Ich wünsche mir ein Kind, er nicht.

Liebe Alle...

Ich, 28, bin seit sechs Jahren mit meinem Freund (31) zusammen.
Wir wohnen seit fünf Jahren auch gemeinsam und grundsätzliche führen wir eine glückliche und harmonische Beziehung.

Ich habe eigentlich immer schon gewusst, dass ich Kinder haben will.
Immer wenn ich dieses Thema angesprochen habe bei meinem Freund, hat er mir zu verstehen gegeben, dass er nicht darüber sprechen will. Er hat mir immer das Gefühl gegeben, dass ihm dieses Thema unangenehm ist. Als wir zusammengekommen sind war ich 22 und hatte alles andere im Kopf außer Kinder, weshalb ich dieses Thema auch nicht weiter aufgriff. Aber Grundsätzlich hatte ich diese Vorstellung schon immer!

Wir haben uns gemeinsam ein Leben aufgebaut, haben große Summen in die Wohnung gesteckt und er hat mir nie das Gefühl gegeben, dass er irgendwie an dieser Beziehung zweifelt.
... letztes Jahr im Sommer habe ich ein offenes Gespräch über dieses Thema eingefordert! .. weil ich endlich wissen wollte, ob wir die gleichen Zukunftswünsche haben...
Noch dazu ist zu sagen, dass er mit Kindern nichts am Hut hat... also ich habe in meinem Berufsfeld immer wieder mit Kindern zu tun und hab auch während meiner Studienzeit viel "gebabysittet".
... er meinte er braucht noch etwas Zeit, um darüber nachzudenken.
Diese Zeit habe ich ihm gegeben.. Ich wurde zunächst verzweifelter, weil ich keine Zukunft sah. Ich kann/konnte mir nicht vorstellen, dass er seine Meinung ändert. Wir schliefen auch nicht mehr miteinander und es war in der vergangen Monaten eher nur mehr ein zweckgemäßes zusammenleben. Ende Dezember habe ich ihn fast! mit einem Arbeitskollegen betrogen...
... eine Woche später suchte er das Gespräch mit mir, da er merkte, dass was los ist. Ich erklärte ihm meine Situation. (Den fast Ausrutscher mit meinem Arbeitskollegen erzählte ich ihm nicht...).
Er zerbricht sich seit diesem Gespräch den Kopf. Ihm geht es nicht gut - er will mich nicht verliehren, ist sich dennoch bewusst mit welchen Konsequenzen diese Entscheidung zusammenhängt.
Er sagt mir jedoch trotzdem ehrlich, dass er eigentlich keine Kinder haben möchte.
Ich würde sagen, dass wir uns noch sehr lieben... Liebe ist leider nicht alles.
Kein Kind zu bekommen wäre für mich kein Kompromiss. Zwangsläufig wäre jemand ungelücklich.. Er muss einfach fair zu mir und ehrlich zu sich selbst sein.
...mein Bauchgefühl sagt mir schon länger, dass diese Beziehung keine Zukunft hat.

Es ist so unglaublich schwierig eine Beziehung zu beenden, obwohl man sich noch liebt. :-(
... vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Freue mich über Erfahrungsberichte oder Tipps :)

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Hallo Liebes, ich möchte dir von meiner Erfahrung berichten.
Ich kam mit 19 mit meinem damaligen Freund zusammen. Natürlich auch da keine Gedanken an Kinder, Leben genieße, Urlaub machen, studieren, bis zum Morgen mit Freunden im Biergarten sitzen. Tja dann wurden wir älter. Mit 25/26 brachte ich das Thema auch mal an. Noch wollte mein Freund nicht. Es sei ja noch Zeit. Also neues Studium neben der Arbeit angefangen. 3 1/2 Jahre später fertig damit. Thema wieder angesprochen. Um mich herum bekamen alle schon Kinder. Manche schon Nummer 2. Mein Freund sagte wieder, noch nicht. Es ist ja noch Zeit. Ich fing eine neue Stelle an. Ein Arbeitskollege wurde für mich sehr bedeutsam. Ich konnte mich leider nicht zurückhalten. Ich war totunglücklich. Natürlich entschuldigt das nichts und ich fühle mich bis heute sehr schlecht deswegen. Mein Freund fand es heraus. Das war der Anfang vom Ende. Er fragte mich, warum ich ihn nicht mehr unter Druck gesetzt habe, wegen des Kinderwunsches. Ich sagte ihm, druck ist keine Basis für eine glückliche Familie. Wir trennten uns. Es wurde viel Porzellan zerschlagen. Ich nahm eine neue Stelle an, denn der Kollege war nur ein Symptom und nicht die Lösung meines Problems. Ich lernte mit 32 einen Mann kennen, der selbst ca. 6 Monate getrennt war, genau wie ich. Er verliebte sich, ich war noch völlig chaotisch, wusste nicht mit meinen Gefühlen umzugehen. Nach 12 Jahren Beziehung. Nach weiteren 3 Monate, öffnete ich mich emotional und wie durch ein Wunder nahm alles irgendwie seinen Lauf. Wie im Fluss. Ich bin 35, verheiratet und habe 2 Jungs. Ich denke es war meine zweite und letzte Chance. Es war seeehr viel Glück dabei.

