Tagesmutter oder Kindergarten?

    • (1) 23.01.16 - 21:22

      Tagesmutter oder Kindergarten?

      Einige Kinder gehen sicher schon in die Betreuung, einige kommen erst noch dahin, aber wo werden eure Kinder betreut? Und was hat euch zu dieser Entscheidung bewogen? Gerade an die, die eine Tagesmutter haben, was war euch wichtig. Ich würde mich speziell bei den TaMu Kindern über ein bißchen mehr Info freuen. Mein Großer ging in die Kita (45 Kinder in 3 oder 4 Gruppen) und mein Kleiner ist auch in der Kita angemeldet. Hier ist das mit Plätzen allerdings sehr schwierig, so dass ich eventuell auch auf eine TaMu zurück greifen muss. Auf was habt ihr bei der Auswahl genau geachtet? Für mich völliges Neuland. Danke für eure Berichte ;-)

      • Ich musste wieder arbeiten als meine Maus 15 Monate war. Haben uns für eine Tagesmutter entschieden, weil mein Kind sehr auf mich fixiert und insgesamt schüchtern war/ist. Sie war schnell überfordert wenn es laut oder wild wurde. Eine Tagesmutter baut (denke ich) eine engere Beziehung zu den Kindern auf. Die Eingewöhnung dauerte auch länger als gewöhnlich, aber letztendlich ist mein Kind gut angekommen, und hat eine Bindung zur Tagesmutter aufgebaut.
        Inzwischen suche ich allerdings trotzdem einen Kitaplatz (ab Sommer), weil meine Maus mit Abstand die Älteste ist, und mit den anderen Kindern etwas "unterfordert". Da sind Kitas wiederum im Vorteil, es gibt immer Ältere oder Gleichaltrige, und das Spiel-/Förderangebot ist auch größer.

        Ich fand auf der einen Seite Großtagesplfegen, bzw Pflegenester sehr interessant.

        Dadurch, dass sich dort mehrere Tagesmütter zusammen getan haben, hat man die Nachteile, wie Ausfallzeiten bei Krankheit oder dass ma kurz keiner bei den Kindern ist, sehr minimiert.

        Die passten bei uns allerdings alle von den Betreuungszeiten her nicht.

        Wichtig war uns, dass die Tagesmutter nicht im eigenen Haushalt betreut (also Wohnung nur für die Kinderbetreuung). So umgeht man, dass viel "Eigenes" nebenher gemacht wird.

        Außerdem, dass sie die Möglichkeit haben rauszugehen und die Tagesmutter das auch tatsächlich macht. (Unsere Tagesmutter ist regelmäßig mit den Kindern in den Garten gegangen oder auch raus zum Einkaufen oder zum Markt)

        Bio-Essen und Co waren uns nicht wichtig - "normale" gesunde Ernährung, wie bei uns daheim, reichte uns aus.

        Eigene Kinder, die nicht mehr im Betreuungsalter sind, empfanden wir auch als Pluspunkt (Erfahrung mit eigenen Kindern, aber die spuken nicht mehr zusätzlich in der Betreuung herum)

        Die Chemie zwischen uns und der Tagesmutter musste genauso stimmen, wie zwischen ihr und unserem Kind. Deswegen waren wir froh, dass wir vorher schonmal nachmittags vorbei kommen konnten, wenn nicht mehr alle Kinder da waren.

        So konnte man das etwas ausloten.

        Na ja, bei allen Betreuungsangeboten, die wir uns angeschaut haben, hatten wir immer direkt schon zu Beginn ein Gefühl, ob es passen kann oder gar nicht geht.

        Wenn man eine Tagesmutter sucht, die Familienanschluss bietet, passen unsere Kriterien natürlich nicht.

        Vg Lia

        • (4) 23.01.16 - 21:40

          Ach so - bei uns war es auch nur eine "Übergangslösung" bis zum Kita-Beginn. Da bei der Tagesmutter auch nur kleinere Kinder waren, war es zwar für den Anfang super, aber jetzt braucht sie auch "mehr". Genau wie bei meiner Vorschreiberin.

