"Darf" man dick sein wollen?

    • (1) 04.09.17 - 21:52

      Hallo,

      blöde Überschrift, aber trifft es dich ganz gut.
      Ich habe ein "Problem" bzw. bin mir nicht sicher, ob es eins ist oder ich froh sein sollte.

      Ich habe Übergewicht, nicht nur ein wenig, sondern ca. 25 kg. Ich kenne mich gut mit Ernährung etc. aus und weiß genau, woran das liegt. Ich esse einfach gern und (zu) viel. Bin ein typischer Genuss- und auch Frustesser.

      Mein "Problem" ist: es stört mich nicht. Beziehungsweise nicht so sehr, wie mein Verstand mir sagt, dass es mich stören müsste. Vor allem, weil es ungesund ist. Ich weiß das und ändere trotzdem nichts, weil ich mich eigentlich wohl fühle.

      Ich kann abnehmen, es fällt mir nicht mal besonders schwer. Vor 4 Jahren habe ich ca. 15 kg abgenommen. Ich war zwar stolz, aber ich habe mich überhaupt nicht mehr wie ich selbst gefühlt. Diese schlankere Frau war einfach nicht ich.

      Kann das jemand verstehen? "Darf"
      man dick sein wollen? Alle Welt möchte doch schlank sein. Ich fühle mich manchmal wie ein Exot, besonders unter meinen Freundinnen, die ständig auf Diät sind...

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        wenn Du Dich wohl fühlst, ist doch alles prima. Wenn Du dennoch Sport machst, Dich gesund ernährst und viel für die Gesundheit tust, DANN solltest Du zufrieden sein.

        LG

        Man darf sich Plugs ins Ohr oder wenn man möchte in den Po schieben. Man darf Männer oder Frauen heiraten.. okay, zeitgleich immer nur eine Person. Man darf die Haare kurz oder lang, rot oder blau, gerade oder gelockt tragen. Und natürlich darf man dick oder dünn sein.

        Wer bestimmt denn in Deinem Leben, was Du darfst?

        • All Deine aufgezählten Beispiele wirken sich jedoch gesundheitlich nicht aus, das ist der Unterschied.
          Übergewicht ist ungesund und fördert eine Vielzahl von Krankheiten. Das ist Fakt. Es ist dagegen jedoch nicht gesundheitsschädlich, die Haare kurz oder lang und rot oder blau zu tragen.
          Aber natürlich darf jeder gern mit seinem Körper machen was er will, das ist klar.

          • Die Schädigung des eigenen Körpers ist aber nicht verboten. Also ist der Unterschied egal. Oder willst du darauf hinaus, dass "wir alle" dann durch Krankenkassenbeiträge die Kosten zu tragen haben? Dann darf auch niemand rauchen, Alkohol trinken, schnell Auto fahren......

            • Ähm, verstehe irgendwie Dein Posting nicht?
              Ich habe den Unterschied der gewählten Beispiele erklärt. Darum ging es mir, weil man eben die aufgezählten Sachen mit dem Dicksein nicht vergleichen kann.
              Und schließlich schrieb ich, dass selbstverständlich jeder mit seinem Körper machen kann, was er will.
              Und was wolltest Du mir nun sagen? #kratz

              • Ich glaube, dass er dir nur sagen wollte, dass es rechtlich und vielleicht auch moralisch keinen Unterschied macht, ob man kurze Haare trägt oder absichtlich zu dick ist.

                Was sind denn deine Argumente dafür, dass die "Schädigung" des eigenen Körpers in eine andere Kategorie fällt.

                Zum Thema kann man vielleicht den Film "Embrace" empfehlen, in dem es nämlich genau darum geht, führt den ein gesunder Körper (in dem Fall schlank) wirklich auch zu einem gesunden Geist. Die Filmemacherin bezweifelt dies nämlich, da sie auch vielmehr unglücklich wurde, als sie sich einen tollen Körper antrainiert hatte. d

                • Sorry Fragezeichen und ein n werden nachgereicht.

                  Na, wenn eine Filmemacherin das sagt... #augen

                  Argumente dafür, dass die Schädigung des Körpers in eine andere Kategorie fällt? Hä?
                  Die Sachen sind schlicht nicht vergleichbar. Punkt.
                  Aber wenn die TE 30 kg Übergewicht glücklich machen, dann ist doch alles gut! Es paßt für die TE. Perfekt. Was soll man das denn jetzt noch ewig lang zerreden???

                  • #augen ... manche fühlen sich wirklich durch jeden Kommentar angegriffen.

                    Warum weist du sie denn auf den Unterschied hin, wenn es für die Ausgangsfrage keine Relevanz hat? Du hast ja recht, die Antwort auf ihre Frage lautet, klar darf sie.

                    Ich stellte einfach nur Infrage, ob das Erreichen des "Normalgewichtes" zwangsläufig eine gesundheitsfördernde Entwicklung sein muss (wenn man z.B. eine Depression auch eine Einschränkung des gesundheitlichen Zustandes akzeptiert.) Nichts weiter, war mit den Einwürfen gemeint. d

            #pro
            Diesen Vorwurf habe ich tatsächlich in einer Diskussion gelesen und muss sagen, ich war schon irritiert über diese Haltung.
            Gruß

        Eben. Dein letzter Satz war gemeint: Jeder darf mit seinem Körper tun und lassen, was er will. Auch dick sein. Und es ist bereits schon lange kein Fakt mehr, dass Übergewicht gleichzeitig bedeutet, dass man ein höheres Gesundheitsrisiko hat.

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