Wie verlief bei euren 2-3 jährigen die Eingewöhnung im Kindergarten?

Guten Abend!

Mein Sohn hatte heute seinen 2. kiga Tag. Momentan bin ich mit ihm noch zur Eingewöhnung dort. Wir waren gestern und heute je 2 Stunden dort. Er ist der jüngste in seiner Gruppe. Die meisten Kinder in der Gruppe sind zwischen 3 und 4 Jahre alt. Diese Kinder plappern natürlich alle wie Wasserfälle, können sich wehren, können klar sagen wenn sie etwas benötigen. Ich habe leider noch immer kein gutes Gefühl. Nach dem heutigen Tag würde ich meinen Sohn dort nicht alleine lassen wollen. Ich habe Angst, dass er dort "vergessen" werde könnte. Er ist eher der ruhigere Typ. Gestern, als wir dort waren waren nur 4 Kinder in der Gruppe mit einer Betreuerin. Die anderen 10 Kinder waren in der Turnhalle. Die Betreuerin spielte mit 2 Kindern, ich spielte mit meinem Sohn. Irgendwann hörte ich aus dem oberen Stock (der Gruppenraum hat 2 Etagen) ein leises weinen. Ich ging nachsehen und dort stand doch tatsächlich ein Bub der offensichtlich aus Kummer weinte. Ich hab ihn dann bei der Hand genommen und ihn zu den anderen Kindern geführt. Er war dann ziemlich schnell wieder gefasst. Hätte ich ihn nicht gefunden wäre er wahrscheinlich noch 1 Stunde alleine weinend im Eck gesessen. Dieses Erlebnis hat mich doch ziemlich schockiert. Heute musste ich am Heimweg vom Kindergarten weinen. Ich versuchte meine Sorgen vor meinem Sohn zu verbergen so wie es mir von allen Seiten geraten wird. Aber ich kann das nicht einfach so runter schlucken. Hinzu kommt der Zeitdruck. Ich muss in 1 Woche wieder arbeiten gehen und bis dahin soll mein Sohn in die Gruppe integriert sein. Gibt es dazu überhaupt eine Chance? Wie lief bei euch die Eingewöhnung ab? Wie ging es euch selbst und euren Kindern dabei?

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Jetzt hab ich doch tatsächlich in der falschen Kategorie gepostet. Bitte verschieben!

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Ach, vergessen: Mach dir nicht so viele Sorgen. Auch wenn du deine Tränen zurückhältst, merkt dein Sohn deine Unsicherheit. Es wird ihm bestimmt schnell dort gefallen und deine Bedenken lösen sich auf

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Du weißt doch gar nicht, ob der weinende Junge dort noch eine Stunde ausgeharrt hätte. Ich bin sicher, dass eine Erzieherin ihn irgendwann geholt hätte, wenn er stärker geweint hätte.

Und ansonsten gehört Weinen leider zum Alltag. Es ist natürlich viel schöner, wenn Kinder nur lachen aber für ihre Entwicklung brauchen sie auch andere Gefühle, damit sie lernen mit ihnen umzugehen. Und im Kindergarten gibt es viele Situationen, die ein Kind traurig stimmen kann. Soll er deswegen für immer zu Hause bleiben und keinen Kontakt zu anderen bekommen?

Der Junge hat auch schon eine Strategie entwickelt. Er zieht sich zurück, wenn er traurig ist. Vielleicht hätte er noch 5 min weiter geweint und wäre dann wieder zur Gruppe zurückgekehrt.

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Hi,
wir hatten vor knapp 2 Jahren eine Nestgruppe für die 2jährigen (wechseln mit etwa 3 Jahren in die normale Gruppe). Bis alles perfekt war, das hat bei uns 3 Wochen gedauert. Mit dem Sprechen: Warte mal ab, bis dein Kind richtig in den Kindergarten geht, dann geht das Ruckzuck. Meine Tochter ist mit 2 in den KiGa und hat wenig gesprochen (40-50 Wörter), ein paar Wochen später war das schon viiieeel mehr. Dei lernen da das Sprechen ganz schnell. Das mit dem Wehren lernen die Kinder auch schnell.

