jeden Abend Beinschmerzen, Knick- und Senkfüße?

Hallo,

mein Sohn klagt seit längerem jeden Abend über Schmerzen im Bein, bzw den Beinen, zeigt auf unterschiedliche Stellen, öfter wohl die Schienbeingegend.
Er ist ein Wirbelwind, den ganzen Tag auf den Beinen - da muß einem abends ja alles wehtun. Im KiGa klagt er nie.
Ich habe schon an Wachstumsschmerzen gedacht - wo tuts denn da meistens weh?

Heute Abend habe ich ihm ein Paracetamolzäpfchen angeboten, weil er so gejammert hat - und er hat es tatsächlich haben wollen - obwohl er es haßt - also das will was heißen.

Werde morgen einen Termin ausmachen bei einem Orthopäden (hoffe ich finde einen guten) - mein Sohn hat Knick- und Senkfüße und leichte X Beine, viell. kommen die Schmerzen daher?

Hat jemand Erfahrungen mit sowas?

LG und danke
ks

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Hi Mausi ;-)

Ja, keanu klagt da auch öfters drüber. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass es Wachstumsschmerzen sind. Wir hatten das mal ne zeitlang sehr oft. Dann war wieder Ruhe. Vor Kurzem kams mal wieder.. Wechselt also. Tagsüber ist aber alles in Ordnung.

Manchmal sagt er es auch, wenn er wieder mal keinen Bock auf Stuhlgang hatte. Dann drückts im Bauch und strahlt wohl mal in die Beine. Selber schuld. Soll er auf die Toilette gehen. je mehr ich dann auf ihn einwirke, umso mehr klappts wieder nicht.

Wie gesagt: Bei uns ists entweder der Wachstumsschmerz oder Stuhlaufhalten.

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hi ks!

Mein Sohn hat vor einigen Monaten auch jeden Abend über Schmerzen in den Beinen geklagt, hauptsächlich in der Kniekehle. Ich bin daraufhin auch zum Orthopäden und der hat die unglaublichsten Dinge diagnostiziert (u.a. nachdem er 3 Röntgenaufnahmen vom Knie gemacht hat, von der eine überflüssig war, weil Kinder in dem Alter ja noch keine Kniescheibe wie Erwachsene haben). Er hat ihm sauteure Einlagen verschrieben, die gegen die Schmerzen meines Sohnes nicht geholfen haben (aber ihm immerhin zu einem besseres Gangbild verholfen haben). Er hat mir zu den Beinschmerzen Folgendes erklärt: Schmerzen, die in der ersten Nachthälfte (inkl Abend) auftreten, sind Belastungsschmerzen (z.B. ausgelöst durch Fußprobleme wie Knickfüße etc.). Schmerzen in der zweiten Nachthälfte oder nach einigen Stunden Schlaf (also wenn Kinder davon aufwachen) sind oft Wachstumsschmerzen, denn der Körper wächst (so sagt er) erst, wenn der Körper ruht.

Meinem Sohn konnte übrigens ein Ostheopath letztlich helfen. Es waren die Bänder, die nicht so schnell wuchsen wie die Knochen und praktisch zu kurz waren. Durch Dehnungsübungen, die er meinem Sohn zeigte, konnte mein Sohn selbst etwas dagegen tun und nach einigen Wochen waren die Schmerzen fast weg.

Ich habe früher auch starke Wachstumsschmerzen gehabt (obwohl ich doch gar nicht so viel gewachsen bin in meinem Leben ;-)) und ich empfand sie am schlimmsten am Schienbein und im vorderen Oberschenkel. Ich hätte schreien können vor Schmerzen und kann mich noch sehr gut erinnern. Es waren immer mal 2-3 Wochen, dann war es wie weggeblasen.

Hast du es schon mal mit homöopathischen Globulis probiert?

LG
cori

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Danke für deine ANtwort. Welche Globulis wären denn das? Wir haben noch gar nichts probiert, stehen noch "am Anfang".

Dass man nachts wächst, habe ich auch schon gelesen - da wird irgendein Hormon ausgeschüttet im Schlaf.

