Selbstständigkeit im Kindergarten

    • (1) 10.03.16 - 09:13

      Hallo!

      Ich hätte mal eine Frage an euch.

      Mein Sohn ist fast 3 und geht seid einem halben Jahr in den Kindergarten.
      Ich wurde im Kindergarten angesprochen das mein Sohn nicht selbstständig genug wäre. Er könnte sich kein Brot schmieren und würde sich nicht selbstständig an und ausziehen.

      Brot mag er nicht so gerne(auch zu Hause nicht)aber er nimmt sich im Kindergarten welches und braucht ewig bis er fertig ist. Er kaut und kaut...... . Ich vermute er nimmt sich Brot weil alle sich welches nehmen und er hat zu Hause ja auch schon gefrühstückt. Eine große Tasse Kakao und Rohkost. Vielleicht ist er einfach nicht hungrig? Ich weiß es nicht.

      Das nächste ist das an und ausziehen. Er macht er angeblich auch nicht allein. Wenn ich ihm aber bringe und abhole ziehtcer sich mit etwas Hilfe selbstständig aus. Es ist doch normal das ein fast Dreijähriger in einigen Dingen Hilfe braucht, oder?

      Ausserdem fällt er ständig und stolpert, stößt sich und fällt von Stühlen. Da sind wir aber dran und bisher steht nur noch der Orthopäde aus. Augen, Kopf und Ohren wurden schon ausgeschlossen.

      Ach Mensch, ich würde auch gerne mal was positives hören. Er ist sonst ein aufgeweckter kleiner Junge mit seinem eigenen Dickkopf.

      Lg sisa

      • (2) 10.03.16 - 09:37

        Hallo,

        so schlimm ist das alles nun auch nicht. Eine Frage, warum frühstückt Dein Sohn zu Hause, wenn er im Kiga frühstücken kann? Ich würde das enweder, oder wählen. Bei uns gab es zu Hause ne Milch und im Anschluss Frühstück im Kiga.
        Das An- und Ausziehen lernt er schon noch, das würde ich kein Drama draus machen.
        Die Sache mit dem Stolpern hatte der Sohn einer Bekannten von mir auch. Er bekam Physiotherapie, regelmäßig, und Einlagen für die Schule und es wurde besser.
        Ich würde das einfach nur als Hinweis der Erzieher sehen, die meinen es sicher nur gut und auch nicht so negativ, wie Du es momentan auffasst ;-)

        LG

        • (3) 10.03.16 - 10:06

          Danke!
          Er trinkt einen Kakao und isst ein wenig Rohkost.

          Der Orthopäde steht noch aus. Vielleicht findet er ja die Ursache für das stolpern.

      Hallo,
      ich finde das auch überhaupt nicht schlimm und nicht negativ. Auch wenn ich verstehe das es für dich als Mutter gerade so rüber kommt.

      Vielleicht sollte dein Sohn morgens wirklich nur einen Becher Milch trinken oder ein Glas Saft, eine Banane essen oder einen Joghurt und mehr nicht. Ich mache das auch so, denn im Kindergarten wird eben gefrühstückt und leider gibt es auch immer recht zeitig Mittagessen, was dann doch alles recht viel ist meiner Meinung nach. Also viel hintereinander.

      Wenn er Zeit und Hilfe braucht soll er die doch haben und da würde ich mir auch nicht reinreden lassen. Du kennst dein Kind am besten! Meiner ist vier und braucht z.B. auch noch Hilfe beim Sockenanziehen und Knopf zumachen, finde ich nicht schlimm. Er kann sehr viel und ist aber auch bei vielem sehr faul. Ich weiß aber das er es eben auch kann und von daher mache ich mir da keine Sorgen!

      Es ist Aufgabe der Erzieher deinen Sohn zu unterstützen wenn er Hilfe benötigt und noch langsam ist. Woran hapert es denn? Darauf sollten die achten und schauen wie man helfen kann. Sprich es an!

      Bzgl. stolpern etc. wäre evtl. Ergotherapie gut.

    (6) 10.03.16 - 09:54

    Hallo,

    Toast hat meine Tochter zu Hause gegessen, den ich ihr vorbereitet habe. Im Kindergarten hat sie höchstens noch ein paar Kekse geknabbert, wenn sie mit den anderen am Tisch sitzen sollte.

    War für die Erzieherinnen in Ordnung.

    Sie haben auch den meisten Kindern beim An- und Ausziehen geholfen. Das war auch selbstverständlich.

