Wir haben als Christkind versagt...

    • (1) 18.01.11 - 19:11

      Hallo,

      als es vor Weihnachten um den Wunschzettel ging, konnte sich unser Großer nicht recht zwischen Lego und Playmobil entscheiden, Tendenz war aber eher Playmobil. Seine Kumpels haben sich alle Playmobil gewünscht. Wir haben ihn blöderweise davon überzeugt, dass Lego besser ist, weil wir der Meinung waren, dass man mit den Steinen immer auch noch andere Dinge aus der eigenen Phantasie bauen kann. Dass das mit den heutigen Modellen nicht mehr wirklich möglich ist, haben wir leider erst nach Weihnachten entdeckt, als wir ihm schon einiges geschenkt hatten.

      Und nun? Nun spielt er zwar mit seinen Lego-Sachen, die Begeisterung hält sich aber ziemlich in Grenzen. Das eine einzige Playmobil-Auto, das er trotzdem von uns bekommen hat, ist aber in Dauereinsatz. Und wenn er bei seinen Freunden ist und mit den Playmobilsachen spielen kann, kennt der Spaß keine Grenzen.

      Mein Herz sagt mir nun: Legosachen auf unbestimmte Zeit einmotten, nochmal Geld ausgeben und ihm seinen Herzenswunsch erfüllen. Von mir aus getarnt als Umtauschaktion vom Christkind, abends Lego rausstellen, morgens steht dann plötzlich Playmobil da - damit er sich eben auch definitiv vom Lego trennt und nicht weiß, dass es doch noch da ist und dann meint, er könne ja auch beides haben. Und damit er nicht davon ausgeht, dass Mama und Papa ihm mal eben neue Sachen kaufen, nur weil's ihm doch nicht so gefällt. Ich hab' halt einfach ein schlechtes Gewissen, weil wir ihn regelrecht zu Lego überredet haben#schmoll.
      Mein Mann ist aber der Meinung, dass er jetzt eben bis zum Geburtstag im Frühjahr bzw. bis Ostern warten soll. Dann kann er gerne Playmobil haben.

      Och mensch, ich könnte mir wirklich in den Hintern beißen#aerger. Warum konnten wir nicht auf seinen Wunsch hören?!

      Wart Ihr schonmal in so einer Situation? Wenn ja, habt Ihr dann auf Herz oder Verstand gehört?

      LG, #stern

      Hallo

      Du meinst bestimmt deinen 4 Jährigen. Mein Sohn ist auch 4 und ich würde in eurer Situation folgendes tun:
      Ihr redet mit ihm, fragt ob er doch lieber das Playmobil haben möchte und dafür das Lego eintauschen würde. Erklärt ihm, dass ihr das Lego verkauft und mit dem Geld darf er sich sein Playmobil-Traum erfüllen.

      Ob das Christkind so dringend mit eingebunden werden sollte könnt ihr ja entscheiden. Ich würde es außen vor lassen denn es wäre ja gelogen, schließlich hat das Christkind keine Schuld daran sondern ihr.;-)

      LG

      Hi,

      ja, genau in der Situation sind wir auch. Ich wollte keine Spielküche schenken, weil die einfach zu groß ist für sein Zimmer. Stattdessen bekam er nur Spieltöpfe und Geschirr, die "Küche" kann man sich doch vorstellen, dachte ich. Er spielt jedoch im Kiga und auch sonstwo mit BEGEISTERUNG nur mit den Spielküchen und hat auch oft gefragt, warum er denn keine bekomme hat. Mit den Töpfen selbst kann er gar nicht so viel anfangen, er liebt das "in den Backofen schieben" das "Abwaschen" etc - darauf hatte ich nicht geachtet ... und ich hatte eine Zeit ein furchtbar schlechtes Gewissen.

      Aber im Endeffekt ist es nur Spielzeug. Das Seelenheil der Kinder wird nicht aus den Fugen geraten, weil wir uns als Eltern mal etwas vergriffen haben. Zumal ihr es zumindest zeitnah ausbügeln könnt zum Geburtstag (unserer hat im Herbst Geburtstag).

      An eurer Stelle würde ich warten bis dahin und dann eben Playmo schenken. Wir sind auch gerade erst drauf gekommen, dass unserer kein Konstrukteur, sondern eher Rollenspieler ist, daher werden wir jetzt auch umstellen. Langsam, alles zu seiner Zeit.
      Ach ja: und eine Spielküche haben wir ihm jetzt aus einem Pappkarton gebastelt ;-)

      Gruß, C:

    • Hallo,

      erfahrungsgemäss höre ich in Angelegenheiten, die meine Kinder betreffen, eher auf mein Herz.

