Mein Kind hat keine Wünsche...

    • (1) 18.01.16 - 19:56

      Mich würde mal eure Meinung interessieren:

      Bislang war es so, dass mein Sohn (fast 5) kaum Wünsche äußert was er zum Geburtstag oder zu Weihnachten haben möchte, zumindest keine die sich als Herzenswünsche herauskristallisieren. Wenn wir einen Katalog durchblättern oder in einem Spielwarengeschäft sind, findet er natürlich alles erst einmal toll, aber wenn wir ohne etwas zu kaufen wieder rausgehen ist es für ihn auch völlig in Ordnung.

      Zu Weihnachten hat er es nicht geschafft einen Wunschzettel zu "schreiben" - ich habe ihn ständig daran erinnert. Es war das erste mal dass ich nicht selbst eine Reihe von Spielsachen anschleppte, sondern ich ließ es dieses mal darauf ankommen: Er hatte nur wenig unter dem Weihnachtsbaum, den Rest gab es ins Sparschwein (v. a. mein Mann wollte es dieses mal so) und es gab nur Sachen die er nicht gleich bespielen konnte wie einen Rennschlitten, DVDs etc., Da wusste ich zumindest dass er die Geschenke definitiv nützen wird. Er wirkte etwas verloren beim Auspacken, aber wirklich traurig war er auch da nicht. Er freut sich schon über alles was er bekommt, auch wenn der Postbote mal Kleidung für ihn bringt, ist er Feuer und Flamme, aber für ihn ist es mindestens genauso toll Geld ins Sparschwein zu stecken. Bloß finde ich das irgendwie traurig... Kein Herbeisehnen von und längere Freude an irgendwas...

      Auch im Kindergarten spielt er nicht mit typischen Sachen, also so gut wie nie mit Autos, Lego, Playmobil etc. - sondern er kehrt den Hof, sammelt Äste. Laub und Steine, räumt Schnee, putzt Tisch und Stühle, räumt die Kuschelecke um. Was er noch sehr gerne macht ist Rollenspiele, Brettspiele und Musik machen. Von Kostümen, Instrumenten und Gesellschaftsspielen haben wir aber erst mal genug. Auch Bücher gibt es bei uns gerne außer der Reihe, die findet er auch toll solange sie jemand mit ihm anschaut. Ansonsten versuche ich es gerade zu reduzieren.

      Weiß er "richtiges" Spielzeug nicht zu schätzen oder legt er einfach kein Wert auf materielle Dinge? Es ist aber übrigens auch nicht so, dass er Sachen absichtlich kaputt macht oder achtlos behandelt. Wenn was versehentlich kaputt geht, dann belagert er einen solange bis man es wieder repariert/klebt etc. Dass er damit ohnehin nicht (mehr) spielen möchte ist erst einmal zweitrangig.

      Ich habe es lange nicht wahrhaben wollen und Dinge angeschleppt von denen ich überzeugt bin dass sie ihm gefallen, was aber oft nicht der Renner war oder zumindest nicht lange. Wie geht man damit um? Ich denke in den ersten Jahren ist es normal, dass man für die Kinder entscheidet. Kommt das irgendwann dass er eigene Wünsche hat oder gibt es Kinder die sich nichts aus Spielzeug machen?

      Was sind geeignete Alternativen? Ich versuche mittlerweile umzuschwenken und von den Spielzeugklassikern wegzukommen, auch wenn ich es für mich selbst schade finde. Warum eigentlich??? Vielleicht weil aus der Kindheit meines Mannes noch so viele Schätze auf dem Boden schlummern? Auch viel Playmobli & Co. Kann man ja alles mal verkaufen...

      Er spielt eben nie lange mit seinen Sachen, einziger Dauerbrenner ist seine Spielküche die er ausgiebig nützt. Ich räume permanent ganz viel weg, so dass er nicht von den Spielmöglichkeiten erschlagen wird. Was ich wegräume vermisst er nicht. Er verleiht auch gerne was, wenn sich andere Kinder für seine Sachen interessieren und er meint es auch wirklich so.

