Liebesleben

Offene Worte, wie man sie so fast nur in einem solchen Umfeld wie im Forum zu lesen bekommt. Wie ist die Einstellung zur Treue? Und hat sich das im Laufe des Lebens oder der Partnerschaft geändert? Hier sind Antworten...
Ein Tipp vom urbia Team

    • (1) 05.09.17 - 20:11

      Monogamie - auf einmal nicht mehr wichtig

      Hallo,
      Als ich in den 20ern war, hätte ich auf die Frage ob ich es wichtig finde dass in einer Partnerschaft beide sexuell treu sind, auf jedem Fall mit Ja geantwortet.
      Meinen Mann mit einer anderen im Bett wäre unvorstellbar gewesen.
      Mit zunehmendem Alter hat sich da bei mir ein Perspektivwechsel vollzogen, da ich gemerkt habe, dass ich selbst schon großes Interesse auch an anderen Männern entwickelt habe.
      Ich habe im Laufe der letzten Jahre einige interessante Männer kennen gelernt, die mich intellektuell sehr angesprochen haben.
      Daraus hat sich dann oft mehr entwickelt, also auch eine körperliche Anziehungskraft.
      Und es hat sich vollkommen richtig angefühlt, dann auch Sex zu haben.
      Diese geistige und emotionale Verbindung war einfach da und der Sex war der Hammer.
      Mein Mann weiß davon und ist nicht geschockt oder enttäuscht, sondern hat ziemlich gelassen reagiert.
      Habt ihr im Laufe des Lebens auch eure Einstellung zu dem Thema verändert?
      Vielleicht auch umgekehrt?

      • Für mich war Monogamie früher auch wichtiger als heute. Ich habe meinem Mann gesagt, dass, sollte er mal das Bedürfnis nach fremder Haut verspürer, wir gerne darüber sprechen können. Das Angebot hat er entrüstet abgelehnt und war sogar etwas beleidigt darüber dass ich sowas vorschlage. Wer weiß, vielleicht kommt er irgendwann darauf zurück? Ich selbst habe aber auch noch nie das Verlangen gehabt mit einem anderem Mann, als meinem, Sex zu habne. Wir sind jetzt 16 Jahre ein Paar und bisher sind wir uns genug. Wie das in 20 Jahren aussieht, weiß ich natürlich nicht.

        Hallo,

        ja. In jungen Jahren war mir Monogamie schnurz, in meiner Ehe völlig unwichtig, auch wenn ich sie gelebt habe.
        Bei meinem jetzigen Partner, den ich wirklich sehr liebe, kann ich mir keinen anderen Mann auch nur annähernd vorstellen, ich bin was das angeht sexuell "blind" bzw. finde ich ihn so anziehend, dass alle anderen Männer ausgeblendet sind. Außerdem verbinde ich Sex mittlerweile viel mehr mit Bindung als früher.
        Mein Perspektivwechsel geht also in eine deutlich andere und umgekehrte Richtung als deine. Ich hab aber auch eine Weile gebraucht in meinem Leben, um einfach rein gefühlt... den "Einen" zu finden.

        LG

        • Mir geht es auch so.
          Wenn man den "Richtigen" erst spät gefunden hat und Sexualität absolut erfüllend erlebt wird, werden andere Sexualpartner uninteressant.
          In jüngeren Jahren habe ich das auch anders gesehen.


      (5) 05.09.17 - 21:25

      Treue ist mir immer noch wichtig und sollte mein Mann fremdgehen, wäre unsere Ehe beendet.
      Ich war auch schon fremdverliebt, habe von ihm geträumt und wollte seine Nähe und Berührung.

      Gestehe ich offen. Es war eine Phase. Dazu gekommen ist es nie und ich bin dankbar, denn ich habe den besten Ehemann der Welt.

      Ich war gedanklich untreu. Aber nie umgesetzt.
      Mein Mann würde mich verlassen, wäre ich fremdgegangen und es wäre aufgefallen.

      Das wäre mein Riesenunglück gewesen, ich weiß was ich an ihm habe. Er auch an mir, Sex haben wir viel.

      Sind auch schon lange zusammen.
      Ich habe oft gelesen, fremdverlieben kommt oft vor. Ok. Ist dann so.

      Diese Phase ist eh vorbei. Ich habe keinen Kontakt mehr zu diesem Mann, dem ich trotz Ehe auch sehr gut gefallen habe und wären wir 2 einmal allein gewesen, wäre sicher auch was passiert. Ich hätte es zu Tode bereut, aber ich wollte ihn.

      Mir ist es wichtig, die Eine zu sein für Partner.

      Ich bin bis auf die Fremdverliebtheit komplett treu und ignoriere jeden Andren.

      Ich sehe gut aus und sehe die Blicke. Aber ich bin und bleibe treu.

      Ein Fehler passiert und zum Glück, kam es außer Flirterei zu nichts.

