Fat-Akzeptanz Seite: 4

        • (76) 21.12.16 - 20:54

          Bin total einverstanden und eigentlich wollte ich auf dieser Ebene diskutieren. Leider nahm die Diskussion manchmal eine andere Richtung, z.B. über verschiedene Diätmethoden. Ich glaube, wie jemand abnimmt, ist ebenso eine persönliche Geschichte, wie er/sie zugenommen hat.
          In meiner Familie gibt's nicht nur einen adipösen alten Menschen. Noch nie wurden sie von ihrem Hausarzt auf ihren starken Übergewicht angesprochen. Stattdessen wurden munter Tabletten gegen hohen Blutdruck, Diabetes, Gicht , Schmerzmittel für kaputte Gelenke usw. verschrieben.

          • Ich gehe nicht mehr zum Arzt, denn es wird vom Arzt, egal welches Anliegen ich habe, immer auf mein Gewicht geschoben. Bei verschiedenen Ärzten! Bei Erkältung! Bei Magen und Darm!

            Und ich habe "nur" 20 kg Zuviel. Das ist mir zu blöd.

            Man wird nirgends akzeptiert als Übergewichter. Man muss sich die Anerkennung immer hart erarbeiten.
            Und es ist tatsächlich schwieriger abzunehmen und sein Essverhalten zu ändern als aufzuhören zu rauchen. Weil man beim Rauchen einfach aufhört zu rauchen, aber beim Abnehmen/ Ernährung kann man ja nicht aufhören zu essen.

            • (78) 23.12.16 - 07:14

              "Weil man beim Rauchen einfach aufhört zu rauchen, aber beim Abnehmen/ Ernährung kann man ja nicht aufhören zu essen. "

              Das ist wohl eine Typfrage, bzw. ist das eventuell unterschiedlich veranlagt bei jedem Menschen.
              Mir fällt es wesentlich leichter, gesund und kalorienarm zu essen und mich da auch an z.B. bestimmte Vorgaben zu halten, als es mir leicht fiel, mit dem Rauchen nach fast 20 Jahren aufzuhören. Eine leckere Mahlzeit zu kochen, die aus Gemüse und Hähnchenbrust besteht und davon keine Unmengen zu verspeisen ist für mich einfacher zu verwirklichen, als von heute auf morgen auf Zigaretten zu verzichten.

              • (79) 23.12.16 - 21:00

                Ich habe stark geraucht (ca 25 täglich. Ca 15 Jahre, wobei die Anzahl sich da von 5 täglich stetig steigerte). Ich habe von heute auf morgen ohne große Probleme und Hilfe aufhören können.

                Ich bin seitdem in eine andere Sucht gerutscht. Essen. Ich habe 25 kg zugenommen. Nein, ich kann nicht aufhören. Ich bin oft nicht in der Lage das zu gesundem Essen zu steuern, obwohl ich wirklich Ahnung von Ernährung habe. 1kg Möhren haben einen anderem Effekt als Pizza und Chips. Sie befridiegen meine Sucht nicht. Ich habe schlimmeren Druck zu Essen als je nach Zigaretten. Und Essen ist sooo leicht verfügbar. Und man kann es nicht umgehen. Ich bin jetzt seit 2 Jahren (mit Pause) in Therapie. Ich kriege es bis jetzt nicht dauerhaft hin. Ich kompensieren jedes Gefühl mit Essen, auch positive. Hunger oder das Gefühl hungrig werden zu können treibt mich in den Wahnsinn. Die Essstörung ist in meinen Fall viel aggressiver als die Nikotinsucht.

                • (80) 25.12.16 - 16:44

                  Wahnsinn, es hört sich echt hart an. Ich finde es sehr mutig dass Du in Therapie bist und schon bei 25 kg Übergewicht die Handbremse ziehst. Blöde Frage, aberkannt kann man Chips nicht so herstellen, z.B.mit einem Dörrgerät dass sie genauso würzig, aber eben nicht so fettig sind wie die kommerziellen? Ich glaube, bei Pizza gibt es auch Tricks. Aber ich vermute, ich habe verstanden, wo Dein Problem ist :man kriegt wirklich überall Futter und wenn Du gerade einen "Anfall" hast, muss es schnell gehen. Auf jeden Fall viel Erfolg und frohe Weihnachten!

            (81) 31.12.16 - 19:56

            So ist es...

      (82) 31.12.16 - 19:55

      Herrje. Als Wäre es einem der zu dick ist nicht selbst klar. ...Da braucht man keinen feldwaldu dwiesenarzt der einem bei einer sinusitis erklärt dass man zu fett ist...Das weiß man schon selbst

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