      Ich bin selbst Erzieherin.
      Und ich muss ehrlich sagen: ich steh erstmal nicht so auf Tagesmütter ;-)
      Seitdem mir ne völlig inkompetente Mutter gesagt hat, dass sie eine ist, bin ich vom Glauben abgefallen.
      Für mich persönlich würde dagegen sprechen, dass eine tagesmama nicht pädagogisch ausgebildet ist, nicht kontrolliert wird und bei Krankheitsfällen ihrerseits oft keine Betreuung stattfinden kann.
      Jetzt kommt mein Aber ;-) :
      Habe ich(!) ein Kind, dass ich mit unter 2 Jahren fremdbetreuen lassen muss, und ich würde keine Krippe finden, die meinen Ansprüchen entspricht, dann würde ich mich gründlich nach einer umsehen.
      Die Kommunikation müsste für mich stimmen, die Betreuung im Krankheitsfall ihrerseits abgesichert sein. Sie sollte nicht zu viele Kinder betreuen und liebevoll mit ihnen umgehen. Mit unter 2 muss für mich auch nicht großartig irgendwas "pädagogisch wertvolles" umgesetzt werden.

      Eine Krippe für unter 2-3 jährige sollte für mich besonders liebevoll sein und es sollten nicht zu viele Kinder auf eine Erzieherin kommen. So ab 2 Jahren sollte den Kindern ein bisschen was geboten werden.

      Mein großer kam mit 2 in die Kita meiner kollginnen. Ich kannte die Erzieher, die Einrichtung und das Konzept. Und Max geht es so gut da! Und ich freue mich für meinen kleinen, wenn er mit 2 auch dorthin darf #verliebt

      • (6) 24.01.16 - 11:21

        zwei kleine Anmerkungen.
        Tagesmütter sind sehr wohl pädagogisch ausgebildet und selbstverständlich stehen wir unter stetiger Kontrolle des Jugendamtes.
        Zumal Tagesmütter seit 2013 den Krippen und Kitags gleichtgestellt sind und die Eltern bei Krankheit der Tagesmutter anspruch auf einen Notfallplatz haben.

        Ich kenne auch inkompetente Mütter, die in Kitas als Erzieherinnen arbeiten. ;-)

        • (7) 24.01.16 - 11:28

          Ich kenne auch inkomptente Erzieher ;-) die müssen nicht mal mütter sein #schein

          Was für ne Ausbildung haben denn Tagesmütter? Ich kenne es so, dass sie x Stunden absolvieren und dann tagesmama sind.
          Eine Erzieherin hat 4-5 Jahre Ausbildung hinter sich.

          Und Anspruch auf Notfallplatz ist immer so ne Sache....wenn ich mein kleines(!) Kind mühevoll eingewöhne und die Tagesmutter krank ist, dann würde sich mir alles sträuben, mein Kind ganz woanders abzugeben und diese Person womöglich noch nie gesehen zu haben.
          Ich spreche jetzt auch von Tagesmüttern, die in den eigenen 4 Wänden Arbeiten.

          Im Kiga oder Krippe gibt es eine "Kontrolle" untereinander. Damit meine ich, dass man Kolleginnen hat. Man beobachtet sich, spricht miteinander, tauscht sich aus.
          Da würde es (ich nenne jetzt mal nen extrem Fall) eher auffallen, wenn ein Kind zB. geohrfeigt wird. Bei der Tagesmutter nicht.

          • (8) 24.01.16 - 11:53

            Nun zum einen haben die, ich kenne, entweder SPA oder Erzieherausbildung. Plus Jährliche Fortbildungen an denen man teilnehmen muss. Und jeder der keine Entsprechende Ausbildung hat muss eine Qualifizierung machen. Dieser Grundquailfizierung und dann gibt es je nach Alter was man Betreuen möchte noch Zusatzqualifizierungen. Das diese dem Erzieher Beruf nicht gleich zusetzten sind ist mir durchaus klar ( ich bin selbst Ausgebildetet Erzieherin ) aber doch dem der Kinderpflegerin oder SPA.