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Soetwas gibt es hier leider nicht -.-

Bei der Anmeldung hieß es dass in jeder Gruppe die Kinder ca. gleich alt sind. Mich traf fast der Schlag als ich sah dass in der Gruppe Burschen sind die um fast 2 Köpfe größer sind als mein Sohn. Das macht mir irgendwie angst. Ich habe das Gefühl dass er für so eine große Gruppe viel zu jung ist und überlege ihn wieder abzumelden.

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Tut mir leid, aber ich versteh das einfach nicht.

Hier bestätigt sich mal wieder mein Vorurteil gegenüber langwieriger Eingewöhnungen, bei denen Mamas tagelang in der Gruppe hocken. Und dann wird erwartet, das das alles in einer Woche geht.

Warum müssen immer die Mütter Stundenlang mit ihren Kindern in der Gruppe bleiben? Das stört doch den strukturierten Ablauf in der Gruppe total. Wie soll ein Kind denn da ankommen? Warum spielst Du dort mit Deinem Kind, das soll doch in die KiGa-Gruppe eingewöhnt werden und nicht in eine Mama-Kind-Veranstaltung.
Ich kann ja grad noch verstehen, das man in einem Nebenraum bleibt um bei Bedarf da zu sein, wenn man weiter weg wohnt und nicht schnell da sein kann, wenn was ist.

Bei uns wird das Kind (meine war 2 3/4) am ersten Tag begrüßt, nach kurzer Kennenlernzeit - das dauert ein paar Minuten - an die Hand genommen und in den Gruppenraum geführt. Mama wartet in der Halle.

Nach einiger Zeit (ohne Weinen oder Protest vom Kind) kommt jemand raus und gibt Bescheid, wann man zum abholen kommen soll. Bei 95% der "Neuankömmlinge" klappt das prima. Natürlich sind immer mal ein paar dabei, wo die Mama schwer loslassen kann und dann dauert es 1-2 Tage länger.

Die Zeit bis zum abholen wird kontinuierlich verlängert. Nach 1 Woche war meine Kleine von 8 bis 12 Uhr da, in der 2. Woche haben wir angefangen mit dem Mittagessen und nach 4 Wochen hat sie dort - auf eigenen Wunsch - Mittagsschlaf gemacht.

Ich bin übrigens nach dem ersten Mittagessen im KiGa wieder arbeiten gegangen (Teilzeit 4h/Tag), das war also nach 1 Woche. Und ja, auch mir fiel das zunächst sehr schwer, ich hab es aber meinem Kind nie gezeigt, sondern sie positiv bestärkt.

Inzwischen weiß ich auch in etwa den Ablauf, wenn ein neues Kind kommt: Im Morgenkreis stellt sich jedes Kind vor und dann wird für das neue Kind ein Begrüßungslied gesungen. Anschließend startet eine Mal- oder Bastelaktion, bei der die Kinder meist ruhig arbeiten, sodass auch ein neues Kind nicht so schnell vom Lärm überfordert ist und ein Erzieher kümmert sich intensiv um das neue Kind und auch die größeren kümmern sich um die Kleinen und helfen ihnen. Da wird kein Kind ausgeschlossen oder geht irgendwie unter.

Und zum Thema weinendes Kind im Flur:

1. das macht unsere auch mal zu Hause, wenn sie ihren Willen nicht bekommt.

2. Was/Wer hat Dich dazu ermächtigt, im Haus herumzulaufen und "nachzusehen"? Allenfalls hättest Du der Erzieherin, die ja offenbar im selben Raum war wie Du, Bescheid geben dürfen.

Bei der Eingewöhnung hilft sicher, wenn Mama/Papa lernt loszulassen. Nicht immer einfach aber dringend notwendig.

Das geschriebene ist meine persönliche Meinung und Erfahrung.

Ich weiß, das mir da gewiss nicht alle - wohl eher die wenigsten, wenn man das hier und in ähnlichen Threads so liest - zustimmen, aber damit kann ich gut leben.

