An die Häuslebauer: Wieviel kostet eine Wärmepumpe nach euren Erfahrungen?

    • (1) 02.10.18 - 19:27

      Unsere Wohnung ist eher kleingeraten und der Platz wird für uns immer knapper. Bislang passt es eh noch und die nächsten paar Jahre werden wir noch auskommen, nur leider steigen die Mieten hier in Wien immer weiter an, weshalb wir nicht nochmal umziehen wollen. Unsere aktuelle Wohnung ist verhältnismäßig günstig und wir können ein ganz gut Eigenkapital ansparen, mit dem wir in ein paar Jahren ein Bauvorhaben in Niederösterreich realisieren wollen.

      Die Baugründe sind in der Gegend, die wir uns angeschaut haben, recht günstig. Aber das Bauen selbst wird bestimmt einiges kosten. Über die Dimensionen sind wir uns noch nicht ganz im Klaren, aber wir haben ja noch Zeit. Aktuell überlegen wir, wie wir dann heizen wollen. In der Mietwohnung haben wir eine Gastherme, aber für ein Haus könnte, denken wir, eine Wärmepumpe besser sein. Erfahrungen haben wir leider bislang keine und im Freundeskreis steckt bislang auch erst ein Paar im Hausbau.

      Wie sind denn eure Erfahrungen mit Wärmepumpen, was sind die Unterschiede zu anderen Heizsystemen und mit welchem Preisrahmen muss man in etwa rechnen?

      • Ganz schwer zu sagen, da muss man viel berücksichtigen und nicht jedes Bauvorhaben ist gleich. Zuerst muss man mal wissen welche Wärmepumpe man haben möchte, also mit was, Luft, Wasser oder doch eine Bohrung. Da macht es auf jeden Fall Sinn sich vorher gleich gut beraten lassen. Ich würde mich mal bei den ganzen Herstellern Vaillant,...etc. informieren und gleich dort nachfragen. Ohne aber deinen Plan für das Haus zu wissen werden die dir dann auch nicht genau sagen können wie viel es letztlich kostet. Da spielt ja dann vieles mit hinein. Größe des Hauses, Dämmung, wo du baust,....
        Also früh anfangen zu planen ist sicher gut, du musst dir aber schon über vieles bewusst sein um dann wirklich etwas konkretes erfahren zu können.
        Bei einem Neubau finde ich es schon gut wenn man sich da um eine Wärmepumpe umsieht und die auch in Betracht zieht. Man muss natürlich auch immer alles selbst berücksichtigen und sich viele Infos einholen.

        • Das ist schonmal gut umrissen, was aber fehlt ist, dass es auch auf den Baugrund ankommt, welche Art der Wärmepumpe überhaupt möglich ist. Je nach Grund fallen ja Tiefenbohrung, Erdkollektor, etc. bereits weg.

          • Absolut da hast du natürlich recht, habe das nur in einem kurzen Nebensatz erwähnt, "wo du baust". Damit war natürlich der Grund gemeint. Tiefenbohrungen sind nicht überall möglich, da müsste man sich auch vorher informieren ob das überhaupt geht. Für einen Erdkollektor braucht man die doppelte Größe der Wohnfläche für die Kollektoren. Da hat man dann schnell 400m² Grund auf dem man nichts machen kann, also kein Gartenhäuschen oder aber auch keine tiefwurzelnden Pflanzen. Muss man alles einplanen.
            Wie gesagt, ich finde es super wenn man sich da schon so früh informiert, denke sollte man auch gleich am Anfang machen. Ein wenig muss man aber schon wissen, also den Baugrund sollte man schon wissen und dann wie groß das Haus werden soll.

            • Okay, dass der Grund selbst auch eine Rolle spielt, hätte ich mir nicht gedacht. Aber da scheint es ja mehrere Optionen zu geben. Ob eine Tiefenbohrung gehen wird, weiß ich nicht. Wahrscheinlich eher nicht, da es in der Gegend in Niederösterreich viel Granit gibt. Aber eine Wärmepumpe mit Luft sollte dann schon gehen, oder? Da sind die mit diesen Kästen, die dann draußen stehen, richtig? Wie laut sind die denn? Und gäbe es auch die Option das mit einer Photovoltaik Anlage zu kombinieren?

