ich kann absolut verstehen, das bei einem BMI von 50 gehandelt werden muss! Das ist wirklich ein Gewicht, wo man jeden Tag umfallen kann. Bei mir hapert es auch immer am Durchhaltevermögen. Das ist wirklich nicht einfach und ja, man versaut sich auch den Stoffwechsel. Aber meiner Meinung nach ist deine Freundin auch nicht ehrlich zu sich. Sie muss schon wirklich hohe Mengen falscher Dinge essen, um so ein hohes Gewicht zu bekommen. Sie sollte aber nicht in große Diäten verfallen, das bringt nichts. Sie sollte kleine Dinge ändern. Zb erstmal kleinere Portionen von allem was sie nun isst. Einfach kleineren Teller nehmen. Sie wird dann 1-2 Wochen hunger haben, den sie mit viel zuckerfreien Getränken wegtrinken muss, aber danach wird sich der Körper dran gewöhnt haben. Danach kann sie dann nach und nach sehen, welche Süßigkeiten/Sahne etc sie langsam weg lässt. Sie soll einfach Tagebuch schreiben. Nur für sich. Das hilft schon mal, den Punkt mehr auf die Menge zu legen. Wenn sie dann noch anfängt spazieren zu gehen, dann wird sich auch was tun. Langsam, aber so ist es eben auch der beste Weg. Vielleicht hat sich dann in 6 Monaten schon so viel getan, das sie alleine, ohne Op, weiter machen möchte. Denn viele tricksen sich auch nach der Op aus und kommen trotzdem nicht in Normalgewicht.

        schaut mal unter Nicole jäger die hatte auch ein sehr hohes Gewicht

        Meine beste Freundin sowie eine andere Person aus meinem Bekanntenkreis haben diese OP hinter sich. Bei meiner Freundin lag der BMI auch etwa bei 50. Sie hat über 40 kg abgenommen. Aber jetzt, knapp 4 Jahre nach der OP wird es schwierig. Der Magen dehnt sich nämlich mit der Zeit und es können wieder größere Mengen gegessen werden. Süße Getränke sind auch eine Falle, denn die rutschen so durch. Da ist sie recht nachlässig geworden. Darum ist sie immer noch 20 kg vom eigentlichen Ziel entfernt. Die andere Bekannte von mir war da disziplinierter (allerdings irgendwann für meinen Geschmack auch schon zu dünn). Es ist wichtig, sich schon vor der OP eine andere Ernährung anzugewöhnen. Sonst holt es einen irgendwann wieder ein.

        Positiv ist zu berichten, dass meine Freundin trotz der starken Gewichtsabnahme keine Probleme mit Schlabberhaut hat. Es ist zwar nicht alles superstraff, aber eine OP ist auch nicht nötig.

      • Hallo

        Es macht mich traurig zu lesen wenn Menschen so schwer sind und alle glauben es liegt an mangelnder Disziplin. Keiner (fr)isst sich zum Spaß so ins Übergewicht. Leider ist der übliche Ansatz bei Essstörungen für viele nicht passend. Es ist nicht leicht sich aus diesen Mustern zu befreien. Das ist ein Weg über viele Jahre. Und es ist schwer die richtige Begleitung zu finden.

        Ich denke zu einem das diese OP eine Hilfe sein kann. Zum anderen und viel wichtiger wäre aber die Gründe der Essstörung zu bearbeiten. Dazu bedarf es nicht irgendwelchen Ernährungsprogrammen, denn theoretisch weiß jede Diäterfahrene sehr viel über gesunde Ernährung. Und auch Verhaltenstherapien helfen häufig nicht. Es wird am Symptom rumgedoktert, nicht an der Ursache. Warum muss man zum Essen greifen, statt seine wirklichen Bedürfnisse zu erkennen und zu befriedigen? Welch großen Schmerz muss man in sich tragen, um ihn nur noch mit großen Mengen Essen bewältigen zu können?

        Essstörungen sind Süchte. Und da man nun mal nicht nicht essen kann auf Dauer, ist es wirklich ein langer und beschwerlicher Weg diesen Teufelskreisen zu entkommen. Was in einer Gesellschaft in der (extrem) Übergewichtige sowieso so furchtbar behandelt werden sicherlich nicht einfacher wird.

        Ich wünsche Deiner Freundin das sie gute Unterstützung findet. Das sie lernt sich selbst wertzuschätzen. Das sie lernt die natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühle zu erkennen und entsprechend damit umzugehen.

        LG

        • Ich weiß nicht, ob du meinen Beitrag mit dem Durchhaltevermögen ansprichst. Aber wenn ja, dann stimmt ich dir nicht ganz zu, obwohl dein Beitrag ansonsten absolut zutreffend ist.
          Ich habe selbst seit Jahren mit Übergewicht zu kämpfen, wenn auch nicht mit so einem BMI. Und wie du schreibst, so wissen wir meist sehr gute über richtige Ernährung bescheid, können es aber entweder trotzdem nicht umsetzen, oder halten es nur wenige Wochen durch. Und dann geht das Spiel von vorne los. Denn würden wir dauerhaft kleine Dinge verbessern können, so würde das Gewicht nicht höher gehen sondern stagnieren oder abnehmen. Es ist aber wichtig herauszufinden, warum man diese Dinge nicht ändern kann.

          • Hallo

            Ich spiele auf keinen Beitrag an. Keine Sorge! Es ist einfach eine allgemeine Einschätzung meinerseits und meine jahrelange Erfahrung mit Diäten, Programmen etc pp.

            Ich mache quasi eine Diät von der Diät. Das heißt nicht ins Fressen zu verfallen, sondern auf das Körpergefühl zu hören. Zu ergründen warum ich mehr als nötig esse, obwohl ich keinen körperlichen Hunger habe. Oder warum ich hungrig esse und dann erst aufhöre wenn ich Schmerzen habe. Ich habe einiges dazu gelesen und einen guten Ansatz für mich gefunden. Nichts mit Disziplin im Sinne von Ernährungsregeln. Sondern ein Weg der Selbstachtung und des Respekts.

            LG

      Hallo,

      Kommt kein Magenband bei dir in frage ???

      So ein Schlauchmagen ist ja nicht so ganz ohne.

      Du kannst nach der Operation nur Schluck weise Flüssigkeit zu dir nehmen.

      Nichts mit Kohlensäure.

      Du kannst nur sehr wenig essen weil es sonst wieder raus kommt.

      Da geht kein Schnitzel mehr rein oder ein Salat.

      Nur noch sehr kleine Portionen.

      Der Magen hat dann nur noch ein Durchmesser von 22 Charriere

      Lb

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