Fragen bzgl. Einschulung bzw. Rückstellung - Bayern

Das Thema Einschulung wird momentan ja immer wieder thematisiert. Auch mich beschäftigt es aktuell...
Meine Tochter wird im September sechs und müsste somit dieses Jahr eigentlich in die Schule.

Wir hatten bereits im November unsere Einschulungsuntersuchung im KIGA (ich war mit dabei). Eine Dame vom Gesundheitsamt hat diesen Test durchgeführt. Und was soll ich sagen...die Dame würde uns, so wie sie Magdalena erlebt hat, davon abraten sie dieses Jahr schon zu schicken#scheinAuf dem Zettel, den wir bekommen haben, hat sie angekreuzt, dass wir uns nochmals gesondert beraten lassen sollen.

Ich muss dazu sagen, dass wir grundsätzlich aus div. Gründen befürworten würden wenn unsere Tochter erst nächstes Jahr geht.

Die U9 im Dezember war tippi toppi...Unsere KiÄ hat uns angeboten den sog. BUEVA Test zu machen. Dort werden verschiedene Bereiche nochmals betrachtet sowie auch Aufmerksamkeit und Konzentration. Auch diesen Test hat sie mit Bravur gemeistert...War ca. 1 Stunden in einer 1 zu 1 Situation.
Unsere KiA würde aber absolut hinter uns stehen, falls wir sie zurück stellen wollen.
Ich habe jetzt bei der Schule angefragt ob ein Attest vom KiA genügt, ansonsten würden wir wohl ein psychologisches Gutachten benötigen. I. d. R. reicht das Attest vom KiA aber wohl aus.

Wer war in einer ähnlichen Situation. Welche Aussage wird mehr gewichtet? Die vom KiA oder die der Dame der Einschulungsuntersuchung?

Dass unsere Tochter im Bereich Ausdauer/Konzentration u.ä. noch ausbaufähig ist, wissen wir selber. Die Einschulungsuntersuchung war aber echt heftig. So schräg drauf habe ich Magdalena selten erlebt.

Sie hatte null Bock mit zu machen und hat das auch total gezeigt. Ich hatte manchmal das Gefühl sie hat sich extra "dumm gestellt". Ach, ich muss dazu sagen sie will auch garnicht dieses Jahr in die Schule#scheinDas erzählt sie mir bestimmt schon seit nem halben Jahr...

VLG
Claudia

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Hallo Claudia,

meine Tochter wird Ende Juni 6 und wir haben letzte Woche von der Schule (auch in Bayern) die Rückstellungsbescheinigung bekommen.

Meine Tochter hat den Einschulungstest zwar mit Bravour gemeistert aber wir hatten verschiedene Gründe, weshalb wir über eine Rückstellung nachgedacht haben. Ich habe damals mit der Schule telefoniert, der Schulleiter und zugleich zukünftiger Klassenlehrer hat daraufhin mit unserer Kiga-Leitung gesprochen und hat sich bestätigen lassen, dass es aus diversen Gründen Sinn machen würde, wenn meiner Tochter noch ein Jahr Zeit gegeben wird. Daraufhin wollte er nicht mal mehr ein Attest des Kinderarztes. Laut seiner Aussage ist im das Wohl des Kindes lieber als irgendwelche Vorschriften :-)

Ich weiß aber von andern, dass das von Schule zu Schule (also hier bei uns von Gemeinde zu Gemeinde) sehr unterschiedlich ist.

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Ich hoffe, dass es bei uns auch so "problemlos" ablaufen wird.
Naja unsere KIGA Leitung könnte jetzt nicht viel dazu sagen. Bei 125 Kindern kennt sie die meisten Kinder wahrscheinlich kaum.
Auch haben wir dieses KIGA Jahr leider einen enormen Personalwechsel in unserer Gruppe, deshalb gibt es eigentlich keine Erzieherin, die Magdalena über längere Zeit beurteilen kann...

LG
Claudia

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Oh, das ist bei uns Gott sei Dank anders. Wir haben zwei Gruppen à 13 Kinder und unsere Leiterin ist auch gleichzeitig die Gruppenleiterin meiner Tochter.

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Normalerweise wiegt die Aussage der Dame vom Gesundheitsamt der Vorschuluntersuchung mehr, aber wenn deine Tochter da gar nicht richtig mitgemacht hat dann ist es ja schon schwierig die Schulreife zu beurteilen.

Wenn deine Tochter aber schon selber sagt sie möchte nicht in die Schule und ihr als Eltern auch unsicher seit ob sie dem schon gewachsen ist, ist es eigentlich besser nicht einzuschulen. ABER Was sagt denn eigentlich der Kindergarten dazu? Wie sehen die das Thema? Und warum möchte deine Tochter nicht in die Schule? Hat Ihr vielleicht jemand Angst gemacht (ein anderes Kind oder so?). Macht Sie die Vorschule in der Kita denn gerne? Oder gibt es da sowas nicht?