      Hallo,

      mir ist sexuelle Exklusivität nicht besonders wichtig, nein. Ehrlichkeit und Vertrauen schon, d.h. wenn außerhalb der bestehenden Partnerschaft etwas mit anderen laufen soll, dann wird das kommuniziert.

      Wenn ich so zurückdenke.... Monogamie war nie mein Ideal. Ich habe so gelebt, ja, aber weil es sich so ergeben hat, bzw. weil kein Verlangen nach anderen Menschen da war. Nicht, weil mir monogame Beziehungen an sich so furchtbar wichtig gewesen wären. Ich habe da nie drüber nachgedacht.

      Jetzt tu ich es aber und stelle fest: sexuelle Exklusivität ist nicht meins.

      Meine Einstellung zum Thema hat sich also nicht grundlegend verändert - meine Art zu leben allerdings schon.

      Viele Grüße!

    • Das Wichtigste ist, dass man ehrlich zueinander ist. Ich kann mir derzeit nur eine monogame Beziehung vorstellen, aber vielleicht wird es sich auch irgendwann ändern. Etwas anderes kam bei mir auch noch nie zur Sprache, vielleicht würde es sich damit schlagartig ändern ;)

      Ich könnte mir das nicht vorstellen. Weder in meinen 20 ern noch jetzt mit Ü30.

      Ich möchte nicht mit jemandem intim sein, mit dem ich keine Beziehung habe. Also nur eine Sexgeschichte könnte ich nicht.

      Da wäre auch der Sex dann nicht besonders toll. Da gehört ein gewisses Vertrauen dazu, damit ich mich ganz fallen lassen kann.

      Mit meinem Mann wird mir da auch nach fast 12 Jahren Partnerschaft nicht langweilig.

      (9) 06.09.17 - 16:01

      Also ich bin da heute (mit fast 40) ganz eindeutig noch drauf wie mit 16 Jahren.

      Ich werde meinen Partner nicht teilen.
      Punkt.

      Entweder man trennt sich, oder man ist sich treu.

      Käme eine Affäre raus. Wären die Kinder und ich weg. Umgekehrt genauso.

      Jedes Paar legt die Spielregeln für die eigene Partnerschaft selbst fest.

      Hallo!

      Mir ist Monogamie in einer Beziehung sehr wichtig, schon immer!

      Mein Mann ist auch erst mein zweiter Sexualpartner und wird wohl auch der Letzte bleiben, wenn nicht irgendwas ganz Komisches passiert. ;-) Wir sind seit 11 Jahren zusammen.

      Meine Einstellung ist schon immer so gewesen und hat sich auch nie geändert.

      Wäre ich aus irgendeinem Grund doch noch mal Single (Trennung, Todesfall...), behaupte ich nicht, dass ich mir nicht auch ONS vorstellen könnte. Rein theoretisch. Praktisch kann ich ziemlich sicher sagen, dass es wohl nie dazu kommen würde, denn für mich sind Sex und starke Gefühle untrennbar.

      Absolute Monogamie also für mich.
      Ein Partner, der nicht monogam leben wollte, wäre der falsche Mann für mich.

      Aber jeder soll nach seinen Vorlieben glücklich werden. Ich habe eine Freundin mit wechselnden Partnern, auch mal gleichzeitig. Ist völlig ok. Nur eben nicht für mein Leben. :-)

      LG

      • Ich habe gerade einen Mann kennen gelernt, wo alles passt.
        Wir unterhalten uns stundenlang, gehen aus, arbeiten gemeinsam und haben tollen Sex.
        Er ist aber verheiratet und lebt offiziell monogam.
        Seiner Frau will er nichts von seinen Seitensprüngen sagen, er meinte auch dass er nicht für die Monogamie geschaffen ist, aber er da nicht auf Verständnis hoffen kann.
        Ich hab ihm gesagt, dass es auch Frauen gibt , die da ähnlich wie er drauf sind.
        Er hat halt die falsche Frau geheiratet.
        Eigentlich ist er feige, was aber nicht mein Problem ist, ich will ihn ja nicht als Partner, sondern lediglich als Freund mit gewissen Vorzügen.
        Und ich habe einige Männer in meinem " Portfolio " die eigentlich monogam leben wollen, trotzdem aber mit anderen Frauen schlafen und zu Hause sitzen Frau und Kind.
        Mein Mann weiß davon und auch er muss nicht lügen.

        • Ja, solche Fälle kenne ich auch.
          Sogar selbst schon mal fast erlebt, zum Glück rechtzeitig erkannt.

          Ich finde absolut nichts Schlimmes daran, nicht monogam zu leben und auch mit anderen Menschen zu schlafen. Nur dann muss so etwas eben von beiden Partnern gewollt und akzeptiert werden.
          Lügen und Betrügen finde ich übel.
          Da hast Du dann Recht, dann hat er wohl die falsche Frau geheiratet. Oder sie den falschen Mann, je nachdem. :-)

          Die betrogene Frau hat ja keine Möglichkeit zu reagieren. Der Betrug wiegt für mich in diesem Fall schwerer, als das Verlangen mit einem anderen Menschen sexuell intim zu werden.