    Die Augen würde ich noch einmal prüfen lassen.

    Eine Fehlsichtigkeit meiner Tochter wurde selbst beim Sehtest zur Schuleingangsuntersuchung nicht entdeckt, geschweige denn, dass es vorher beim Kinderarzt je aufgefallen wäre.

    GLG

Zum An- und Ausziehen, kann es sein, dass er abgelenkt ist, wenn er mit anderen Kindern sich zusammen anziehen soll. Mein Großer (fast 4) ist so ein Kandidat. Zu Hause und wenn er will kann er sich komplett anziehen (schon so ab 3) hat bis vor kurzem noch Hilfe beim Reißverschluß gebraucht und der Hosenknopf geht noch nicht, aber alles andere klappt super. Aber wenn wir im Kindergarten ankommen und da sind gerade auch andere Kinder gekommen, dann ist er damit beschäftigt zu schauen, was wer macht. Oder sich mit irgendwem zu unterhalten. An- oder Ausziehen ist total vergessen.

lgj

(9) 10.03.16 - 12:10

Hallo,

ich habe die altmodische menung, dass ein noch zweijähriges Kind sich sicher nicht komplett an und ausziehen muss.

Meine ist 3 und kann noch nicht alles allein.

Ich wunder mich immer über die 2jährigen, die offenbar schon alles können (Pullover anziehen, Strumpfhose, Hose zuknöpfen,..)#gruebel

Vielleicht können die ihm im Kindergarten das Brot einfach halbieren?

LG

  • (10) 10.03.16 - 21:58

    pullover und strumpfhose konnten meine mit zwei jahren. hose zuknöpfen und schuhe binden nicht, weil es nicht nötig war. ich habe ihnen schlupfhosen und klettschuhe angezogen, damit sie es alleine können.

    ich hab aber auch mädchen, die sind ja oft etwas ehrgeiziger darin, selbstständig zu werden.

(11) 10.03.16 - 14:15

Mit noch nicht mal 3 Jahren ein Brot selbstständig schmieren #augen. Müssen sich Neugeborene ihre Flasche auch selbst zubereiten? Also wenn er es selbstständig isst, reicht das völlig in meinen Augen. Ein Kind sollte mit 4 Jahren mit Besteck umgehen können. Von 2 Jahren war nie die Rede.
Mit dem selbstständigen Umkleiden sehe ich das etwas anders. Klar gibt es schwierige Kleidungsstücke. Aber du schreibst, dein Kind kann sich nur mit Hilfe ausziehen..., das würde bedeuten, vom Anziehen ist er noch weit entfernt.

Klar ist es normal, dass ein Dreijähriger Hilfe braucht, aber meinst du nicht, daß du das Ganze etwas arg verharmlost? Ganz besonders wenn du diesen Punkt des fallens, stolperns und stossens noch mit aufzählst. Da sollte dir doch klar sein, dass deinem Sohn "etwas" fehlt. Normal ist das keineswegs.
Konnte dein Sohn schonmal richtig gehen (ohne zu fallen oder stolpern). Es klingt eigentlich arg nach meinem Ältesten. Der hatte das gleiche mit fast 3 Jahren. Er hat eine Hypotonie und dadurch bedingt muss er sich ständig darauf konzentrieren, auf dem Stuhl sitzen zu bleiben - geht seine Konzentration auf z.B. das Spielzeug zu stark über, "vergisst" er, dass er auch noch sitzenbleiben muss und kippt einfach runter. Mit knapp 3 Jahren fing dann bei ihm plötzlich das Fallen und Stolpern an. Vorher konnte er normal laufen. Eine Ärztin fand dann eine Fussfehlstellung heraus. Er brauchte Einlagen. Seit den Einlagen stolperte oder fiel er kein einzigstes mal mehr hin. Gleichzeitig bekam er Krankengymnastik und Ergotherapie.

  • (12) 10.03.16 - 14:50

    Hi. Das mit dem stolpern hat er schon immer. Es ist alles abgeklärt außer dem Orthopäden. Ich hoffe er findet eine Erklärung für sein stolpern. Da bin ich aber schon lange dran. Waren beim Ohrenarzt (er hat feste Röhrchen bekommen), beim Augenarzt(da war alles ok) und zum eeg war er auch(auch unauffällig).

