Katze tot - Sohn trauert - wann eine Neue

    • (1) 13.05.16 - 10:45

      Hallo zusammen,

      Leider wurde unsere geliebte Miet überfahren. Sie ist 7 Jahre alt geworden, mein Sohn ist 5, d.h. er ist mit ihr aufgewachsen, sie waren ein Herz und eine Seele. Seine beste Tierfreundin, wie er sagt.

      Und nun das :( Gestern hat er 4 Stunden fast nur bzw. immer wieder geweint und konnte kaum einschlafen. Ich glaube eine Welt ohne sie existiert gar nicht. Heute werden wir sie beerdigen und ich hoffe, es hilft ihm Abschied zu nehmen, es zu verarbeiten.

      Und nun stellt sich die Frage nach einer Neuen. Mein Mann sagt "lass uns gleich eine holen", ich habe eher das Gefühl, dass etwas Zeit verstreichen sollte, damit der Schmerz über ihren Verlust nicht nur überdeckt wird.

      Findet ihr das übertrieben? Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

      VG

      • Hallo
        Ihr ersetzte eure Katze nicht. Auch Tiere sind niemals ersetzbar.
        Ihr könnt aber eine weitere Katze retten und ihr ein schönes Zuhause schenken.
        Unsere Katze ist letztes Jahr, trotz hohem Alter, recht plötzlich verstorben.
        Wir wollten eigentlich auch erst warten aber dann hat unser Hund dauerhaft seinen Freund gesucht und kam überhaupt nicht klar.
        Schlussendlich sind wir dann auf kleine findelkatzen gestoßen die in Osteuropa ohne Mutter gefunden wurden und von einem Hund "adoptiert" wurden. Sie wurden von einer Tierschutzorganisation vermittelt.
        In den örtlichen Tierheimen war für unsere Situation leider kein passendes Tier dabei.
        Alles in allem hat das so 2,5 Wochen gedauert und im Endeffekt kann ich sagen es war für uns genau richtig.

        LG und alles gute

      Hallo,

      als unsere Katze gestorben ist, waren meine Tochter und ich knapp 2 Monate später zusammen im Tierheim und haben uns die Katzen dort angeschaut. Es war ihre Entscheidung.

      Da das aber in die Zeit fiel, als mein Ex auszog, haben wir uns erst einmal gegen eine Katze entschieden.

      Mein Mann hat ihr dann Meerschweinchen geschenkt, dazu kam ein quasi Findelhund (aus der Nachbarschaft), damit ist sie glücklich.

      Allerdings werden wir er wieder eine Katze bei uns einziehen lassen, wenn über unsere Auswanderungspläne konkret entschieden ist und der Hund nicht mehr bei uns ist (ist schon sehr alt).

      Ich würde dem Zeit geben.

      GLG #klee

    ja.
    ich kann mir so ein bohei echt nicht vorstellen. wir hatten 2 katzen, als meine tochter 3 war, mussten wir die ältere einschläfern lassen. sie war alt, krank und es wurde über nacht akut. ausser mir vllt hat niemand eine träne verdrückt und meine tochter hat auch nicht gelitten. ich hab ihr erklärt, warum wieso und damit gut. sie hat manchmal noch davon erzählt, aber ohne das es schlimm war.
    natürlich könnt ihr jetzt eine neue katze holen. was soll denn das heißen, der " schmerz " soll nicht überdeckt werden?? schmerzen werden immer überdeckt und sei es durch die zeit. bist du der ansicht, man solle sich so richtig ausgiebig im schmerz suhlen, sich damit auseinander setzen bis der arzt kommt und dann erst ist man reinen geistes wieder "offen" für ein neues tier?

    würdest du auch so reagieren, wenn man deinem kind das fahrrad klaut? (ja, böser vergleich, aber in kinderaugen nicht unbedingt was anderes) oder ein neues kaufen? wenn es dem kind hilft, dann helft ihm damit, es sei denn ihr wollt kein tier mehr. und bei freigängern mit dem kind nochmal besprechen, dass sowas leider vorkommen kann.
    v

    • hallo, bei euch war das verstorbene tier vielleicht mit einem möbelstück oder irgeneinem spielzeug vergleichbar, es gibt aber auch kinder, die mit einem tier tiefe freundschaft (mit tiefen gefühlen) verbindet und wenn dieses tier plötzlich stirbt, kann es für ein kind traumatisch sein. das wort "bohei" passt in so einer situation dann überhaupt nicht, auch kinder können trauern.
      vg

      • das bohei bezieht sich auch nicht auf trauergefühle des kindes, sondern auf die te und ihre frage, ob sie übertreibt.
        das kind kann und soll trauern solange es nötig ist, ich denke nur, man sollte das für und wider eines neuen tieres nicht durch küchenpsychologie entscheiden.

        weiterhin finde ich, dass man, hält man haustiere, insbesondere welche, die draußen sind, mit kindern darüber sprechen sollte, dass auch es passieren kann, dass derartige unfälle stattfinden.
        dann führt ein plötzliches versterben auch nicht gleich in ein trauma.

        die bemerkung mit dem möbelstück war zu erwarten und ist genauso kleingeistig. es gibt jede menge variationen zwischen der versachlichung eines tieres und der totalen vermenschlichung. ich gehöre nunmal zu den menschen, die gar nicht trauen können und auch sonst eher rational sind. Das jedoch hat nichts damit zu tun, wie ich mit den mir anvertrauten tieren umgehe.

        • Rational könnte man auch als kühl bezeichnen. Dann erwarte doch nicht, dass andere genau so "rational" sind.

          Ich finde die Frage der TE durchaus berechtigt und finde es grundsätzlich wichtig, sich die Anschaffung eines neuen Tieres gut zu überlegen.

    Na das ist ja mal eine empathische Antwort.

    Zum einen denke ich, dass 3 und 5 Jahre ein ziemlicher Unterschied ist und ich ihm kaum das Trauern ausreden werde. Für ihn ist es schlimm. Er suhlt sich auch nicht, er trauert um eine gute Freundin, die immer da war, in fast jeder Minute. Ich finde Trauer hier richtig und gut.

    Ja und ich finde manche (wie diese) Sachen sollte man sacken lassen und dann (in ein paar Tagen?) ist "es wieder gut".

    • wer sagt denn, dass es dann wieder "gut" sein muss, schafft man ein neues tier an?
      nein, es kann in der trauer helfen, führt aber sicher nicht dazu, dass hopplahopp das erste tier aus dem gedächtnis gestrichen wird. mir hat es schon geholfen, als mir ein kater einmal weggelaufen ist. deswegen habe ich ihn nicht vergessen. ich würde in erster linie mal das kind fragen, vllt will es jetzt gleich gar keine neue katze und du machst dir umsonst gedanken. ich würde ihn deshalb fragen, weil jeder trauer anders verarbeitet und man auch dem kind die chance geben sollte, den besten weg für sich zu finden.

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