Meine Tochter will beim Papa bleiben

    • (1) 10.04.16 - 16:16

      Mein Bruder hat sich von seiner Frau getrennt und wir haben das natürlich schonend unserer Tochter erzählt , wieso die Tante nicht mehr da wohnt und wieso sie ihre liebe Cousine nicht mehr sehen wird. Meine Tochter fragte dann , wieso ihre Cousine nicht bei meinem Bruder bleibt. Ich habe Ich habe ihr erklärt, daß Jason nicht die leibliche Tochter ist und deshalb da auch gar nicht wohnen kann. Darauf meinte meine Tochter , wenn Papa und du euch trennt, dann bleibe ich beim Papa. Das hat mich sehr verletzt . Sie ist 6 Jahre und ich mache alles für mein Kind....die Geburtstage, ins Kino, ins Schwimmbad , kuscheln ....alles mache ich....ich liebe sie so unbeschreiblich doll. Und dann das. Kann das gar nicht verstehen, die Kinder gehören zur Mutter! Zumal ich sagen muss...mein Mann und ich lieben uns sehr und haben nicht vor uns zu trennen, aber trotzdem hat es mich verletzt.

      • "...die Kinder gehören zur Mutter"

        Aber zum Vater gehören sie genauso.

        Mich würde es natürlich auch sehr verletzen, wenn meine Kinder im Trennungsfall lieber bei ihrem Vater bleiben würden, aber dann müsste man halt eine Lösung finden mit der alle zufrieden sind.

        Ich hoffe, dass mein Mann und ich uns - falls wir uns jemals trennen sollten - einen vernünftigen Weg finden damit wir unseren Kindern gerecht werden.

        Was spricht dagegen, dass Kinder beim Vater leben und die Mutter auszieht?

        Für mich ist auch derzeit auch absolut nicht vorstellbar ohne meine Kinder zu leben, aber für Väter ist es doch genauso schlimm... ich denke nicht das Männer eine Trennung von ihren Kinder (Ausnahmen bestätigen die Regel) leichter wegstecken wie Frauen.

        Im Kindergarten meines Sohnes war ein Mädchen, dass immer im Wechsel 7-10Tage bei der Mutter und dann beim Vater lebte.

        Bei beiden hatte sie ein komplett eingerichtetes Zimmer, beide Elternteile leben nur 500m auseinander und Kiga (und jetzt die Schule) sind von beiden Wohnungen etwa gleich weit entfernt. Das Mädchen fand es immer schön dass sie von beiden Elternteilen gleich viel hatte.
        Die Eltern konnten durch diese Lösung beide Vollzeit arbeiten. In der Woche wo das Kind dann beim anderen war, wurden Überstunden gemacht und in der anderen Woche wurde die Arbeit etwas reduziert.
        Natürlich muss das ganze für alle realisierbar sein.

        Liebe Grüße

        • (3) 10.04.16 - 20:17

          Also meine Tochter würde das auch sagen...sie ist halt ein Papa-Kind.

          Aber sind wir doch mal ehrlich, nimmst du die Aussage deiner Tochter wirklich so Ernst? In der Theorie hat sie wohl verstanden, was es heißt wenn Eltern sich trennen. Aber ich denke nicht, das sie das ganze Ausmaß begreift.

          Und jetzt mal der theoretische Ernstfall, warum kann es diese Konstillation nicht geben? Ist die Liebe einer Mutter mehr Wert oder sollte anders belohnt werden? Ist denn in so einer schwierigen Situation es unbedingt wichtig, die gesamte Loyalität des Kindes zu erfahren?
          Oft ist es nun mal die Realität, das die Kinder bei der Mutter bleiben und der Vater das "große Geld" verdient, also somit keine Zeit hat das Kind vernünftig zu betreuen. Aber wenn für das finanzielle Problem eine Lösung geben würde, warum denn nicht?
          Wir reden doch immer alle davon, das wir unsere Kinder mit entscheiden lassen wollen, das wir nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden, das eine Trennung zum Wohle des Kindes stattfinden sollte (geht das überhaupt?).
          Also ja, es ist eine Option.

