trotzphase mit fast 3 jahren?

    • (1) 25.01.16 - 20:55

      Hallo mamis, meine tochter (fast 3) ist seit ein paar wochen verdammt anstrengend. Sie hört nicht was man ihr sagt, sie macht was sie will und wenn es mal nicht ihrem kopf nach geht, dann schreit sie, schlägt oder kratzt...
      Ich erkenne mein kind kaum wieder.

      Ist das wieder so eine phase? Ich versuche dann in diesen situationen streng und konsequent mit ihr umzugehen, was aber nicht immer einfach ist. Wie macht ihr das?
      Lg

      • Nabend, bin zwar keine mutter aber ein alleinerziehender vater einer tochter im alter von 3 jahre.

        Ich kenne dieses verhalten das ist normal plus wutanfälle. Das beste was immer hilft geduld und streng sein. Sowas geht am besten wenn du vom kopf her im einklang bist d.h du musst ruhig sein und dich unter kontrolle haben dann kann dich niemand aus der ruhe bringen. Sei konsequent lass nichts durchgehen und wenn sie bockt dann mach ihre probleme weil sie das nicht bekommt was sie will nicht zu deinen problemen. Nach einer zeit gewöhnt sich das kind drann und merkt es kommt mit der art nicht weit. Setz klare regeln hört sich nun doof an aber ich finde mit 3 jahren sollte man schon regeln bekommen wie zb wenn es bockt ab ins zimmer spielzeug im wohnzimmer ok.. wo gehört es hin? Antwortet nicht ok dann schmeis ich es in den müll > kind sagt nein räumt es ins zimmer... kind schmeisst sich auf boden ich sag aufstehen kind reagiert nicht ok 1... 2... 3... immer noch nicht > aufheben ab ins zimmer bringen> du bleibst im zimmer > bockt rum > ok wenn du schreist mach ich die tür zu > kind sagt nein > ok kannst raus kommen wenn du fertig bist

        Nach ner zeit klappt es so hat es bei mir geklappt wenn ich draussen bin kind will laufen ok.. 1min später doch nicht ist bockig will aufm arm pech .. kind steht da will nicht weint > sag ich dann ich trag dich wenn wir zuhause sind gehst ins zimmer und bleibst da eine stunde klar kind kann kaum was damit anfangen mit 3 jahre aber... es wird sich anpassen ganz einfach... steigert sie es durch bocken auf z.b 3 std ist sie nach 30min lieb und nett ok wenn du dein zimmer aufräumst darfst als belohnung raus kommen

        So mach ich das und das einzigste was ich für probleme habe ist ab und zu ein wutanfall abends weil sie nicht schlafen will...

        Vllt konnt ich dir etwas helfen

        Wieso findest du das ungewöhnlich? Die "Trotzphase" geht doch bis mindestens 3 und auch danach wird es bestimmt immer wieder Phasen geben.

        Ich mach das eigentlich genau anders herum. Also ich versuch meinem Sohn das zu ermöglichen, was ihm in diesen Momenten so wichtig erscheint. Geht natürlich nicht immer aber sehr oft. Empathie ist doch viel wichtiger als irgendwelche Machtspielchen.

        LG

        • Mit macht spielchen hat es nichts zutun nur weil ich alles nicht durch gehen lasse ich sehe es nicht ein nur damit das kind still ist das sie alles bekommt und mit allem durch kommt so ist es nunmal später auch nicht im leben aber ich halte es eher in der mitte zwischen streng und ja ich lass es dir mal durchgehen...

          Das erspart mir hinterher viel kummer und sorgen möchte ja keine tochter im alter von 14 haben die mir auf der nase rum tanzt...

          • Ich glaube, du verwechselst da etwas. Du hast wahrscheinlich diese Kinder im Kopf, die in der Pupertät völlig abdrehen und dahinter steht die Mama: "Es hat immer alles bekommen, ich habe alles für sie/ihn gemacht, ich verstehe einfach nicht, wie es so kommen konnte."

