Probleme der Frau - keinen Sex

Hallo an alle Frauen,

meine Frau und ich haben kaum Sex.
Das hat mehrere Ursachen. Es liegt vieles an meiner Frau (auch wenn ich ihr nicht die alleinige Schuld geben möchte).

Ihr erstes mal hatte sie „erst“ mit 18.
Sie wurde damals dazu gedrängt. Ihre damals beste Freundin meinte sie solle es doch langsam mal hinter sich bringen. Ihr erster Freund ebenso, der hat sie danach auch immer scheiße behandelt. Kaum mit ihr geredet, sie hatten Sex, dann ist er wieder gefahren, das ging eigentlich die komplette Beziehung so durch.

Dadurch hat sich bei ihr schon mal eine negative Grundeinstellung dazu aufgebaut („Sex nur damit die Männer zufrieden sind“)
Ihr nächster Partner hatte sie dann auch verlassen weil ihm der Sex mit ihr nicht erfüllend genug war.
Danach hatte sie als Single mehrere Sexgeschichten (ONS usw.). Sie hat auch da hauptsächlich Sex den Männern zu liebe gehabt, da sie hoffte es könne daraus eine Beziehung entstehen.

Dazu kam dass sie durch die Pille keine Lust auf Sex hatte (Libidoverlust).
Nachdem sie die Pille absetzte lernte sie das erste mal kennen dass es sich soch ganz gut anfühlen kann (SB). Sie hat sich dann zum ersten mal mit nem Dildo selbstbefriedigt (ich hatte ihr dazu mal geraten, es mal auszuprobieren).

Jetzt zum eigentlichen Problem.

Sie hat schon immer Angst vorm Frauenarzt.
Sie empfindet es als Erniedrigung auf dem Stuhl zu sitzen.
Vor ein paar Wochen musste ihr eine Zyste entfernt werden. Seit dem möchte sie an ihre Vagina niemanden ran lassen (auch mich nicht).

Da ich darüber noch nie mit anderen Frauen gesprochen habe, wollte ich hier mal fragen.

Ist das normal?
Ich habe ihr es so noch nie gesagt, denke aber immer: stell dich nicht so an, das muss jede Frau über sich ergehen lassen.
Auch wenn ich als Mann gut reden hab.

Zum einen finde die diese Angst total übertrieben(es triggert dann und beim Sex muss sie dann eben an Frauenärztin usw. also negative Gedanken denken) und ich merke dann dass sie total verkrampft und breche dann ab.

Ich frage mich aber wie ich ihr da helfen soll...
Ich habe schon so viel Geduld gehabt.
Sie entschuldigt sich danach auch immer, sie hat Angst dass ich sie genau so irgendwann verlasse wie der eine Ex.
Ich habe ihr immer wieder gesagt, dass ich das nicht tun würde (meine ich auch so), denn ich Liebe sie und bin froh dass ich sie habe.

aber außer vielleicht 10 mal, innerhalb unserer 7 Jahre Beziehung, haben wir kein erfülltes Sexleben.

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Normal ist das defenitiv nicht.

Ich kenne nur eine Frau die nie zum Frauenarzt ging und auch deswegen einen Wunschkaiserschnitt hatte, weil sie eine normale Geburt mit Allem Drum und Dran wegen ihrer Phobie vor Ärzten im Intimbereich nicht ablegen konnte . In der Schwangerschaft musste sie oft zum Arzt, da sie sehr stark unter extremer Übelkeit litt, aber mit über 30 zum ersten Mal nen Frauenarzt? Heftig

Ich vermute; dass sie auch ein gestörtes Sexualleben hat.

Frauenarzt, ok..keiner liegt da gerne, weder vorm Arzt noch Ärztin, aber deswegen sich schäbig oder unterwürfig zu finden und insgesamt Sex nicht zu mögen, sind 2 Schuhe.

Aber Deine Frau gehört zum Sexualpsychologen. Vielleicht kommt ja noch mehr zum Vorschein.

Dränge sie nicht, aber ich würde es ansprechen.

Sexualität ist essentiell und da sollte keiner am langen Arm verhungern.

Ich hatte vor Jahren auch ne gynokologische Op und glaub mir, sobald die Schonfrist um war, tobten wir uns durch die Laken.

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In sieben Jahren Beziehung hattet ihr gemeinsam vielleicht 10 mal erfüllenden Sex?
Dafür bekommst du von mir schon mal den doppelten Geduldsheiligenschein in Gold.

