Mit 1 Jahr in die Kita. Brauche Ratschläge.

Ich schreibe meinen Beitrag mal hier, weil ich mir hier vernünftige Antworten von erfahrenen Müttern erhoffe.

Als ich schwanger war, dachte ich, dass ich mein Kind mit 6 Monaten in die Kita geben kann und dann wieder annähernd Vollzeit arbeiten. Als wir dann dieses kleine Bündel daheim hatten zeichnete sich jedoch ganz schnell ab, dass das völlig utopisch ist. Die Kleine hat viel geheult und tut das auch heute noch. Sie ist nun 7,5 Monate alt. Habe der Kita dann mitgeteilt, dass ich erst ab einem Jahr einen Platz brauche. Nun soll sie im Juni zum Eingewöhnungsmonat kommen und wir überlegen, ob das alles so richtig ist. Sie ist noch ein ganz kleines hilfloses Baby. Sie kann nichts essen (außer ganz dünn püriert) und trinkt noch sehr viele Flaschen. Sie schläft fast nur nachts und kann tagsüber keine Sekunde allein sein. Mir bricht es das Herz, sie in die Kita zu geben. Ich weiß nicht, ob das das Richtige für uns ist. Es wäre mehr Streß als sonstwas. Und sie kann wieder sitzen, noch krabbeln, noch hat sie einen Zahn. Ich habe Angst, dass sie dort total ins Hintertreffen kommt und da sie so anstrengend ist nicht gerade beliebt sein wird. Das war sie schon auf der Kinderstation nicht, da sie so anstrengend war und die Schwestern in den Wahnsinn trieb.

Sie müsste dann 5 Jahre in den Kindergarten gehen. Eine lange Zeit. Wenn sie 2 Jahre alt wäre, könnte ich mir eher vorstellen, dass es klappt. Aber mit 1 Jahr?

Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis niemanden, der sein Kind so früh in die Kita gegeben hat. Wie die das finanziell machen, weiß ich nicht. Ich frage mich, ob eine Kita das Richtige ist. Ob man ein Kind mit 1 Jahr schon von der Mutter trennen sollte. In Frankreich ist das ja mit 3 Monaten schon üblich.

Hier bei Urbia gibt es ja angeblich auch fast nur Mütter, die schon gaaanz schnell wieder Vollzeit arbeiten. Würde ich auch. Wenn ich eine Oma hätte, zu der ich mein Kind geben könnte. Hab ich aber nicht. Dort könnte ich ja sicher sein, dass mein Baby gut aufgehoben ist und in meinem Sinne erzogen wird.

Mit 1 Jahr kann sie mir nichts sagen. Weder wie lange sie in der vollen Windel lag, noch, wie lange sie auf ihr Essen warten musste. Ob die Erzieherinnen nett sind oder ob sie geärgert wird von anderen Kindern. Ich habe Angst davor.

Natürlich hat man einen gewissen Anreiz, die Kinder so früh abzugeben, wenn man einen fetten Batzen Geld mit nach Hause bringt. Aber eine super verdienende Mutter hat auch ganz andere Möglichkeiten. Tagesmutter, die nach Hause kommt usw.

Aber soll ich als kleine Angestellte (wenn auch mit guter Ausbildung) mein Kind schon mit 1 Jahr abgeben? Um welchen Preis? Wie sind eure Erfahrungen?

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Hallo,

unsere Töchter sind auch kurz nach ihrem ersten Geburtstag in den Kiga gegangen. Ich habe es NIE bereut, da sie dort sehr gut aufgehoben waren. Ich war mit ihnen im ersten Jahr im Krabbelkurs und beim Babyschwimmen und auch sonst viel unterwegs. Nachdem sie die ersten Schritte konnten, "brauchten" sie einfach mehr Abwechslung.

Unsere Kinder sind von Anfang an von 8-15 Uhr gegangen. Ich fand sie sind immer sehr gern gegangen.

Ich habe persönlich den Eindruck, dass es Kindern, die "erst" mit 2 in den Kindergarten gehen sehr viel schwerer fällt sich dort einzugewöhnen bzw von der Mama zu trennen.