              • Ja Optionen gibt es da mehrere und bei jeder Option dann wieder viele Varianten;)
                Daher ist es ja so wichtig mit jemandem zu sprechen, ich finde es aber gut, dass du dich da informierst, so kannst du schon vorbereitet in die Gespräche gehen.
                Das muss man fragen, das kommt wirklich auf die Gegend an und nur weil es einen Kilometer weiter weg nicht geht, heißt es nicht, dass es bei euch nicht gehen würde.
                Wärmepumpen mit Luft gibt es auch, ja das sind dann die mit den Kästen. Je größer die sind desto weniger hört man von denen. Wenn die aber hinter dem Haus stehen bekommt man davon nicht viel mit.
                Ja natürlich geht das. Die Wärmepumpe braucht ja auch etwas Strom, diesen könnte man auch mit einer Photovoltaik Anlage erzeugen.

                • Wenn man eine Wärmepumpe auch mit einer PV-Anlage kombinieren kann, wäre das natürlich absolut optimal! Wegen der verschiedenen Energiequellen und was möglich sein könnte, werde ich mich nochmal umfassender informieren. Soweit ich das jetz gesehen habe, gibt es bei den mit Luft betriebenen Wärmepumpen ja inzwischen auch moderne Modelle, die ohne Außengerät auskommen. Werde mich da mal noch weiter schlau machen, danke für eure Antworten!

      Hallo!
      Sorry, aber die Frage ist wie "An alle Autofahrer: Was kostet denn ein Auto" ....

      Die Investitionskosten einer WP ist letztlich nur ein (kleiner) Faktor der Gesamtbetrachtung, denn die laufenden Kosten sind der eigentliche Aspekt.
      Bisher habe ich noch niemanden gefunden der diese Frage wirklich beantworten kann.
      Nicht mal einen wirklich guten Vergleich der verschiedenen WP-Typen gibt es.
      So ist es zwar beispielsweise unbestritten das eine Erdwärmepumpe einen besseren Wirkungsgrad hat als eine Luft-Wasser Wärmepumpe.
      OB dieser bessere Wirkungsgrad aber ausreicht um die Mehrkosten für eine Erdbohrung (immerhin so um die 15k€) zu armortisieren kann irgendwie niemand sagen - und ich bezweifle es ehrlich gesagt.
      Wir haben im Jahr mit LW-WP Stromkosten von 500-700€.
      Das heißt, alleine für die Kosten der Erdbohrung könnte ich unsere Pumpe 21 Jahre lang betreiben .......

      Wenn du jetzt mal konventionelle Heizungen mit WP vergleichst dürfte sich das von der Investition her nicht viel nehmen - eher im Gegenteil.
      Du brauchst keinen Schornstein und keinen Gasanschluss (letzterer kostet bei uns z.B. 5000€).
      Eine WP - zumindest eine LWWP - ist deutlich wartungsärmer als eine Verbrennungsheizung. Kein Kamin bedeutet keine Kaminreinigung, keine Abgasmessung, ......

      • Das mit den Stromkosten ist eben auch ein Punkt, den wir uns gedacht haben. 500-700 pro Jahr klingt schon mal nicht schlecht! Darf ich fragen wie laut eure Luft-Wasser-Wärmepumpe ist? Habt ihr das Gerät für die Luft denn nahe am Haus oder weiter weg?

    Hey,

    Also wir haben eine Luft-Wärme-Pumpe von rotex, die im Sommer auch kühlen kann.

    Wir haben 140m2 und immer 23grad :)

    Wir zahlen 80-90€/Monat zum heizen und Wasser wärmen.
    Wartung hat uns 200€ gekostet.... ich glaube alle 2 Jahre?!

    Wir sind sehr zufrieden!

    Lg

    • Sehr cool! Da sind die Strom- und Heizkosten in der schlecht isolierten Altbauwohnung, in der wir momentan wohnen ja doch ein Stückchen höher. Bei den niedrigen laufenden kosten, relativiert sich der Anschaffungspreis einer Wärmepumpe auch mit der Zeit, denke ich.

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