Aber jetzt im Ernst. Deine Partnerin scheint bis heute nicht zu ihrem Körper und ihrer Sexualität gefunden zu haben. Schön, dass du keine Schuld bei ihr suchst, darum geht es ja auch nicht. Dass sie Männern zuliebe ohne eigenes Vergnügen über lange Zeit Sex hatte, war offenbar prägend. Die Ursachen, warum sie so mit sich umgegangen ist, kennen wir nicht. Sie kannte vor der Beziehung mit dir nicht einmal Selbstbefriedigung, dh. Sex muss für sie immer eine Art Opfergang gewesen sein, der mit Beziehung honoriert werden sollte.

Selbstverständlichkeiten wie Arztbesuche, empfindet sie als erniedrigend. Nach einem kleinen Eingriff, möchte sie auch dich als ihren Partner nicht nahe herankommen lassen.

Nein, das ist natürlich nicht "normal". Ihr geht es offensichtlich nicht gut, sie wird von Ängsten getrieben und du bist zwangsläufig betroffen. Ich kann in dem Zusammenhang auch deine Ungeduld verstehen, auch wenn sie sich ja garantiert nicht so verhält, um dich zu ärgern.

Was du da schilderst, wirkt auf mich so, als wäre professionelle Hilfe nötig. Ihr seid seit geschlagenen sieben Jahren zusammen, erfüllenden Sex gibt es alle Jubeljahre und der Stand heute sieht so aus, dass gar nichts mehr geht und sie Vorstellungen hat bezogen auf gynäkologische Behandlungen, die nicht mehr nachvollziehbar sind.

Was mich sehr wundert: Du schreibst an anderer Stelle, dass du deiner Frau von Fantasien erzählst. Du stellst dir vor, sie habe Sex mit einem anderen Mann.

Deine Frau scheint nie auch nur erfüllenden Sex kennengelernt zu haben. Wie in aller Welt kommt man darauf, sie mit solchen Fantasien zu konfrontieren? Sie ist ja zu gewöhnlichem, partnerschaftlichem Sex nicht in der Lage. Das ist ja so, als würde man einem Nichtschwimmer vom Klippenspringen vorschwärmen. Was hast du dir davon versprochen?

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da möchte ich doch etwas differenzieren. Das eine ist meine Fantasie, das hat mit unserer Situation ja nichts zu tun.
Meine Frau weiß aber davon, hat es auch eher abgelehnt, das Thema ist dadurch auch erstmal erledigt, bleibt aber trotzdem weiterhin eine Fantasie von mir.

Es ist so, dass ich im Gegensatz zu ihr vor unserer Beziehung keine Erfahrung hatte.

Ich gehe davon aus dass ihre Exfreunde, Sexpartner alle dominant waren. Sie ist definitiv devot.
Ich bin wahrscheinlich das genau gegenteil ihrer Expartner. Würde gerne dominanter sein, bin es aber aufgrund meiner Unerfahrenheit leider nicht.

Dadurch bin ich an gewissen Situationen bestimmt nicht ganz unschuldig.

Ich glaube unser erstes mal (was eher ein „Versuch“ war...unser richtiges erstes mal war dann tatsächlich wunderschön), war eines von wenigen malen bei denen sie „Angst“ vor mir hatte, vor einer Situation die sie mal erlebt hatte.
Sie wusste ja, dass ich diese Person nicht bin, aber ihr Kopf hat angefangen zu rattern. Ich hab dann sofort abgebrochen, da sie am ganzen Körper zitterte.
Diese Sache hat sie aber relativ im griff, Gedanken an diese Situation kommen selten bis gar nicht mehr vor.

In der Vergangenheit wenn es zu Ablehnung ihrerseits kam, bzw sie es mit sich machen lassen hat, ich dann aber gespürt habe dass sie angespannt ist, war es entweder aufgrund dass sie erst gar keine Lust verspürt hatte (Pille) oder eben daran gedacht hatte dass sie die Verpflichtung hat Sex mit mir zu haben (ich kann natürlich nicht in ihren Kopf gucken, aber das sind Dinge die sie mir immer wieder mal sagt/e)


Zum Thema Frauenarzt:

Hierzu würde ich einfach gerne wissen wie es den meisten Frauen so geht? ist es vielleicht normal sich so zu fühlen (erniedrigt, da man auf diesem Stuhl die Beine breit macht).
Andere Frauen wollen gar nicht zum Frauenarzt, sie auch nicht, geht aber zu den Untersuchungen selbstverständlich hin.
Die Untersuchung selbst ist für sie nie das Problem. Ich glaube sie hat einfach ein Problem damit dass ihr jemand da unten „rumfummelt“.
Aber vielleicht hat sie solche Probleme damit eben aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen in Bezug auf Sex.