      Da ihr Euren Sohn ja quasi zu Lego "genötigt" habt ;-), würde ich es wohl auch so machen, wie Du es vorhast.

      Das Gesicht Deines Sohnes dabei würde ich wirklich all zu gerne sehen...:-)

      Allerdings sollten sich Du und Dein Mann schon einig sein...

      Gruß,

      Andrea

      Hallo#winke

      Ich bin auch eher so eine Mama, die sofort los laufen würde und Playmobil kaufen würde und Lego einmotten würde oder verkaufen würde!!#hicks
      Vielleicht auch eine Art Brief vom Christkind schreiben, das es sieht das es doch nicht das richtige war, was es gebracht hatte und eine Umtausch Aktion machen, aber wenn wir mal ehrlich sind, ist es ja eigentlich auch total Unsinnig.
      Irgendwie hat dein Mann ja Recht, bis Ostern/Frühjahr ist ja auch nicht mehr so lange hin und er kann sich dann ja noch Playmobil wünschen.
      Oder wie gesagt, ihm erklären, das er sein Lego verkaufen darf und sich Playmobil aussuchen kann dafür#pro

      LG
      grinse#katze

      PS: Bin auch kurz vor Weihnachten nochmal los, weil er unbedingt den R/C Mega Buddel von Bob den Baumeister haben wollte, er war traurig weil es nicht auf seiner Liste stand (da er in der WErbung erst später kam) und habe ihn auch noch geholt!#schein

      HI,
      warte ab, vielleicht kommt es noch und er ist einfach noch überfordert sooo viel zu haben.

      Unsere haben zu Weihnachten das bekommen, was sie sich gewünscht haben und mit was Spielen sie am Meisten? Den Teddy, der im Nikolausstiefel lag....#schwitz

      Im Vorjahr haben sie auch tolle Dinge bekommen und mit den spielen sie so gut wie gar nicht....aber ich würde es nicht verkaufen, denn das Geld bekommen wir eh nicht mehr raus und vielleicht kommt es noch, das sie irgendwann Spaß dran haben (Haba-Holz-Puppenhaus und Haba Kuggelbahn mit 10000 Extras).

      Denn wenn es öfters so ist, willst du immer alles wieder umtauschen. Auch wenn Kinder etwas wünschen, kann es nach einer Woche wieder total out sein. Das würde ich gar nicht anfangen. Vielleicht zum nächsten Fest weniger kaufen und lieber unterhalb des Jahres ein paar Wünsche erfüllen .- so machen wir das jetzt.

      Grüße
      Lisa

      Hallo,

      witzig dein Bericht. :-)

      Bei uns war es irgendwie umgekehrt.

      Unser Sohn hatte als Herzenswünsche ein Piratenschiff und eine Ritterburg. Da Lego bei Piratenschiffen und Ritterburgen eher für bis 5Jährige oder eben ab 7Jährige ausgelegt ist, musste eine andere Lösung her - wir haben uns (gegen unsere Überzeugung, da Playmobil so unkreativ ist) für Playmobil entschieden.

      Die Ritterburg wurde nur kurz angeschaut, aber nicht weiter bespielt. Das Piratenschiff war anfangs der Renner, aber nichts, womit sich unser Sohn auf Dauer beschäftigt hat.

      Mit Lego kann er sich stattdessen stundenlang beschäftigen:
      Bauen, damit spielen, umbauen, etc.

      Mein Mann und ich haben jetzt ähnliches Mitleid mit unserem Sohn wie du mit eurem, und wir sind auch ganz begeistert, wie schön er mit seiner Duplo-Eisenbahn spielt (Schienen aufbauen) und mit kleinem Lego Eisenbahn-Waggons baut , dass ich zu meinem Geburtstag im Februar jetzt eine Lego-Eisenbahn (kleines Lego) bekommen werde.

      Das Schöne bei den Playmobilgeschenken ist:
      kein Wort mehr, wie seeeeeeeeeeehr sich unser Sohn doch eine Ritterburg und ein Piratenschiff wünscht (das ging über Monate). Wobei unser Sohn das Piratenschiff immerhin noch mit in die Badewanne nimmt (anstelle von meiner Person;-))

      Bei uns kommt aber auch hinzu, dass wir Eltern gerne mit Lego spielen, und dass unser Sohn regelmäßig sein Interesse für seine Duplo-Eisenbahn zeigt. Außerdem hat er nie an seinen Geschenken "rumgenörgelt", nur ist es offensichtlich, wo seine wahren Interessen liegen - bei Lego, nicht bei Playmobil.

