Wieviel "doktorspiel" ist ok?

    • (1) 24.03.16 - 13:22

      Hallo
      Ih muss mal wegen doktorspielchen im kiga fragen.
      Vor einigen monaten kam mein sohn heim und erzählte fröhlich er hätte heute mit 3 anderen jungs(gleichalt) arzt gespielt. Ein junge wäre der arzt gewesen und die anderen sollten ihre hosen runterziehen was sie wohl auch gemacht haben.
      Das erzühlte er mir über ca 2 wochen. Meinem sohn stört diese spielchen wohl nicht.

      Ich hatte mich mit 2 von den anderen jungs mamas unterhalten. Der einen mama war es bei den spielchen nicht so wohl und daruaf habe ich meinem sohn auch öfters erzählt er soll bitte was anderes spielen und die hose anlassen.

      Das hat er und wohl die anderen auch ca 3 wochen lang gemacht und seit der woche ist arztpeieln wieder ganz in.
      Heute erzählte er mir er hätte mit einem ein jahr älteren jungen und einem gleichsltrigen mödchen gespielt.

      Die erziehrinnen haben bisher zu mor nichts gsagt und sehen das wohl auch ganz locker.

      Nur weiss ich nicht, wie viel ist ok? Ab wann soll ich es daheim thematisieren?
      Bin da echt überfordert...leider hatte ich die erzieherinnen noch nicht ihre meinung fragen können.

      Danke schon mal für eure hilfe

      • für mich ist es ok, wenn sich alle kinder damit wohlfühlen und dazu keine gegenstände benutzt werden.

        ich würd aber schon mal das thema in der kita auf den tisch bringen (vielleicht beim elternabend), wie damit umgegangen wird.wenn die spielchen bei euch öfter stattfinden, werden sicher einige eltern verunsichert sein, dann ist es schön, wenn man sich austauscht und festlegt, was akzeptiert wird und was nicht.

        komischerweise haben bei uns nur sehr wenig doktorspielchen in der kita stattgefunden. aber die kinder sind auch selten ohne aufsicht, und mit erziehern, die zuschauen machts ja auch keinen spass...

        (3) 24.03.16 - 19:04

        Hallo,

        solche Spielchen wurden im Kindergarten meiner Tochter schon im Ansatz unterbunden.

        Du solltest auf jeden Fall Deinem Sohn sagen, dass er das lassen soll und die Erzieherinnen auch darauf ansprechen.

        GLG

        • Ich weiss ja nicht, aus welcher Welt, bzw. aus welchem Jahrhundert Du und die Tanten (anders kann ich leider so schlechtgeschultes kitapersonal, wie das, deiner Tochter nicht nennen) kommen! Mittlerweile sollte es sich auch zu dir mittlerweile rumgesprochen haben, dass sog. Doktorspiele unter kindern zur ganz normalen kindlichen Entwicklung gehören und keineswegs unterbunden werden sollen! Voraussetzung dafür: die Kinder sind etwa gleich alt mit etwa dem gleichen entwicklungsstand, es wird nichts in Körperöffnungen gesteckt und es geschieht von allen Beteiligten freiwillig! Erzieher sollten das ganze im Auge behalten und mit kindern auch darüber sprechen. Mann, Mann, mann, Clementi, Deine Einstellung zu diesem Thema ist echt nicht normal. Das fällt immer wieder auf und entsetzt mich ehrlich gesagt!

          • Dazu darf wohl Jeder seine eigene Meinung haben.

            Von geschlechtergetrennten Schulen, über prüde Erziehung, zu heutigen eingerichteten Fummelecken, amüsiert man sich in hundert Jahren vielleicht darüber, dass keine Gegenstände in Körperöffnungen eingeführt werden durften? Wer weiß, wo die Entwicklung hinführt und was die dann angesagte Wissenschaft als sinnvoll erachtet.

            Daher muss man aktuelle Trends nicht immer gut finden.

            Ja, es ist normal, dass Kinder Doktorspiele austesten, deshalb muss ich das weder gut finden, noch absegnen.

