Bringzeit und pünktlich zur Arbeit

    • (1) 27.04.16 - 13:07

      Hallo,

      ich weiß nicht, ob mein Beitrag hier richtig ist. Aber ich schieß einfach mal los.

      Im August kommt mein Sohn (dann 14 Monate) in die Krippe. Vorausgesetzt er bekommt einen Platz, weil er auf der Warteliste bzw nachrückliste steht. Das ansich ist schon echt eine belastende Situation. Ich arbeite ab Anfang Juni wieder, mein Mann hat im Mai und Juni EZ. Ab Ende Juni bis Anfang August habe ich wieder frei, weil ich in den Ferien nicht arbeite. Mein Mann übernimmt dann auch die Eingewöhnung.

      Jedenfalls ist das Problem, dass so gut wie alle Krippen um halb 8 öffnen. Mein Arbeitsbeginn jedoch um 8 ist, eigentlich viertel vor, aber auf 8 können wir uns einigen. Die einzige in der Nähe öffnet um 7, aber wir müssen halt noch abwarten und eventuell bekommt mein Sohn, wenn es schlecht läuft, einen Platz in einem anderen Stadtteil.

      Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll. Wie schafft ihr das, euer Kind wegzubringen und dann pünktlich zur Arbeit zu erscheinen? Und das bei Berufsverkehr? Ich kann ihn ja auch nicht der Erzieherin in die Hand drücken und sagen macht mal. Es fällt mir ja so schon nicht leicht, ihn bis nachmittags abzugeben, da möchte ich ihm doch wenigstens einen entspannten Morgen bieten.

      Mein Mann kann ihn auch nicht wegbringen, da er um halb 8 anfängt zu arbeiten.

      Wie managet ihr das? Es muss doch ne plausible Lösung geben?

      Ich hatte ja noch gehofft, dass ich um halb 9 anfangen könnte.

      Ich steh irgendwie vor nem großen Fragezeichen!

      • Ich muss sagen wir haben genau danach eine Krippe gesucht. Wir hatten dann auch Glück und eine gefunden, die von 6-18 Uhr auf hat. Sohnemann geht aber nicht vor acht.
        Wir sind aber auch flexibel mit dem Arbeitsbeginn.
        Wenn dein Kind eingewöhnt ist, dann geht die Abgabe idR recht schnell. Ich zieh ihn aus, dann gibt es ein Küßchen und dann geht er in die Gruppe. Wenn er weint, machen wir auch einen kurzen Abschied und kein Trara. Das ist so gewünscht und meiner Meinung nach das Beste.

        Insofern, halte ich die halbe Stunde, wenn die Fahrtwege nicht ewig sind, für machbar. Aber da muss das morgens flutschen.... das ist schon sportlich, können aber andere auch.

        Alles Gute!

        Hallo,

        bei uns ist das nicht so kompliziert, da wir Gleitzeit haben und somit erst um 09 Uhr anfangen müssen. Meine Kinder sind ab 06:45 Uhr in der Kita, da ich noch mit dem Zug fahren muss und um 07:45 Uhr anfange zu arbeiten.

        Ich würde erstmal abwarten, wo er den Platz bekommt. Wenn du den Platz hast, machst du mal einen Probelauf, also aufstehen, anziehen, was kleines frühstücken und losfahren. Du kannst ja mit ihm um 07:30 Uhr an der Kita sein, das abgeben dauert in der Regel ja nicht lange, so dass du evtl. 07:40 Uhr wieder im Auto bist. Wie lange fährst du denn bei normalem Verkehr? Und als was arbeitest du?

        Lg Annika

        Hier haben alle städtischen Kitas auch blöde Öffnungszeiten. Die Mutter eines Jungen, der mit meiner Tochter zusammen in der Gruppe war, hat Schichtdienst gearbeitet. Das bedeutete für den armen Kleinen, dass er bei Frühschicht gegen vier Uhr aufstehen musste, um fünf Uhr morgens zur Tagesmutter gebracht wurde und die hat ihn dann um halb acht in die Kita gebracht. Bei Spätschicht war es dann anders herum.

        Wenn ihr ihn nicht bringen könnt, dann müsst ihr jemanden finden, der es zeitlich schafft.

        lg

      • Hallo
        Um bring und abholzeiten zu "sichern" werde ich mich mit meiner Schwester abwechseln.
        Sie bringt die Kinder morgens (Sodas ich frühzeitig anfangen kann) und dann geht sie zur Arbeit.
        Mittags kann ich dann so geben das ich gut Zeit habe und es bis zur abholzeit schaffe.
        Zusätzlich wollen wir aber noch schauen ob wir ein Babysitter finden der in Falle des Falles mal einspringen könnte.