      Neulich haben wir sein aktuelles Lieblingsspielzeug im Kindergarten vergessen und es kam dann das Wochenende. Ich habe mit einer Szene gerechnet, aber er sah das ganz pragmatisch. Sein Oscar musste dann eben das Wochenende ohne ihn verbringen...

      Gibt es da draußen Kinder, die sich ähnlich verhalten? Und wie geht ihr damit um?

      Danke schon mal!

      • Hi

        #rofl das könnte auch mein Kind sein. Viele wo zu uns kommen sagen erstmal..."nicht gerade viel Spielzeug was er hat...." Für ihn irgendwie noch zu viel :-). Mein Sohn spielt am liebsten mit uns Gesellschaftsspiele, Bücher sind toll wenn sie vorgelesen werden. Das einzige was jetzt mal so abwechslung bringt sind Tiptoi Bücher. Aber er kann auch nie genau sagen was er denn gerne so hätte. Daher hat man da immer "Probleme" an Weihnachten , Geb. etc. Er bekommt jetzt zum Frühjahr ein Fahrrad. Dies wird wenigstens genutzt.
        Ansonsten ist er sehr gerne draußen unterwegs und sammelt stöcke im Wald....

        LG hexe12-17

        • Ja, er ist ein ausdauernder Spieler solange er einen von uns dafür gewinnen kann, aber sich mal alleine mit einem Spielzeug beschäftigen geht gar nicht. Tip Toi ist uns auch schon ans Herz gelegt worden und - natürlich - hat er es inzwischen. Interessiert ihn aber auch nicht wirklich. Bei uns ist es übrigens nicht so dass er ausgesprochen wenig Spielsachen hat, sondern es kommt immer altersgerecht was nach, was ja vielleicht auch der springende Punkt ist. Aber ich bezweifle dass er plötzlich ins Playmobil- oder Legospielen versunken wäre, selbst wenn es das einzige Spielzeug in seinem Regal wäre.

          Muss ja auch nicht...

          Aber soll ich ihn künftig nichts materielles mehr schenken? Was dann?
          Ein Fahrrad hat er zu Ostern bekommen, weil es zeitlich gepasst hat und sowas wie Kleidung oder Ausflüge würde ich ihm nicht schenken, sondern das machen wir ohnehin. Irgendwie "erwartet" er schon Spielzeug zu Weihnachten etc., habe ich das Gefühl, aber es sind alles keine Herzenswünsche. Schwierig!

          Danke für Deinen Beitrag!

      Hallo!

      Freu dich darüber, dass sein Sohn nicht so auf materielle Dinge fixiert ist und von allem mehr, mehr, mehr möchte!

      Mein jüngerer Sohn (7 Jahre) ist da ähnlich. Seit er krabbeln kann, spielt er mit Schleich-Tieren und dann auch Playmobil (nur Thema Tiere). Da er viel vom großen Bruder übernommen hat und über die Jahre auch selbst entsprechendes Spielzeug bekommen hat, braucht er nicht mehr. Das sagt er selber. Anderes Spielzeug mag er nicht, zumal er fast nur draußen spielt, sobald es nicht regnet.
      Zu Weihnachten hat er statt neuer Spielsachen von uns einen Gutschein für eine Wanderung mit Rentieren (wird bei uns in der Junge angeboten) geschenkt bekommen. Darüber hat er sich riesig gefreut. Von den Großeltern gab es eine Kleinigkeit von Playmobil und von meinen Eltern eine Werkbank. Lego interessiert ihn absolut nicht. Dafür schnitzt er lieber, baut Dämme im Bächlein hinterm Haus usw.

      Ich denke schon, dass dein Sohn Spielzeug zu schätzen weiß, aber nicht das Bedürfnis nach dauernd neuen Sachen hat. Nur weil andere Kinder gerne mit Lego & Co. spielen, muss er das nicht auch zwangsläufig gut finden. Und nur weil viele Kinder am liebsten dauernd neue Sachen haben möchten, muss er das doch nicht übernehmen!