            Mit der Krankheitsvertretung ob es nun Ideal ist oder nicht, ist die eine Frage. Wer aber Beruflich darauf angewiesen ist, hat die Möglichkeit. Vor und Nachteile gibt es in jeder Betreuungsform.

            Ich habe auch lange in Kitas gearbeitet und mit der Gegenseitigen Kontrolle, klappt doch nicht wirklich in jeden Team. Ich kann dein Argument schon verstehen und auch Nachvollziehen da ist auch etwas dran. Aber bleiben wir mal bei den extrem Beispielen, wenn das mit der Gegenseitigen Kontrolle in Realität sogut klappt warum hört man dann immer wieder mal von Missbrauchsfällen in Kitas? Das müsste dann ja überhaupt nicht vorkommen.

            Fakt ist Schwarze Schafe gibt es überall. Aber perse Tagesmütter unter general Verdacht zustellen, wir hätten keine Kontrolle und würden mit den Kindern machen was wir wollen stimmt einfach nicht.
            Ich sehe meine Pädgogische Arbeit genauso wertvoll und qualifiziert wie sie eine Krippe leistet und würde würde da noch viel mehr in Erziehungspartnerschaften gehen. Jede dieser Betreuungsformen bietet seine eigenen Vor- und Nachteile.

            • (9) 24.01.16 - 13:46

              >>Aber perse Tagesmütter unter general Verdacht zustellen, wir hätten keine Kontrolle und würden mit den Kindern machen was wir wollen stimmt einfach nich<<
              Das hab ich doch garnicht #gruebel
              Hab doch sogar geschrieben, dass ich ein unter 2-jährigen durchaus zu einer Tamu geben würde.

              Seitdem ich halt mitbekommen habe, wie eine meiner Mütter tagesmama wurde, bin ich echt vom Glauben abgefallen. Ich kenne auch keine Erzieherin, die Tamu ist. Nur "normale" Mütter.

              Und genauso weiß ich, dass auch ne Krippe ihre Nachteile hat....das hatte ich auch geschrieben ;-)

              Für mich ist halt ne Qualifizierung keine pädagogische Ausbildung.
              Und ab 2 Jahren möchte ICH für MICH eine pädagogisch ausgebildete Fachkraft.

              (10) 24.01.16 - 13:57

              Ich seh grade, ich habe wirklich viel verallgemeinert.
              Das wollte ich natürlich nicht #hicks und das stimmt natürlich auch nicht.
              Es ist nicht jede Tamu nicht pädagogisch ausgebildet.
              Das ihr macht, was ihr wollt, schrieb ich aber nicht ;-)
              Da eben nicht jede Tamu Pädagogin ist, wäre das mir aber bei einem ganz kleinen Kind auch nicht so wichtig. Da wäre mir das erleben des Alltags wichtiger.

    Hallo,

    unser Sohnemann beginnt am 1.2 mit der Eingewöhnung. Er ist grad ein Jahr geworden.

    Wir haben uns für eine Tagesmutter entschieden, da ich/wir uns nicht vorstellen konnten, den kleinen Mann in eine große Kita zu geben. Bei der Tagesmutter geht es doch noch etwas persönlicher zu und es wird meiner Ansicht nach eine engere Bindung aufgebaut. Gerade für die ganz Kleinen, finde ich es wichtig, dass eine direkte Bezugsperson da ist.

    Es kam hinzu, dass es fast unmöglich ist, während des laufenden Kindergartenjahres einen Platz zu bekommen. Für eine Tagesmutter bis zum 3. Lebensjahr haben auch die Kosten gesprochen. Da die Betreuungszeiten individuell vereinbart werden, brauchen wir nur einen 35-Stunden-Platz.In der Kita wären es 45 gewesen.

    Welche Faktoren entscheidend waren? Schwierig zu sagen. Das hat viel mit Bauchgefühl zu tun. Eigentlich hatten wir nur ein K.o.-Kriterium: Keine Haustiere.