Meine Erkenntnis: ich hätte mit meinem Ex viel deutlicher Sprechen sollen. Viel früher. Ich hätte mit ihm sprechen sollen, als der Kollege interessant wurde. Ich hätte aktiv werden müssen. So endete alles im Chaos und viele Gefühle wurden sehr verletzt.
Wir haben wieder Kontakt. Freundschaftlich. Wir haben uns ausgesprochen. Wir haben uns verziehen. Das hinhalten, das fremdgehen. Wir hätten beide anders handeln müssen.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
LG

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Hi,
als ich mit meinem Mann zusammen kam war ich 28 und er 19. Ich sagte ihm von Anfang an, dass ich später Kinder möchte. Ich sagte :"Ich würde es gerne natürlich probieren, wenn das aber nicht klappt, dann möchte ich adoptieren"
Er war jung und wollte die Beziehung und hat natürlich allem zugestimmt.
Nach 5 Jahren Beziehung meinte ich, wir müssten über das Thema reden. Er fand sich nicht bereit und fing schon an vage Andeutungen zu machen, das er keine Kinder will.
Als ich 34 war, machte ich ein Ultimatum: "Spätestens nächstes Jahr januar versuchen wir es. Wenn du dann nicht bereit bist, dann müssen wir unsere Beziehung überdenken. Ich habe dir immer gesagt, dass ich Kinder will, ich habe dir auch gesagt, dass es nicht meine eigenen sein müssen, ich würde auch adoptieren. Und auch wenn ich mich noch nicht alt fühle und auch keine Uhr ticken höre, so weiß ich, daß ich älter werde und es immer schwieriger werden wird überhaupt schwanger zu werden. Ich weiß ja nicht mal ob wir genetisch überhaupt kompatibel sind um schwanger zu werden. Also sag an, was willst du? Ab Januar Probieren oder trennen?"
Er wollte nicht für Trennung, Also habe ich ab Januar einfach das kondom weg gelassen und ihm nicht erlaubt mit kondom Sex mit mir zu haben. Er war da 26 ich noch 34.
Wir wurden dann nach 11 Monaten schwanger, aber er war nicht so emotional eingebunden. Erst als wir es seinen Eltern sagten und die sich riesig gefreut haben, schien bei ihm der Knoten zu platzen. Ich verlor diese SS in der 15. SSW, aber seit dem ist er sehr eingebracht das es nochmal klappt und nochmal. Wir sind nun das 3. Mal schwanger. Das 2. Haben wir auch leider verloren. Zwischendrin haben wir geheiratet.

Seine Angst ist folgende gewesen. Wir haben zu zweit eine tolle Zeit. Wir arbeiten und verdienen Geld. Inzwischen können wir uns wünsche aus dem ff leisten. Wir streiten selten und es läuft perfekt, was wenn ein Kind das kaputt macht. Dazu noch sein Alter. Mit 26 ist er nicht zu jung für das Kind, seine Eltern waren aber schon mitte 30 als er geboren wurde. Auch wenn er schon seit 6 Jahren ausgezogen war, war er sehr darauf erpicht sie nicht zu enttäuschen.

Ich würde an deiner Stelle nicht mich weiter grundlos vertrösten lassen, auch wenn es hart ist, deine lebensvorstellung ist nun mal mit Kind, wenn er das nicht will ist es ok, dann musst du aber nicht weiter warten.
Wenn natürlich eure Beziehung so krieselt, dass du fast einen Seitenspung hattest bin ich mir nicht sicher ob ein Kind zwischen euch die Probleme kitten kann. Ein Kind zu bekommen führt meist zu mehr kriese und selten zu weniger.