      Wenn er sich nicht so sehr für Spielzeug interessiert... woher hat er dann so viele Sachen, dass er davon "erschlagen" wird. Vielleicht hat er wirklich viel mehr, als er bewältigenden kann.

      LG Silvia

      • Ich habe ihn vieles einfach gekauft, wovon ich annahm dass es ihm gefallen könnte. Und auch von Verwandten kommt recht viel. Geld will irgendwie niemand so recht schenken, daher muss ich immer Ideen sammeln, was natürlich schwer ist wenn er es nicht selbst genau weiß was ihn interessiert. Wenn er wie Dein Jüngster wäre und sagen würde er brauche nicht mehr, dann fände ich das super, aber das kann bzw. macht er auch nicht.

        Irgendwie kommt er mir schon manchmal so innerlich getrieben vor, mit was er sich nun noch beschäftigen könnte - daher war ich die ersten Jahre in der Annahme ich müsse erst noch was finden was ihn interessiert. Natürlich hat er bislang immer was zu Geburtstag und Weihnachten bekommen - er war ja auch unser erstes Kind und es war noch nichts an Spielzeug da. Es ist jetzt nicht übermäßig viel was er hat, aber es kommt natürlich doch was zusammen.

        Eigentlich findet er alles doof mit was er sich alleine beschäftigen müsste. Sein kleiner Bruder hat anfangs ausgiebig mit den Sachen vom Großen gespielt, ganz konzentriert. Oft war er nach 1-2 Stunden immer noch am selben Fleck ;-) Momentan übernimmt er eher das Spielverhalten vom Großen bzw. seit er Laufen kann rennt er auch nur noch pausenlos durch die Gegend. Ich hoffe, das gibt sich irgendwann wieder und das Spielzeug findet doch noch einen begeisterten Abnehmer. Ganz verschwinden lassen kann ich es also sowieso nicht, weil der Kleine sich dafür interessiert. Und vielleicht spielen sie in Zukunft auch mehr zusammen damit.

        Danke für Deine Antwort!

        • Wir machen viele Ausflüge. Aber trotzdem hat unser Sohn sich total über die Aussicht auf eine Wanderung mit Rentieren gefreut. Unser großer Sohn will seit einem Jahr nach Hamburg ins Miniatur-Wunderland (riesige Modellbahnanlage). Da Hamburg 500km entfernt ist, geht das nur als Kurzreise. Ein Gutschein dafür (plus Reiseführer) war dann sein Weihnachtsgeschenk

          Nach die mal nicht zu viele Gedanken über kommende Weihnachten und Geburtstage. Dein Sohn kommt in ein Alter, in dem vielleicht Experimentierkästen, ferngesteuerte Autos, Inlineskates, Schwimmflossen, Schnorchel und Taucherbrille, Carrera-Bahn etc. für ihn interessant werden.

          Mein großer Sohn hat zu Weihnachten eine Angel bekommen. Jetzt kann er mit einer Freundin von mir und ihren Jungs angeln gehen. Und wir können in unserem Frankreich-Urlaub unser Anglerglück versuchen (und ich komme langfristig wohl um nen Angelschein nicht herum...).
          Als er fünf wurde, hat er von meiner Mutter eine komplette "Koch-Ausrüstung" bekommen, also Schürze, zwei Töpfe, kleine Auflaufform, Kochlöffel, Schneebesen und ein geeignetes Küchenmesser. Zu der Zeit hat er unheimlich gerne gekocht und konnte mit ein wenig Anleitung schon gut kochen (incl. Mehlschwitze für Soße usw.). Ja natürlich haben wir genügend Töpfe und Auflaufform, aber er war stolz auf seine ehemalige eigenen Sachen. Die verwende ich mittlerweile normal mit, aber u der Sohn weiß ganz genau, was eigentlich ihm gehört.
          Mit meinem Vater bauen die Jungs gerne im Baukeller. Über Jüngerer sägt mit Vorliebe Äste klein und verklebt die dann zu Zäunen für seine Bücher. Die Kinder haben bei meinen Eltern eigenes Werkzeug, worauf sie stolz sind.