        LG

        Es wird Dir nicht weiterhelfen aber warum sind solche Fragen immer nur das Problem der Mütter?
        Es paßt doch mit Deiner Arbeitszeit auch nicht wirklich, wobei Du Dich vom Traum vom "entspannten Morgen" wohl ohnehin verabschieden mußt.

        LG

      • Als was arbeitest du denn?
        Warum kannst du nicht erst um halb oder viertel neun anfangen?

        Ich finde solche "Spitz-auf-Knopf-Lösungen" denkbar ungünstig für Mutter und Kind. Ich beobachte bei meinen Kolleginnen, dass sie a) völlig gestresst sind und absolut am Stock gehen b) sich dieses auf die Kinder überträgt und diese völlig überfordert, dauerkrank, etc. sind und c) sich im Kollegium IRGENDWANN durchaus auch Widerstand regt, weil xy NIE zur ersten Stunde antanzen kann um mal eine Vertretung zu machen, weil ja die Krippe erst so spät aufmacht - was aber für die anderen (die teils auch Kinder haben, es nur besser managen, oder - wie in meinem Fall - auch noch schwanger sind + Kind daheim) bedeutet, dass sie IMMER einspringen müssen.

        Man kann das sicher mal EINER Kollegin ermöglichen, z.B. weil sie überraschend alleinerziehend geworden ist oder sonst in einer dummen Situation. Aber sonst?

        Wesentlich besser, gerade für Kinder - sagen wir mal - unter 2 find ich das Modell Tagesmutter. Das kostet zwar vielleicht ein bisserl mehr, aber mir wäre es das echt wert. Das Kind ist in einer normalen Familienumgebung, die Tagesmutter ist flexibler, die Kinder sind seltener krank und wesentlich weniger im Stress. Optimal wäre natürlich ein Familienmitglied, das das Kind betreuen kann. Könnt ihr euch arbeitsmäßig nicht abwechseln?

        Ich halte es mit meiner Chefin: IRGENDEINEN Plan B müssen Sie haben, wenn Sie mit Kind arbeiten, nur auf die Krippe verlassen, geht nicht. Man kommt da auch nie mit den "Kinderkranktagen" hin etc. und ist halt im Dauerstress.

        • Ich überlege bereits, wie wir unsere Familie organisieren, wenn unsere Kinder in die Krippe kommen. Ich möchte nicht, dass der AG unter den Kindern leidet und sehe ihn generell eher nicht zur Rücksichtnahme verpflichtet.

          Welchen Plan B hast du, insbesondere im Zusammenhang mit den Kinder-krank-Tagen?

          • Bei uns braucht es keinerlei Pläne B. Wir haben uns schon bei der Berufswahl bzw. der Arbeitgeberwahl danach gerichtet, dass es so wird, dass wir es gut mit Kindern vereinbaren können. Mein Mann war grad mit Studium fertig, als ich ss wurde (2. Bildungsweg, war auch so geplant). Er hätte bei nem Topunternehmen hier anfangen können, allerdings mit zig Auslandsaufenthalten, natürlich absolut Vollzeit, etc. Hat er aber nicht, sondern er hat sich für den öffentlichen Dienst entschieden. Etwas mehr Anfahrtsdauer, etwas weniger Lohn (wobei, wenn mans auf die Stunden umrechnet, fehlt nicht mehr viel), dafür halt völlig selbstverständlich die Möglichkeit der Teilzeit, Telearbeit, etc. Außerdem sind wir ganz bewusst nach der Hochzeit wieder in die Heimat gezogen, also nah an meine Eltern, meine Oma und meine Schwiegereltern.

            Wir arbeiten jeweils 3 Tage, d.h. es gibt nur einen einzigen Tag, an dem keiner von uns daheim ist. An diesem Tag war er früher bei meiner Oma, jetzt ist er ja im Kindergarten. Und wenn er nicht völlig akut krank ist - also hohes Fieber oder sowas - dann bleibt er an diesem einen Vormittag auch bei meiner Oma, meinem Vater (der mittlerweile pensioniert ist) oder eben bei meinen Schwiegereltern. Insgesamt mussten wir in den 5 Jahren einmal einen "Kinderkranktag" in Anspruch nehmen, weil mein Sohn krank war, ich krank war und noch dazu frisch schwanger. Da hat sich mein Mann tatsächlich frei genommen.