    Wenn ich ihn zum Kindergarten bringe zieht er Jacke Mütze und Schuhe selbstständig aus und seine kindergartenschuhe selber an. Auch die matsch und buddelsachen zieht er selber an und hängt sie weg. Ich helfe ihm wenn mal der Reißverschluss klemmt oder die klettverschlüsse so fest zu kleben. Aber da wird älteren Kindern ja auch mal geholfen.

    Ich finde nicht das er mit dem aus und anziehen unselbstständiger ist als seine großen Brüder. Aber da war das im Kindergarten nie ein Thema.

    Lg sisa

    • (13) 10.03.16 - 18:30

      Nein, Verschlüsse muss er nicht selbst können.
      Lass mal die Füße untersuchen. Vielleicht stolpert er einfach nur über seine Füße, weil die bereits anatomisch zu auffällig sind.

    (15) 12.03.16 - 08:10

    Hallo,
    ich habe 3 Kinder und finde das Verhalten deines Kindes völlig normal und in Ordnung. Meine Kinder haben sich in dem Alter auch nur mit Hilfe angezogen und Brot konnten sie auch nicht schmieren. Das Stolpern und Fallen kenne ich nur zu gut. Mein 2. war so ein Kandidat. Der konnte keine 10 m geradeaus laufen ohne hinzufallen. Bei ihm wurde nie was festgestellt. Er stolperte permanent über seine eigenen Füße. Sogar noch als er in die Schule kam. Mittlerweile hat er das laufen gelernt ;). Entwickelt haben sich meine trotz "Kindergartendefiziten" gut. Der Große geht aufs Gymnasium, schmiert sich sein Schulbrot selbst und geht auch angezogen aus dem Haus ;). Mein Stolperkönig wird nächstes Jahr auf ein Sportgymnasium wechseln. Mach dich nicht verrückt. Die Kids haben ihr eigenes Tempo.

    LG

(16) 10.03.16 - 21:04

Hey du
Ich habe heute ähnliches gehört. Meine Maus ist gerade drei geworden. Sie geht an zwei Tagen 3 Stunden in eine Spielgruppe (ohne Eltern, 10 Kinder, eine ausgebildete Erzieherin). Wir wohnen nicht in D, Kita kommt sie hier wohl erst mit vier wie es aussieht momentan.
Jedenfalls sagte man mir heute auch, sie verweigert Dinge selbst zu tun, die sie aber könnte. Wir selber die Jacke anziehen oder selber ihre Brotdose zu zu machen und wieder in den Rucksack zu bringen. Sie macht es einfach nicht, und natürlich kann sie das. Mir wurde jetzt gesagt ich solle zuhause nichts für sie machen was sie eigentlich kann. Hm mal sehen wie ich das so umsetze, ich werde zumindest die nächsten Tage mal beobachten und reflektieren wieviel ich ihr eventuell wirklich abnehme was sie alleine könnte. Oft muss es ja auch schnell gehen mit irgendwas, da hilft man vielleicht wirklich zu viel. Aber ich weiß ja dass sie sich die Jacke anziehen könnte oder die Schuhe, wenn sie denn will, oft höre ich nein du machst das, ich bin auch ein Baby (wie ihre kleine Schwester), klar mache ich dann vielleicht dinge, die sie könnte. (Nachdem ich es erst mit aber du bist doch schon so groß, du kannst das allein usw erfolglos probiert habe)
Hat eurer auch ein kleines Geschwister vielleicht und will manchmal eben einfach auch noch klein sein?

Alles Gute euch!

  • Mir wurde jetzt gesagt ich solle zuhause nichts für sie machen was sie eigentlich kann.

    ich hoffe, sie haben das nicht so zusammenhanglos gesagt, wie du es jetzt schreibst?

    klar, kindern aus zeitgründen zu helfen ist kontraproduktiv, weil sie dann das interesse daran verlieren. aber prinzipiell spricht absolut nichts dagegen, kindern zu helfen, wenn sie gerade mal keine lust haben. selbst meine fast 8jährige lässt sich ab und an mal von mir helfen, wenn sie morgens noch müde ist. und im sportunterricht ist sie dann die schnellste und bekommt nur belohnung einen aufkleber. ;-)

    mein übliches beispiel: ich finde es auch toll, wenn mein mann mir mal einen tee macht, obwohl ich das schon ganz alleine kann.

    für dein "mal sehen, wie ich es umsetzen kann": für mich gibts da eine ganz einfache regel: ich nehm die sachen nicht von vornherein ab, sondern wenn die kinder darum bitten.