    Wünschenswert war eine Wohnortnahe Lage und die Betreuungszeit von 7 bis 17 Uhr. Nicht, dass der Kleine von 7 bis 17 Uhr da sein wird, aber da ich verschiedene Schichten habe, brauche ich diese Uhrzeiten. Und mein Mann kann nur eine späte Schicht von mir abdecken.

    Im Endeffekt hat die Chemie gepasst. Wir hatten ein gutes Gespräch und fanden es positiv, dass die Tochter unserer Tagesmutter im gleichen Haus auch als TM arbeitet und die Kinder schon mal im Garten zusammen spielen. Außerdem macht sie das schon länger und hat entsprechend Erfahrung. Toll fand ich auch von ihr, dass wir seit November einmal in der Woche vorbeikommen können, damit der Kleine sich schon mal mit ihr und den anderen Kindern vertraut machen kann. So konnte auch ich Einblick in den Tagesablauf bekommen und sehen, wie mit den Kindern umgegangen wird. Dadurch kann ich beruhigt wieder arbeiten gehen und weiß ihn gut betreut.

    LG darling3110 mit Nico an der Hand#verliebt

    Hallo!

    Wir haben drei Kinder. Die Großen gingen mit jeweils 2 Jahren in die Krippe. Eine sehr gute, wir waren damals zufrieden. Beim dritten Kind musste ich nach einem jahr wieder arbeiten und die Krippe kam wegen struktureller und personeller Veränderungen nicht mehr in Frage. Außerdem fand ich 1 Jahr für den Kita Start zu früh. Ich weiß ja, was die Kinder da alles bewältigen müssen. Sie ist fit, sehr offen und hätte das gepackt, aber ich wollte es nicht in dem Alter.

    Wenn ich gewusst hätte wie viel besser die tamu im Großen und Ganzen betrachtet ist, hätte ich die Großen schon damals zu einer geschickt. Es ist perfekt. Die kleine liebt die tamu und diese geht vollkommen auf sie und ihren Rhythmus ein. Unser Kind musste sich keinem Tagesablauf unterwerfen, den es noch nicht schafft. Unser mittlerer ist anfangs in der Krippe beim Mittagessen schon am Tisch fast eingeschlafen, weil er eigentlich eher hätte schlafen müssen. Die kleine schläft mit 2,5 Jahren immernoch vormittags und dann 1,5 Stunden. Das würde in einer Krippe gar nicht gehen.

    Die tamu fördert sie auch sehr, singt, geht raus, beschäftigt sich intensiv mit ihr, bastelt, malt, ... Und ein weiterer riesiger Pluspunkt: vollkommene Flexibilität. Sie nimmt sie zu jeder Tageszeit und ich habe keine Mittagsruhe, in der ich sie nicht abholen kann, weil es der Tagesablauf der Einrichtung so vorsieht. Das war früher für mich totaler Stress die Kinder nach der Arbeit rechtzeitig bis zur Ruhezeit abzuholen. Muss ich länger arbeiten oder brauche die tamu früh oder abends sogar, ist das kein Problem! Sie nimmt auch über Nacht. Haben wir nicht gemacht, aber sie hat unsere Kinder schon mal abends genommen als wir ausgegangen sind und das ins Bett bringen war auch bei der kleinen natürlich problemlos.
    Ich kann es Dir nur wärmstens empfehlen.

    Gefunden habe ich meine tamu durch Empfehlung einer bekannten. Ich habe mir zwei tamü angeschaut und bei der hat einfach die Chemie und mein Bauchgefühl gestimmt. Obwohl die Wohnung zeigt, dass sie nicht viel Geld haben, was bei der anderen viel luxuriöser war. Aber darauf kam es mir nicht an, es ging mir um die Person, die das Kind betreut. Sie hat ein großes Herz und ist allgemein sehr für Kinder engagiert auch im tamü-Verein und Jugendamt. Sie selbst hat mit ihrem Mann keine Kinder. Finde ich mit vielen Jahren Erfahrung als tamu auch kein Manko.