          Was ich damit sagen will...es gibt etliche Möglichkeiten, etwas zu schenken, was nicht das typische Spielzeug ist.
          Ihr werdet immer etwas finden, das ihm gefällt. Aber ich würde nicht noch mehr Lego oder Playmobil kaufen, wenn er daran letztendlich kein Interesse hat. Mein jüngerer fängt garantiert nicht an, mit Lego zu bauen, nur weil er ein neues Set bekommt. Er weiß, was vom großen Bruder existiert, aber das ist ihm vollkommen egal

    Hallo

    Meiner ist auch so.

    Seine Wünsche zu Weihnachten waren tiptoi mit feuerwehrbuch weil er das bei einem Freund gesehen hatte und ein Ritter von playmobil.

    Tja das tiptoi wird so gut wie nicht benutzt Obwohl die Freude beim auspacken riesengroß war. Aus dem Ritter wurde eine Ritterburg was anfangs total toll war aber nun auch nicht mehr so recht bespielt wird. Zumal es zum Geburtstag vom Papa noch das Piratenschiff und vom Paten Onkel eine zweite kleine Ritterburg gab. Sein Zimmer bei Papa sieht aus wie ne Werbung für playmobil #rofl es gibt sogar Schild und Schwert in Kids Größe von playmobil.

    Und was macht Junior? Sammelt weiter fleißig Stöcke die dann als Schwerter benutzt werden. Der Kleiderbügel dient hervorragend als Pfeil und Bogen und alles andere wird dann doch meistens ignoriert.

    Bei mir hat er viel Lego und noch duplo damit kann er sich stundenlang beschäftigen immer wieder neue Raumschiffe oder sonstiges bauen. Vlt wäre das auch was für euren Sohn?

    Ich finde es ehrlich gesagt überhaupt nicht schlimm scheinbar haben unsere Kinder ja eine blühende Fantasie das finde ich klasse.

    Im Kindergarten spielt unserer am liebsten auch Rollenspiele völlig egal ob mit Jungs oder Mädels. Er beteiligt sich zwar am basteln und malen und macht das auch gern aber von alleine kommt er da nicht drauf. Lieber was bauen oder die puppenecke mit Küche.

    Zuhause wird auch viel gekocht aber auch da war es schon immer so das er am liebsten meine Küchenutensilien nutzt. Wenn ich also mal wieder nen Topf Sieb oder sonstiges Suche ist es garantiert im Kinderzimmer ;-)

    Vlt kommt es bei deinem Sohn auch noch das er playmobil und co ganz toll findet.

    Lg

    • Danke für Dienen Beitrag.

      Also etwas Bauen ist überhaupt nicht sein Fall bis jetzt, zumindest nicht selbständig. Vor kurzem hat er das erste kleine Lego bekommen mit Thema und das Aufbauen nach Anleitung hat ihn sogar richtig Spaß gemacht - allerdings nur mit Papa. Und seitdem steht es nur herum:-[

      Basteln mag er sehr gerne, aber nur wenn ich mitmache.

      Es gibt eigentlich nichts was er gerne alleine macht. Für Rollen- oder Gesellschaftspiele braucht er natürlich auch IMMER jemanden. Für ihn das liebste und beste wäre wahrscheinlich: überhaupt kein Spielzeug, aber immer einen Spielpartner. Ich hoffe, sein kleiner Bruder ist bald soweit #schwitz

      • Mit dem Lego Junior hat sich meiner auch nur solang beschäftigt bis es fertig war. Seit dem steht es bei uns auch nur rum.

        Vlt kommt es noch das eurer mal wild drauf los baut.