            LG

            • Klar kann jeder ei e eigene Meinung haben, aber doktorspiele zu legalisieren sind kein Trend, wie du es nennst, sondern basiert ganz einfach auf wissenschaftlichen erkenntnissen zur kindlichen Entwicklung! Wenn es nach leuten, wie dir ginge, wären wir immer noch auf dem Entwicklungsstand von steinzeitmenschen, weil ihr keinen fortschritt und neue Erkenntnisse zulassen würdet. Sorry, aber das, was du schreibst, hat Hausmütterchen bzw. Stammtischniveau und nicht wert, weiter diskutiert zu werden. Was du und deinesgleichen sich anscheinend unter doktorspielen vorstellen ist die eigentliche Perversion.

          (7) 25.03.16 - 10:06

          Da muss ich mal Clementi zur Seite springen.
          Ich halte mich wirklich für aufgeklärt und ich gestehe jedem Erwachsenen jede sexuelle Freiheit zu ( als Rahmen gilt natürlich wie bei allen Freiheiten, die ich zugestehen möchte, das kein anderer ungewollt zu Schaden kommt), aber für mein Kind möchte ich keine Doktorspielchen und ich würde mir auch wünschen, dass die Erzieher intervenieren ( das geht ja auch auf eine Weise, die nicht wie in Holzhammer daherkommt). Mein Sohn soll erst einmal lernen, dass es Körperregionen gibt, die niemand anzufassen oder anzugucken hat, es sei denn es ist nötig (Kinderarzt, Körperhygiene). Ich finde es absurd, einem 4 jährigen die komplexen Rahmenbedingungen ( nur Gleichaltrige, keine Gegenstände etc.) zu erklären, unter denen die Superaufgeklärten von heute Doktorspiele total Ok finden.

          Doktorspiele sind für mich eine Aufweichung einer "Norm", die mein Sohn erst einmal verinnerlichen soll und zwar nicht aus Prüderie, sondern zu seinem Schutz vor sexuellen Übergriffen.

          #winke Die Alltagsprinzessin

          (10) 25.03.16 - 11:44

          Hallo,

          #pro

          Zumal Kinder in ihrer Entwicklung völlig unterschiedlich sind. Stelle zwei 4-jährige nebeneinander, der eine ist vielleicht auf der Stufe eines 2-jährigen, der andere vielleicht auf der Stufe eines 5-jährigen.

          Und dieses "Ich bin der Arzt, Du musst Dich jetzt ausziehen, damit ich Dich untersuchen kann" stößt mir dabei ganz besonders auf.

          Kann ein 3- oder 4-jähriger unterscheiden, ob er das wirklich muss oder ob er an dieser Stelle auch Stopp sagen darf? Und hier sind die Erzieherinnen gefragt.

          Es muss jemand geben, der darauf achtet, dass eben keine Grenzen überschritten werden. Denn ich bezweifle sehr stark, dass das Kinder in diesem Alter wirklich einschätzen können.

          GLG

          • Anscheinend kapierst du nicht, was ich geschrieben habe. Also nochmal die regeln: Gleiches Alter. gleicher entwicklungsstand, Freiwilligkeit, Begleitung durch Erzieherin und nichts in Körperöffnungen einführen. Und ja, Kinder denen von Anfang in der Erziehung das Gefühl vermittelt wird, dass sie "nein" sagen dürfen, egal, ob es sich dabei um Erwachsene oder andere Kinder handelt, sagen dann auch nein! Aber ich weiss das ist schwer für dich zu verstehen, wenn du bis jetzt noch nicht einmal deine Tochter, die schon fast im Teeniealter ist, aufgeklärt hast.

            • Hallo,

              meine Tochter ist 12 und sie hatten kürzlich in der Schule in Biologie das Thema.

              Das finde ich völlig ausreichend.

              GLG

              • Haha...u d glaubst wirklich, deine Tochter hatte vor dem biounterricht keine Ahnung, davon? Wach auf aus deiner rosa barbiewelt!

