Liebesleben im Lockdown

Ich lese momentan viel in den Medien, dass das Liebesleben der meisten Paare durch die viele Zeit zu Hause durch Corona sehr angeregt wird. Irgendwie bringt mich das in den letzten Tagen viel ins Grübeln. Bei uns sieht es momentan anders aus - Home Schooling, Kinder viel zu Hause, kaum Möglichkeiten diese Mal abzugeben, da die Großeltern Risikogruppen sind, es ist ständig der selbe Alltag im Hamsterrad. Noch dazu hat sich der Schlafrhythmus der Kids verschoben und sie sind abends 1-1,5 Stunden länger als sonst auf. Der kleinste Knirps schläft zudem nicht durch. Durch meine TZ und mein Mann im Home Office arbeiten wir in „Schichten“, um die Schule und Haushalt sowie Betreuung begleiten zu können. Daher steht mein Mann manchmal bereits um 5 Uhr auf, weil er morgens besser arbeiten kann und ich setze mich abends nochmal hin.

Langer Text; aber im Grunde fühle ich mich irgendwie schlecht, dass wir momentan, wenn überhaupt alle zwei bis drei Wochen zu einander finden, wenn ich solche Schlagzeilen lese(Und ja, man soll sich nicht vergleichen und beeinflussen lassen, aber hmpf...)
Vorher waren es schon 1-2 die Woche, es fehlt aber die Spontanität, die Leichtigkeit und das Besondere drum herum mit Kids abgeben, Essen gehen, und dann wenn man ständig auf Zehenspitzen durchs Haus schleicht oder von einem Kind belagert wird, vergeht einen doch die Lust. Noch dazu belastet uns die nicht absehbare wirtschaftliche Lage, der Kopf ist irgendwie voll...oft schläft der eine auf dem Sofa schon eine während der andere noch beschäftigt ist. Wir hoffen zumindest auf ein wenig mehr Freiraum, wenn die Schulen und Kita mehr gelockert werden.

Gibt es Paare hier, die Ähnliches beobachten? Oder zieht euch die Zeit zu Hause sogar mehr an?

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Das wie und wann hängt ja von vielen Faktoren ab, wie bei euch auch. Wir haben 2 Kinder, 2 Jahre, 6 Monate. Ich bin in EZ, mein Mann arbeitet, teils Büro, teils HO. Wir schaffen uns Inseln. Die schnelle Nummer ist 80%, intensiv Zweit und Raum nehmen können wir uns 20%. Wir nutzen die Zeit oft wenn die Kinder schlafen. Auch wenn wir schon sehr müde sind. Es baut Stress ab, stärkt das Immunsystem und man schläft besser. Es macht den Kopf frei. Für eine kurze Zeit. Ist wie Medizin für uns und hilft uns besser mit der Situation umzugehen. Man reagiert weniger gereizt. Und wenn es mal schnell unter der Dusche ist.

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Ich stelle mir die Situation rund um Corona und dem Lockdown besonders für solche Paare schwer vor, die sich immer durch Unternehmungen, Abwechslung und dem Besonderen besonders nah gekommen sind. Diejenigen, die den Alltag den Haushalt als nicht reizvoll, langweilig oder belastbar empfinden.

Da kann ich dann eigentlich auch keinen Tipp geben. Weil ihr scheinbar nicht der Typ dafür seid, im Lockdown zufrieden zu sein. Ihr könnt ja nicht einfach eure Vorlieben ändern? Werdet ja auch bestimmt schon was anderes im Lockdown ausprobiert haben?

Wir sind schon sehr lange zusammen. Bei uns hat sich der Sex seitdem nicht verschlechtert. Er ist perfekt wie immer. Haben etwa alle 1-2 Tage Sex. Selten alle 3. Wir lieben unseren Alltag und wir stehen auf unseren Alltag. Sind nicht gelangweilt voneinander. Man kann auch trotz Lockdown facettenreich und abwechslungsreich sein.