        Rollenspiele kann meiner irgendwie auch alleine. Kann höchstens mal passieren das ich als Burgfräulein die Küche nicht verlassen darf weil ich gerettet werden muss #rofl

        Aber er hat sich schon immer alleine beschäftigt. Schon als Baby war er zufrieden mit sich selber und hat am liebsten spazieren geschaut.

        Gesellschaftsspiele liebt er aber das hat er von seinem Papa. ;-)
        Ich war im übrigen ganz ähnlich wie mein Sohn. Am liebsten draußen oder mit der eigenen Phantasie spielen. Ich bin aber wie er auch Einzelkind da spielt man dann eben gezwungener Maßen oft mit sich selbst.

        Na wenn es noch einen kleinen Bruder gibt dann würde ich aber noch nichts weggeben oder verkaufen wer weiß wie der kleine Mann so drauf ist. ;-)

        Lg

        Nochmal ich, ist wirklich genau wie bei meiner Tochter, was Du beschreibst...

Hallo

Dein Kind scheint eher der Typ Rollenspiel zu sein. Da gibt es 1000 Dinge. Accessoires, Kostüme usw. Oder was für draußen (Schubkarre, Besen, etc).
Unsere Kinder bekommen aktuell eher Bewegungssachen. Wir haben z.B. ein deckenhohes Klettergerüst in einem der Zimmer. Seit einem Jahr täglich von den beiden Kindern mit Begeisterung genutzt.

Eines unserer Kinder zeigt ähnliches Spielverhalten wie du es beschreibst. Das malt, bastelt, ist sehr kreativ, verkleidet sich, liebt modellieren (Kinetic-Sand oder auch Knete).

LG

  • Ja, da hast Du wohl recht...

    Einmal hat er eine große begehbare Ritterburg für sein Zimmer bekommen (war eine Anfertigung vom Schreiner). Ich hielt es für eine gute Idee weil er total auf Spielhäuser stand, solange es dort Türen und Fenster zum Aufmachen gab...

    Jetzt nimmt sie viel Platz weg und wird viiel zu wenig genutzt. Wenn ich ihn frage ob wir sie mal hergeben wollen und er dafür was anderes bekommt, dann ist das Geschrei groß.

    Aber als eine kurze Zeit bei uns unser alter ausrangierter Esstisch in der Wohnzimmerecke stand dann wollte er ständig dass ich ihm eine Räuberhöhle o. ä. baue. DAS war dann wieder interessant und wäre es wahrscheinlich heute noch aber ich wollte im Wohnzimmer auf Dauer keinen 2. Esstisch - und er hätte am liebsten sowieso nur angeschafft was zu tun ist...

    Aus dem Kindergarten nimmt er immer allen möglichen Kram mit (vermeintliche Basteleien und erklärt mir immer was was ist (man erkennt nicht viel;-)), aber wehe er soll mal was davon ausmisten #schwitz

Hallo!

Mein Sohn ist zwar erst 3, aber er interessiert sich auch nicht sonderlich für Spielzeug! Am meisten freut er sich über Bücher oder Puzzles. Er spielt zwar auch mit Spielsachen, aber meistens nur, wenn jemand ihn dazu animiert. Ich kann mit ihm ohne Probleme in ein ein Spielwarengeschäft gehen und dann auch wieder rausgehen ohne dass es Theater gibt.

LG

sweti84

Meine Tochter ist genauso! Anfangs fand ich es auch irgendwie komisch, denn ich war ein Kind, dass sich stundenlang mit Spielzeug beschäftigt hat.

Mittlerweile habe ich einen anderen Blick darauf, denn meine Tochter spielt bei genauem Hinschauen sehr kreativ und: je weniger sie hat, desto ideenreicher wird sie. Ich habe in ihrem Kinderzimmer deutlich abgespeckt. Wenn ich Dinge, mit denen sie gar nicht spielt wegpacke und sie es nicht mal merkt, dann verkaufe ich sie auch dauerhaft. Alles andere lagert erstmal im Keller und wird viell. irgendwann von unserer kleinen Tochter bespielt.

