Frustfressen stoppen

Hallo ihr lieben,

ich habe ein riesen Problem.
Nach der Geburt meiner Tochter im November habe ich erst einmal gut abgenommen. Die Essens Menge war auch völlig normal etc.

Nun bekam ich vor einer Weile riesen Probleme mit einer ISG Blockade. Diese war sehr schmerzhaft und schlimm, sodass ich meinen üblichen Alltag nicht mehr ausführen konnte. Spazieren gehen, bzw körperliche Bewegung allgemein viel deutlich weg.
Durch diese Unzufriedenheit und zusätzlich weiteren Frust etc fing ich an deutlich mehr zu essen. Quasi aus Frust und Langeweile.
Ich war den ganzen Tag und auch nachts (wenn meine Tochter ihre Flasche bekam) permanent am futtern. Aber nichts gesundes, sondern hauptsächlich permanent Süßigkeiten.

Unser Süßigkeiten Schrank war noch nie leer, meist musste ich wieder einiges weg schmeißen wo nur ein bisschen fehlte, aber schon ewig im Schrank lag und nicht mehr genießbar. Aber mittlerweile ist der Schrank leer. Ich versuche auch nichts neues zu kaufen, aber dann esse ich meist einfach was anderes, was ich halt so finde.

Ich habe zum Glück noch nicht wirklich viel zugenommen, aber dennoch finde ich es nicht schön.

Meine ISG Blockade ist und durch Krankengymnastik endlich wieder weg und ich bin wieder aktiv und viel unterwegs etc. Aber das Essverhalten hat sich noch nicht eingeschränkt weil ich jetzt permanent Hunger bekomme wenn ich weniger esse. Mein Magen knurrt dann richtig (also keine Einbildung )anscheinend hat sich mein Körper jetzt an die Menge gewöhnt, die aber deutlich zu viel ist.

Vorallem bin ich schon immer eine naschkatze und gerade jetzt habe ich auch immer vermehrt dann Lust auf Schokolade etc.

Habe ihr ein paar Tipps wie ich aus diesem Problem wieder raus komme.

Was ich noch hinzufügen möchte.

Dieses ständige Hunger gefühl mit Magen knurren und Übelkeit etc habe ich wirklich nur dann wenn ich versuche nicht so viel zu essen und nur meine Hauptmahlzeiten und kein Süßkram zwischendurch etc.

Wenn ich aber dem nicht widerstehen kann und doch wieder den ganzen Tag futtere habe ich in der Zeit keinen Hunger. Ich esse halt einfach immer wieder was aus Langeweile oder Gewohnheit. Das merke ich selbst oft, dass ich etwas esse obwohl ich keinen Hunger hatte oder sogar noch voll bin vom Essen davor. Ich versuche es dann auch zu lassen aber das schwirrt dann so lange in meinem Kopf Rum und ich mache es mir selbst so schmackhaft, das ich nicht auf z.b. die Schokolade verzichten möchte.

Genauso ist es mit Getränken. Früher konnte ich problemlos Wasser oder gerne auch ungesüßten Tee trinken.
Jetzt momentan ist nicht daran zu denken. Wenn ich Wasser oder Tee trinken will bzw extra nichts anderes kaufe damit ich gesünder trinke, dann erwische ich mich dabei wie ich meist sehr wenig bis gar nichts trinke. Lediglich mit ein paar Schlucke nur den Mund befeuchte. Ich trinke allgemein schon immer schlecht, aber da dann noch weniger.

Vielen Menschen hilft das Aufschreiben, also quasi Kalorienzählen. Das führt deutlich vor Augen, wieviel man isst und ob es über den Tagesbedarf geht. Das geht von handschriftlich in ein Büchlein bis zur Verwendung einer App. Man ist dann ja gezwungen, jede Nascherei zu notieren und ersetzt dann vielleicht doch lieber einen Schokoriegel durch einen Apfel.

Zusätzlich würde ich Dir aber noch einen Arztbesuch mit Blutabnahme empfehlen, wenn das nicht kürzlich erfolgt ist. Durch Medikamente kann durchaus auch ein körperliches Ungleichgewicht oder Stoffwechselstörungen kurz- oder langfristig eintreten. Nur zur Sicherheit, nicht dass z.B. die Schilddrüse beteiligt ist.

Hallo,
mir hat zu Beginn geholfen, alles, was ich esse in einer App zu notieren und zu schauen wie viele Kalorien ich veresse und dem gegenüber gestellt tatsächlich brauche (Grundumsatz, Gesamtumsatz usw.).

