Immuntherapie sinnvoll-14 Monate alt???

Guten Morgen ihr Lieben,

also unser Matz Julian ist nun 14 Monate und geht seit 2 Monaten in die Kita(wenn er mal nicht krank zu Hause ist).

Ihn quälen immer wieder fieberhafte Infekte (Virusinfekte) und im letzten Monat hatten wir/er auch 2 Fieberkrämpfe und mussten dann immer ins KKH.
Es ist ganz schrecklich für alle Beteiligten.

Er war schon immer viel krank, auch als Baby (er hat einen Bruder, der schon in der Kita ist und wir waren immer viel unterwegs).

Nun hat unsere Kinderärztin vor 3 Monaten probiert sein Immunsystem mit Echinacea zu stärken.
Er nimmt weiterhin alles mit, was auf dem "Kitamarkt" ist.

Nun geht unsere KÄ noch einen Schritt weiter und hat mir gestern

RIBOMUNYL

verschrieben, dies ist ein Immutherapeutikum.

Sind solche Kuren erfolgsversprechend?
Wie sind eure Erfahrungen?
Legt sich die Infektanfälligkeit, irgendwann?
Wie oft krank, ist noch im Rahmen?

Ich habe zwar schon einen Sohn, der aber ganz selten krank war und ist.

Liebe Grüße
Nicole.

1

Hallo Nicole,
Kinder sind oft krank. Bis zu 100 Infekte im Jahr gelten noch als "normal", wobei diese sich natürlich in Schwere und Dauer unterscheiden können. Wenn Du Angst hast, dass Dein Sohn wirklich einen Immundefekt hat, dann schau Dir mal die Seite der DSAI an (www.dsai.de), dort gibt es auch eine Seite mit den 12 Warnsignalen:

# Mehr als 2 Lungenentzündungen pro Jahr
# Mehr als 2 schwere Nasennebenhöhlen- Entzündungen im Jahr
# Mehr als 8 neue Ohr-Infektionen in einem Jahr
# Knochenmark- und Hirnhautentzündungen oder schwere Infektionen
# Dauerhafter Belag im Mund oder anderswo nach dem 1. Lebensjahr
# Erkrankungen durch normalerweise ungefährliche Bakterien (atypische Mycobakterien)
# Unklare chronische Rötungen bei Säuglingen an Händen und Füßen (Graft-vs.-Host-Disease)
# Wiederkehrende tiefe Haut- oder Organabszesse
# Mehr als 2 Monate Antibiotikatherapie ohne Efekt oder i.v.-Antibiotika-Therapie
# Anamnese mit Primärem-Immundefekt-Patienten in der Familie
# Durch Impfungen ausgelöste Erkrankungen bei Kindern und Säuglingen
# Geringes Wachstum, geringes Körpergewich

Ich halte von diesen pseudo-immun-kuren nicht allzu viel. Ein wirklich immun-subressives Kind/Mensch gehört in die Hände eines erfahrenen und guten Immunologen. Ein Kind das einfach nur viele Infekte hat, baut damit sein Immunsysthem auf und ich denke, da sollte man dann so wenig als möglich reinpfuschen.

Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass Dein Sohn bald nicht mehr so häufig krank sein wird.

LG
Coli
mit Jule (chronische Neutropenie) und Lena (3J 5M)

2

hallo,

ich finde es im gegensatz zu meiner vorschreiberin nicht normal, wenn kinder dauerhaft krank sind. und 100 infekte im jahr????

es ist zur normalität geworden, dass kinder ständig krank sind, also wird gesagt, das trainiert das immunsystem. aber ich bezweifle, dass eine bronchitis, ohrenentzündung etc. im dauerlauf das immunsystem trainieren, wie oft so schön gesagt wird. vor allem, wenn das kind gar nicht richtig gesund wird, bevor es wieder krank ist.

ich finde du machts dir zurecht gedanken. ich kenne das mittel, dass du erwähnt hast nicht. allerdings haben wir mehrmals sehr gute erfahrungen mit einer hom. behandlung gemacht und ich kann dir nur empfehlen, mit deinem sohn zu einem ausgebildeten, erfahrenen klassischen homöopathen zu gehen.