Was hier hoch im Kurs ist:

- Verkleidekiste
- Mal- und Bastelsachen
- Kissen, Decken, Hüpfmatratze
- Kinderküche mit wenig Zubehör und echten Lebensmitteln (Nudeln, Reis, Bohnen usw)
- Puppenwagen, Puppe
- Musik, Hörspiele
- Gesellschaftsspiele, Steckspiele, Puzzle
- Bücher in Hülle und Fülle
- Alles für Draussen: Fahrrad, Roller, Sandzeug, Schlitten, Springseil, Kegelspiel etc

Dieses Jahr hatte meine Tochter zu Weihnachten ihren ersten Herzenswunsch: einen Fotoapparat. Sie fotografiert wirklich mit Leidenschaft.

Ansonsten schenke ich viele "praktische Dinge", auch Dinge zum Natur erkunden, Sportgeräte etc. sowie Bücher und Cds aller Art.

Zum 5ten Geburtstag werden es:

- Inliner
- Ein Fernglas und eine Lupe
- Erstlesebücher
- Dominosteine
- Theaterkarten

Reines Spielzeug ist eher die Ausnahme. In Ansätzen mag meine Tochter Playmobil, Stofftiere und Puppen – aber: ich muss mit ihr zusammen spielen oder sie spielt mit ihren Freunden. Alleine und versunken spielt sie damit höchstens eine Viertelstunde.

Generell sind wir viel draussen und treffen uns mit anderen Kindern. Zu Hause kochen und backen wir oft zusammen. Und wenn es nur Obstalat schnippeln oder Waffeln backen sind. Solche Dinge machen ihr Freude. Sie ist ein neugieriges, sportliches Rudeltierchen. Ich habe es mittlerweile kapiert. :-p

  • Auch hier wird meine Tochter beschrieben (außer Hörspiele mag sie nicht und Puzzles nicht, Puppen auch nur ab und an), aber sonst sehr ähnlich, wie Du lustigerweise beschreibst, ein neugieriges, sportliches Rudeltierchen, ich würde bei meiner noch die Adjektive fröhlich und gesellig hinzufügen. . ;-)

Das könnte auch meine Tochter sein. Sie wünscht sich auch nichts, sagt sie wünscht sich Überraschungen. Jetzt erstmalig, da wünscht sie sich konkret etwas, nämlich einen Roller. Aber ansonsten.. Als sie sich das Daumen lutschen abgewöhnte, hatte ich ihr versprochen, sie darf sich etwas aussuchen, wir irrten in einem riesigen Spielwarenladen herum und sie hat am Ende nichts gefunden.Gingen in einen 2., da schlug ich ihr eine sprechende Puppe vor, die wollte sie dann auch. Wird aber auch nur selten bespielt. Sie malt gerne und spielt auch gerne Gesellschaftsspiele oder wie Dein Sohn draussen mit Steinen, Blättern etc. Rollenspiele mag sie auch, verkleidet sich gerne. Kriegt gerne vorgelesen, sieht gerne Filme (Hörspiele nicht). Am liebsten spielt sie mit anderen Kindern zusammen. Aber alleine Playmobil, Puppenstube, Barbie, Lego... nur ab und an mal. Wegräumen bringt auch nicht die Lösung, vermisst sie dann auch nicht. Also Du siehst, so etwas gibt es öfter. ;-) Ich mache mir jetzt auch schon Gedanken, was wir ihr zum nächsten (6.) Geburtstag schenken könnten? Die vergangenen Geburtstage bekam sie Großes, eine Rutschbahn für den Garten, ein Trampolin für den Garten... diesmal hab ich noch gar keinen Plan, außer dem Roller. Aber Großeltern etc. wollen ja auch etwas schenken. Schwierig.
Naja, wollte Dir nur sagen, das gibt es also nicht nur einmal. ;-)

LG

  • Wie bei uns #liebdrueck. Mein Sohn antwortete als er 3 Jahre alt war, auf die Frage: " Was wünscht Du Dir denn zum Geburtstag? mit: "Alles Gute!" #rofl

    Da hat er recht...

