Teppensturz in U3 Gruppe

Hey!
Wollte mal eure Meinungen dazu hören:

Unsere Tochter ist im okt 2 geworden und geht srit nov ohne probleme in den kiga.

In der Gruppe gibt es eine Treppe die zu einem podest führt wo die kinder auch spielen können( ca 12 stufen)
Bisher hat uns die gruppenleitung immer erzählt wie sie immer zusamnen mit unserer tochter die treppe geht und bei ihr bleibt wenn sie an der treppe ist.
so nun ist es passiert unsere tochter und ein auch zwei jähriger junge sind die treppe herunter gestürzt. Ganz offensichtlich war kein erzieher bei den beiden! Unsere tochter ist auf den kopf gefallen aber es ist zum Glück nichts passiert.

Die kiga leitung pocht darauf dass ja immer was passieren kann und das weiß ich selber aber in diesem fall sehe ich die Aufsichtspflicht verletzt. Gerade weil die beiden auch noch die Frage jüngsten in der gruppe sind. Zudem stellt sich die frage ob es richtig ist, dass es in beiden U3 Gruppen frei zugängliche treppen gibt und in den ü3 nicht.

Wie seht ihr das?
Lg
luna

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Hi,

ich finde, die Erzieherinnen haben sich richtig verhalten.

Sie haben deine Tochter zunächst begleitet und unterstützt und dann selbständiger werden lassen. Genau so sollte es läufen mMn.
Natürlich kann dann auch mal was schief gehen, das wird dir auch schon passiert sein, oder? Aber es ist nichts schlimmes geschehen, nur eine wertvolle Erfahrung, die deine Tochter bei zukünftigen Kletterabenteuern viiieeel besser schützen wird, als du selbst es je könntest.
In einer Gruppe, in der die jüngsten 2 1/4 sind, ist so ein Podest m.E. altersangemessen und wie es scheint sogar notwendig. Zum Treppelaufen lernen.

LG Helga

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Hallo,

12 Stufen hört sich viel an. Wie hoch ist denn das Podest? Da müsste ich die Machart der Treppe gesehen haben.

Andererseits: Ein 2jähriges Kind, das sicher Treppensteigen kann, kann doch eine Treppe allein hochgehen, ohne das jemand direkt daneben steht? Und das können doch die meisten 2jährigen.

Bei kleineren Kindern finde ich frei zugängliche Treppen problematisch, da würde ich generell was sagen.

LG

2

Ich seh das genauso, man müsste sehen wie die Treppe aufgebaut ist!
Meine jüngste konnte mit zwei zwar Treppen laufen aber nicht allein und schon gar nicht frei und allein!

Wenn mir versprochen wird das sie dort nicht alleine ist..mmmhhhhhh schwierig, vielleicht haben sich die beiden ja in letzter zeit echt gut angestellt und daher war die Erzieherin nicht daneben!?

Ich selbst wäre aber auch ziemlich sauer wenns mein Kind wäre! Versteh dich sehr gut
Lg aus Berlin, Mama mit vier Kids an der Hand und Prinzessin inside 22+5

3

Ich finde die Höhe halt sehr problematisch. Das Podest befindet sich dann in zwei Metern Höhe. Klar kann sie treppensteigen und hält sich fest aber sicher ist das ja nicht.

4

Huhu,

ich finde schlicht, dass ein Podest in 2 m Höhe nichts im Gruppenraum einer U3 Gruppe zu suchen hat. Bei uns waren die ausschließlich in den Ü3 Gruppen. In der U3 Gruppe war ein Podest in ca. 50 cm Höhe, der zur Rutsche führte. Der Zugang war nur zu bestimmten Zeiten, wenn die Erzieher daneben standen, frei. Sonst war ein Türgitter davor. DAS finde ich angemessen.

LG
Jenx

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Die Treppe sollte gesichert sein mit Treppengittern. Dann KANN kein Kleinkind unbeaufsichtigt rauf oder runter. Denn das nicht immer ununterbrochen jemand neben der Treppe stehen kann ist denke ich mal verständlich.

Meine Kinder konnten mit 2 Jahren beide Treppen bewältigen. Wir wohnen im Einfamilienhaus mit 2 Treppen drin. Sie sind da also täglich mehrfach rauf und runter und hatten Übung.

Trotzdem habe ich die in dem Alter nie alleine rauf oder runter gehen lassen. Es waren Gitter davor und dann mußten sie mich eben rufen um rauf oder runter zu kommen.
Ich kann dir gar nicht genau sagen ab wann die Treppe frei war. Ich glaube als der Kleine 3 war- und da hab ich dann noch oft gerufen wenn ich ihn an der Treppe hörte "Denk dran, festhalten!" damit er nicht freihändig versucht runter zu kommen. Der Große war da schon fast 5,5.

7

Hallo,
wir hatten in unserem Kindergarten - in der Ü3 Gruppe ebenso einen Podest. Das mit den 12 Stufen passt ungefähr. So eine Holzkonstruktion. Also ich mit meinen reichlich 160 cm konnte dort oben auf dem Fußboden sehen - 2 m war das Teil also keinesfalls hoch. Rechts und Links natürlich kindgerechte Geländer. Und ansonsten war die Treppe so eng gebaut, dass dort wirklich nur ein einzigstes Kind drauf passte zu einer Zeit. Aber ja, Unfälle passieren - man konnte natürlich trotzdem herunterfallen. Nur, wenn man Treppensteigen lernt, dann sind solche Treppen das Optimum dafür.