lg,
adina

3

Hallo,

also bis zu 100 mal würd ich nicht als normal ansehen. Mein Kind ist echt eigentlich so gut wie Dauerkrank und muss ständig Inhalieren. Schleppt jegliche Fieberinfekte mit heim und hatte auch schon mehrere Fieberkrämpfe. Ich kann dich also gut verstehen. Wir waren beim Homeopathen der leider bei uns was das angeht nichts brachte. Genauso haben wir echt schon so gut wie alles ausprobiert. Wenn dein Kind Probleme mit der Atmung hat und öfter mit Husten oder Bronchitis beschäftigt ist, dann frag mal deinen Arzt noch nach Singulair oder Bronchovaxom die sind auch für den Imunaufbau. Ja ansonsten kann ich nur sagen trainiren tun sie das sicher nicht, da unser Sohn jetzt 4 ist und er immer noch Dauerkrank ist und auch schon 2 Kuren hinter sich hat. Man muss damit lernen umzugehen. Wegen den Ohren würd ich mir mal nen Termin beim HNO geben lassen, nicht das er Flüssigkeit hinterm Trommelfell hat, das kann auch oft dauererkältung auslösen.


LG
Tanja

4

Hallo,

ich kann Dir hier kurz meine Erfahrung schildern. Mein Sohn war ab dem 7.Monat (nach dem Abstillen) IMMER krank. Über eineinhalb Jahre hinweg war seine längste fieberfreie Zeit genau 9 Tage. Er war 3x im KH mit Lungenentzündung.
Daraufhin haben wir bei ihm eine Eigenbluttherapie gemacht, dann 3 Wochen Kur, anschließend nochmal Eigenbluttherapie (kürzer).
Endlich war es besser!!!
Ab 3 ging er in den Kiga und im ersten Kigajahr war er wiederum 20 Wochen krank davon. Ende des ersten Kigajahres nochmal eine Bronchalimmuntherapie...und toi, toi, toi....seither (war im Mai) ist er kaum mehr krank.
Anscheinend hat diese Gesamtpaket an Aufbaumaßnahmen doch etwas geholfen - oder er ist einfach endlich so abgehärtet und stabil, weil er so viel durch hat.
Zu Bedenken ist nur, dass die Kinder auf diese Therapien oftmals erst mit Verstärkung reagieren und eben krank werden. Ist aber normal (ist in der Homöopathie so) und heißt auch nur, dass er sehr darauf anspricht. Muß aber natürlich nicht sein.

Also ich kann es nur empfehlen - schaden kann es ja auf keinen Fall!

Viel Glück euch!
Tanja

5

Hallo.

Unsere Tochter ging mit 9 Monaten in die Krippe. Seitdem war sie immer krank.
Kein Ahnung wie oft wir ein Antibiotikum hatten.

Wir hatten dann mind. 1,5 Jahre Dauerschnupfen.

Wegen der ganzen Infekte usw. bekam unsere Tochter auch so ein Immuntherap.
Es brachte rein gar nix.

Ich kann dir sagen das unser Kind jetzt das ganze Jahr noch nix hatte!!!! *aufholzklopf*

Irgendwann haben die Kinder alle möglichen Infekte durch und das Immunsystem ist fit.

Ich konnte es irgendwann auch nciht mehr hören wenn die Kinderärzte sagtem, ich solle warten bis sie 2 oder 2,5 Jahre ist. Und so war es ja nun auch!

Also abwarten!

6

So, ich melde mich jetzt doch noch einmal zu Wort, weil ich so viel ENtsetzen geerntet habe.