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Ich wollte seinerzeit auch kein Kind, ich glaube aus zwei Gründen.

Grund 1 ist, meine ich, ein allgemeiner. Ich glaube, vielen Männern geht das so, weil ihnen der Gewinn von Kindern nicht klar ist, der Verlust an Freiheit, Flexibilität, Freizeit etc. aber sehr wohl (bei Frauen ist es, meine ich, umgekehrt...). Dementsprechend ist es, glaube ich, bei vielen Männern so ähnlich wie bei mir, nämlich dass ich auch kein wollte, aber als sie dann da waren, fand ich das super!

Grund 2 ist spezieller. Wenn mann sich nämlich nicht ganz sicher ist, ob die Frau die richtige ist, dann kann man trotzdem lange zusammenbleiben. Man kann zusammen in eine Wohnung investieren, man kann sogar heiraten, alles ist umkehrbar, aber ein Kind nicht -- ein Kind ändert alles! Und da es vorher schon lange Schwierigkeiten mit der Frau gab und ich mich mehrfach trennen wollte, ohne es jedoch durchzuziehen, wollte ich auch deshalb kein Kind.

U.a. wollte die Frau schon vorher immer seltener Sex und ich dachte mir, ich kann doch nicht mit einer Frau zusammenbleiben, die nicht mit mir schlafen möchte. Als dann der Kinderwunsch bei ihr ganz dringlich wurde, habe ich mich breitschlagen lassen, weil dann wollte sie natürlich wieder Sex, ganz dringend. Als sie schwanger wurde, war ich herzlich verzweifelt. Und als das Kind kam, sehr, sehr glücklich.

Allein, mit Kind und Kindern wurde der Sex nicht mehr und es kam so, wie ich es befürchtet hatte und nach vielen sexlosen Jahren habe ich mich irgendwann getrennt. Es war nicht zwangsläufig, aber im Nachhinein war die Grundproblematik schon erkennbar.

Insofern müsst Ihr schauen, worin das Problem liegt: Läuft es bei Euch super, nur dass er Bammel hat, sich auf ein Kind einzulassen? Oder läuft es vielleicht doch nicht so super und er hat deshalb Angst vor einem Kind, weil es eine endgültige Bindung wäre?

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Das erinnert mich an das Gespräch, welches mein Mann und ich über dieses Thema hatten. Seine Antwort auf die Frage war: Mit dir kann ich mir das vorstellen. Das trat dann sehr schnell ein, was ihn natürlich trotzdem schockte. Als er (unser Sohn) dann da war, war es so wie du beschreibst. Er könnte es sich nicht mehr ohne ihn vorstellen. Jeden Tag lachen wir über neuen Quatsch, den sich unser Zweijähriger ausdenkt. Und der zweit lächelt mittlerweile täglich übers ganze Gesicht, wenn ihn Papa angestrahlt. Den Mehrwert spürt er jeden Tag. Und der schönste Satz war: Wenn wir unsere Söhne nicht hätten, wozu dann das Ganze überhaupt? 🥰

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... wohingegen ich umgekehrt schon früh meiner jetzt Ex bei einer dieser Diskussionen an den Kopf geworfen hatte: "Vielleicht will ich ja Kinder, aber nicht mit dir..."

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Als ich meinen Freund kennengelernt habe, war ich 23, er fast 34.
Einer der ersten Fragen waren, ob er mal Kinder haben möchte.
Er sagte es wäre schön, wenn sich das ergibt und alles passt. Sollte es sich aber nie ergeben (ist ja im Leben manchmal so), dann wäre das auch in Ordnung!
Die Aussage fand ich absolut ausreichend für mich.
Hätte er aber gesagt, dass er sich das nicht vorstellen könnte, aus welchem Grund auch immer, dann wäre das das letzte date gewesen.
Es war auch nur eine Frage für meine Zukunft, ich wollte nicht am selben Abend noch die Pille absetzen, aber man muss schon in etwa die gleichen Ziele verfolgen.
Wenn er natürlich keine Kinder gewollt hätte, wäre das ok, aber dann wäre es definitiv nicht mein Partner fürs Leben.

Du bist noch jung, aber verschwende nicht deine Zeit! Such dir einen Mann, der deine Träume erfüllt, der den gleichen Traum hat.
Es bringt auch nichts, deinem Partner da was einzureden, was er nicht will...