Dein Zitat verstehe ich nicht:

"Wir hoffen zumindest auf ein wenig mehr Freiraum, wenn die Schulen und Kita mehr gelockert werden."

Die meisten Leute arbeiten dann :-D

Für euch hoffe ich jedenfalls, dass der Corona-Spuk bald ein Ende hat.

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Danke für deine Antwort :-)

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Achso wir haben auch 2 Kinder ;-)

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Also wir haben noch keine Kinder und arbeiten beide in HO.
Ja, bei uns hat sich das Liebesleben durchaus gebessert im lock down. Zumindest als ich noch durfte vor der SS.
Man konnte dann nach Lust und Laune. Und wenn man mal um 13 Uhr Lust hatte, dann hat man eine kurze Pause eingelegt. Waren wir vorher täglich 11-13h unterwegs sind wir aktuell wirklich nur 8h beschäftigt. Bleibt uns also generell mehr Zeit. Davon abgesehen, dass wir uns auch immer so zwischendurch liebkosen können.

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Und der Mehrwert deiner Antwort für die TE ist? Gar keiner.

Du hast (noch) keine Kinder. Du hast keine Ahnung, was das bedeutet. Lass mal den Wurm kommen und dann guckt doch mal, wie oft ihr bzw du noch Lust hast mit einem Baby an der Backe #rofl

Liebe TE, wir haben drei Kinder und sind abwechselnd im Büro und HO. Wir duschen in letzter Zeit häufig zusammen #verliebt oder lassen die Kids großzügig vor TV und PC. Man muss sich Inseln schaffen. Abends auch mal Netflix & Co sein lassen und früher ins Bett. Nicht zum schlafen, versteht sich.

Und ansonsten fünft gerade sein lassen und auf bessere Zeiten hoffen. Und sich nicht vergleichen. Wer gibt in diesen „Umfragen“ denn bitte offen zu, wie schwierig das alles ist und das Sex momentan das letzte aller Probleme ist.

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Die TE fragte:
"Oder zieht euch die Zeit zu Hause sogar mehr an?"

Und das in den Medien von mehr sex die Rede war.
Mein Text dient dazu zu zeigen, dass nunmal nicht jeder Kinder in der Zeit hat oder die Kinder intensive Betreuung brauchen und zu solchen paaren gehören nunmal wir. Und eventuell beziehen sich die Medien auf Paare wie uns statt auf Eltern mit Kindern in Kindergarten und Grundschule.

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Ich finde Homeoffice ja sehr praktisch.
Unsere Kinder sind schon größer, 20, 13 und 12. Der Große kümmert sich um sich selbst, die Kleinen werden geweckt, bekommen Frühstück und sitzen dann vor ihrem Onlineunterricht.
Und dann kann man sich vorm Homeoffice noch ein wenig zurückziehen;-).

Mein Mann sagt immer, er hofft, die Homeofficetage (3Tage zuhause, 2 Tage am Arbeitsplatz) auch nach der Pandemie beibehalten zu können...

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Klingt echt entspannter! na dann hoffen wir auf die Zeiten, wo hier die Kids etwas selbstständiger werden, lach. LG

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Das Zuhause wieder mehr Sex stattfindet habe ich auch gelesen, auch der Absatz von Sexartikeln und die Verordnung von Potenzmitteln nahm deutlich zu.

Woran liegt das?

Gut, die Paare sind sich wieder näher gekommen, aber sind sie das wirklich? Oder liegt es vielleicht auch daran, das gewerblicher Sex weggebrochen ist und die Konsumenten sich nun dem bedienen, was sie zuhause haben. Ähnlich wie selbst kochen, weil die Gastronomie zu ist. Schmeckt zwar nicht besonders, aber sättigt.

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Dem stimme ich 100%ig zu.
Wer weiß schon ob diese Statistiken nicht eben aus der „Not“ heraus so sind wie sie sind.

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Interessanter Aspekt!