Rückschritte beim Trockenwerden - ratlos

    • (1) 16.05.16 - 07:59

      Hallo,

      ich hatte hierzu schonmal gepostet und unterschiedliche Meinungen bekommen. Nun dachte ich, wir seien mit dem Thema durch, aber wieder funktioniert es nicht... Ausserdem weiß ich wirklich nicht, wie ich richtig reagieren soll?!

      Unsere Tochter wird im Juli 3. bereits letzten Sommer hätte sie tagsüber ziemlich zuverlässig trocken sein können. Wir haben das nicht vorangetrieben oder sie gedrängt. Wir konnten teilweise auch unterwegs zuverlässig auf Windeln verzichten. Dann kam es zu einigen Pannen und sie verlangte wieder nach Windeln. Manchmal ließ sie sich überreden, Unterhose statt Windel anzuziehen, aber wenn sie unter Tränen eine Windel forderte, kam es mir falsch vor, sie zum Trockensein zu zwingen.
      Hinzu kamen bestehende Verstopfungsprobleme. Aa wollte sie eh nur in die Windel machen.

      Nach langen Problemen mit Pressangst kam nun wieder eine lange Trocken-Phase, in der sie sogar anfing, problemlos Aa aufs Töpfchen oder in die Toilette zu machen. Einkaufen, Spielgruppen, alles kein Problem ohne Windeln.

      Dann kam es vereinzelt wieder vor, dass sie nach Windeln verlangte, ließ sich aber meißt wieder leicht von der Unterhose überzeugen. Gelegentlich kam es wieder zu Unfällen, worüber wir nie überhaupt etwas negatives sagen. Sie sagt auch selbst "ist ja nicht so schlimm...", weint also nicht. Heute wieder sofortiges Geheul, als sie die Nachtwindel ausbekam. Unbedingt wieder eine Windel...

      Machen wir was falsch? Ich habe sonst kein Problem mit Konsequenz, aber bei diesem sensibelen Thema fühlt es sich, wie gesagt, so falsch an?!

      Hat jmd ähnliche Erfahrungen gemacht?

      LG

      • (2) 16.05.16 - 08:14

        Finde ich auch schwierig. Ich war wohl damals so ein Kind, was von heute auf morgen auf die Windel verzichtet hat und dann hat es wohl auch ohne Probleme geklappt (da war ich genau drei).
        Weil meine Tochter mir sonst sehr ähnlich ist, dachte ich, bei ihr würde es genauso werden. Nun hat sie alledings mit zweieinhalb beschlossen, keine Windel mehr zu brauchen. Irgendwie zieht sich das abe trotzdem auch so ähnlich hin wie bei Euch. Also, sie will schon keine Windel mehr, aber wenn sie z.B. mit meinen Eltern unterwegs ist, dann trägt sie doch wieder eine, was ok für sie ist (abhalten, bzw, auf "große Toiletten" gehen klappt noch nicht zuverlässig, sie macht dann häufig einfach nicht). Wenn sie merkt, sie muss groß, heult sie auch oft nach einer Windel, wir können sie dann aber eigentlich schnell davon überzeugen, stattdessen doch aufs Töpfchen zu gehen.

        Deshalb - ich habe mir auch schon darüber Gedanken gemacht, wie ich mit Rückschritten umgehen würde (sie bekommt jederzeit einen Bruder, da kann es ja durchaus zu Rückschritten kommen).

        Ich glaube, bis zu einem bestimmten (möglicherweise willkürlich festgelegten) Zeitpunkt würde ich ihr Windeln zugestehen. Z.B. bis zu ihrem dritten Geburtstag. Oder bis Weihnachten. Wenn ich aber das Gefühl habe (und das hab ich eigentlich jetzt schon), dass sie eigentlich trocken ist - also merkt, wann sie muss und es auch eine gewisse Zeit anhalten kann - würde ich sie nicht ewig selbst entscheiden lassen. Der Sohn einer Freundin hat erst mit über vier die Windeln abgelegt, obwohl es theoretisch schon vorher geklappt hätte/hat und auch mit vier war es nicht ganz freiwillig. Ich finde, irgendwann ist halt Schluss (wie gesagt, es sei denn, man weiß, dass es eben noch nicht zuverlässig klappt).