          Also auch hier steht keine Trennung an, erstmal eine Hochzeit #verliebt

          Aber meinem Mann würde es das Herz zerreißen. Keiner von uns wurde ausziehen, weil es schlicht und ergreifend keine fertig bringen würde. Keiner könnte sich von seinen Mädels trennen.

          Mein Mann verbringt so viel Zeit mit der Großen (die Kleine ist erst 13 Wochen alt), er spielt ganz viel mit ihr und ist der Hit auf dem Spielplatz. Wir möchten nicht ohne unseren tollen Papa sein.

      (5) 10.04.16 - 16:43

      Hallo,

      ich denke Du solltest an Deinem Selbstbewusstsein arbeiten und nicht überbewerten, was Deine Tochter da gesagt hat. Ich wäre froh, dass Deine Tochter offensichtlich auch zu ihrem Papa ein gutes Verhältnis hat. Ich finde auch nicht, dass Kinder immer nur zur Mutter gehören. Ich finde, dass Kinder beide Elternteile brauchen und zu Beiden gehören, auch wenn die Eltern getrennt sind.

      Meine Mutter war Anwältin und hat Scheidungen gemacht, so dass ich mir als Kind oft Gedanken gemacht habe, zu wem ich gehen würde, wenn meine Eltern sich getrennt hätten. Ich habe auch oft gesagt, dass ich zu meinem Papa wollte. Und weißt Du warum? Weil ich das Gefühl hatte, dass er jemand braucht der für ihn sorgt, Wäsche macht, Essen kocht und und und. Ich als kleines Mädchen hatte tatsächlich die Vorstellung das dann für ihn zu machen. Meine Mutter könnte es ja, so dass sie mir weniger hilflos erschien. Wenn meine Mutter deswegen traurig und enttäuscht, wäre das ziemlich schlimm für mich gewesen. Denn geliebt habe ich Beide gleich und hätte mich nie entscheiden können, wen ich mehr lieb habe (klar, wenn einer geschimpft hat, war in dem Moment der Andere der Dumme).

      Nimm Deine Tochter in den Arm, sage ihr, dass Du es schön findest, dass sie den Papa so lieb hat und liebe Dich selbst. Dann hoffe, dass ihr Euch nie trennt und eine glückliche Familie seid in der sich Papa und Mama die Liebe ihrer Tochter gegenseitig von Herzen gönnen.

      Viele Grüße
      svala

      Hallo!

      Wieso verletzt dich das? Du liebst ihn doch offenbar auch.
      Wieso gehören Kinder nur zur Mutter? Es gehört zu den Eltern.

      Wir haben zwei Kinder. Auch hier steht keine Trennung an, aber natürlich bekommen wir mit, wenn sich in unserem Dunstkreis Paare trennen und dann ist das hier mal Thema. Also, die Frage, was wäre, wenn....

      Für beide Kinder ist allein die Vorstellung eine schlimme, weil sie sich gar nicht entscheiden wollen. Müssten sie es tun, wäre ihnen in erster Linie wohl wichtig, dass sie als Geschwister zusammen bleiben.

      Müssten sie sich ausschließlich für einen von uns Eltern entscheiden, weiß ich genau, dass der Große bei mir bleiben wollte und der Kleine sich auf keinen Fall vom Vater trennen würde. Das ist einfach so und ich finde es im Grunde auch ziemlich gut so wie es ist. Das wäre keine Entscheidung GEGEN mich, sondern eine FÜR den Vater. Wir würden eine Trennung bestimmen, die Kinder haben dann die Qual der Wahl.

      Mein Vater war in den 60er und 70er Jahren ein eher entfernter Vater. Ich bin froh, dass es jetzt und heute anders ist. Das alles zeigt doch nur, dass wir uns im Falle einer Trennung viele gute Gedanken um die Kinder machen müssten und nichts auf ihrem Rücken austragen dürfen. Es zeigt mir auch, dass die Regelung, dass Kinder ihren Vater nur alle zwei Wochen sehen dürfen, eine schlechte ist.

      (Ja, es gibt auch blöde Väter, die keinen Wert auf Kontakt legen und keine Verantwortung mehr tragen wollen, aber um die geht es in meinem Post nicht. Das ist eine ganz andere Geschichte.)

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