    Ich möchte gerne eine Lanze für die Tagesmütter brechen. Ich hatte Vorurteile und war sehr kritisch. Aber wurde eines besseren belehrt... Sie und die andern, von denen ich von Freunden und bekannten höre, machen ihre Arbeit sehr gut und vor allem individuell! Klar versuchen das auch die Erzieherinnen, aber ihnen sind durch die Abläufe und Gegebenheiten mit z.b. Viel mehr Kindern, da die Möglichkeiten natürlicherweise begrenzt.

    Schau und höre dich um. Ruf beim Jugendamt und tagesmütterverein eurer Umgebung an und schau dir mehrere an. Hör auf deinen Bauch. Aber ich würde es keinesfalls als schlechtere Alternative als die Kita sehen, sondern als eine gleichwertige oder gar bessere Alternative.

    Alles Liebe

    Fati

    • Auch wenn du eine Lanze brechen willst, es sind nicht alles Tagesmütter wie deine und es sind nicht alle Krippen so wie du sie kennen gelernt hast.
      Hier in der Krippe werden Kinder nach Bedarf schlafen gelegt, die eigentliche Schlafenszeit ist zwar zwischen 12:00-14:00(also sind hier die von dir beschriebenen "nicht möglichen" 1,5 Stunden locker drin) und die Tageskinder können sogar noch länger schlafen, aber wer früher müde ist wird eben früher hingelegt und wenn er dann bei der eigentlichen Schlafenszeit nicht mehr schlafen kann bleib er halt in Gruppenraum.
      Du siehst, es ist alles möglich.

      Es gibt halt solche und solche Einrichtungen..
      Und zum Punkt Flexibilität ist es doch auch eher die eigene Meinung, es gibt halt Menschen die auch für kleine Kinder einen einigermaßen geregelten Tagesablauf wollen zudem es ja auch um das Kind geht, bei "kommen wann man will" ist vieles nicht möglich was echt schade ist.

      • Hallo!

        Da magst Du Recht haben, dass auch Krippen flexibel sein können, aber hier gibt es das nicht bzw, die Krippen, in die Du Dein Kind guten Gewissens rein geben willst, bieten das nicht.

        Für uns war es wichtig, dass ich das Kind auch nur mal nachmittags für eine Fortbildung für 2 Stunden bringen kann oder für einen Arzttermin eine Stunde (wir haben auch keine Großeltern) und es muss nicht den restliche Tag auch rein, weil es so sein muss in der Einrichtung. Ich arbeite nur zwei Vormittage, aber in die Krippe hätte sie täglich gemusst. Finde ich bei Kindern unter 3 völlig over, wenn man die Betreuung nicht braucht, sondern das Kind die restliche Woche noch bei mir sein kann.
        Einen Rhythmus haben wir mit unseren Kindern zu Hause, jedoch folgt der eben nicht Den Zeiten einer einrichtung, sondern ergab sich aus ihren Bedürfnissen. Ich finde es super, dass es bei Euch flexible Krippen gibt, aber dann lebt ihr sicher in einem Ballungsgebiet. Ich denke auch an die Schichtarbeiter, deren Kinder die tamu auch betreut und dann morgens um halb sechs zu den Kindern heim fährt, damit die noch schlafen können und nicht in aller herrgottsfrühe mit den Eltern raus müssen. Die tamu bringt sie dann in den kiga. Luxus!
        Als unsere in der Krippe waren, war es für mich immer schwierig, da die erst um 7 aufgemacht hat und ich aber die Betreuung schon 15 min. eher gebraucht hätte. Was für eine Anspannung und Druck, die Kinder schnell abgegeben zu müssen, keine Zeit, sondern ganz schnell und dann ins Auto und losgeprescht...