            Das wäre natürlich schön, wenn man solche Abstürze mit etwas Härte und Konsequenz vermeiden würde. Ich denke, die Komplexität des Themas steht außer Frage. Zweifellos birgt eine stark autoritäre Erziehung nicht weniger Gefahren, als die über alle Maßen verhätschelnde.

            Deshalb: Meine persönlichen Grenzen lass ich auch nicht übertreten oder wenn es um Hygiene geht. Alles andere ist verhandelbar bzw. wird hinterfragt. Ich mach mir ehrlich null Sorgen, dass meine Kinder mit 14 Jahren im übertriebenen Maße auf meiner Nase rumtanzen... klar, da werden sie wieder ein Stück mehr Autonomie einfordern, was ganz natürlich neue Reibereien mit sich bringt.

            Die Sorgen würde ich mir schon auch machen, wenn ich meinem Sohn in dieser entscheidenden Phase (Autonomiephase) zu wenig Selbstfindung zugestehen würde. Also wenn seine Autonomie durch mein stark autoritäres Verhalten ständig infrage gestellt werden würde. Und wie in deinem Fall noch entwürdigendes Verhalten meinerseits dazukäme (in Bezug auf deine Erziehungsmethode bei "Trotzanfällen"). Je nach Charakter des Kindes hätte es dann die Wahl: Entweder er lehnt sich in der Pupertät umso stärker auf oder es setzt all seine Kraft in (zum Teil verspätete) extreme Trotzreaktionen, evtl. bis hin zum autoaggressivem Verhalten oder es gibt auf, verinnerlicht einen geringeren Selbstwert "ich bin fehlerhaft", "der Mächtigere hat immer Recht", was wiederum zu entsprechendem Verhalten gegenüber sich selbst oder anderen Kindern führen könnte, oder oder oder - alles Tendenzen dich ich persönlich nicht so positiv werte. Natürlich gibt es auch noch Schutzfaktoren etc., die wenn ein Elternteil extrem autoritär auftritt helfen könnten usw und so fort...

            Dir scheint es eher wichtig zu sein, dass dein Kind folgsam und angepasst wird und sich gut in Machtsystemen unterordnen kann. Ob das gut ist oder nicht, es ist deine Sache. Für das Selbstwertgefühl deiner Tochter wünsche ich ihr natürlich genügend anderweitige Schutzfaktoren.

            Daher finde ich es schon sinnvoll, empathisch und wertschätzend, auch während eines Trotzanfalles zu reagieren. Dafür gibt es noch viele andere hier nicht benannte Gründe. Aber das wollte die TE ja auch gar nicht wissen, sondern nur, wie wir das so machen! ;-)

      ich mache das anders:

      wenn mein kind zickig ist (trotzphasen gibts nicht, mit trotz hat das nichts zu tun), dann weiss ich, dass sie sich nicht wohl fühlt in ihrer haut.

      wenn ICH mich nicht wohlfühle in meiner haut, dann ändert sich das nicht, weil meine umgebung streng und konsequent ist.

      darum biete ich meinen kindern lieber an, sie in den arm zu nehmen - und siehe da, es hilft immer.

      du kennst vielleicht den spruch: liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.

    • Hallo,

      solche Phasen haben die Kinder immer wieder.

      2,5 bis 3,5 oder bei manchen auch bis 4 ist so ein typisches Alter dafür.
      Danach sind Vorschulkinder, nach meiner Erfahrung, auf Krawall gebürstet.
      Mit 8 gibt es die nächste Zickenphase, und dann kommt irgendwann die Pubertät.

      Egal, ob man das Identitätsfindung oder Bockerei nennt, Fakt ist, dass diese Phasen die Umgebung der meisten Kinder richtig Nerven kostet. #schwitz

      Wie man damit umgeht, mußt Du austesten.

      Es gibt Kinder, denen kann man mit ganz viel Verständnis und Trost kommen und sie reagieren positiv darauf.

