Schreckliches Erlebnis mit neuem Kindergarten

Hallo,
ich habe mich hier heute angemeldet weil ich einfach mal loswerden muß was mir und meinem Sohn widerfahren ist.
Wir sind letztes Jahr umgezogen, ein Neuanfang. In dem Ort gibt es auch ein wunderschönes neues Kinderhaus mit Ganztagesgruppe und ich habe auch sofort einen Platz bekommen. Mein Sohn ging von April bis Dezember dorthin. (Davor ging er 1,5 Jahre in ein Kinderhaus und es gab nie Probleme.) Die Leiterin und die Bezugserzieherin waren darüber informiert das mein Sohn in eine Spieltherapie beim Kinderschutzbund geht. Ich bin alleinerziehend und zu 80 % berufstätig. Von Anfang an wurde ihm von einem Mädchen aus seiner Gruppe das Gesicht dermaßen blutig zerkratzt, daß ich sogar zum Kinderarzt mußte weil es sich entzündet hatte. Dies geschah 2 mal jede Woche monatelang. Er hat jetzt mehrere Narben im Gesicht die bleiben. Dieses Mädchen ist bekannt das es kratzt. Ich suchte das Gespräch mit der Bezugserzieherin, nichts geschah. Ich ging zur Leiterin, die sagte: "Das ist doch normal, ich kenne schlimmeres.". Die Erzieherin wurde zum Gespräch dazu geholt. Mein Sohn wurde weiter gekratzt und die Erzieherin war jetzt beleidigt mit mir. Dies durfte dann mein Sohn ausbaden: er wurde immer wütender, trauriger, weinte viel nach dem Kindergarten. Als ich ihn fragte erzählte er mir das besagte Erzieherin ihn ungerecht behandelt., z. B. alle Kinder haben etwas bekommen er nicht und alle Kinder durften spielen er nicht. Ich übergab den Bezug einer anderen Erzieherin und das Kratzen hörte endlich auf. Dafür war die Andere noch beleidigter. Sie ging mir aus dem Weg oder war pampig zu mir. Nachdem mir mein Sohn immer wieder von Ungerechtigkeiten seitens dieser Erzieherin ihm gegenüber erzählte, suchte ich nochmals das Gespräch mit ihr und der Leiterin. Ab da wurde der Spieß umgedreht: nicht das Wohlergehen meines Sohnes stand mehr im Vordergrund, sondern mir wurde plötzlich vorgeworfen das ich mich des Öfteren sehr schlecht über diese Erzieherin bei anderen Müttern geäußert hätte. Ich fiel aus allen Wolken! Erstens entspricht dies nicht meinem Naturell und zweitens habe ich immer nur freundlich gegrüßt, da keine Zeit und niemanden gekannt.
Es kehrte eine Zeit lang Ruhe ein und ich schaute mich in anderen Kindergärten erfolglos nach einem Platz um. Der Höhepunkt passierte dann im November: ich holte meinen Sohn 10 Minuten früher als sonst ab, er stand mit einer offenen Platzwunde am Hinterkopf da und mir wurde von besagter Erzieherin nur gesagt er sei die Treppe runter gefallen. Ich bin gleich zum Kinderarzt gefahren, er mußte genäht werden! Meine Eltern oder ich wurden nicht angerufen und es wurde auch kein Arzt gerufen! Abends als Ruhe eingekehrt war erzählte mir mein Sohn das er nicht die Treppe gefallen ist, sondern das besagte Erzieherin ihn wegen etwas geschimpft hat und ihn auf die Treppe gesetzt hat, an beiden Handgelenken gepackt, ihn geschüttelt, abrupt los gelassen hat und er dadurch nach hinten mit dem Kopf auf die Stufe geknallt ist. Sein Shirt war bis auf das Unterhemd durchgeblutet. Bis ich bekommen bin hatte man ihn beruhigt, umgezogen, das Blut aufgewischt, ein Kühli auf die offene Wunde und ihn ein Puzzle machen lassen. Wie lange stand/saß mein Kind mit der offenen Wunde da? Ich suchte wieder das Gespräch, nachdem meinem Sohn auch noch von dieser Erzieherin verboten wurde darüber zu sprechen. In diesem Gespräch saß ich allein gegen 5 Personen vom Kinderhaus. Ich wurde als unglaubwürdig hingestellt indem man mir wieder vorwarf das ich immer noch über die Erzieherin schlecht sprechen würde und sie wurde in Schutz genommen und als Opfer dargestellt. Ich ging aufs Rathaus und wollte den Bürgermeister sprechen der nicht da war. Ich sprach bei der Kinderhausbeauftragten vor. Eine Woche später hatte ich am Garderobenplatz von meinem Sohn einen Brief vom Bürgermeister liegen: eine Vorladung wegen Verleumdung, 8 Personen vom Kinder-/Rathaus gegen mich. Ich habe meinen Sohn mit sofortiger Wirkung aus dem Kinderhaus genommen! Er geht jetzt in meinen Kindergarten, der mittlerweile auch ganztags offen hat, hat meine Kindergärtnerin von früher und uns geht es beiden wieder gut. Ein Kindergarten ist doch dazu da das man sein Kind dort gut aufgehoben weiß und entlastet ist.
Ich finde es furchtbar das wenn ein Kind unter widrigen Umständen im Kindergarten, in der Schule leidet, man als Eltern völlig machtlos ist!
Es müßte doch im Sinne der Kinderhausleiterin sein so etwas aufzuklären und der Bürgermeister hat sich neutral zu verhalten.
Ach übrigens: besagte Erzieherin ist Anfang 20, seit 1 Jahr in der Einrichtung und hat mittlerweile die Gruppenleitung.
Grüßle