      Aber bei euch kommt dazu, dass es ihr euren Sohn zu Lego überredet habt, auch ein Grund für Wiedergutmachung ;-)

      Ich denke, Kinder lernen am besten im Alltag, dass man nicht alles haben kann. Und wäre mein Sohn älter und hätte schon öfter gezeigt "ich wünsche mir was, und spiele dann nicht damit", dann hätte er halt Pech gehabt. So hoffe ich, dass das Thema Playmobil in unserem Haushalt für immer erledigt ist und ich ihn auf die nicht beachtete Ritterburg verweisen kann, falls er sich nochmals Playmobil wünschen sollte.

      LG,
      J.

      • (11) 18.01.11 - 21:02

        Huhu,

        Findet ihr playmobil wirklich unkreativ? Unser Sohn spielt damit sehr intensive Rollenspiele, denkt sich Geschichten aus, spielt sie nach, etc. Wenn das nicht kreativ und phantasievoll ist, weiss ich auch nicht...

        LG

        Hanna

        • Hallo,

          mit Lego kann man stundenlang Rollenspiele spielen

          Und wenn man z.B. genug Ritter und Ritterburg gespielt hat, baut man aus den Steinen, mit denen man die Ritterburg gebaut hat, z.B. eine Feuerwehrstation (oder sonstwas ;-)).

          Mein Sohn spielt auch Rollenspiele, aber Lego-Bauen kann er ewig und hochkonzentriert. Und nach dem Bauen spielt er dann mit seinen Autos, Schiffen, Zügen, die er sich selbst (also durch seine eigene Phantasie, was und wie man bauen könnte) gebaut hat.

          Ich denke, bei Playmobil ist mein Sohn einfach irritiert, dass man da nichts umbauen kann.

          LG,
          J.

          • (13) 19.01.11 - 08:55

            Huhu,

            ich wollte auch gar nicht sagen, dass man das mit Lego nicht kann, nur, dass ich finde, dass Playmobil durchaus die Phantasie anregt, aber auf eine etwas andere Weise. Dinge konstruieren und Geschichten konstruieren sind halt zwei Facetten von Kreativität.

            Mein Sohn ist 4 und hat ein paar Lego Duplo Fahrzeuge (die mit Lego nicht wirklich viel zu tun haben, da aus einem/wenigen Teilen ;-)), aber mit Lego und Duplo baut er sich hauptsächlich die Kulissen für sein Playmobil. Die Legofahrzeuge zum Zusammenbauen nutzt er auch für Rollenspiele, aber sie fallen ihm oft noch beim Bespielen auseinander und dann ärgert er sich immer sehr. ;-)

            Ich finde übrigens, dass Lego durch die vorgegebenen Modelle die Kreativität ganz schön einschränkt. Was nicht heisst, dass damit keine wichtigen Fähigkeiten gefördert werden (z. B. 2D in 3D umsetzen, nach Plan bauen,...), aber kreativ sind DIESE Legos nicht besonders. Wir haben beides, konkrete Modelle und Steineboxen...

            Nicht falsch verstehen, ich finde Lego super und würde so grosse starre Dinge wie die Playmoritterburg eher nicht kaufen.

            LG

            Hanna

            • Huhu,

              die vorgegebenen Modelle finde ich auch nicht so toll für die Kreativität - da hat Lego versucht, den Playmobil-Markt abzugrasen #augen, aber wir haben das Glück einen Riesenkoffer von Legobausteinen von meinen Schwiegereltern geerbt zu haben (das Lego meines Mannes) - da kann man so einiges "frei" bauen :-)

              Übrigens verteufel ich Playmobil gar nicht - es gibt Kinder, die können stundenlang in der "Playmobilwelt" abtauchen, aber mein Sohn gehört nicht dazu.

              Sicher deckt Playmobil Facetten ab, die Lego nicht bieten kann.

              LG,
              J.

      Hallo, falls Ihr die Ritterburg verkaufen wollt, dann kannst Du Dich gerne bei mir melden :-)
      Ich überlege, ob der Osterhase unserem Sohn so eine bringen soll...er hat sie sich schon zu Weihnachten gewünscht, aber ich fand ihn eigentlich noch zu klein ;-)

      LG, Pepper

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