Ostheopath wäre eine Idee - das klingt logisch mit den Knochen und Bändern. Also helfen Dehnungsübungen.

Ich hab auch Angst, an den falschen Orthopäden zu geraten.

Hat dein Kind Senkfüße oder so? Wie war sein Gangbild vorher?

LG ks

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Er hat Senk-Knickfüße, allerdings glücklicherweise in einem wenig ausgeprägten Maße. Aber man sieht es an seinem Gangbild, dass eben die Knöchel leicht nach innen knicken. Durch die propiozeptiven Einlagen (deren Wirkung wohl in der Schulmedizin umstritten sind - wie so vieles) läuft er sehr viel ausgeglichener und gerader. Das ist sogar den Großeltern aufgefallen, die gar nix von den Einlagen wussten, bis sie uns auf sein verändertes Gangbild ansprachen. UNS war es gar nich so aufgefallen - wir sehen ihn ja auch jeden Tag laufen, da fällt das genau so wenig auf wie das Wachsen der Kinder ;-)

Propiozeptive Einlagen sollen nicht wie "normale" Einlagen den Fuß stützen, sondern durch ihre Form den Fuß "ermuntern", einen normalen Gang zu entwickeln. Die haben so Huckel und Dellen drauf und sehen fürchterlich unbequem aus. Aber mein Sohn trägt sie ohne mit der Wimper zu zucken. In die Sandalen werden wir sie allerdings nicht tragen, also dann erst wieder im Winter und in Turnschuhen usw.

Zu den Homöopathika bei Wachstumsschmerzen: genau weiß ich nicht, welche für deinen Sohn zutreffen. Das müsste auch ein Homöopath herausfinden. Aber es gibt so typische Mittel, die häufig helfen. Z.B. Phosphorsäure (Acidum phopsphoricum), Calcium phosporicum, ...

Wenn es die Bänder sind, die schmerzen, könnte auch Symphytum helfen oder Ruta. Ich arbeite bei der Wahl des richtigen Mittels übrigens mit dem kleinen GU Kompass "Homöopathie für Kinder" und habe damit häufig wirklich das richtige Händchen.

LG
cori

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Hi!

ALso Lukas hat das auch. Zwischenzeitlich hatte er auch einen Hüpftschnupfen und ich dachte lange, dass wären noch die "Restschmerzen". Irgendwann waren wir zufällig beim Kinderarzt, als er auch mal wieder nur auf einem Beim hüpfte, weil der andere FUss so wehtat. Immer wieder taten die Füsse weh, die Knie...

WIr waren beim Orthopädie-Schuhtechniker, nachdem die Kinderärztin sagte, dass er zu platte Knickfüsse hat. Jetzt bekommt er Einlagen und ich hoffe, dass es hilft!

LG Verena mit Lukas 5 und Lucy 20 Monate, die schon Einlagen hat, weil sie sehr extreme Knickfüsse hat.

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Hallo

Die Schmerzen in den Beinen, meist Schienbein, kenne ich von meinem Mittleren sehr gut. Diese kommen am Abend, bzw. meistens in der Nacht, da wacht er dann weinend auf. Er hat sie häufig, meine Große hatte sie sehr selten und mein Kurzer bis jetzt noch garnicht.
Das sind Wachstumsschmerzen und am Tag ist alles in Ordnung und vergessen. Nur zweimal hatte er einen Hüftschnupfen, aber da konnte er schon frühs nicht mehr gehen.