Dabei habe ich nicht nur gemerkt, dass ich manchmal zu wenig Sättigendes esse (= Hunger) oder eben viel zuviel Mist, sondern auch welche Sachen satt machen und welche nicht.
Wenn ich z. B. morgens Haferflocken mit Nüssen und Milch oder Osaft esse, halte ich locker mehrere Stunden durch, bis der Hunger wiederkommt. Esse ich hingegen zwei Scheiben Brot, bekomme ich schneller wieder Hunger und der Magen knurrt.
Nur Salat befriedigt mich nicht. Salat mit ein paar Kartoffelecken dazu macht mich hingegen länger satt.
Das sind jetzt nur wenige Beispiele.

Ich tracke auch, wieviel ich trinke. Am Anfang ist es mir schwer gefallen, weil ich oft nur 0,5-1 Liter am Tag getrunken habe, also viel zu wenig. Mittlerweile komme ich immerhin auf 2 Liter. Klar musste ich mich zu Beginn zwingen, aber nach einer gewissen Zeit wurde es Routine, sodass sich die Trinkmenge langsam steigerte, ohne dass es mir noch viel ausmachte.
Man muss es einfach tun und durchziehen, damit es irgendwann einfacher oder normal wird.

Mir hat es geholfen, mir all das mal vor Augen zu führen und dementsprechend meinen Speiseplan und auch die warmen Mahlzeiten anzupassen. Es war auch erschreckend zu sehen, wie viele sinnlose Kalorien ich mir zwischendurch reingezogen habe! Einfach aus Langeweile oder Gewohnheit nebenher reingestopft, Süßigkeiten gehen halt schnell und bequem und sind lecker. Wenn man das allerdings so schwarz auf weiß sieht, bekommt man erstmal ein Bewusstsein dafür, wieviel es wirklich ist.

Hunger habe ich mittlerweile ganz selten. Mit dem Appetit sieht es natürlich anders aus. Aber da hilft wie bei allen "Süchten" letztlich nur der Wille und Disziplin. Mal was Süßes ist doch vollkommen okay, aber eben nicht ständig und nicht in Massen.

Danke für die Tipps.

Ich habe früher schon mal Kalorien gezählt. Auf gesunde Ernährung geachtet. Selten und dann nur wenig Süßes gegessen. Zusätzlich Sport regelmäßig, dadurch habe ich super abgenommen.

Allerdings war es da schon immer eine Qual so konsequent auf Süßes zu verzichten. Nur hin und wieder war mir zu wenig.

Es war sehr schwer das durch zuhalten. Allerdings fiel es mir da leichter weil mein ex Partner fast nie Süßes gegessen hat.

Mein jetziger Ehemann hingegen ist eine totale schocki naschkatze. Er isst zwar weniger davon als ich. Also er nascht wirklich nur,aber das auch täglich. Und wenn er abends beim tv schauen neben mir sitzt und nascht fällt es mir mega schwer nicht einzuknicken.

Vorallem versucht er mir dann auch noch süßes anzudrehen und schmackhaft zu machen weil er nicht alleine naschen will und ich ja auch nicht fett bin.

Allerdings nasche ich ja nicht nur abends sondern auch tagsüber und das ist eben zu viel. Das findet mein Mann ebenso dass ich mit dem sinnlosen süßen Essen tagsüber aufhören sollte weil es nicht gerade gesund ist.

Ich wäre schon sehr froh wenn ich tagsüber nix Süßes mehr esse und dann aber auch nicht was anderes aus Frust esse weil ich nix Süßes habe.

Das kenn ich.. frustessen hab ich immer in depri-phasen gemacht (schon als Teenager und beibehalten). Was es schlimmer bei mir machte waren Diäten. Hab nämlich dadurch ganz schön zugenommen und natürlich will man das wieder runter bekommen. Aber diäten verschlimmerten das Frustessen noch, weil dann über die Dinge ein Stopschild hing. Egal ob LowCarb, Logi, Schlank im Schlaf oder Kalorien zählen.... ich hatte dann einen noch größeren Heißhunger auf die "verbotenen Lebensmittel" und nach kurzer Zeit gab ich auf und hatte extreme Fressattacken, wodurch ich noch mehr als vor der Diät auf den Hüften hatte. Das war wie eine Sucht.

Was ich dir von meiner Erfahrung empfehlen kann ist dir klar zu machen wie gesund das Essen sein kann und dass man damit dem Körper was gutes tut. Und das will man ja. Und dass Schoki und Co auch erlaubt ist, aber in Maßen. (Feste Zeiten oder Mahlzeiten am Tag helfen die Fressattacken einzugrenzen, weil du es dir ja erlaubst und weißt, dass du da was bekommst) So hab ich während der letzten Schwangerschaft unsere Ernährung nach und nach umgestellt, weil ich eigentlich in erster Linie den Kindern ein gesundes Essverhalten mitgeben wollte. Zudem wollte ich auch meinem Mann und mir was gutes tun und den Körper gute Sachen geben.