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Ich habe schon vor ein paar Wochen hier im Forum gelesen dass es nicht gut wäre mit dem Kind da zu bleiben. Daran dachte ich auch an unserem ersten Tag kurz bevor wir den Kindergarten betraten. Aber als wir da standen kam alles anders. Mein Sohn stand plötzlich in einem fremden Raum, inmitten fremder Menschen. Uns da hätte ich einfach mal eben "abhauen sollen"? Was wäre ich für eine Mutter wenn ich mein Kind mit der neuen Situation alleine lassen würde? Es mag Kinder geben die das verkraften. Aber mein Sohn ist da nicht der Typ dafür. Selbst heute nach dem 4. Tag lässt er mich leider nicht mal alleine aufs Klo gehen. Natürlich könnte ich einfach gehen ohne etwas zu sagen in der Hoffnung es würde nicht auffallen. Aber das halte ich für hinterhältig und gemein. Ja, damit muss ich wohl leben. Trotzdem steckt in mir momentan nur ganz viel Sorge und ich weiß noch nicht was ich mir als Ausrede einfallen lassen kann um nächste Woche nicht arbeiten gehen zu müssen. Spezielle Begrüßungsrituale gibt es hier keine.

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Genau solche wie du, bei der die Kinder keine grossen Probleme bei der Eingewöhnung haben, geben solche Meldung von sich.

Ich habe Zwillinge, bei einem Kind gings ganz schnell, abgeben, er weint 3 minuten und aus. Beim zweiten Kind sind wir immer noch drann, er weinte Anfangs sehr lange, bis über 2 Stunden, da bleibt dir das Herz als Mutter stehen.

Ich möchte dich dann erleben, wie du damit umgehst, jetzt machen wir eine sanfte Eingewöhnung und er weint fast gar nicht mehr. Bis 12 sind die Kinder im Kindergarten.

Also nicht voreilig urteilen bitte.

Lg

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Meine kannte den Kiga durch die Schwestern, dachte auch das ich doch nicht 3 tolle Eingewöhnungen haben kann aber doch wir haben letzte Woche von Mi - Fr sie immer 2 Stunden drin gelassen. Da selbst der Leitung aufgefallen ist das sie sich gut macht haben wir seit Montag ihre gebuchten 4 Stunden.

Ich versteh dich bei dem Erlebnis wäre ich auch skeptisch, meine erste war auch eine ruhige und hat auch mehr geheult wobei ihre Schwester auch in den Kiga ging nur in die andere Gruppe.

Meine redet auch nicht wie ein Wasserfall aber sie kann sich durchsetzten leider manchmal mehr als mir lieb ist.

Ich denke es ist alles neu ich sehe es ja an einem anderen neuen Kind das ist auch schüchtern aber die haben sich trotzdem um ihn gekümmert etc. jedes Kind ist anders. Aber ich war bei der Eingewöhnung nie wirklich mit ihm Raum

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Mein jüngster Sohn wurde mit 2 Jahren, 8 Monaten eingewöhnt und es war auch nicht leicht....es war eigentlich für mich fast aussichtslos....und er war zu dem Zeitpunkt auch der jüngste in der Gruppe.

Aber irgendwann hat es dann auch geklappt.....#winke
Aller Anfang ist schwer und das Selbstbewusstsein für den Kindergarten muss Dein kleiner nunmal erstmal nach und nach lernen und sich aneignen. Die einen Kinder haben es, andere einfach gar nicht. Da muss er durch.

Ich denke schon bald wirst Du einen ganz anderen Sohn erleben, der ganz locker und mit Freude in die Gruppe schlendert. ;-)

Ich habe in verschiedenen Kitas schon gesehen, wie ein Kind irgendwo stand und geweint hat und die Erzieher/innen haben es gerade einfach nicht mitbekommen.

In unserer Kita haben sie schon auch die Beabsichtigung nicht gleich und sofort auf jedes Weinen zu reagieren und hinzurennen. Das finde ich ansich nicht so falsch.

Kinder müssen eben auch lernen sich in irgendeiner Form selbst aus einer Situation zu helfen.............Hilfe zur Selbstständigkeit.

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ich finde den zeitansatz von einer woche mehr als unglücklich gewählt! Man sagt normal 3-6 Wochen beim Berliner Model und es wird schrittweise erhöht das die Eltern raus gehen. Was machst du nach einer Woche wenn es nicht klappt? ihn brüllend schreiend und heulend in die gruppe zerren und ihn einer Erzieherin in die Hand drücken die dein verzweifelt schreiendes zappelndes Kind festhalten muss damit du schnell raus kannst und die Kigazeit psychisch der Horror wird weil sich das zurücklassen ins Gedächnis brennt!
Warum habt ihr nicht schon vor 4Wochen angefangen?