Elterngespräch im Kiga

Gestern hatten wir unser 1. Elterngespräch im neuen Kiga. Wir waren sowas von enttäuscht, unser Kind wird als etwas dargestellt was er nach unserere Meinung nicht mal annähernd ist. Lukas ist ein lebenslustiger, wilder, knapp 4 jähriger mit einer Sprachentwicklungsstöhrung.

Die Erzieherin erzählt was von einem depressiven, selbstmordgefährdeten ( weil er sich für Sachen interessiert die unter der Erde sind#klatsch), schlaffen Kind welches nur in der Ecke rumhängt. Wie sie darauf kommt konnte uns die Gute nicht erklären, ich mag die Heilpädagogin in seiner Gruppe eh nicht die kommt mit ihren Ansichten von einem anderen Stern#augen und er zählte uns wir sollen Lukas wie ein Wesen annehmen was noch nicht auf unserer Erde angekommen ist ( deshalb die Sprachstöhrung#klatsch).

Lukas interessiert sich im Moment für alles was unter der Erde ist, d.h. Wurzeln, Würmer usw. Wir haben das soweit unterstützt als das wir auf Fragen geantwortet haben. Nun meine sie wir würden ihn überfordern wenn wir ihm alles wissenschaftlich erklären. Nur ein Bsp. als er fragte wofür der Baum die Wurzeln hat haben wir gesagt der trinkt mit denen wie mit einem Strohhalm, was ist daran bitte wissenschaftlich, ich fand den Vergleich schon kindgerecht. Oder er geht gerne in´s Museum ( macht er mit seinem Vater 1-2 Mal im Monat) sie meinten das sollen wir auch lassen das überfordert ihn, hallo er will doch von sich aus dahin wir gehen halt immer wieder mit obwohl es für uns schon lange langweilig ist, er es aber immer wieder toll findet und immer was für ihn Neues entdeckt.

Auch meinen sie wir machen zu viel mit unserem Kind#kratz wir sollen weniger mit ihm unternehmen und ihn zur Ruhe kommen lassen. Nur mal so am Rade im Monat geht mein Mann wie gesagt vielleicht 1-2 Mal mit ihm in´s Museum und wenn es klappt gehen wir noch 1 Mal schwimmen sonst gehen wir halt im Wald spazieren oder auf die Kinder Farm bei uns, das wars schon, für mehr ist ja auch kaum Zeit da Lukas ja gute 9 Stunden im Kiga ist.

Dann hieß es noch wir sind übereifrig was die Theraphien für unseren Sohn angeht, hallo er hat ein Sprachproblem ist es da so unverständlich wenn ich eine geregelte logopädische Behandlung will ( die er auch schon monatelang bekommt) auf die Heilpädagogik und die Ergotheraphie können wir gerne verzichten aber da das ja direkt vom Kiga angeboten wird müssen wir das auch mitmachen ( wegen I-Platz).

Dann wurde uns vorgeworfen wir überfordern unser Kind damit, das wir verlangen das er Sachen die er kann auch selber macht ( speziell ging es um an und ausziehen) wenn er nicht will sollen wir es für ihn machen, das sehe ich etwas anders.

Da meinte sie er ist immer total schlapp und wir sollten was für den Muskelaufbau machen ( nur am Rande mein Kind wandert problemlos 4-5 Stunden in den Bergen und fährt problemlos 8 km mit dem Fahrrad und ist selbst danach noch nicht müde).

Unsere Meinung hat die gute Frau nicht gelten lassen mit der Begründung sie ist schließlich die Fachfrau und wir sollten dankbar sein das sie uns diese Hinweise gibt. Na ich freu mich ja schon auf´s nächste Elterngespräch das ist im Februar. Mal sehen was sie dann an ihm auszusetzen haben.

Sorry aber das mußte raus#schein

LG
visilo (die jetzt erstmal zur Arbeit muß) und der "schlappe" Lukas der hoffentlich gerade schläft#schein

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Hallo wen Du mir als jemand der dich Provisionell beraten sollte sagen würdest ,das dein nicht mal 4 Jähriges Kind 4-5 Stunden in denn Bergen wandert, würde ich dir dies nicht glauben.
Wen ich dann noch mitbekommen würde das du dieses Behauptung in einen mehr oder weniger Anonymen Forum wiederholst würde ich an deiner Kritikfähigkeit zweifeln

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Was soll denn sowas??

Mein Sohn lief mit 23 Monaten schon mehrere Km ohne Probleme, während andere Eltern ihre Kids noch mit 5 im Kiwa schieben und er hat einen gestörten Muskeltonus.