    • Doch das hat man mir so gesagt ohne konkreten Zusammenhang. Wasser auf die Mühlen meines Mannes, der total für frühe Krippe etc ist da er so aufgewachsen ist (ehemalige DDR), und der jetzt meint unser Kind wäre zu unselbstständig. (Wir wohnen nicht mehr in Deutschland, daher wird unsere große mit vier in eine Mischung aus Kindergarten und Vorschule gehen, vermutlich bis dahin nur 2-3 die Woche für 3stunden in eine Spielgruppe, die aber ja auch von einer ausgebildeten Erzieherin geleitet wird)
      Dabei macht sie so vieles allein bei dem ich nicht mal helfen darf und sie ist wirklich auch gerade erst drei. Aber ich nehme es um nun mal zu reflektieren wo ich ihr vielleicht dinge unnötig abnehme, heute ist mir schon ekns aufgefallen, denn die Milch aufdrehen hätte sie auch alleine hinbekommen (einschütten etc macht sie eh alleine, beim letzten zweiten Mal hsb ichs sie alleine aufdrehen lassen, geht prima)

      dein Tipp ist gut, ich achte auch mal drauf wann sie darum bittet ihr zu helfen! Danke dir doll für deine Denkanstöße!!!!

(19) 10.03.16 - 22:34

Unsere Tochter ist auch fast drei, ein sehr aufgewecktes Mädel und kann sich nicht alleine anziehen.

Die Jacke hängt am ersten Ärmel, die Hose gehr nicht über den Windelpo und das Shirt nicht über dem Kopf (die sind teilweise auch echt eng) oder sie findet den Ärmel nicht.

Finde ich alles nicht schlimm - und der Kiga auch nicht. Sie versucht es und wenn man sie anzieht, macht sie auch nicht nichts... Das reicht erstmal.

Der Rest kommt schon Stück für Stück, je öfter wir es machen.

Morgens ist sie auch noch nicht ganz fit. Da würden wir Stunden brauchen, wenn ich ihr nicht helfe. Das ist nicht realistisch machbar.

Bei Sachen, die sie eigentlich kann (Hausschuhe, Turnschuhe, Socken,... ) hilft auch, wenn ich sage: "Einen du, einen ich"

Manchmal geht aber auch gar nicht.

Ein Brot kann sie tatsächlich schmieren, aber vermutlich weil es ihr Spaß macht. Was ihr keinen Spaß macht, lernt sie natürlich auch nicht so leicht.

Prinzipiell finde ich das alles nicht schlimm. Ist natürlich blöd, wenn der KiGa Stress macht.
Das habe ich aber auch schon gehört...da sollen Kinder nur anziehen, was sie alleine können. Eime Legging über einer Strumpfhose, ist quasi verboten, genau wie Matsch- und Schneehosen mit Trägern, weil die Kleinen das nicht können. Das finde ich schon daneben.

Vg Lia

Hallo Sisa,

Greta ist 3,5 und ich helfe beim Anziehen immer noch ein wenig, besonders wenn wir in Eile sind. Besonders klitzekleine Knöpfe und auch Schleife binden sind noch eine Herausforderung. Ich achte aber schon drauf, dass ich keine/wenig Sachen kaufe, die schwierig in der Handhabung sind.

Meine Maus lässt sich leider im Kindergarten manchmal zu sehr von anderen Kids ablenken und vergisst dann über dem Schnattern das An-/Ausziehen. Finde ich aber jetzt nicht super dramatisch.

Wir frühstücken daheim und für die Kita gibt es immer noch etwas Obst/Gemüse. Ich lege viel Wert darauf, dass sie nichts essen muss, wenn sie absolut nicht will. Gekostet wird bei uns, aber ich halte einfach nix davon ein Kind stundenlang vor dem Teller sitzen zu lassen. Ein Brot selbst schmieren, geht wenn die Butter weich genug ist eigentlich schon ganz gut nur dauert es eben recht lange, weil sie sehr "exakt arbeitet".

Wegen dem Stolpern würde ich mit dem Orthopäden reden. Als Kind bin ich auch oft gestolpert, weil ich nicht auf die Straße geachtet habe bzw ich durch einen Hüftgurt kaum gekrabbelt bin und direkt laufen lernen musste. Mit beginn des Kinderturnens wurde es dann deutlich besser für mich. Vielleicht ist das auch eine Option für deinen Kleinen...

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