Lg Tanja

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Hallo, mein Sohn, fast 6 Jahre alt, hat extreme Knick- und Senkfüße. Wir sind seit ca. 1 Jahr in Behandlung und mein Sohn muß seit ca. einem 3/4 Jahr Einlagen tragen. Seit dem habe ich das Gefühlt, daß die Beinschmerzen nicht mehr so stark sind oder er hat sich gar daran gewöhnt. Wir sind in sehr guter Behandlung, aber daß weiß man ja vorher leider nicht. Wichtig ist beim Knick- und Senkfuß, die Einlagen regelmäßig zu tragen sowie das Kind auch oft barfuß laufen lassen. Mein Sohn spielt im Verein Fußball und bewegt sich sehr viel; dies soll wohl auch gut sein. Bis er ca. 10 Jahre alt ist, muß er die Einlagen tragen. Dann wird entschieden, ob operiert werden muß oder nicht. Aber bis dahin haben wir ja noch viiiiel Zeit und vielleicht helfen die Einlagen ja tatsächlich.
Ich denke, Du solltest unbedingt zum Arzt gehen und wenn Du ein gutes Gefühl bei ihm hast, auch das, was er sagt, umsetzen. Von Globulies, Schmerztabletten o.ä. halte ich eher weniger ...

Liebe Grüße, Franziska

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Hallo,

leider werden die Schmerzen der Kinder zu gerne in die Schublade "Wachstumsstörungen" gesteckt und warum gerne geröntgt wird, hat meist wirtschaftliche Gründe (der Arzt bekommt für das Röntgen mehr als für die Untersuchung - wie gestern auch im "Report" in der ARD zu sehen war). Röntgenstrahlen sind für Kinder sehr gefährlich!

X-Beine sind fast immer die Folge von Knickfüßen. Mit etwa 16 werden die schmerzhaften Knieprobleme dazu kommen (die werden dann auch gerne in die Schublade Wachstumsstörung gesteckt).
Ist ein Innengang dabei, sind auch Hüftprobleme sehr wahrscheinlich.

Dieses Folgen sind durchaus bekannt, dennoch wird in der Kassenärztlichen Untersuchung und Behandlung nicht genug getan, um die Probleme zu ergründen und abzustellen.

Kinderfüße und Beine wachsen und entwickeln sich doch nur ein einziges mal im Leben!

Mindestens jedes 2. Kind trägt falsche Einlagen für Knickfüße. Oft fördern diese Einlagen sogar den Knickfuß, anstatt ihn zu festigen! Das ist eine bittere Tatsache und hat auch was mit der "Wirtschaftlichkeit" zu tun.

Ich will nicht nur meckern und jammern, sondern den Eltern dabei helfen, die natürlichen Aspekte zu erkennen. Dafür gibt es www.kinderbeine.de - alles anzuschauen dauert etwas, die Filme dauern rund 10 Minuten, aber die Informationen sind sicher für alle Eltern sehr hilfreich!

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Danke! Habe mich auf deiner Seite umgesehen.
Leider wohne ich etwas weit weg (Augsburg), um mal schnell in deiner Praxis vorbeizuschauen. Ansonsten würde ich sofort einen Termin ausmachen.
Wie finde ich denn nun hier bei uns einen Spezialisten?
Kannst du jemanden empfehlen? Gibt es da ein "Netzwerk"?
Jeden Abend jammert mein Sohn jetzt wegen Schmerzen, nun wird es Zeit was zu tun.

LG ks

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Leider kenne ich in Süddeutschland niemanden, der sich mit der biologischen Fußtherapie für Kinder beschäftigt. Die Untersuchungen und die Behandlung ist recht zeitaufwändig und darauf hat nicht jeder Lust.

Zu mir kommen Familien aus ganz Deutschland und inzwischen auch aus Österreich (Wien und Salzburg). Wegen der Lage der Praxis wird der Besuch dann meist mit einem kurzen Ostseeurlaub verbunden.

Ich wünschte mir jedoch sehr, dass sich mehr Experten von der üblichen Kassenpraxis verabschieden würden und mehr in Richtung natürliches Wachstum überschwenken. Geld kann nicht alles sein! Erfolg an der Arbeitsleistung und die glücklichen Kinder und Eltern sind auch ein Lohn,- einer der viel Freude macht. Leider zählt das in der heutigen Gesellschaft immer weniger....
Wer Experten für Kinderbeine und Füße kennt, sollte sie bitte ins Forum von Kinderbeine.de eintragen!

Manchmal helfen Massagen + Minzöl bei Gelenkschmerzen,- ich würde es einfach mal vorsichtig antesten. Von regelmäßiger Medikamentenverabreichung bin ich kein Freund.

Gruß
Andreas Herr