    Bei uns gibt es nur sehr wenige Dauerbrenner - seine Küche (hat er mit 18 Monate bekommen und es vergeht kein Tag an dem er nicht damit spielt. Sein Fahrrad (hat es mit 3 1/2 Jahren gelernt und seitdem ist es nicht mehr wegzudenken und eine Haba-Schiffschaukel in seinem Zimmer. Die liebt er auch. Aber sonst?

    Nichts ist für die Ewigkeit. Im Kindergarten sagen sie auch er wäre so vielseitig interessiert, aber kein Interesse überwiegt so wirklich. Man möchte doch nichts kaufen wo die Freude nur so kurz weilt...

    Im Sommer bekommen die Jungs eine Wasserrutsche - mal sehen ob damit auch nur die Nachbarskinder spielen #schmoll

    • Ist ja süß die Geschichte mit dem Geburtstagswunsch "Alles Gute", lach. #rofl
      Haba-Schiffschaukel muss ich direkt gleich mal schauen, wäre vielleicht auch was für meine Kleine? Bis zu welchem Gewicht geht die?

      Ja, wie gesagt, bei meiner Tochter ist es echt genauso, sie hat immer nur kurz Freude an den Sachen. Zu Weihnachten wünschte sie sich - oh Wunder - ein Pferd von Barbie, das wurde 2 Tage bespielt, obwohl es ja gewünscht war. *seufz* (Barbie-Pferd und Roller waren jetzt so die ersten Wünsche, die sie mal äußerte, aber ansonsten sind nach wie vor Überraschungen gewünscht.

      Wenn andere Kinder da sind, dann spielt sie schon mit Barbie & Co, aber alleine halt nicht. Sie ist halt ein "Rudeltier".;-)
      Viel Erfolg mit der Wasserrutsche! Daran hat meine Kleine einen riesigen Spaß, ist sicher auch was für Deinen Sohn. ;-)

      LG

(21) 19.01.16 - 12:02

Hallo,

unsere Tochter (8,5) ist ähnlich veranlagt.
Mit Figuren jeglicher Art (Schleich, Playmobil, Lego, Barbie...) hat sie schon immer nur gespielt, wenn andere Kinder das mit ihr spielen wollten.
Sie hatte auch nie so eine Lillifee- oder Monster High- oder sonstwas-Phase.
Lego-Bausätze werden begeistert aufgebaut - und dienen dann als Staubsammler.
Mit Lego-Steinen spielt sie manchmal, meist aber eher, weil ihr Bruder das möchte.
Malen tut sie kaum. Malen nach Zahlen findet sie doof. Handarbeits-Sachen oder Loom-Bänder oder ähnliches macht sie alle Jubeljahre mal.

Sie hatte lange eine extreme Puzzle-Phase, spielt ab und zu mal Gesellschaftsspiele und ansonsten am liebsten Rollenspiele. Bücher kann man ihr auch immer schenken, und sie läßt sich immer noch gerne vorlesen.
Und sie spielt gerne am Computer, da aber auch gerne Lern- oder Logikspiele. Aber das wollen wir nicht ausbauen.
Außerdem ist sie gerne draußen. An Hobbies hat sie Gitarre, reiten und voltigieren.
Zu Weihnachten hat sie einen ferngesteuerten Hubschrauber bekommen. Den findet sie gerade spannend und trainiert mit ihm das Fliegen. Mal sehen, wie lange es anhält.

Tja, da haben wir auch immer so unsere Probleme mit Geschenken. Brettspiele haben wir genug, Puzzle auch und nur Bücher zum Geburtstag oder zu Weihnachten ist ja nicht so der Bringer.
Aber was soll man machen? Unnormal ist das jedenfalls nicht. Es sind eben nicht alle Kinder gleich.
Unserem jüngeren Sohn kann man dagegen mit Playmobil, Lego, Konstruktionsspielzeug u.ä. eine Freude machen.

LG

Heike

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