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Zum Thema Frauenarzt:
Du kannst 100 Frauen fragen und jede wird das vielleicht anders empfinden. Das soll nicht persönlich gegen dich gerichtet sein, aber dieser Wunsch nach Vereinfachung in Form der Erwartung auf einheitlich weibliche Sicht- und Verhaltensweisen wird dich nicht weiterbringen.

Ich schreibe also nur für mich selbst. Ein Arztbesuch ist für mich persönlich mit keinerlei Unannehmlichkeit verbunden, soweit keine Schmerzen ausgelöst werden. Daran ist nichts Peinliches. Jetzt werden X andere Frauen aber der Meinung sein, bei ihnen sei das anders.

Wir reden hier aber nicht von irgendwelchen Unannehmlichkeiten, sondern
deine Partnerin ist nach deinen Schilderungen derart belastet, dass sich mir beim lesen die Kehle ebenso zuschnürt wie beim beschriebenen sexuellen Verhalten.

Du schreibst nun, sie sei devot. Was du aber beschreibst, ist eine Frau, die in der Vergangenheit viel mit sich hat machen lassen, was sie gar nicht wollte und bei der Sex ein Abwehrverhalten auslöst, auch wenn es meinetwegen dann mal funktionieren sollte.

Was auch immer sie ist oder nicht ist: Ihr Verhältnis zu ihrem Körper und ihren Empfindungen scheint derart belastet zu sein, dass das einer solchen Einordnung als devot gar nicht zugänglich ist. Daher bleibe ich bei meiner Einschätzung: Bevor du mit Fantasien kommst oder ihr das Merkmal "devot" zuordnest, müsste sie doch zuerst einmal zu einer gesunden und nicht belastenden Sexualität finden. Davon kann derzeit keine Rede sein.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie das ohne professionelle HIlfe schaffen soll, möchte aber abschließend nochmals betonen, dass ich deine Engelsgeduld absolut bewundernswert finde. Umso mehr sollte das ein Grund für deine Frau sein, sich der Situation zu stellen und daran zu arbeiten, denn diese seit Jahren bestehende Situation ist auch eine Zumutung für dich.

Alles Gute!

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Hallo,


ist es normal? Oder besser gefragt was ist normal?

Ich gehe davon aus, das deine Frau eventuell negative Erfahrungen mit Sex gemacht hat. Die negativen Erfahrungen können weit über dem hinausgehen was du geschrieben hast.

Vielleicht hatte sie ihr erstes Mal schon viel früher. Es kann aber ein " Erstes Mal" gewesen sein was sie nicht wollte, zu dem sie gezwungen wurde.

Um es ganz hart zu formulieren. Ich möchte nicht ausschließen das es sich um Missbrauch oder Vergewaltigung handeln könnte.

Vieles in ihrem Verhalten deutet darauf hin. Wenn du ihre Probleme mit dem Frauenarzt betrachtest und dabei das berücksichtigst was ich dir geschrieben habe kannst du eventuell verstehen warum sie sich dort erniedrigt fühl. Sie musste damals eventuell etwas machen was sie nicht wollte, was gegen ihren Willen passiert. Sie bekam die Anweisung was sie tun hat. Ähnlich könnte für sie der Besuch beim Frauenarzt wirken. Er sagt ihr was sie machen sollen. Untersucht ihrem Intimbereich usw. . Auch wenn es medizinisch notwendig ist, kann es für deine Frau eine Erniedrigung sein. Folgenden Satz : " stell dich nicht so an, das muss jede Frau über sich ergehen lassen. " kannst du eventuell denken, solltest ihn aber nie gegenüber deiner Frau aussprechen. Du kannst damit das vorhanden Vertrauen das sie zu dir hat zerstören.

Es ist gut wenn du abbrichst wenn du bemerkst das sie verkrampft. Rede ihr in diesen Situationen gut zu.Mache ihr aber diesbezüglich nie Vorwürfe.