        Weiß jetzt eigentlich auch nicht, ob es Dir in Deinem konkreten Fall hilft (anscheinend passieren Deiner Tochter ja doch noch häufiger Unfälle), aber ich würde vielleicht an Deiner Stelle Regeln aufstellen - also zuhause ohne Windel, weil ein Unfall da nicht so "schlimm" ist, unterwegs darf sie erstmal bis zu ihrem Geburtstag Windeln tragen, wenn sie das möchte. Danach kann neu verhandelt werden.

        • (3) 16.05.16 - 08:42

          Es waren keine häufigen Unfälle. Unten habe ich das ausführlich erklärt.

          Ja, ich habe auch schon überlegt, ob ich einfach ihre Tagwindeln wegräume und sage, es sind keine mehr da (Nachtwindeln sind andere). So, wie manche Eltern es mit dem Schnuller handhaben...?

          LG

      HI

      hab hier auch das Problem ... ab Juni wollte er (tagsüber) keine Windel mehr und hat immer gesagt wenn er gehen muss (selbst 1 Woche "Städteurlaub" hat funktioniert) ... seit November gibts tage, da wechsel ich ihm 6 x die Klamotten ... dann gibt es wieder tage da bleibt er trocken.

      Waren nun schon öfters beim Kia ... und es wird (von unterschiedlichen Ärzten) immer das gleiche gesagt:
      - keinen Druck machen
      - ihn ans Klo gehen erinnern
      - erst wenn er 6 Monate am Stück trocken gewesen wäre - würde man wirklich sagen das er trocken war
      - Jungs brauchen länger als Mädchen (gut, das entfällt bei Euch)
      - bis 6 Jahre ist es "normal" wenn es dauert bis sie wirklich trocken sind

      Somit hab ich leider keine hilfreiche Tips für Dich ... ich weiß das es nervig ist (zumindest mich nervts) ... aber hier bringt weder belohnen noch bestrafen irgend etwas ... es macht bei uns auch keinen Unterschied ob wir zuhause sind oder den ganzen Tag unterwegs sind ... mal geht er aufs Klo und dann wieder nicht (und wenn wir fragen ob er mit Absicht in die Hose macht, dann kommt "nein" ... er will auch keine Windel mehr, da die "für Babys sind und ich bin kein Baby mehr" ...

      Ich hoff einfach das es bald wieder funktioniert ... mein Bruder hat allerdings auch eeeeeeeeeeeeeeeeewig ein Problem damit gehabt (wobei das meine Eltern 30 Jahre später nicht mehr so sehen).

      VG

      • Ja eben, man soll keinen Druck machen!

        Die Unfälle sind nicht schlimm, es passiert sehr selten und in nachvollziehbaren Situationen:

        Kurz eingeschlafen, ausdauerndes Spiel, lange gesessen und beim Aufstehen läufts sofort. Es waren auch nur alle paar Tage vereinzelte Unfälle. Erinnern tun wir, wenn sie lange nicht war, aber sie verneint stets, um nach kürzester Zeit auf kurz vor knapp zu sein.

        Das einzig Nervige ist, dass sie meckert, wenn wir zB vor einer Autofahrt prophylaktisch zur Toilette gehen wollen. Sie ist praktischerweise ein großer Trotzkopf.

        Ach verflixt.

        • sie meckert #rofl

          lass uns tauschen ;-)

          unserer schmeißt ich kreischend auf den Boden (aber nicht immer)

          aber wenn Du selber sagst, es passiert SEHR selten und in nachvollziehbaren Situationen ... dann würd ich mir null Gedanken machen

          wäre ja schon mal hilfreich wenn wir hier wüssten woran es scheitert

          VG

          • Boden schmeißen und Kopf vor die Wand gibt es hier auch, nicht mehr so häufig, zum Glück!