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Hallo

1.Das Kratzen Warum hast du nicht Anzeige erstattet wegen verletzung der Aufsichtspflicht? Zumindest nach den Gesprächen

2.Du sollst anderen Eltern gegenüber die Erzieherin schlecht gemacht haben

Ich hätte sofort gefragt wer das war Namen auf den Tisch.

3. Dein Sohn hat dir das mit der Treppe anders erzählt.

Ich hätte es Fotografiert und mir einen Arztbericht geben lassen und hätte Anzeige gegen die Erzieherin erstattet.

Wie alt die Erzieherin ist spielt keine rolle.

Vom Bürgermeister eine Vorladung???

Das beste wird sein einen Anwalt zu nehmen. Ich denke Anzeige kannst du immer noch erstatten.

Was hat das mit der Schule zutun?

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Eine wirklich schlimme, fast unglaubliche Geschichte!!! Sowas hab ich noch nicht erlebt/gehört. Das arme Kind! Und so eine Frau darf weiter auf Kinder aufpassen!?

Was für ein Träger hat der KIGA?
Ich würde mich weiter beschweren, Schmerzensgeld verlangen, zur Polizei gehen und die Erzieherin anklagen wegen Körperverletzung, ... Ich weis auch nicht! Ich würde das ganze aber auf keinen Fall einfach so stehen lassen!

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Hallo,

bei einer offenen Wunde muss ein Unfallbericht geschrieben werden. Du hast ein Anrecht auf einen Durchschlag / eine Kopie.

Das Schreiben vom Bürgermeister solltest du von einem Anwald überprüfen lassen. Wenn dann kannst du eine Aufforderung von der Polizei erhalten, damit du deine Aussage machen kannst. Und selbst bei der Aufforderung kannst du den Termin mit deinen Arbeitszeiten abstimmen und deinen Anwald mitnehmen.

Eine rechtlich gültige Vorladung kann man nur vom Gericht bekommen.

Gruß Karin

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"Anwalt" nicht "Anwald" ????