LG waldwuffel

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Hallo,

mein Sohn kam in die Kita mit 9Monaten! Das war glücklichweise im Sommer, dazu später mehr.

Er ist und war allerdings sehr einfach und pflegeleicht. Mit 7,5 Monaten hat er gerade mal mit dem Brei angefangen ;-), also habe mal Hoffnung das ändert sich ja noch.

Ich habe immer vorgekocht und es dem Kleinen mitgegeben. Früh hat er mit mir gefrühstückt ;-) (also hat eine Milch bekommen) und ich habe für jede VAriante Essen eingepackt. Meine Kita hat allerdings große erfahrung mit der Versorgung von Säuglingen, das klappte gut.

Er konnte dort zwischendurch schlafen, es sind immer 2 Erzieher da, das Wickeln klappte gut usw....
Es ist natürlich anders als zuhause!

Mir war wichtig, das er karbbeln und sitzen kann, also das er von A nach B kommt und nicht irgendwo rumliegen muss.

Und ich habe am Anfang nur bis 13, 14Uhr gearbeitet, also war er die meiste Zeit des TAges bei mir und nur von 9-13/14Uhr im kindergarten!

Wie ich schon eingangs sagte, es war Sommer und alle Kinder haben draußen (gruppenübergreifend) gespielt, d.h. es war immer jemand da, die großen mädchen, die anderen kleinen, die Mitlleren und er zwischendrin im riesengroßen Sandkasten. Es war wirklich toll!

Der Kinderwagen stand auch immer mit draueßen und wenn die kleinen müde wurden, haben erzieher oder Kinder, die das wollten, solange egschoben bis die eingeschlafen sind!

Nur mut!

LG bw

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Hallo Du,
ich bin selber von 3 Jungs eine Mama und kann dich gut verstehen. Wir hatten das Glück das es finanziell drin war unsere kinder erst mit 3 in die Kita zu geben. Die ersten 3 Jahre ist es sehr wichtig viel mit seinen kindern zusammen zu sein! Aber manche Eltern müssen früh wieder arbeiten gehen weil sie das Geld brauchen. Kannst du nicht noch warten bis die Kleine 2 Ist? ich finde es viel zu früh, bei uns kosten ein Krippenplatz so viel das ich nur für die Kosten der Krippe arbeiten würde! Wir leben lieber eingeschränkt und haben unsere Kinder bis zum 3 Lebensjahr zuhause. Ich finde es manchmal schrecklich das Eltern mit viel Geld Ihre Kinder in die Krippe bringen um ihrem Beruf wieder nachzugehen. Warum haben die dann Kinder bekommen? bei Dir sieht es leider anders aus, dir fehlt offenbar das Geld. aber wenn dein Herz dir sagt das es nicht richtig ist, versuche sie bis 2 zu hause zu behalten.
Kopf hoch!

lg Jessi

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Hallo,

mein Sohn kam mit 11 Monaten in die Kinderkrippe, und dort war es super! Ganz liebe Erzieherinnen mit viel Geduld. Essen war kein Problem, am Anfang habe ich Gläser mitgegeben (er konnte lange nichts mit Stücken essen, hat immer erbrochen, wenn er mal ein Stückchen erwischt hat). Die Erzieherinnen haben nach einer Weile angefangen, das Krippenessen für ihn zu pürrieren, ganz allmählich immer weniger, bis er das Gleiche wie die anderen Kindern gegessen hat, total lieb.

Das war übrigens eine Einrichtung für Kinder ab 12 (oder 8, weiß nicht mehr) Wochen, also richtig auf die Belange ganz Kleiner abgestimmt.

Wir haben unsere Entscheidung nicht einen Tag bereut.