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Naja, grundsätzlich finde ich es ja sowieso schwierig anhand von einem einmaligen Kontakt der keine Stunde dauert eine absolute Schulreife festzustellen.

Naja, der Kindergarten kann nicht wirklich viel dazu sagen...Und zwar aus folgendem Grund. Wir haben seit diesem KIGA Jahr einen regen Personalwechsel in unserer Gruppe, so dass keine Erzieherin meine Tochter über einen längeren Zeitraum beurteilen könnte.
Ich habe aber um ein Gespräch in einigen Wochen gebeten(diese Erzieherin ist nun seit Anfang Dezember bei uns und macht zufälligerweise auch die Vorschule).
Die Vorschule nimmt sie hin...ob sie sie wirklich gerne macht...ich habe das Gefühl ihre Einstellung ist da relativ neutral;-)
Magdalena ist im KIGA auch am liebsten draußen bzw. nimmt am Sportangebot teil.

Es ist nicht so, dass sie vieles nicht kann, sie will oft einfach nicht.

Ich habe zu Hause auch so tolle Vorschulhefte/Rätselblöcke u.ä.
Da hat Magdalena nicht ein einziges Mal reingeschaut, weder allein noch mit mir oder jemand anderem...Sie hat da kein Interesse...
Angst hat sie nicht...ein wenig trägt dazu dabei, dass alle ihre Freundinnen erst nächstes Jahr gehen...
Ich glaube ihr missfällt schon die Vorstellung, so lange still zu sitzen/nicht zu ratschen/die lange Konzentrationszeit/Hausaufgaben/lernen
Sie ist unserer Meinung eben einfach noch nicht reif dafür.

Ich höre von einigen Vorschulkindern aus ihrer Gruppe oft, dass es ja soooo langweilig im KIGA ist. Magdalena hat sowas noch nie geäußert;-)

VLG
Claudia

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Hallo, unser Sohn ist zwar erst drei aber auf uns wird das Thema ja auch zukommen und in unserem Bekanntenkreis ist es auch immer wieder Thema.

Wir haben in unserem Freundeskreis zwei Lehrerinnen, die sich nicht kennen und zwei Kindergärtnerinnen...alle wirklich alle sagen, dass Kind erst ein Jahr später einschulen.

Dazu haben wir auch in unserem Bekanntenkreis drei Fälle (August - Oktober geboren) wo die Kinder sich sehr schwer tun bis dahin das es erhebliche Probleme gibt.
Alle drei mussten mit den Kindern zum Psychologen....ohne Befund...von den Schulen aus.

Alle drei bereuen es, nicht ein Jahr gewartet zu haben.

Bei den Psychologen kam bei allen drein nichts raus...kein ADS oder ADHS.

Mein Freundin - Grundschullehrerin in München - schimpft immer....sie meint, dass die Kinder viel zu früh eingeschult werden. Oft wird gar nicht auf die Kinder geschaut, sondern nur das die Klassen voll werden und die Kindergartenplätze frei und, und, und.
Sie meinte die Kinder machen in dem Jahr einen irrsinnigen Entwicklungsschub und hätten eher Vorteile, wenn sie ein Jahr später in die Schule kämen.

Ein weiterer Gedanke...durch ein weiteres Jahr im Kindergarten richtet man keinen Schaden an aber ein Jahr zu früh eingeschult...kann es passieren, dass man einen riesigen Schaden anrichtet.

Übrigens hat die anderen drei Kinder, die wir kennen, alle eine Schulempfehlung bekommen. Sie haben bei dem Test gut bis super abgeschnitten ABER können nun nicht still sitzen oder sind zu langsam und kommen nicht hinter her oder auch können sich nicht so lange konzentrieren.

Für mich steht fest.....unser Kind kommt nicht mit gerade mal eine Woche 6 in die Schule...egal wie der Test verläuft.

Hast Du keine Lehrer im Bekanntenkreis mit denen Du Dich austauschen kannst???

Unsere schimpfen alle...das die Kinder in München zu früh eingeschult werden. Stichtag ist glaube ich derzeit 30.09. mit Soll oder Muss erst ab 01.10. Kann.

Wenn es schon empfohlen wird, dann würde ich das dankbar annehmen. Ein weiteres Kindergartenjahr schadet nicht.

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Ich bin echt froh dass es scheinbar doch genug gibt, die das so wie wir sehen.
In unserem Umfeld versteht es kaum einer, dass wir Magdalena eher nicht einschulen lassen wollen dieses Jahr...