      Es gibt aber auch Kinder, von denen wirst Du höchstens noch lauter angebrüllt oder sogar vor's Schienbein getreten, wenn Du versuchst, sie bei einem Bockanfall zu trösten oder vernünftig mit ihnen zu reden.
      Unsere Tochter (jetzt 8,5) ist so ein Fall. Da half auch mit ca. 3 Jahren nur, sie auf ihr Zimmer zu verfrachten und abzuwarten, bis sie sich abgeregt hatte.
      Und nein, die Kinder verschüchtern davon nicht, automatisch. #augen
      Unsere Tochter ist sehr selbstbewußt. Sie läßt sich von niemandem etwas gefallen, egal, wie alt derjenige ist. Das heißt jetzt nicht, dass sie eine Krawallbürste wäre, aber unter der netten, vernünftigen Oberfläche, steckt ein eiserner Wille. #schwitz
      Zur Zeit ist sie Klassensprecherin, und das nicht nur auf dem Papier.

      Und dann gibt es natürlich noch alle Formen von Kindern dazwischen. Unserem Sohn (6) kann und konnte man häufig mit Verständnis und Trost kommen, manchmal klappt(e) das aber nicht. Da hilft dann auch nur, ihn raus zu schicken. Wobei bei ihm meistens schon 3 Minuten auf der Treppe reichen.

      Bei unseren Kindern ist und war es übrigens bei beiden so, dass man sehr konsequent sein muß, weil sie sonst aus einer Ausnahme eine Regel ableiten und dann wird es richtig stressig, diese Sache beim nächsten mal durchzusetzen.
      Auch Lehrerinnen und Erzieherinnen haben uns das so bestätigt.

      Oma hat bei unserer Tochter übrigens mal die Säusel-Verständnis-Erziehung getestet, als sie 3 war, und sie meinte, wir wären viel zu streng mit der Kleinen.
      Wir lagen in der Ecke vor Lachen, als Töchterchen Oma richtig schön springen lassen und vorgeführt hat bis es ihr auch gereicht hat. #rofl

      LG

      Heike

      Hallo,

      Das haben wir bei unserem Sohn auch, er wird im März 3. Vom extremen trotzen, schreien, nicht das machen wollen was gerade gemacht werden muss und nicht hören wollen ist alles dabei #schwitz. Geht so seit circa 3 Monaten... Aber es wird langsam besser (oder ich resistenter?) jedenfalls habe ich das Gefühl das liegt auch daran, dass er sich besser verständigen kann. Seit zwei Wochen ungefähr spricht er die ersten 4 Wort Sätze und stellt gezielt fragen, lernt jeden Tag haufenweise neue Worte. Es ist für ihn einfach eine große Umstellung schätze ich...

      Wie ich reagiere? Konsequent aber ich gebe auch nach. Beispiel heute Morgen, Sohnemann wollte unbedingt diese eine Jeans anziehen welche aber von gestern dreckig war (frag lieber nicht warum, mein Mann räumt die dreckigen Sachen abends wenn er den kurzen fertig macht nie in die Wäsche) und er wollte unbedingt die blauen Winterstiefel anziehen. Deal war am Ende, er darf die Stiefel anziehen obwohl es dazu zu warm ist, und dafür Suche ich eine andere Hose raus und er zieht sie an. Oder wenn wir vom Kindergarten nach Hause gehen, gebe ich manchmal auch einfach nach und denn laufen wir halt mal unnötigerweise auf der rechten Straßenseite anstatt auf der linken.
      Ich schätze man muss einfach einen guten Mittelweg finden, mit dem man vorallem selbst am besten Leben kann!

      Wo kann ich nachgeben, wo bleibe ich konsequent? Wie stehe ich hinter meiner Erziehung? Ich kann nun mal nicht sagen das er x nicht machen darf, wenn er es bei Oma und Opa denn doch darf.

      Ich kriege aber auch regelmäßig fast einen lagekoller, weil Sohnemann unbedingt diskutieren will und z.b. Die Softshelljacke nicht anziehen will... Bei uns zieht meistens die Aussage, dass er ja friert und nicht ich, nicht gerade pädagogisch wertvoll aber effektiv #rofl

      Viele Grüße Honigsuppe

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