                Bevor mein kind zur Thematik"auf der Strasse" dumme Halbwahrheiten und das noch auf Schmuddel Niveau erfährt, kläre ich es lieber sachlich und altersgemäss als Kind auf. Das Thema gehört genauso dazu, wie alles andere. Man sieht ja, was in so verklemmten ländern, wie der USA, wo jedes Thema in diese Richtung von Kinder und jugendlichen ferngehalten wird passiert: eine riesige Anzahl von minderjährigen Schwangeren. Haha, aber Hauptsache, jeder rennt mit ei er knarre rum. Klappt fantastisch!

                • Hallo,

                  ich weiß ja nicht, wo sich Deiner Meinung nach Teenies rumtreiben, aber meine Tochter hält sich nicht in einem Milieu auf, wo man irgendwelche Halbwahrheiten auf Schmuddel-Niveau erfährt.

                  Und meine Nichten (knapp 16 und 21) waren im selben Alter, als sie (wie auch meine Neffen auch) in der Schule aufgeklärt wurden.

                  Die eine kann minderjährig nicht mehr schwanger werden (weiß auch schon sehr genau, dass sie selber gar keine Kinder will) und die Kleinere wird es sicher auch nicht.

                  Meiner Meinung nach schützt eine altersgerechte Aufklärung mitnichten vor einer frühzeitigen Schwangerschaft, genauso wenig, wie Du in der anderen Richtung auf so etwas schließen könnte.

                  Da kommt dem familiären Umfeld auch eine große Bedeutung zu.

                  GLG

                  • Du kapierst es nicht oder? Dein kind sieht also nie andere Kinder und Jugendlichen? Ist sie alleine in der schule? Sorry, mittlerweile glaub ich nicht mehr dass du überhaupt ein Kind hast. In so einer scheinwelt kann man doch gar nicht leben! Wach auf...

                    • Hallo,

                      Du meinst also, ich hätte kein Kind?

                      Weil ich Doktorspiele und diesen übertriebenen Bohei bezüglich Sexualität nicht in Ordnung finde?

                      Doktorspiele zielen immer auf Freiwilligkeit und gleiche Höhe unter allen Beteiligten ab.

                      Das ist aber in einem Kindergarten schlicht so nicht möglich. Kinder sind immer unterschiedlich in ihrer Entwicklung.

                      Und bezüglich der Freiwilligkeit: Schon der einfache Satz "Dann bin ich nicht mehr Deine Freundin/Freund" setzt andere Kinder unter Druck. Kann es dann überhaupt "nein" sagen?

                      Und hier muss es in meinen Augen sehr wohl eine Kontrolle geben. Es kann nicht angehen, dass Kinder schon im Kindergarten unter Druck gesetzt werden.

                      Die Gefahr, dass ein Kind sich dann später, ob durch Gleichaltrige oder Ältere, weiter unter Druck setzen lässt, schätze ich als sehr hoch ein.

                      Meine Tochter hat gelernt, dass sie nichts tun muss, was sie selbst nicht möchte. Genau deswegen hat sie sich mit 3 Jahren beim Kinderarzt schon nicht mehr ausziehen müssen. Weil der Kinderarzt diese Grenze respektiert hat.

                      Mir war Nacktheit als Kind unangenehm (vielleicht auch, weil meine Eltern sehr freizügig in dieser Beziehung waren), genauso wie meinen Geschwistern. Mein Bruder und ich wären nie auf die Idee gekommen, da irgendetwas am anderen anzuschauen oder gar auszuprobieren.

                      Und das hätten meine Eltern auch sofort unterbunden, Freizügigkeit hin oder her.

                      Und nur, weil es seit den 80ern in ist, das normal zu finden, muss ich es nicht normal finden #sorry

                      GLG

            (18) 26.03.16 - 15:16

            Mein Unbehagen wird vielleicht an einem anderen Beispiel deutlich. Nehmen wir Verkehrserziehung.