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Wenn ihr euch liebt, würde ich dennoch zusammenbleiben. Vielleicht kommt der Wunsch ja noch.

Du kannst dich ja auch während eurer Beziehung noch anderweitig "umsehen ob es einen besseren gibt". Wenn du daraus kein Geheimnis machst und deinen derzeitigen Freund dabei nicht anlügst und nicht betrügst fände ich das moralisch auch vertretbar.

Wenn sich mehr entwickelt zu dem anderen, könntest du ihn ja vorwarnen. Das würde ich so vereinbaren. So hat er nicht rund um die Uhr ein mulmiges Gefühl, sondern erst, wenn es mit einem anderen konkreter werden würde.

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Hey, ich kann dir sehr gut nachempfinden, zwar von der anderen Seite, aber denke das spielt keine Rolle! Ich bin also weiblich und habe einen Partner der unbedingt ein Kind möchte, man muss dazu sagen das ich schon eines habe und er noch keins.
Das Thema ist immer präsent, wir trennten uns schon mehrmals, weil er es nicht mehr ausgehalten hat, sich hingehalten fühlt von mir. Ich zweifelte oft, möchte ich noch ein Kind, oder nicht, man muss sagen ich bin auch schon Ü35, er selbst ist Ü45. Wäre ich noch keine Mutter, würde ich ganz sicher ein Kind wollen, aber ich weiß nun mal was auf mich zukommt, bin seit jeher alleinerziehend, dass habe ich mir so nicht ausgesucht. Viele Beziehungen zerbrechen, auch mit Kindern, oder vielleicht gerade deswegen. Wenn ich nochmal alleine da stehe, ich schaff das nicht nochmal. Klar denke ich auch oft wie toll so ein Kind sein kann. Letztendlich muss ich mich ja entscheiden, in meinem Alter, ob ich das nochmal möchte, denn es könnte für mich das letzte mal sein, dass mir die Chance gegeben ist. Aber es gibt auch einiges was nicht passt. Seon Wohnort, wo er absolut unflexibel ist, es geht nur nach seinen Wünschen, er geht keine Kompromisse ein usw. aso es ist einiges im argen was ein gemeinsames Leben an geht, bevor man überhaupt an ein Kind denken kann. Er ist aber auch nicht bereit etwas zu ändern jetzt, in ein paar Jahren, seine Antwort, mit utopischen Vorstellen, ich hätte also das Gefühl an einem Ort zu leben wo ich nicht sein möchte und eventuell nie wieder weg komme, abhängig bin usw.

Das mal zu meiner Geschichte in Kurzform, es schmerzt sehr, dass ich nun bald genau wie du, vor der Entscheidung stehe ihn verlassen zu müssen. Ich beschäftige mich täglich mit diesem Gedanken.

Ich weiss es ist hart, aber es gibt hier keinen Kompromiss! Und es haben sich schon viele Paare deshalb getrennt. Man wird ein neues Glück finden, du hast noch die Zeit mit 28 jetzt einen Partner zu finden der auch Kinde rmöchte und das wirst du auch, denn das ist das Beste Alter, wo auch Männer Anfang, Mitte 30 gerne eine Familie gründen möchten.

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Vorsicht!
Wenn dein Bauchgefühl so laut "nein" schreit, dann höre darauf. Ich habe es nicht gemacht und sehr oft bereut.
Das Bauchgefühl belügt einen nicht.

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Ups, das sollte so nicht sein.

Mein Mann und ich sind seit fast 9 Jahren zusammen. Am Anfang war das Kinder-Thema absolut kein Thema bei uns. Mir war zwar klar das ich irgendwann mal welche möchte aber das lag in weiter Ferne.

2014 bin ich ungeplant Schwanger geworden. Nach dem ersten Schock haben wir uns darüber gefreut. Leider endete die Schwangerschaft in der 6 Ssw mit einem frühen Abgang. Für mich ein Drama. Für ihn war es eher schlimm mich so leiden zu sehen.

Ich hatte wenige Wochen nach dem Abgang die Pille abgesetzt. In Absprache mit meinem Partner. Ich hatte so massiv Haarausfall durch die zusätzlichen Hormone.
In der kommenden Zeit wuchs bei mir der Kinderwunsch.