          Mein Mann und ich waren auch mal vor Jahren an einem Punkt, an dem ein anderer Mann für mich interessant wurde und mir auch seinerseits Interesse signalisierte.
          Ich habe aber von Anfang an ehrlich mit meinem Mann darüber gesprochen und ihm so die Gelegenheit gegeben, zu handeln.
          Bei uns war es nämlich eine Ehekrise, die dem anderen Mann Raum gab.

          Der Warnschuss hat geholfen. Wir haben unsere Probleme mit der Zeit gelöst und mit dem anderen Mann ist nie etwas gelaufen.

          Der Wunsch nach wechselnden Sexualpartnern ist ja nichts "Böses". Der Betrug ist es.
          Dann ist es besser, sich zu trennen, wenn nicht beide Partner in einer offenen ODER monogamen Beziehung leben möchten.
          Da hängt bei vielen wohl nur einfach zu viel dran...

          Heutzutage ist ja niemand mehr gezwungen zu heiraten oder bei einem Partner zu bleiben. Wenn man aber ein Versprechen gibt, sollte man auch dazu stehen. Und wenn sich etwas an der Einstellung ändert, dann muss man die Eier(stöcke) ;-) haben, das auszusprechen und sehen, ob man eine Lösung findet. Vielleicht überrascht einen der Partner ja.
          Oder eben die Konsequenzen ziehen.

          LG

          (13) 07.09.17 - 09:35
          keine Fremdgeher

          Ich hab in meiner wilden Zeit auch den ein oder anderen Mann in einer festen Beziehung gehabt (so wie Du) und irgendwann habe ich mit einer der dazugehörigen Frauen ein sehr ernstes Gespräch geführt - ich hab mich nicht geoutet, aber ihre Sicht der Dinge war.... extrem hilfreich. Danach habe ich mich quasi darauf spezialisiert und die meisten professionellen Fremdgeher riech ich mittlerweile 10 Meter gegen den Wind... sie sind wirklich toll: eloquent, höflich, gute Zuhörer, gute Liebhaber und haben leider immer wieder die falsche Frau geheiratet, die zudem noch doof/prüde/karriergeil/kinderversessen etc ist und niemals nicht könne man mit ihr darüber reden - es ist nicht, dass sie einem selbst eine Beziehung versprechen würden, aber sie konnten stets sehr schnell und gut darlegen, warum sie so handeln, wie sie handeln.
          Das erste Gespräch mit der Frau von einem dieser Männer war... ernüchternd. Er war auch nur in den ersten Monaten der Beziehung mit ihr aus, natürlich hatten sie beide noch Sex (er hat da etwas ganz anderes behauptet), aber sehr lustlos und einfallslos - egal was sie versucht hat. Er lädt zuhause die ganze schlechte Laune und den Frust ab und hebt sich die gute Laune für die Fickgefährtinnen auf.
          Normalerweis sollte die Hauptbeziehung von einer Beziehungsöffnung profitieren oder zumindest nicht darunter leiden - bei all den pseudomonogamen Männern ist das nicht der Fall, da wird die Frau zuhause noch zusätzlich mit deren schlechten Benehmen gestraft.
          Deshalb kommt zumindest für mich keiner dieser Doppelspieler mehr in Frage.... wer seine Eier da nicht findet, muss sie sich auch von mir nicht verwöhnen lassen.


          Zur Ausgangsfrage zurück: Bei mir ist der Wunsch zur Monogamie phasenweise vorhanden oder auch nicht. Selbiges gilt für meinen Mann - zum Glück laufen die Phasen meistens synchron plusminus ein paar Monate und wir nehmen da auch Rücksicht aufeinander - denn die Hauptbeziehung geht immer vor!

    Hallo
    Ist man in einer Partnerschaft, ist doch das wichtigste dass beide Partner mit dem Modell glücklich sind. Erst danach mit der Idee der offenen Beziehung ankommen, finde ich da jedoch weniger toll. Das sollte man meiner Meinung nach schon offen kommunizieren.
    Mein Mann ist mein erster richtiger (und männlicher) Sexualpartner. Vor ihm gab es nur etwas fummeln und was man halt als Teenie macht.
    Die einzige größere Änderung über die Jahre meinserseits: ich brauche mehr und intensiveren Sex. Wir sind sehr offen, probieren uns aus und reden auch viel.
    Eine offene Beziehung können wir uns bisher, nach über 20 Jahren, nicht vorstellen.
    Es gibt jedoch eine Vorstellung die ich habe, die mein Mann nicht teilt. Das ist für mich jetzt aber kein Weltuntergang. Vielleicht will er irgendwann, vielleicht auch nicht.

    Liebe Grüße

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