So...nun mal etwas anderes. Ich lese hier immer wieder, dass Eltern sich überlegen für ihren Nachwuchs ab so 2 - 3 Jahren ein Hochbett oder Etagenbett zu kaufen. Mal ganz ehrlich - die Leitern dort sind noch wesentlich gefährlicher!

Bei uns in der Kita waren übrigens die U3-Gruppen auf der ersten Etage untergebracht. Alle Kleinen mussten dort als erstes Treppe steigen lernen. Die einen sind hoch gekrabbelt, andere schon gelaufen - aber alle haben es geschafft. Und das war eine richtige Etage. Also Abstürzen tut richtig weh. Und nein, die Erzieherinnen haben natürlich nicht alle Kinder bei der Hand fassen können und immer einzeln nach unten/oben geführt.

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Ich war gerade auch schwer am überlegen, wie hoch den der Gruppenraum ist, wenn 2 Jahre alte Kinder auf dem Podest spielen können. Müsste dann an über 3 m sein. Kommt mir auch unwahrscheinlich vor. #schein

LG

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Was hätte es gebracht, wenn eine Erzieherin daneben gestanden wäre?
Deine Tochter wäre vermutlich trotzdem runtergefallen, das geht so schell, da kannste gar nicht kucken, wie schnell!

Es kommt auch drauf an, wie steil die Treppe ist.

Ob eine Treppe mit Podest sinnvoll ist, darüber kann man sich streiten.
Ich bin auf jeden Fall froh, daß es in dem Kiga, in dem ich arbeite, keine gibt.

lg

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Hallo!

Kinder müssen die Gelegenheit zum Klettern bekommen. Das schult Motorik, Gleichgewicht und Kraft. Anfangs wurden sie begleitet, und als die Erzieherinnen gesehen haben, dass sie soweit sicher Treppen steigen können durften die Kinder alleine hoch, im Alter von knapp 2,5 Jahren ist das auch wirklich vertretbar. Deine Tochter ist ja schon im Oktober 2 geworden, da ist das ok mit mehreren Stufen. Es kommt ja auch keine gute Fee und wedelt mit dem zauberstab, wenn das Kind von der U3- in die Ü3-Gruppe wechselt und auf einmal sind da alle Kinder trittsicherer. Sondern die Erzieherinnen beobachten die Entwicklung und entscheiden dann, ob Kinder das bewältigen.

Unfälle können immer passieren, das ist einfach so. Kinder fallen vom Klettergerüst, rutschen die Rutsche mit dem Gesicht voran runter und hauen anderen Kindern die Schaukel an den Kopf. wenn eine Kita versucht alle Unfälle zu verhindern, dann sind alle in einer Gummizelle und dürfen nur mit Knetmasse spielen, und da müssen noch die Erzieherinnen aufpassen, dass nichts davon verschluckt wird. Da kann man aber auch nicht mehr pädagogisch Arbeiten.

Wenn Dein Kind keine Treppe alleine hoch darf, dann kann sie das auch nicht lernen.

und in der Kita findet keine 1:1 Betreuung statt, das hast Du aber sicher gewusst, dass meistens nur 2 Erzieherinnen bei 25 Kindern sind. oder etwa nicht?

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"dass meistens nur 2 Erzieherinnen bei 25 Kindern sind. oder etwa nicht? "

Das gilt doch nicht für die U3!

Bei uns gibt es 2 Erzieherinnen auf 10 Kinder.

Grüße
Luka

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Nur in einer richtigen Krippengruppe, die TE schreibt aber, dass ihre Tochter und ein weiteres Kind mit fast 2,5 die jüngsten Kinder der Gruppe sind. Das klingt eher nach einer Mischgruppe als nach einer reinen Krippengruppe.

da muss dann auch nicht so viel Personal vorgehalten werden, das sind dann vielleicht drei Erzieherinnen auf 25 Kinder.

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Meine Kinder sind in dem Alter die Treppen hoch gekrabbelt und mit dem Po runtergerutscht, wenn es ihnen zu brenzlig war. Treppenstürze hat es trotzdem gegeben.

Ich würde mich daher als Gruppenleitung dem erhöhten Sturzrisiko bei Kleinkindern sicher nicht aussetzen wollen. 2jährige sind einfach noch nicht so sicher beim Treppenlaufen, wie z.B. 3- oder gar 4jährige, daher gilt eine ganz andere Vorsicht.

Mir würde sauer aufstoßen, wenn auch nach diesem Unfall nicht über eine entsprechende Kindersicherung nachgedacht würde.

Grüße
Luka

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Danke und so sehe ich es auch. Sie geht ja selbstverständlich alleine treppen aber ich bin immer hinter ihr um sie packen zu können wenn was ist. Und denke dass so ein Sturz nix mit Erfahrung machen zu tun hat wie das einige hier so meinen! Sehe doch so oft wie es in anderen kitas läuft und da mach ich mir halt sorgen den falschen kiga für mein kind ausgewählt zu haben:(.
Und besonders nervt mich echt dass bei sowas immer gleich geschrieben wird: es kann immer was passieren und da muss man an der motirik des kindes arbeiten. ...

komisch manche ansichten;)
Lg

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Nur als Denkanstoß:

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/erziehung-warum-eltern-ihre-kinder-toben-lassen-sollten-a-836706.html

LG Helga#herzlich

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