Wenn ich meinen Mann drauf angesprochen habe, bekam ich meist auch eher nur wischi waschi Antworten. "Ja,nein, vielleicht, kinder sind anstrengend ".Aber Verhütet haben wir nicht. Da war dann seine Aussage "Wenn es einfach passiert ist es ok".#klatsch
So verging dann die Zeit...die Jahre.
Ich hatte mir ein Datum in den Kopf gesetzt bis wann ich ihm die Zeit gebe. Alternativ hätten wir getrennte Wege gehen müssen.

Im Februar 2019 hab ich nach langer Zeit meinen Job gewechselt. Und da hatten wir nochmal gesprochen das wir jetzt zumindest mal verhüten sollten damit ich im neuen Job erst einmal ankommen kann:-D.
Joa, hat nicht so geklappt. Im März war ich dann Schwanger mit unserer Prinzessin.
Er ist trotz der sehr wenigen Zeit ein toller Papa#verliebt.

Ich dachte er wäre mit dem Kinder-Thema durch bzw ihm reicht unsere Tochter. (Ich wollte immer zwei, wäre aber auch mit unserer Tochter absolut zufrieden).
Vor ein paar Monaten wollte ich dann einige Sachen unserer Tochter weiter geben wo er aber gegen war. Nun, Ende vom Lied wir haben beschlossen an einem Geschwisterchen zu basteln. Im zweiten ÜZ war ich Schwanger und bin mittlerweile in der 18 Woche.
Er freut sich riesig.

Jetzt im Nachhinein kann er auch darüber sprechen warum das für ihn immer so ein Problem war.

Für ihn war gedanklich "sein Leben dann zu Ende" nur noch Einschränkungen, keine Männerabende mehr, immer nur Zuhause hängen,zudem hat er bis zu dem Zeitpunkt wo wir zusammen kamen nie Kontakt zu kleineren Kindern gehabt, dann hatte er selbst nie das beste Verhältnis zu seinem Vater der bedingt durch Selbstständigkeit immer sehr wenig Zeit hat für seine Kinder. Er hat die Firma vor ein paar Jahren quasi übernommen. Er sah sich immer wie sein Vater. Hat/hatte Angst das er auch so wird.

Ja, zwischendurch muss ich ihn mal ermahnen das er mal eher Heim kommt. Es ist Gott sei Dank trotz Corona viel zu tun. Er wird immer weniger Zeit haben wie ggf andere aber das ist okay, so lange er die Zeit die er da ist auch nutzt. Und das tut er.

Ich wünsche euch alles Gute

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Ich habe auch eine Erfahrung, auf eine etwas andere Art. Ich habe meinen Sohn in eine neue Beziehung mitgebracht. Für meinen Partner war klar, dass er eines Tages auch ein leibliches Kind haben will und ich wollte eigentlich auch noch ein zweites. Die Jahre vergingen und heute ist mein Partner der Meinung, dass er doch kein eigenes Kind mehr möchte. Zum Glück habe ich ebenfalls nicht mehr das Bedürfnis nach Nachwuchs. Aber würde es meinen Sohn nicht geben und hätte ich einen Kinderwunsch, würde ich meinen Partner vermutlich verlassen. Was bringt es, sein Leben lang unglücklich zu sein?? Ich würde meinen Partner auch nicht überreden wollen. Ich finde es gibt nichts schlimmeres als einen Vater, der eigentlich nie Bock hatte Vater zu werden.

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Ich habe gleich zwei Beispiele im Bekanntenkreis, wo die Frauen aus Liebe zu ihrem Mann auf ihren Kinderwunsch verzichtet haben. Beide Männer hatten später eine jüngere Freundin, weil sie es sich doch anders überlegt hatten.
Nur waren die verlassenen Frauen dann zu alt, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Sehr bitter diese Erfahrung. Ein Mann kann es sich eben mit 50 noch anders überlegen, sogar mit 60 oder 70. Bei uns Freuen wird es mit Ende 30 schon schwierig.

Ich finde es gut, dass du deine Wünsche kennst.
Manchmal reicht Liebe nicht, wenn man unterschiedliche Ziele im Leben hat.

Grüße

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Ich kenne leider auch viele Beispiele aus Familie une Bekanntenkreis die nach dem Schema „Mann hält Frau hin, trennt sich dann mit Anfang 40 und kriegt mit einer jüngeren Kinder“ abliefen. Deshalb rate ich jeder Frau, die einen ernsthaften Kinderwunsch hat, zur rechtzeitigen Trennung. Er hat Zeit, du nicht ewig. Und wenn du mit Mitte 30 erst zu suchen anfängst, hast du halt dann schon mehr Druck als jetzt.