Also, niemand braucht mir zu erklären, dass das Leben mit einem immundefekten Kind kein Zuckerschlecken ist. Wenn es hier darum geht, dass man sich erst am Krankheits-Quartett beteiligen muss, um glaubhaft zu wirken, kann ich das auch mitspielen. Jules erste Lungenenzündung hatte sie mit 6 Wochen, ihre erste Darmblutung mit 6 Monaten ersten ITS-Aufenthalt wegen einer Sepsis mit 10 Monaten - dazwischen unzählige Brochitis. In Folge dessen wurde auch ihre schwere chronische Neutropenie diagnostiziert - nur, weil ich immer wieder darauf gedrängt habe, dass etwas nicht normal sein kann. Was folgte waren weitere 13 KH-Aufenthalte, viermal mit ITS, 2 Jahre Dauer-AB-Prophylaxe, Knochenmarkstimulanzien, etc. pp.

Nur, gerade aus dieser Erfahrung heraus, habe ich meine Meinung gebildet, dass Immundefekte in die Hände von FACHÄRZTEN gehören, denn nur dann kann man gezielt helfen. Einige lebensbedrohlichen Situationen von Jule hätten sich verhindern können, wenn die Ärzte nicht erst mal wild rumgedoktert hätten, sondern erkannt hätten, was für einen Fall sie da vor sich haben.

Wie sieht das Differenzialblutbild Deines Sohnes aus, wie die Immunglobulinuntergruppen, wie seine Antikörper? All das muss bestimmt werden, damit, sollte er wirklich immundefekt sein, geholfen werden kann. Übrigens die Zahl mit den 100 Infekten kam von Spezialisten aus einer Immundefektambulanz - die habe ich mir nicht aus den Fingern gezogen. Es kommt einfach auch auf die Behandelbarkeit und die Schwere der Infektionen an, ob sie noch "normal" sind, oder nicht.

Übrigens: Jule ist jetzt 3,5 und dieses Jahr ohne Krankenhausaufenthalt und nur einer Hand voll ernsteren Infekten. Das haben wir u.a. der guten medikamentösen EInstellung zu verdanken. Ja, die Infektanfälligkeit kann besser werden, entweder ganz von allein, oder mithilfe der richtigen Medis.

LG
Coli
mit Jule und Lena (3J 5M)

7

Hallo!

Wie sahen denn die Infekte aus? Fieber? Antibiotikum?

Ich kenne dieses Ribomunyl nicht, aber ich würde mal schauen, was es für Inhaltsstoffe hat und dann abwägen. Einem Kind nützt es nichts, wenn es mit irgendwelchen Medikamenten (falls Ribomunyl sowas ist) vollgepumpt wird um so nicht kank zu werden.

Meine Tochter war auch oft krank (mußte immer Antibiotika nehmen). Unsere Kinderärztin hat uns darauf eine Symbioflor-Kur empfohlen und die hat suuuuper geholfen. Die Symbioflor-Kur stärkt das Immunsystem indem sie die Darmflora wieder auf gesundem Wege aufbaut.

LG janamausi

8

ALso erstmal: es sind nicht 100, sondern 10 Infekte, die im KK-AÖter normal sind.
Dann: DIe ersten zwei Monate im Kiga sind die Kinder prinzipiell krank. DAs geht auch dem stabilsten so. Sie müssen erst einige Infekte durch haben, um sich an die vorhandene Keimflora zugewöhnen. Kommen neue Kinder hinzu, z.B. im September hast du einen ähnlichen Effekt.
Im ganzen ersten Kita-Jahr treten Infekte gehäuft auf. Unschön aber absolut normal.
Und drittens. Dieses Zeug ist doch nur ein Bakterienextrakt, der als eine Art Impfung den Körper auf ein paar Keime vorbereiten soll. Das half mir ganz gut und wird es sicher auch bei deinem Kleinen. Aber nur auf bakterielle, die Viren muß er selbst bekämpfen. Es ist ab 1 Jahr zugelassen. Ich würde aber trotzdem erst noch ein bißchen Geduld haben, ob sich nicht alles normalisiert. Meine Homöopatin fand es zwar unbedenklich, aber erwähnte trotzden, dass man bei Kleinkindern unter 3 besser auf die natürliche Ausbildung des Immunsystems warten soll, als zu viel zu stimulieren. Also hör auf deinen BAuch. Gefährlich ist es bestimmt nicht.Manja