            Als allererstes will ich doch, dass mein Kind lernt, dass es an einer Straße stehen bleibt, bis es kein Auto sieht und erst dann rüber geht. Zusatzregeln wie "du darfst gehen, wenn das Auto noch weit genug entfernt ist oder wenn du siehst, dass es blinkt und vorher abbiegen will" würden das Kind doch zunächst noch überfordern.
            Ähnlich ist es für mich beim Schutz der Intimsphäre: erst einmal soll das Kind lernen, dass es körperliche Bereiche gibt, die für andere Tabu sind. Ausnahmen von der Regel kann das Kind später lernen, aber für meinen Sohn halte ich das zumindest jetzt mit 4 Jahren noch zu früh. Genauso wenig, wie ich ihm zutraue, Distanzen von Autos abschätzen zu können, traue ich ihm zu, zu entscheiden, wer welche körperliche Distanz zu wahren hat.

            Ich finde das nicht überbehütend: ich will weder, dass mein Sohn unters Auto kommt, noch, dass er Opfer von sexuellen Übergriffen wird und von daher gelten in diesen Bereichen zunächst einmal einfache Regeln: Du bleibst stehen, bis du kein Auto siehst und du sagst nein, wenn dich jemand im Intimbereich berühren will, der nicht Arzt, wickelnder Erzieher oder vertrautes Familienmitglied ist.

            #winke Die Alltagsprinzessin

        (20) 26.03.16 - 21:13

        Aber die erzieher wissen doch davon und haben ein auge darauf, und haben es in der gruppe auch schon besprochen

    Komisch, ich bin 20 Jahre im erzieherjob und hatte noch nie das Gefühl, dass es absurd wäre, Kinder die regeln diesbezüglich zu erklären. Es gab auch ehrlich gesagt, deswegen auch noch nie Probleme, weder mit Eltern, noch mit kindern Die einzigen abgedrehten zu dem Thema erlebe ich eigentlich nur un foren. Ich weiss auch nicht, was sich manche erwachsenen unter diesen Spielen vorstellen. Irgend etwas bedenkliches hab ich dabei noch nie erlebt.

(22) 24.03.16 - 19:47

ich verstehe überhaupt nicht im ansatz, wie so etwas möglich ist. die kinder in unserem kiga, gemischte gruppen 3-6 jahre, sind niemals so ohne aufsicht, dass so etwas passieren kann. weder draußen noch drinnen. das ist mir unbegreiflich und falls so etwas vorkommen KÖNNTE, würde das bei unseren erziehern erstens sofort unterbunden und zweitens sofort den betreffenden eltern kommuniziert.
unser kiga ist mit 100 kids auch nicht gerade klein..

(23) 24.03.16 - 19:50

Für mich wäre es nicht ok, wenn mein Kind im Kindergarten die Hose runterlässt (kam ja wohl öfters vor) und die Erzieherinnen davon nichts mitbekommen.

Ich als Erzieherin würde sowas nicht zulassen, das möchte ich den Eltern überlassen, in wieweit sie ihr Kind an "Doktorspielen" teilhaben lassebn möchten (aber dann bitte daheim)
man muß nicht alles in Kindergarten ausleben, vor allem nicht so ein heikles Thema

(24) 24.03.16 - 21:01

Die erziehrinnen wissen davon und haben es wohl mot allen kindern im stuhlkreis schon mal besprochen, aufgeklärt, nein heisst nein usw.

Daheim habe ich ihm auch schon mal gesagt, dass es was privates ist usw. Ager ich denke umso mehr ich darüber rede und es ihm verbiete um so interesanter wird es, oder?

  • Hallo,
    Wir hatten dieselbe Situation im kiga. Bei uns gab es auch die Absprache nein ist nein und dass Unterwäsche anbleibt.
    Bei uns gab es einem Raum im dem die Kinder ohne ständigE Aufsicht spielen durften.
    DoktorSpiele und das erkunden seines eigenen Körpers sowie dem von anderem gehört zur Entwicklung und wird von einigen Kindern mehr ausgelebt als von anderen.
    So lange man im Gespräch bleibt, gute Absprachen hat und es für alle Beteiligten nicht grenzüberschreitend ist finde ich es in Ordnung und auch wichtig.
    LG

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