Also meine Einstellung dazu hat sich einfach geändert. Schokolade und co sind nicht mehr böse dinge, die ich nicht essen darf, sondern dinge, die ich in maßen im Alltag genieße. Meine Schokodosis bekomm ich durch mein Frühstück. Wenn ich Lust hab bekommt mein geliebter Erdnussbutterquark mit Obst und Haferflocken noch Schokolade hinzugefügt. Ohne reue und ich genieße jeden Löffel 🥰

Durch das Essen genießen, weil man weiß, was darin einem alles gut tut und weil man sich nichts verbietet sondern erlaubt, hab ich kein Heißhunger mehr und wir halten die Ernährung schon seit nem Halben Jahr. Man hat auch automatisch weniger Lust auf ungesundes, weil man dann mehr bock auf Heidelbeeren bekommt oder einen Apfel. Das schmeckt soooo gut 😍 und das positive: wir nehmen ab 😂

Ach und immer Obst im Haus zu haben, sich das als Zwischenmahlzeit klein schneiden und auf den Tisch stellen, hilft auch sehr. Das ist unser Süßigkeitenschrank geworden 😂 ABER: ich muss es klein schneiden sonst isst hier niemand (nicht mal ich) Obst 🙈 und so ist die Schale an klein geschnittenen Obst sehr sehr schnell weg 😉

Danke dir. Das was du schreibst mit den Diäten und danach Fressattacken kenne ich zu gut. So lief es bei mir jedes mal.

Du hast recht. Wenn ich mir bewusst mache was ich da esse und wie ungesund / gesund es ist und welche vor oder Nachteile es gesundheitlich für meinen Körper hat, dann bekomme ich das bestimmt besser unter Kontrolle. Nur der Anfang ist schwer. Aber da könnte es mir schon helfen wenn ich mal ne Zeit lang notiere was ich alles so am Tag esse. Also nicht Kalorien zählen, sondern einfach nur mal das essen auflisten und dann schauen was noch zu viel ist und wie ich es gesund ersetzen kann

Hast du Schmerzmittel genommen bzw nimmst noch welche? Ich habe chronische Schmerzen und festgestellt, dass mit der Einnahme von z B Ibuprofen immer enormer Hunger kommt.

LG

Ich hatte vor einiger Zeit diclofenac eingenommen aber nur hin und wieder und die letzte Einnahme liegt fast 2 Wochen zurück

Und wenn ich mich recht erinnere begann das frustfressen schon vor der ersten Einnahme

Ok, war nur eine Idee. Dann trotzdem noch viel Erfolg !

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Hi,

Vielleicht hilft Dir der Text. Ich glaube, dass ganz viel im Darm geschieht. Vielleicht hilft Dir das weiter? Ich hab jetzt wieder eine 2 wöchige Kur gemacht mit Darmkulturen und danach hab ich immer wesentlich weniger Hunger auf süßes. Außerdem schmeckt mir dann der Süßkram auch nicht mehr so und ich bin mit Haferflocken und Zartbitterschoki zufrieden.



https://www.fitbook.de/health/wer-seinen-darm-umprogrammiert-isst-gesuender-und-nimmt-ab

Danke dir.
Der Text ist sehr interessant. Werde ich unbedingt probieren.
Mit welchen Darmkulturen machst du deine Kur?

Das 1. x hab ich die Kur mit Symbioflor gemacht. Das sind Tropfen die soll man im Kühlschrank lagern und darf sie nur eine sehr begrenzte Zeit offen aufbewahren. Das hat mich immer vor organisatorisch Probleme gestellt. #schein Ich bin Fraktion „Schussel, ups vergessen.“

Inzwischen nehm ich immer von Dr. Wolz Darmflora plus select. Davon morgens und Abends 2 Stück. Das sind Kapseln. Die kann man neben die Kaffeemaschine stellen und ich hab sie dann in der Früh vor dem 1. Kaffee im Blick und Abends beim reinigen der Kaffeemaschine.

Den Tee mit Fenchel, Kreuzkümmel und Koriander hab ich inzwischen auch ausprobiert. Da muss man sich glaub echt erst etwas mit der Stärke des Tees reinfuchsen. Ich hab in der ersten Zeit Pickel, fettige Haare und nen leichten Neurodermitis Schub gehabt. Das bessert sich aber wieder.

LG

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