Wie du schon schreibst, ist mir eine Aussage unserer KiÄ im Gedächtnis geblieben:
Es hat noch niemandem geschadet ein Jahr länger im KIGA zu bleiben. Bei zu früh eingeschulten Kindern ziehen sich die Probleme aber wie ein roter Faden durch...

VLG
Claudia

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Naja also ganz so unkritisch sollte man das nicht sehen mit dem "es schadet nicht ein Jahr länger in der Kita zu bleiben", wir hatten letztes Jahr ein Kind das zurückgestellt wurde und der Junge hat gelitten..hat nur noch geweint und sich glaub ich als ziemlicher Versager gefühlt, sodass er dann doch noch eingeschult wurde, Was dann wunderbar geklappt hat.
Ich denke einfach man darf hier keine Veralgemeinerungen heranziehen....aber deine Tochter scheint wirklich kein Interesse an der Schule zu haben und dann würde ich auch von einer Einschulung absehen.

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Hi Claudia,

wir haben das gleiche Problem.
Max wird im August 6und wäre bei Einschulung gerade 3 Wochen 6:-(
Wir haben im Nov die Untersuchung gehabt und das selbe Ergebnis gehabt.Er zeigt noch Schwächen bei Wiedergabe von formen und bei der Konzentration.
Unser kiga und kia müssen uns im April ein Attest / Bescheinigung vorlegen,in dem bezeugt wird,dass das Kind noch nicht schulreif ist.
Die Frau vom Gesundheitsamt hat mir nen schönen Satz gesagt: man hört immer bloß ich bereue zu früh eingeschult zu haben,nie andersrum.
Gib ihm das eine Jahr kiga mehr.
Falls es ihr wider erwarten langweilig werden,schick sie zum reiten,kinderturnen,Klavier ö.ä.
Glg und viel Glück wünschen Anke mit max und clara

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Hallo,

unser Sohn,geb. September '07 hätte letztes Jahr in die Schule gemusst.

Wir haben ihn zurückstellen lassen und es war die richtige Entscheidung.

Er war einfach noch nicht soweit und hat der Kooperationslehrerin,den Erzieherinnen und auch uns Eltern mehrfach gesagt,dass er noch nicht in die Schule môchte.

Seine zwei besten Freunde sind jetzt im Januar 6 geworden und er wäre ohne sie in die Schule gekommen.

Jetzt freut er sich so langsam auf die Schule und mein Bauchgefúhl ist nun ein Gutes.

Die Schule und der Kindergarten haben uns mit der Rückstellung unterstützt und wir hatten ein Glück keine Probleme.

Allerdings weiß ich, dass das in anderen Gemeinden im Umkreis schon wieder ganz anders ausschaut und Rückstellungen dort nur sehr schwierig möglich sind.

Wur wohnen übrigens in BW.

LG Angie

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Hallo.

Helfen kann ich dir nicht aber meine Meinung möcht ich doch schnell loswerden.

Unser Sohn wurde Ende Juli 6, ein Muss Kind. Wir und auch der Direktor der Grundschule (dieser hat ein paar Tests gemacht) waren der Meinung, daß noch ein Jahr Kiga ihm gut tun würden. Leider war es nicht möglich das er hätte noch 1 Jahr im Kiga bleiben dürfen. Nun hat er das erste halbe Jahr geschafft und es geht ihm super. Er kommt gut mit, ist sehr beliebt aber er ist eben der Kleinste/Jüngste. Im nachhinein bin ich froh das wir ihn nicht haben zurückstellen lassen(er hätte dann in die Vorschule gemusst).

Lg

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Hi,

frag direkt in der Schule nach, wie sie es mit der Rückstellung handhaben. Bei uns kann jedes Kind zurück gestellt werden, wenn es der Wunsch der Eltern ist. Kommen aus Bayern....

Der Lehrer freut sich, denn somit kann er die Klassen klein halten.....und hat evtl. weniger Problemkinder, die einfach noch nicht schulreif sind.

Daher, Schulleitung sprechen und nicht irgendwelche Formalitäten abfragen.

lisa

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War bei meiner auch so, keine Lust ... und das letzte Kiga-Jahr (also dann das mit 6!) war die Hölle - mag nicht, will nicht, das ist soo langweilig, warum dies, warum das...und die Keine Lust-Phase haben wir jetzt weiterhin, keinen Bock auf Hausi, zieht sich.... echt nervig. Also die Art des Kindes ändert sich innerhalb eines Jahres nicht, Wenn sie nicht mag, hat es wohl wenig sinn - aber erwarte nicht, dass es nächstes Jahr unbedingt besser ist.