Gruß

Heike

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Hallo Du,
es klappt ja tatsächlich bei vielen und von 7,5 Monaten bis 1 Jahr tut sich auch noch sehr viel! Daher machst du dir zurzeit bestimmt zuviel Sorgen.
Allerdings - so ist meine Erfahrung - ist es völlig aussichtslos, ein Kind einzugewöhnen, wenn du selbst davon nicht überzeugt bist. Die merken das.
Ich habe letztlich die Eingewöhnung als meine Tochter 12 Monate alt war wieder abgebrochen - es gab verschiedene Gründe, aber einer war bestimmt auch der, dass ich selbst noch nicht soweit war. Mit 1,5 Jahren (ich konnte es mir zum Glück erlauben) hat es dann aber (in einer anderen Einrichtung, die ich große Klasse finde) völlig problemlos funktioniert Vielleicht kannst du ja auch noch ein halbes Jahr warten? Dann traut man den Kleinen schon viel mehr zu, sie können richtig gut laufen und werden damit auch von großen Kindern schon viel mehr für voll genommen.
Liebe Grüße,
rallie

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hallo jacky!

ich finde deine zweifel total berechtigt, und der preis für die frühe fremdbetreuung ist u.u. tatsächlich sehr hoch für kind und mutter.
ich habe meine tochter mit knapp drei in den kindergarten gegeben und arbeite seitdem halbtags.
für mich wäre es undenkbar, mein 1-jähriges baby zur tagespflege fremden menschen anzuvertrauen.
ich kopiere dir mal einen link zu einem forum, in welchem ein kinderarzt sehr hilfreiche und fundierte antworeten gibt.
kannst ja in der stichwortsuche mal fremdbetreeung eingeben, das sollte dir bei deiner entscheidung helfen.

alles gute!
regina

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http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/

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Hallo,

ich kann dich verstehen. Meine Jungs sind beide mit 1 Jahr in die Krippe gegangen.
Aber ich war gezwungen wieder arbeiten zu gehen. Beim ersten hab ich kein Erziehungsgeld bekommen, da mein Mann gut verdient hat, aber wir hatten unseren Hauskredit.
Beim zweiten wars besser, gab ja ca. 67% vom Nettogehalt Elterngeld.
Aber ich hab gemerkt, dass meine beiden Jungs andere Kinder brauchten. Die Eingewöhnung war natürlich ganz schön hart. Mittlerweile geht der Kleine seit 9 Monaten in die Krippe und es gefällt ihm.
Beide sind von 7-16 Uhr dort. Der Große rollt sogar mit den Augen, wenn ich ihn abholen komme.

Ich muss sagen, seit dem meine Kinder in der Einrichtung sind, verbringe ich die Zeit, die ich mit ihnen habe viel intensiver.
Erzieher aus unsrer Einrichtung meinen, dass die Kinder, die erst mit 2 Jahren und älter in die Einrichtung kommen, oftmals länger mit der Eingewöhnung brauchen als diejeni´gen die 1 Jahr und jünger sind.

Wenn du mit der Einrichtung zufrieden bist, wieso soll dein Kind dort nicht gut aufgehoben sein?
Vielleicht fühlt sie sich unter ihresgleichen ja total wohl, ist viel entspannter.
Probier es aus.

Liebe Grüße
Anni

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Hallo, ich kann Deine Ängste sehr gut nachvollziehen, ich selber hatte ähnliche Gefühle als die Elternzeit dem Ende nahe war. Wir selber hatten keine Alternativen, ich musste mein Baby nach dem Jahr in "fremde Hände" geben da wir finanziell vorn und hinten nicht zurecht gekommen wären. Großeltern " um die Ecke" haben wir auch nicht. Ich hatte in meiner Schwangerschaft die gleiche Gedanken " Ach das klappt schon ganz easy, mit 10 Monaten in die Kita und dann gleich Hardcore Vollzeit" aber Pustekuchen, mein Zwergi lehrte mich eines Besseren. Die Krippe haben wir trotzdem durchgezogen, mitlerweile arbeite ich Teilzeit, der Papa bringt ihn um 9 Uhr in die Kita und ich bin 15 Uhr wieder da!
Mach Dir keinen Kopf Du und Dein Kind wachst da hinein, geh zur Eigewöhnung und Du wirst sehen die Erzieher nehmen Dir die Ängste die Dich im Moment quälen und bis Juni hat sich Dein Kind schon so weit entwickelt, krabbeln, essen etc. wird da kein Problem mehr sein. Und auch die fittesten Kinder die tagsüber daheim nicht schlafen wollen, sind wie Murmeltiere in der Kita. Genieße die Zeit daheim und mach Dir nicht so viele Gedanken!