        Ich denke, jeder muss für sich und sein Kind unten den vor Ort gegebenen Bedingungen entscheiden, was das beste ist. Ich wollte noch sagen, dass ich hier ausschließlich für unter 3 jährige spreche. Bei Kindern über 3 sehe ich es wie Du, dass da ganz andere Dinge zählen und da geht es dann auch täglich regelmäßig in den Kindergarten. Unsere kleine freut sich schon darauf und dann ist es auch richtig und wichtig. Aber auch hier kann die tamu als Bezugsperson vor und nach dem kiga für die Kinder da sein. Ich finde es sehr gut und möchte nur, dass man nicht wie ich Vorurteilen verhaftet ist und sich nicht öffnet. Es gibt solche und solche Krippen und tamü, aber wir haben in den letzten 8 Jahren zahlreiche Erfahrungen gemacht und darauf basieren meine Posts vor dem Hintergrund unserer Möglichkeiten der Betreuung hier vor Ort.

        Alles Liebe

        Fati

Ich habe mich bewusst für eine Krippe entschieden.
Das was ich über die Tagesmütter hier so gehört und gelesen habe war nicht so meins, zu dem waren sie nicht mehr flexibler als die Krippe sonder eher weniger (+Ausfall bei Krankheit).
Gut finde ich auch das die Krippe zu einem Kindergarten gehört und die Kinder so von Anfang an alle Erzieherinnen und auch den Kindergartenbereich immer wieder mal kennen lernen und es so nicht 2 größere Eingewöhnungen gibt.
Die Einrichtung hat ähnliche Vorstellungen und werte wie ich, einen tollen innen und Außenbereich und nach dem meine Tochter dort mehrere Monate ein Praktikum gemacht hat und mir aus erster Hand erzählt hat wie es so ist bin ich total glücklich mit der Entscheidung.
Los geht es bei uns aber erst Ende dieses Jahres :-)

Hi,

meine Tochter wurde ab 18 Monaten von einer Tagesmutter betreut. Sie war sehr erfahren und hat auch jährlich an Weiterbildungen teilgenommen. Mir war wichtig, dass es eine ältere Person war (hatte so den Oma-Status). Sie hatte immer 3-5 Kinder, meist zeitversetzt, so dass im Höchstfall immer 4 Kinder gleichzeitig beisammen waren. Ihr Mann war Rentner, der war auch zuhause. Er hat Schulkinder im Judo unterrichtet, von daher hatte ich jetzt kein "komisches" Gefühl, oder so. Die TaMu hatte eine feste Tagesstruktur, also morgens Obstfrühstück, dann gemeinsamer Spaziergang, danach Spielzeit (Essen kochen), gemeinsames Mittagessen, dann Mittagsschlaf und dann war ja schon Abholzeit. Das hat mir gut gefallen. Und für meine Tochter war es eine schöne Zeit. Sie haben viel gemalt, geknetet, gebastelt, sie hatte ein Spielzimmer für die Kinder, genügend Bobby Cars, so dass jedes Kind einen hatte zum fahren. Also sie war bestens ausgestattet und hat die Kinder wirklich liebevoll betreut. Es ist definitiv familiärer.

Mein Sohn ist 14 Monate und wird nun im Kindergarten eingewöhnt. Ich lerne also auch gerade die andere Betreuungsform kennen. Ich hätte ihn lieber zur Tagesmutter gebracht, aber ich muss morgens nun die Große in den Kindergarten bringen und zur Tagesmutter müsste ich halt mit dem Auto fahren, das geht dann nicht mehr, wenn ich noch zur Arbeit fahren muss. Der Zeitaufwand wäre zu hoch.