            Gedanken mache ich mir ja nur um den vehementen Windelwunsch. Vielleicht regelt es sich dann auch von allein im Kindergarten? Ich bin gespannt.

            Aber eure Situation ist auch blöd. Da möchte ich nicht tauschen. Unsere Nachbarn haben täglich die Betten abgezogen, da Sohnemann keine Windel wollte, aber jeden Abend dann das Bett vollgepullert hat. In der Form werde ich das bestimmt nicht mitspielen, hoffentlich kommen diese Diskussionen nicht auch noch auf uns zu.

            Grüßle

    Hi,

    bitte macht es nicht zum großen Thema in der Familie.
    Respektiere ihre Wünsche und versuch nicht zu drängen oder manipulieren.

    Es scheint wohl noch in vielen Köpfen drin zu sein das die kleinen bis 3 trocken sein müssen. Das ist aber längst überholt.
    Erst mit 6 Jahren sollten sie tagsüber trocken sein und selbst da können noch nachts Pannen sein. Diese Aussage haben mir mehrere Ärzte gebracht somit fundiert.

    • Dazu tendiere ich auch. Aber es stimmt, so Viele etwas "Ältere" mischen sich ein ala "meine Kinder waren mit eins schon trocken"...das nervt! Zumal im Umfeld keiner schneller dran ist, es ist kein Konkurrenzkampf hier.

      Ich mache ja keinen Druck, dieses Hin und Her verunsichert mich einfach. Theoretisch kann sie es ja. Der Windelwunsch irritiert mich einfach. Und selbst hier erhielt ich schon Ratschläge, konsequent zu sein.

      6 Jahre hätte ich aus dem Bauch heraus tatsächlich als spät empfunden, aber zweifele natürlich nicht an, dass es stimmt.

      LG

      • (10) 16.05.16 - 10:10

        Mein Kleiner ist 4,5 Jahre und war mit 3,5 recht zuverlässig trocken und trotzdem habe ich hier morgens regelmäßig ein Kind stehen das sich umzieht weil die Hose nass wurde.

        Ursache hier oft einfach pullern vor dem schlafen gehen vergessen oder nachts nochmal was getrunken. Bei Oma hat er deshalb nachts lange noch wenn es schief ging ne Windel angezogen bis ich gesagt hab wenn Windeln aus bitte lassen sondern auf die abendliche trinkmenge achten und vor dem schlafen an den Toilettengang erinnern.

        Es gibt Phasen da klappts hervorragend und dann gibts wieder Tage da hab ich Wäscheberge.

        Ich mach da kein Tamtam drum ist einfach so das regelt sich von alleine. Da scheint das Gehirn einfach noch nicht die komplette Reife zu haben in dem Bereich und das ist das was man einfach nicht erzwingen kann

du schreibst:

"Wir haben das nicht vorangetrieben oder sie gedrängt" und gleichzeitig
"Manchmal ließ sie sich überreden", "wenn sie unter Tränen eine Windel forderte" und "ließ sich aber meißt wieder leicht von der Unterhose überzeugen"

das IST druck machen! wenn dein kind eine windel will, dann sollte es eine bekommen, ohne dass du versuchst, es zu überreden und es erst unter tränen eine windel einfordern muss.

wenn deine tochter eine windel will, dann gib sie ihr kommentarlos und vor allem ohne die wertung, dass es ohne besser wäre. da kommt sie schon von selbst drauf, wenn du locker lässt.

wenn sie sagt "ist ja nicht so schlimm" versucht sie sich selbst davon zu überzeugen. muss sie das? oder ist es wirklich egal?

an deiner stelle würde ich sie endlich in ruhe lassen damit bis sie von selbst entscheidet, ohne windel zu gehen. trocken werden ist nicht nur ein körperlicher prozess, sondern auch ein geistiger und ein seelischer. letzteres behinderst du gerade.

