Bei uns klappt es im Bett nicht mehr

Mein Mann ist 44 und ich 35. Wir sind über 10 Jahre zusammen und wir hatten anfangs richtig guten Sex. Seit ein paar Monaten hat er aber extreme Probleme. Sein Penis bleibt nicht steif bzw. Er wird gar nicht richtig hart. Somit kann er nicht in mich eindringen. Wenn er es dann doch mal schafft, spür ich nix. Wir haben es immer wieder versucht. Aber ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo ich sage, ich möchte das nicht mehr. Er will sich auch keine ärztliche Hilfe holen. Mir fehlt der Sex und ich würde, wenn corona nicht wäre, sofort sex mit jemand anderen haben wenn sich was ergeben würde. War schon mal jemand in der Situation?

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Hallo,

ich kenne das Problem.

Mein Partner leidet leider unter MS und da ist es schon seit einiger Zeit so, dass er z. B. Probleme hat zum Orgasmus zu kommen.
Er ist kurz davor, aber der letzte Kick fehlt immer, aus den verschiedensten Gründen. Oftmals ist er auch schon im Kopf so angespannt, weil er so gerne möchte und dann gehts erst recht nicht, das kenn ich aber auch von mir.

Natürlich haben wir da auch mit Erektionsproblemen zu tun, das volle Programm.

Aber: Wir haben gelernt, Alternativen zu finden und ich bin damit auch sehr zufrieden, weil unser Miteinander stimmt.
Wir schlafen schon auch richtig zusammen, wenn es halt gerade geht und er einen "guten Moment" hat.
Das dauert aber sicher immer nur ein paar Minuten.

Wir haben gelernt, aufeinander einzugehen und offen darüber zu reden. Von dieser fiesen Krankheit wollen wir uns nicht unsere Liebe kaputt machen lassen!!

Es ist natürlich oft schwer, wir würden beide gerne oft mehr wollen und es sind natürlich auch Schamgefühle dabei. Männer fühlen sich sofort nicht mehr als richtige Männer, wenn sie nicht mehr imstande sind, eine Frau richtig "zu beglücken".

Rede mit deinem Partner. Frage ihn, warum er nicht zum Arzt möchte und dass es dich belastet.
Das mit dem Fremdgehen kann ich sexuell nachvollziehen, finde es aber zunehmend gemein, wenn du ihm keine Chance gibst, sich dir zu öffnen.
Mit dem "Pistole auf die Brust" Prinzip wirst du nicht weiter kommen.

Ihr müsst lernen, jede Seite des anderen zu verstehen und euch entgegen zu kommen.

Mein Sexleben besteht die meiste Zeit aus Finger in mir, geleckt werden usw. aber wirklich selten aus "richtigem" Sex. Meinen Partner verwöhne ich so, wie er in seiner Lage am meisten davon hat und spürt (es gibt immer noch genug Möglichkeiten).
Wenn man aufeinander eingestellt ist, ist alles schön.

Wenn er dir wichtig ist und du ihn magst/liebst/behalten willst, rede mit ihm. Sei offen, du musst dich nicht als Opfer sehen, du darfst schon auf deine Bedürfnisse bestehen. Sex finde ich persönlich sehr wichtig, es muss angesprochen werden.
Aber wenn es eine vielleicht medizinische Ursache dafür gibt und man keine Abhilfe schaffen kann, dann überlege dir, ob du damit leben kannst oder nicht.

Ihn hinten rum zu "verarschen" finde ich keine Lösung. Damit hangelst du dir mehr Probleme ein, als es der Sex wert ist.
Denn bekanntlich kann dieser sehr verbinden, wenn du dich dann verliebst, reißt du deinem Partner ein noch größeres Loch in sein Herz, als wenn du jetzt offen und ehrlich bist.

Alles Gute!!!

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Er scheint noch nicht genug darunter zu leiden, sonst würde er sich Hilfe suchen.

Sprich noch einmal mit ihm.

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Es gibt blaue Pillen die helfen können.
Ansonsten holt euch doch Sexspielzeug. Dildos, Kugeln, fesseln, anal,... Probiert euch durch. Vielleicht braucht er was anderes als das was er schon kennt. Er kann z.b. den Dildo an dir nutzen. Usw.