Und ohja der Kita glaubte mir auch nicht, die netten Damen wollen mein Kind und auch andere Kinder in die Sonderschule abschieben, auch wenn Therapeuten und Ärzte was andere sagen. Oder melden ein Kind ohne Absprache mit den Eltern vom Schultest ab.

Soviel zum Thema Professionell.

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Hallo Du Provisioneller,

meine Tochter ist mit 3,5 Jahren auch problemlos 4-5 h in den Bergen gewandert.

Dieses Jahr - mit 4,5 h hat sie sogar noch laengere Wanderungen gemacht (und zwar gerne!).

Claudia

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Och Mensch Visilo,

bei euch ist ja nie Ruhe drin#liebdrueck, gestern freuste dich noch wegen den Logopäden und heute schon wieder das.

Das gleich hatten wir ja anfangs mit Jerry im Kita, er wurde nieder gemacht, selbst bei positiven Dingen.
Wir haben nächste Woche das nächste Gespräch, wir haben vorher schon mit seinen Therapeuten gesprochen und von deren Seite ist alles super mit ihm, wir sind auch gespannt was sie uns so alles negative erzählen wollen.

Lass dich nicht ärgern, ich find alles was du erzählst ist normales, interessiertes Kind und nichts mit Selbstmordgefährdet etc.
Find es ja eh krass das die dir net mal sagen konnte wie sie auf die Idee kommt.


Lg Jule

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Auf die Selbstmodidee kam die Dame da er sich für Dinge unter der Erde interessiert#augen.
Im Grunde ist es mir egal was sie über uns oder Lukas denken nur dieses Schreiben ging an´s Sozialamt als Aufnahmebericht für den I-Platz, das ist es was mich dabei am meisten stöhrt, der Bericht wurde so schon vor Wochen zum Amt geschickt. Die Erzieherin die den geschrieben hat war in den 10 Wochen in denen Lukas da war nur 3 Wochen selber da da sie sonst krank oder anderweitig verhindert ( laut der anderen Erzieherin war sie überarbeitet) war. Sie ist leider die Heilpädagogin und halt besonders für die I-Kinder zuständig. Na ja die 2 Jahre werde ich wohl mit der leben müssen danach ist das Thema hoffentlich durch.

LG
visilo

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Huhu,

das ja echt komisch.

Kenn das ja von unseren auch, da könnte ich dir wieder nette Geschichten erzählen.

Momentan sind sie ja soweit dass sie zu uns nach Hause wollen, wobei ich grad überlege ob ich es wegen Jerry´s Brechen gestern absage oder ob ich das so lasse und unsere Betreuerin vom Gesundheitsamt dazu hole.

Lg Jule

P.s. kannst du irgendwie bei anderen Eltern mal hinterfragen ob es bei denen ähnlich verlief?

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Hallo

mich persönlich würde nur eine einzige Aussage unruhig machen "...Kind welches nur in der Ecke rumhängt". Da würde ich nachhacken.

Aber der Rest ist totaler Quatsch...

Und übrigens, mein Kind läuft auch problemlos 4-5 Stunden, es kommt sicher daher, dass wir den KiWa mit ca. 1,5 abgeschafft haben. Ich habe mir einfach für das Einkaufen viel Zeit genommen.

Gruss

Olga

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Hallo!

Ich verstehe nicht, das hier immer gleich gegen die Erzieherinnen geschimpft wird, wenn diese mal was negatives über ein Kind sagen.

Hier wird sich darüber ausgelassen, wie lange ein 4jähriges Kind in den Bergen spazieren gehen kann?! Was hat denn das mit dem eigentlichen Thema zu tun? Auch ein Kind das 6 Stunden in den Bergen rumlaufen kann, kann z.B. lustlos und schlapp im Kiga rumhängen und genau darum geht es ja! Die Erzieherinn erzählt dir das dein Sohn schlapp und lustlos im Kiga rumhängt und du übergehst es mehr oder weniger völlig. Der Sache würde ich mal nachgehen. Warum ist dein Sohn so im Kiga? Langweilt er sich? Hat er keine Freunde? Ist er unterfordert?

Es ist ja toll, das dein Sohn sich für die Natur und das Museum interessiert, aber er darf dabei auch nicht verlernen Kind zu sein, rum zu toben, mit Autos zu spielen etc. Du schreibst ja selber, das ihr wenig Zeit habt und wenn ihr dann noch 2 mal im Monat ins Museum geht, bleibt ja kaum noch Zeit zum "Kind sein".

Für mich hört sich dein Posting schon ein bißchen danach an als ob du von einem 14 jährigen Jungen redest und nicht von einem fast 4jährigen Kleinkind.