Liebe Grüße

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Hallo,
vielen Dank für den Tipp mit dem Unfallbericht.
Da hab ich noch gar nicht dran gedacht.
Gruß Sandra

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Hallo,

wofür brauchtet ihr einen "Neuanfang" und warum geht dein Kind in eine Spieltherapie beim Kinderschutzbund? Habt ihr irgendeine "Vorgeschichte", die vielleicht Euer Verhalten/Eure Wahrnehmung etwas verändert?

Wenn mein Kind 2x/Woche über Monate mit narbenbildenen Kratzern aus dem Kindergarten käme, würde ich sicher etwas dagegen unternehmen können, ohne als Denunziant dargestellt zu werden.....

LG Andrea

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Liebe Andrea,
ich wünsche Ihnen von Herzen das Ihrem Kind/ Kindern und Ihnen so etwas nie geschehen wird.

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Hä?! #kratz

Natürlich wünscht man niemandem dass ihm/seinem Kind etwas schlimmes passiert...was hat das mit der Antwort zu tun?

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Ich verstehe ein paar Zusammenhänge nicht.

-----Die Leiterin und die Bezugserzieherin waren darüber informiert das mein Sohn in eine Spieltherapie beim Kinderschutzbund geht---

Was hat das mit der Sache zu tun, dass Du es so erwähnst?

------einen Brief vom Bürgermeister liegen: eine Vorladung wegen Verleumdung----

Hat Dich jemand angezeigt? Eine Vorladung verbinde ich mit Polizei, aber nicht mit einem popligen Bürgermeister.

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Lass' Dich von einem Anwalt beraten.

Wichtig ist das Du Deinem Kind jetzt zeigst, dass Du Dir das nicht gefallen lässt. So zumindest meine Meinung. Ich hätte da schon lange mal die Krallen ausgefahren. Lass Dich nicht unterbuttern. Ich würde Anzeige erstatten und denen richtig Feuer unterm Hintern machen.

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Danke für den Zuspruch.

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ICH persönlich würde die Frau anzeigen. Ob es letzendlich etwas bringt, wage ich zu bezweifeln. Denn vermutlich wird sie dein Kind als Lügner hinstellen, nach dem Motto "Kinder erzählen ja gerne mal Unsinn". Aber einfach, um ein Zeichen zu setzen, das du dir nicht alles gefallen lässt..

lg

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Danke.

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Hallo,

Verletzungen dokumentieren lassen, der Arzt dürft ja noch die Unterlagen haben, Aussage protokollieren, mit der Leitung und der Trägerschaftüber die Vorfälle reden, aber nur mit Beistand, Jugendamt informieren, Anzeige stellen bzw. Diensaufsichtsbeschwerde, Anwalt aufsuchen.

LG
Manu

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sagen wir mal so, wenn die Geschichte genauso passiert ist, dann solltest Du unbedingt was unternehmen und auch nicht nachgeben. Das heißt für mich
1) mit anderen Eltern sprechen, deren Kinder bei dieser Erzieherin sind
2) habt Ihr einen Elternbeirat? Dann damit sprechen
3) den Träger (ist es die Stadt?) einschalten
4) das Jugendamt einschalten und ggf. sogar den Kinderschutzbund. Die nehmen sich solcher Dinge auch oft an oder wissen zumindest den Rat, wohin Du Dich wenden kannst und wie Du es anstellen kannst.

Ich bin allerdings jetzt auch nicht sicher, ob es eine Vorgeschichte gibt oder Dinge, die Du weggelassen hast (weil Dein Kind etwas beim Kinderschutzbund macht und weil Ihr einen Neuanfang habt).
Sollte es etwas damit zu tun haben, ist es natürlich von außen schwerer zu beurteilen ohne alle Hintergründe zu kennen, aber wie gesagt, wenn das alles so zutrifft, dann siehe oben.
Lg
und Euch alles Gute!

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Vielen Dank für die Tipps!
LG