Also, im Kindergarten ist es auch strukturiert. Sie bieten den Kindern auch viel, aber ich vermisse ein wenig die Herzlichkeit. Auf 2 Erzieherinnen kommen 5 Kinder, also ein super Betreuungsschlüssel. Es wird morgens gespielt, dann wird gefrühstückt, danach wieder gespielt. Oft ohne "Anleitung". Es gibt so viele Dinge zum spielen, ich hab das Gefühl, dass mein Kleiner noch ein wenig "verloren" ist. Er ist ein Mamakind und kann sich im Moment nur schwer von mir lösen. Die erste Woche war schon wirklich gut, in der zweiten Woche mochte er nur bei mir sein. Morgen startet die 3. Woche und ich hoffe, es klappt besser, so dass ich auch mal raus kann. Es sind halt viele Kinder insgesamt da, der Lärmpegel ist höher, grad, wenn sich alle Kinder im Waschraum begegenen, um sich die Hände zu waschen oder so. Aber die Erzieherinnen achten auch darauf, dass die Kleinen nicht "untergehen", ich kann also nichts negatives sagen. Sie machen einen tollen Job. Und da es momentan auch die Eingewöhnung ist, halten sie sich noch etwas zurück. Wir hatten eine super Tagesmutter und sie konnte -meine ich- schneller eine Bindung zu meiner Tochter aufbauen, wie die Erzieherinnen zu meinem Sohn. Der allerdings ja auch früher in die Betreuung kommt, als meine Tochter. So richtig darf ich das nicht vergleichen. Er ist jünger und mehr Mamakind. Hätte ich die Wahl, würde ich ihn zur Tagesmutter geben. Ja, man hat das Risiko, dass evtl. keine Vertretung im Krankheitsfalle einer TaMu da ist. Aber ehrlich, unsere TaMu war in zwei Jahren insgesamt 5 Tage krank, das kann man wuppen. Und sie hat unsere Tochter auch mal außer der Reihe genommen, wenn ich einen Termin hatte, oder erst später kommen konnte. Das war nie ein Problem. Auch, dass sie für die Kleinen gekocht hat, war super. Im Kindergarten kostet das Essen für die Kleinsten schon 2 EUR.

Wenn du Fragen hast, dann melde dich ruhig per PN, ich wünsch Dir alles Gute!

LG Daniela

hallo,

die beiden großen (jetzt 10 und 12) sind regulär mit 3 in den kindergarten gekommen.
der kleine kam mit 6 monaten zu einer tagesmutter, weil ich schwer krank wurde und mich rund ein jahr nicht um ihn kümmern konnte. mein mann musste vollzeit arbeiten gehen und den haushalt schmeißen, verwandtschaft konnte sich nur unregelmäßig kümmern.
er blieb bis er ebenfalls regulär in den kiga konnte, bei der tagesmutter.
er entwickelte sich prächtig, die tagesmutter war super lieb (wir sind immer noch befreundet, der kleine hängt an ihr) und sie bot in ihrem haus alles, was das kinderherz begehrt! und die betreuung von 1:5 war unschlagbar.
in der kindergartengruppe waren auch viele u3 kinder, die jüngsten sind 1,5 jahre. in der gruppe sind 22 kinder, 2 erz.+1 praktikant. die alterspanne liegt zwischen 1,5 und 6.

die erz. versuchen das zu wuppen und die großen packen kräftig mit an, reichen die schnuller, trösten, putzen rotznasen. eigentlich sollen sie ja spielen, aber sie machen es gerne. trotzdem finde ich die situation in der gruppe meines jüngsten alles andere als optimal, die kleinen bleiben doch oft auf der strecke oder stehen irgendwo weinend rum.

von daher kann ich für kleinere kinder bis 2,5 nur eine GUTE tagesmutter empfehlen.

lg

eine tagesmutter, die das bietet, was ich von einer guten betreuung erwarte, gibt es hier nicht oder so gut versteckt, dass ich noch keine kennengelernt habe. gute kitas dagegen gibt es schon (wenn auch leider nicht so viele, die ich wirklich rundum gut finde, die sind hier auch deutlich in der minderheit). ich hab für meine kinder die perfekte kita gefunden und würde mit ncihts und niemandem tauschen. bin aber auch besonders kritisch, da selbst erzieherin.

die kriterien an eine tagesmutter sollten bei dir in etwa die gleichen sein wie an einen babysitter, da die betreuung meist eher unprofessionell ist, da sollte halt die chemie zwischen euch stimmen, und du solltest flexibel genug sein, dein kind kurzfristig nicht abgeben zu können, wenn sie ausfällt.

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