            Viele sagen, das sei halt schon großer Luxus. Weiß nicht, Luxus. Klar haben wir Glück, dass alle noch soweit fit und gesund sind. Aber es steckt schon auch viel vorausschauende Planung dahinter. Ich wusste mit dem Abi schon, dass ich einen Job haben will, den ich gut mit Familie vereinbaren kann. Und für uns beide war auch sehr früh klar, dass wir uns das teilen und ein Kind eben nicht so früh in eine Betreuung geben.

            • Wer eure Situation als luxuriös bezeichnet, betrachtet einseitig lediglich die Vorteile eures Lebensstils, ohne auch die Nachteile zur Kenntnis zu nehmen. Die bestehen z.B. darin, dass ihr auf 40% eures möglichen Familieneinkommens verzichtet und in Zukunft intensiv in die Pflege älterer Angehöriger eingebunden sein könntet. Im Übrigen kann jeder Teilzeit arbeiten. Die meisten Männer trauen sich nicht bzw. werden genötigt, den Ernährer zu spielen. Dies soll nicht das Problem moderner Ehepaare mit gleichberechtigter Rollenverteilung sein.

              Eine Sache macht mich jedoch stutzig. Du selbst belastest deinen AG nicht mit deinen familiären Pflichten. Bist du aber eventuell der Meinung, dass deine Teilzeitarbeit sich nachteilig auf ihn und deine Kollegen auswirkt? Ich habe von AGs schon gehört, dass sie von TZ-Kräften nicht übermäßig begeistert sind, weil ihre Personalkosten höher sind (da Arbeitsmittel und Weiterbildungen eben nicht in eine VZ-, sondern bspw. nur eine 60%-Tätigkeit investiert werden) und Kollegen die restliche Arbeit erledigen müssen, wenn sich keine 40%-Kraft finden lässt.

              • Geil! Meine Teilzeitarbeit (21 von 24 Stunden, also sehr im Rahmen) wirkt sich eher positiv als negativ auf meinen AG aus. Warum? Weil Klassenfahrten, Fortbildungen, Sonderveranstaltungen wesentlich öfter auf freie Tage bzw. Tage mit wenigen Stunden fallen und Lehrer dafür eben KEINEN Ausgleich bekommen. Es ist schlicht "dein Pech", wenn an deinem freien Tag was ist oder an dem Tag nur 3 Stunden arbeiten müsstest. Bei uns werden übrigens genau so viele Leute eingestellt, wie Stunden vom Staat zur Verfügung gestellt werden - mehr als die Hälfte meiner Kollegen arbeiten in TZ.

                Bei meinem Mann ist es so, dass er nicht weniger Projekte betreut als in Vollzeit - ist also auch nicht zum Nachteil des AGs.

                Und nun, wir reichen auch mit 60% des Familieneinkommens bis überall hin. Das ist immer noch das fast Doppelte von dem, was normale Familien hier bei uns in der Umgebung haben.

      Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, dass du sowieso zügig aus der Krippengruppe raus musst.
      Will heißen, Kind fertig machen, Essen auspacken und dann ab in die Gruppe. Dort an eine Erzieherin übergeben und zügig verabschieden.

      1. Machst du es deinem Kind damit leichter sich zu verabschieden.
      2. Unterbrichst du den morgendlichen Ablauf nicht so lange.

      Man gewöhnt sich daran. Stell dir mal vor dass 11 Eltern ihre Kinder 15 Minuten verabschieden würden. Was für ein Chaos. Der Kleine ist ja dann auch eingewöhnt und wenn du ihm ein gutes Gefühl gibst, wird er sich sehr schnell daran gewöhnen, dass er von dir zur Bezugserzieherin wechselt. Die Kleinen sind da robuster als man denkt.

      Ich habe mir beim ersten Kind auch so viele Gedanken gemacht. Das war aber unbegründet.
      #winke

      • länger wie 2-5 Minuten je nach Umzieh-Aufwand war es bei uns nie, sobald meine Kids eingewöhnt sind...

        der Punkt wird sein, einfach pünktlich um halb 8 auch dort an der Türe zu stehen...

        Einen entspannten Morgen wirst du wohl nicht mehr so schnell haben, --also aufgrund der Tatsache, dass ihr um halb8 irgendwo auf der Matte stehen müsst... aber das spielt sich ein.... ich habe das Glück, dass meine Kids gute Aufsteher sind und keine Morgenmuffel...

        aber die Zeit von halb8 -- bis 8, also eine halbe Std hat mir immer massig gereicht, als ich noch 15 Minuten Fahrzeit hatte ---

        Für die EIngewöhnungszeit werdet ihr sicher eine Lösung finden, falls du mal erst viertel nach 8 kommst oder so -- aber das wird nicht lange gehen....

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