Wenn es möglich ist versucht gemeinsam über das Thema zu reden. Mache es aber nur wenn deine Frau auch dazu bereit ist, baue bitte keinen Druck auf und zwinge sie nicht zu Gesprächen über das Thema.


FG blaue-Rose

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Was für ein Martyrium! Wenn das keine Liebe ist.

Ich gebe zu, ich hätte das wohl keine zwei Jahre ausgehalten. Nicht einmal so sehr wegen dem quasi nicht vorhandenen Liebesleben sondern weil ein erwachsener Mensch seine ganz offensichtlichen Defizite nicht von sich aus schon längst und vor langer Zeit in professionelle Hände gibt. Stattdessen aber dem Partner ein Zusammenleben in einer emotionalen Einöde zumutet.

Ich denke, Deine Frau benötigt dringend ärztliche Hilfe. Du eventuell ebenfalls eine psychologische Betreuung und Unterstützung welche Dir mögliche Antworten und Umgangsempfehlungen mit in die nähere Zukunft gibt.

Viel Erfolg.

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Moment mal, bist du nicht derjenige, der Cockold-Fantasien hat und seine Frau damit konfrontiert und hofft, das sie sich eines Tages dafür erwärmen kann?

Bist du sicher, dass ihr sexuell kompatibel seid?

Vor dem Hintergrund, dass sie sexuell offenbar traumatisiert ist, erscheint mir dein hier suggeriertes Verständnis nicht mehr ganz so verständnisvoll.

Deine Frau gehört sicher in therapeutische Behandlung. Normal ist ihr Verhalten sicher nicht.

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Hey, für mich klingt das nach einem Opfer von Sexueller Gewalt bzw Missbrauch. Ich würde an deiner Stelle nochmal in Ruhe mit ihr reden und ggf eine Therapie machen, das kann so ja auch für eure Beziehung nicht weiter gehen.

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Ist bei uns auch so. Seit 14 Jahren keinen Sex. Mir fehlt der optische Reiz bei meiner Frau. Also aufstylen und das will sie aber nicht.

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Hallo,

zu meiner Wifesharing-Fantasie:
bei mir kam die ganze Fantasie glaube ich erst dadurch dass meine Frau vor unserer Zeit ein paar ONS und kürzere Sexgeschichten hatte, ich so etwas nie erlebt habe.
Da kam erstmal Eifersucht und neid hoch, als sie mir davon das erste mal erzählte. Ich merkte aber direkt wie sich gleichzeitig Erregung einstellte.
Sie sagte mir mal mit einem hatte sie Sex, den würde ich mit ihr nie erreichen (das war aber auch wohl die damalige Situation, nicht der sex selbst sondern das ganze drum herum).
Und ich habe das Gefühl dass sie sich bei mir nicht so hemmungslos hingeben kann.
Sie meinte mal vor längerer Zeit, dass sie das in ihren Ex Beziehungen auch nie konnte, nur bei reinen Sexgeschichten, da es ihr da egal war was der Mann von ihr denkt, da hat sie sich einfach gegönnt, das könne sie in einer Beziehung nicht so, weil sie Angst hätte sich so zu zeigen und der Partner würde sie dann verlassen.
Und mir geht es darum meine Frau mal so völlig in Ekstase zu sehen.
Wenn sie dass nur könnte ohne dass ich dabei bin, wäre das fûr mich wie schon ein Schlag ins Gesicht.

Am liebsten hätte ich natürlich dass der Sex so perfekt ist, dass ich das gar nicht bräuchte. Vielleicht ist unser Sex für sie auch ausreichend, zumindest sagte sie mal dass ihr nichts fehlt (von der Qualität, dass die Quantität nicht genug ist wissen wir beide).
Ich kann ihr das aber, warum auch immer, nicht so abkaufen.
Da ich damals nicht dabei war, wie sie den Sex genoss (ob es für sie gut war), kann ich das auch nicht beurteilen.

wenn ich dann mal sehen würde wie sie sich so bei einem anderen Mann gibt, vielleicht würde ich feststellen: es gibt keinen großen Unterschied.
Dann bräuchte ich das ganze auch nicht mehr

Was denkt ihr dazu? Könntet ihr euch bei reinen Sexgeschichten (ob ONS oder „Affären“) besser fallen lassen als mit dem eigenen Partner?

oder ist der Unterschied gar nicht so groß und ich interpretiere da viel zu große Unterschiede mit rein.