LG janamausi

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Zu dem Schlapp rumhängen möchte ich was schreiben. Wenn ich meinen Sohn hinbringe rennt er sofort los und will mit seinen Freunden spielen, von außen kann man die Kinder gut beobachten und da sehe ich ihn auch immer mit anderen spielen und nicht irgendwo "rumhängen" wenn wir ihn abholen das selbe, oft dauert es bis zu 30 Minuten ehe er sich von seinen Freunden lösen kann mit denen er eifrig spielt. In letzter Zeit war ich auch Vormittags öfters im Kiga ( ich hatte Spätdienst und hab geholfen Laternen für St. Martin zu basteln) in dieser Zeit hab ich ihn auch immer nur rennen und spielen gesehen nicht einmal das er irgendwo gesessen hat. Die andere Erzieherin meinte noch zu mir, das sie noch nie ein Kind mit so viel Energie gesehen hat.

Noch eins mein Kind tobt jeden Tag rum, er spiel ewig mit Autos und seiner Eisenbahn nur manchmal möchte er auch was anderes machen und solange es für uns möglich ist werden wir ihm das auch ermöglichen und wenn es nur das Museum ist in das er gerne möchte.
Nun zum Museum, Lukas möchte dorthin weil er es toll findet sich alte Züge, Autos usw anzusehen hier gibt es Museen die super auf Kinder eingestellt sind warum sollten wir das nicht nutzen. Museum heißt ja nicht stundenlanges rumlaufen durch die ganze Ausstellung meist sind wir nur in einem kleinen Teil den ER sich anschauen möchte. Wenn ich hier lese was andere Kinder für ein Terminkalender haben ( Sport, Fremdsprache, Musikkurse) dagegen hat es mein Sohn doch gut, wir schleppen ihn zu keinem Kurs weil wir ihn eben dafür zu jung finden.

Mein Sohn mag keine Stuhlkreise da er einfach noch nicht in der Lage ist sich so auszudrücken das ihn alle verstehen und nicht auslachen. Er muß aber mindestens 2 Mal täglich sowas mitmachen und er MUß da was sagen auch wenn er sich dabei höchst unwohl fühlt, das er da keine Lust hat mitzumachen kann ich gut verstehen. Wenn er nicht singen oder erzählen will dann muß er das auch nicht, ist meine Meinung, laut Erzieher muß er aber mitmachen, er muß so lange stehen bis er das gesagt hat was sie höhren wollen und das finde ich nicht gut und habe mich auch entsprechend geäußert.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

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Hallo,

bei meinem großen war das in seinem ersten Kindergarten ähnlich.

Das Kind, dass ich als total interessiert, lebhaft, immer in Bewegung, kontaktfreudig ... kannte, war im Kindergarten ganz anders.

Die Erzieherin erzählte mir, dass er nur beobachtet. Das sie ihn im Winter extra an die Hand nahm und mit ihm rumlief, weil er sonst nur rumstehen würde (er war im Waldkindergarten).

Wir haben damals gedacht, das liegt halt am Alter, weil er erst 3 war. Ihm nachhinein haben wir festgestellt, dass er sich in der Gruppe mit den Erzieherinnen und den anderen Kindern einfach nicht wohl gefühlt hat. Er hat dort auch keine Freunde gefunden.

Viel zu spät haben wir gehandelt und den Kindergarten gewechselt...

Im anderen Kindergarten hat er sich sofort so benommen, wie wir ihn kannten. Hat in den ersten Wochen sofort Einladungen gehabt ...

Könnte sowas bei Deinem Sohn auch der Fall sein?

climber

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Lukas geht erst seid 10 Wochen in diesen Kiga aber ich denke er hat sich gut eingelebt, er hat viele Freunde in seiner Gruppe aber auch in anderen Gruppen, er geht gerne in den Kiga und es gab nie Probleme.

Er spielt ja mit anderen Kindern, jedenfalls wenn wir ihn bringen und abholen, da will er garnicht weg weil er eben in´s Spiel mit seinen Freunden vertieft ist. Da wir nicht in der Nähe dieses Kigas wohnen konnten wir Einladungen bis jetzt noch nicht wahrnehmen aber er bekommt auch Einladungen zum Spielen bzw zu Geburtstagen( die nehemen wir natürlich wahr) Er hat Freunde die älter und jünger sind wie er auch Mädchen sind darunter. Ich finde das ganz normal und bis zu diesem Gespräch hat auch niemand jemanl etwas negatives gesagt, außer vielleicht das er zu wild und bewegungsfreudig ist.

Er mag die eine Erzieherin aus seiner Gruppe nicht ( geht mir genauso bei der Dame) und das ist die die das Gutachten über ihn geschrieben hat. Eigentlich wäre es mir ja absolut egal was sie über ihn denkt aber das Schreiben ging halt ans Sozialamt weil mein Sohn dort einen Integrationsplatz hat.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)