  • Es ist immer schwierig, ein vollumfängliches Bild durch wenige geschriebene Sätze zu vermitteln.

    Wenn ich sie frage, ob sie denn eine Unterhose etc anziehen möchte, dann finde ich das nicht schlimm, zumal sie es dann auch oft problemlos tut. Wenn auf die gleiche Frage am nächsten Tag auf die sofort die Schleusen aufgehen, liegt das nicht am übergroßen Druck. Es gibt nunmal unterschiedliche Tage. An Heultagen ist die falsche Zahnpasta auch dramatisch.

    Den "ist nicht so schlimm Satz" hat sie aus ihrem Töpfchenbuch. Das hat sie von auswärts geschenkt bekommen.

    Bitte nicht direkt alles überdramatisieren und auf die Goldwaage legen.

    LG

    • man kann eine situation halt nur nach dem beurteilen, was darüber geschrieben wird. auch wenn dir meine antwort nicht gefallen hat, wäre es schön, wenn du mal im stillen kämmerlein darüber nachdenkst, ob du dein kind wirklich überreden musst, windeln wegzulassen oder ob du auch noch ein paar wochen geduld haben und sie in ihrem eigenen tempo wachsen lassen kannst.

      es gibt keinen vorteil, wenn man kinder drängelt, trocken zu werden, aber es können (können, nicht müssen) jede menge nachteile daraus entstehen.

      meine kinder sind beide ohne jeglichen druck trocken geworden, und wir hatten nie mit irgendwelchen "unfällen" zu kämpfen.

      ich hab meine kinder aber auch nicht gedrängelt, laufen zu lernen oder sprechen zu lernen oder mit besteck zu essen. ich habe es angeboten und sie haben entschieden, wann sie so weit waren, das angebot anzunehmen. wozu es bei den windeln anders halten?

      • Da brauche ich kein stilles Kämmerlein. Ich suche hier ja Rat, weil ich mir mit meinem Bauchgefühl nicht ganz sicher war.

        Und Geduld ist auch kein Problem, denn im letzten dreiviertel Jahr wurde sie durch uns ja auch nicht bedrängt. Es kam von ihr aus wieder und das nehmen wir an.

        Das geht nun nicht persönlich an dich, aber Urbia nervt dahingehend etwas. Man stellt eine Frage und erhält oft kaum eine Antwort, sondern zahlreiche Analysen.

        Anstatt Rahmenbedingungen kompakt zu umreißen hätte ich fragen sollen:

        Sie kann trocken sein, verlangt aber wieder Windel. Ja oder nein?

        Mich störten nur zwei deiner Formulierungen (aus dem Kopf):

        ...muss sie erst unter Tränen fordern...
        ....lass sie endlich in Ruhe...

        Das nur zur Erklärung. Es ist auch in Ordnung. Wie die Meißten, möchte ich möglichst viel richtig machen. Meißt stimmt ja auch das Bauchgefühl. Und mein Bauchgefühl sagt, kleine Überredungen,zB ob nicht auch eine andere Unterhose als die in der Waschmaschine befindliche Lieblingsunterhose der Windel vorzuziehen ist, ist ok. Wohingegen dem geweinten Wunsch nach Windel nachzugeben ist.

        Im Groben hat sich diese Einschätzung hier ja auch bestätigt. Es geht ja offenbar mehreren Familien so.

        LG

        • für dich mögen ja "kleine überredungen" ok sein, aber dein kind sieht das offenbar anders...

          dein kind ist ja nicht blöd und versteht durchaus, ob etwas geht (unterhose schmutzig) oder ob mama etwas ohne grund nicht will (windel).

          ich wollte dir nicht auf den schlips treten, ich fänds nur schön, wenn du deinem kind etwas mehr vertrauen würdest.

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