Basische Ernährung

    • (1) 04.04.17 - 17:26

      Wegen Schmerzen unterhalb des Knies bei bestimmten Bewegungen und nach dem Lauftraining war ich beim Arzt. Er stellte fest, dass die Patellasehne leicht entzündet ist und verpasste mir erstmal ein Kinesotape (halte ich ja nichts davon). Dann sagte er, dass die Medikamente, die ich nehme, die Entzündung begünstigen. Er schlug Therapien vor und meinte ich könnte da alles noch zusätzlich durch basische Ernährung unterstützen.

      Gut, viele Obst- und Gemüsesorten sind basisch, außerdem Kartoffeln und diverse Nüsse.

      Hab ich es wirklich richtig verstanden, dass jegliches tierische Produkt sauer ist. Und kann man seine Ernährung wirklich auf Obst Gemüse und Nüssen aufbauen. Er meinte, dass es am besten wäre 3 Woche erstmal nur basisch zu essen und dann maximal 20% sauer.....

      Hat jemand Tipps zur Umsetzung?

      • (2) 05.04.17 - 20:12

        "Basische Ernährung" bzw. die gemeinte Übersäuerung sind genau so ein Unfug wie die Tapes.

        Unser Körper ist quasi ein riesiges Puffersystem, in dem der ph-Wert kaum schwankt, ergo auch nicht einfach so übersäuert sein kann.

        Und wenn der Körper übersäuert (Azidose), ist das ein behandlungswürdiger, oft lebensbedrohlicher Zustand, der je nach Kategorie zum Beispiel durch unterschiedliche Stoffwechselerkrankungen, Herzstillstand oder ähnlich gravierende Dinge ausgelöst werden kann.

        • Da kann ich nunuel nur zustimmen. Diese Ernährungsform ist totaler Quatsch.

          Zu deinem Problem: Ich hatte diese Beschwerden auch schon durch Überlastung beim Joggen. Mir half Kytta Salbe aus der Apotheke.

      Hi,

      wenn du das umsetzen willst, schau doch einfach mal im Buchhandel...

      Persönlich bin ich der Meinung, dass "Entschlacken" ein großer Witz und einfach nur - wie vieles - eine Modeerscheinung ist. Wenns so schlimm wäre, müsste unsere sich nicht regelmäßig entschlackende Bevölkerung schon zugeschlackt sein, bei dem ungesunden Essen. Der Körper reguliert sich selbst.

      Sowas ist meiner Meinung nach eher für die Psyche, genauso wie das "Heilfasten".

      Ich würde mich an deiner Stelle versuchen ausgewogen ernähren - und da macht ein leckeres Stück Fleisch als Proteinlieferant mehr Sinn als basische Ernährung. Sehnen und Muskeln spielen ja ineinander - falls ich da jetzt keinen Denkfehler habe - und da ist nunmal Protein/Eiweiß wichtig. Am besten pflanzliches/tierisches zusammen.

      Ist Kinesotape eine Kassen- oder eine IGeL-Leistung?

      VG
      Gael

      • Keine Ahnung ob Kasse oder nicht. Bin privat versichert. Bin mir aber auch sehr sicher dass das nichts gebracht hat.

        "und da macht ein leckeres Stück Fleisch als Proteinlieferant mehr Sinn als basische Ernährung. "
        Du kennst Dich anscheinend überhaupt nicht damit aus, wieso schreibst Du dann hier?
        Die basische Ernähungslehre gibt doch sogar selbst vor, dass 20-30% der täglich konsumierten Lebensmittel säurebildend sein sollen - nirgendwo steht, dass man auf Fleisch und Fisch verzichten muß!

    Ich bin nicht der Meinung, dass diese Ernährung, wie hier geschrieben, Quatsch ist.
    Ich versuche mich seit einiger Zeit überwiegend basisch zu ernähren. Das heißt, ich achte darauf, möglichst viele basische Lebensmittel zu mir zu nehmen. Aber ich bin jetzt auch kein Fanatiker, der sich an Ostern das Stück Kuchen oder den Schokohasen verkneift. Die basische Ernährungslehre gibt ja selbst auch vor, säurebildende Lebensmittel wie Fleisch und Fisch zu essen - nur soll das eben nur 20-30% der gesamten Lebensmittel ausmachen, die man täglich konsumiert.
    Ich selbst konnte an mir seit meiner Ernährungsumstellung viele positive Folgen beobachten wie: mehr Energie, bessere Haut, weniger Haarausfall, festere Fingernägel usw. Ich habe auch gerade ein großes Blutbild beim Hausarzt machen lasen und alle Werte waren top.
    Mir tut diese Ernährung wirklich gut und sie ist ganz sicherlich auch sehr gesund. Mehr muß ich darüber nicht wissen und wenn andere das als Quatsch abstempeln, ist mir das herzlich egal. ;-)

    Ich finde die basische Ernährung auch keine schlechte Sache. Man kann damit gezielt einmal auf Sachen wie Zucker, Alkohol, Kaffee usw. verzichten. Ich habe es in der Fastenzeit einmal ausprobiert mich basisch zu ernähren und muss sagen es hat mich zuerst müder gemacht. Ich fühlte mich hungrig und ausgelaugt, aber das hat nicht lange angehalten und dann wurde es besser von Tag zu Tag. Mein Körper hat ein bisschen Zeit gebraucht um sich umzustellen. Nach zwei Wochen wurde meine Haut schöner und ich wurde richtig fit. :) Im Internet findest du diverse Listen wo die Lebensmittel aufgelistet sind ob sie Säure oder Basen bildend sind. Das meiste Obst und Gemüse ist Basen bildend, aber auch einiges an Fisch. Das Problem ist das es am Anfang sehr zeitraubend ist, immer zu überlegen was man essen darf und was nicht aber mit der Zeit wird's einfacher. Ich würde mir ein Kochbuch kaufen bzw. Rezepte im Internet raussuchen und diese am Anfang als Hilfestellung hernehmen.

    Viel Erfolg bei der Umsetzung :)

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