Sohn (4) Malen fördern - wie?

    • (1) 13.07.16 - 09:26

      Guten Morgen, mein Sohn ist gerade 4 Jahre geworden und malt nicht sonderlich gerne. Meistens wird es eine Sonne, mit Glück ein Strichmännchen, sonst Krickelkrackel.

      Die Erzieherin meinte, ich solle schauen dass er zu hause mehr malt und ihn fördern. Ich habe mich regelmäßig mit ihm hingesetzt (im Herbst/Winter mehr als jetzt natürlich) und gemalt oder gebastelt, schon von klein an. Aber er mag es einfach nicht so sehr, was für mich nicht so schlimm ist. Jungs malen ja meistens eh nicht so gerne und er ist gerade mal 4.

      Trotzdem wollte ich euch mal fragen, wie ihr das so handhabt. Mein Sohn sitzt dann immer da und möchte, dass ich mit ihm male, also auf ein und demselben Papier und eigentlich bedeutet es, ich male, er schaut zu. Wie kann ich ihm Malen schmackhaft machen und auch "beibringen"? Ich kann selbst nicht gut malen, darum geht es ja auch nicht. Von mir aus kann er viereckige Vögel malen mit drei Armen oder so :-)

      • Das kommt. Mein Großer wurde im Mai 4, beim Entwicklungsgespräch hieß es noch das einzige Defizit ist die Feinmotorik. stifthaltung und Besteckhaltung klappen noch nicht so. Da er aber gerade Null Interesse am Malen hatte, hab ich nur beim Essen geachtet, dass er das Besteck richtig hält. Dann kam die EM und im Kindergarten ging es unter anderem um Flaggen. Vor vier Wochen hat er angefangen zu malen. Inzwischen haben wir hier tolle Bilder hängen mit Menschen, Bäumen, Häusern, Blumen, Krokodilen, Schlangen, ... sehr detailliert. Seine Erzieherin ist begeistert. Wir natürlich auch und sehr stolz. Stift hält er jetzt auch gut.

        Hallo!

        Unser Kleiner ist im Dezember 4 geworden, und malen ist auch so gar nicht seins! Bis heute konnte ich ihn noch nicht dazu bringen, mal in irgend einer Form einen Menschen zu malen. Ich frag ihn immer, kannst du den Papa (Opa, Onkel, Feuerwehrmann Sam...) auch malen und als Antwort kommt nur "Nein!" Wenn er gegenständlich malt, bringt er Busse, Feuerwehrautos o.Ä. zu Papier, das ist auch halbwegs erkennbar - bis er dann den dicken Stift nimmt und wieder alles überkritzelt - warum auch immer. Ich vermute fast, dass er sein Bild im Kopf perfekter sieht, als er es zu Papier bringen kann, das scheint ihn zu demotivieren.

        Aber auch bei Ausmalen ist er nicht in der Lage, mal ein Feld ganz konkret auszumalen, er malt immer sehr großflächig (das aber schon sehr lange).

        Dafür zeigt er jetzt Interesse an Buchstaben und schreibt seinen Namen - ich denke also, dass es nicht die Feinmotorik an sich ist, sondern eine Art Unfähigkeit, ein Bild aus dem Kopf aufs Papier zu übertragen. Und ansonsten ist er handwerklich nicht ungeschickt. er hat im Kindergarten aus Naturholz einen Hubschrauber gebaut, der ist richtig toll geworden.

        Unser Kindergarten sagt da aber auch nichts zu. Die sehen das eigentlich ganz locker. Und bis zur Einschulung sind noch 2 Jahre Zeit, das wird schon alles noch kommen.

        LG

        P.S.: Meine Tochter hat schon mit knapp 3 die ersten Kopffüssler gemalt, hat säckeweise Bilder und Basteleien aus dem Kindergarten mitgebracht, konnte mit 3,5 ihren Namen schreiben, und trotzdem schreibt sie nicht besonders ordentlich (sie könnte, aber sie will nicht - bei ihr muss alles schnell gehen).

        • "Meine Tochter hat schon mit knapp 3 die ersten Kopffüssler gemalt, hat säckeweise Bilder und Basteleien aus dem Kindergarten mitgebracht, konnte mit 3,5 ihren Namen schreiben, und trotzdem schreibt sie nicht besonders ordentlich (sie könnte, aber sie will nicht - bei ihr muss alles schnell gehen)."
          Lustig, das klingt extrem nach meiner Großen. Sowohl säckeweise Bilder, als auch das mit dem schnell gehen. Sie malt wahnsinnig gerne und auch gerne aus, aber während Freundinnen von ihr stundenlang vor einem Bild sitzen und akribisch versuchen bloß nicht über die Linie zu malen, hat sie in der gleichen Zeit 10 Bilder ausgemalt. Die Linien sind dabei eher großzügige Orientierungshilfen :-) aber für sie ist schnell halt wichtiger als genau.
          LG

          • Die Ausmalzeit ist bei unserer glaub ich rum - jedenfalls beschwert sie sich immer, wenn sie in der Schule irgendetwas ausmalen muss (in Deutsch müssen sie mitunter gelesenes in Bildern anwenden, z.B. einen Hasen braun anmalen - dann kritzelt sie mitunter schlimmer als der Kleine #augen). Mittlerweile malt sie lieber frei und macht das wohl auch gut (so ist mir von anderen Müttern erzählt worden - ich selbst hab keinen Vergleich und beurteile die Gemälde auch nicht so kritisch).

            LG

      Das wird Dir nicht helfen, aber ich frage mich oft, warum JEDES Kind malen können muss #augen

      LG #winke

      • (7) 13.07.16 - 10:45

        Es muss natuerlich nicht jedes Kind malen, aber Kinder mit schlechter Feinmotorik haben es in der Schule leider schwerer. Daher ist es nicht dumm, die Feinmotorik zu foerdern, und malen ist dazu recht gut geeignet.

        Wenn das Kind nicht malen moechte, dann muss man deutlich krativer werden (schneiden, kleben, mit Holz basteln etc.). Die Kindergaerten bevorzugen natuerlich malen, denn das macht wenig Aufwand und und Chaos.

        • (8) 13.07.16 - 10:49

          Ich kenne Kinder, die haben garnicht gemalt, dafür gebastelt. Malen und Feinmotorik üben ist für mich auch nicht wirklich das Gleiche. Wer gern malt, tut das automatisch, wer aber nicht gern malt muss das anders ausgleichen, da würde ich ansetzen. Oder auch Abmalen hilft, das macht das Kind der TE doch, wenn ich richtig gelesen habe. Mir geht es nur darum, wenn ein Kind nicht gerne malt, dann muss man das nicht erzwingen ;-)

          Feinmotorik geht aber nicht nur übers malen oder basteln ;-)
          Man kann etwas auffädeln, sortieren, ausschneiden, auch normale Brettspiele (Spielfiguren aufstellen/bewegen, würfeln, Karten umdrehen...)eignen sich dazu. Auch helfen in Haushalt (kochen, backen etc), Schuhe/ Jacke zumachen, mit einem kleinen Bagger Dinge aufbaggern....sind alles Übungen für die feinmotorik.
          Mein Sohn mag malen nicht und er bastelt wenn dann nur kurz.

          Trotzdem ist er feinmotorisch komplett im Normalbereich.
          Der ganze Alltag fordert seine Fein-und Grobmotorik :-)

          • Klar, genau das meine ich ja. Ich wollte nur erklaeren, warum, meiner Meinung nach, in Kindergaerten so extrem aufs Malen beharrt wird. Ich finde ja auch, dass man die Feinmotorik mit 100 anderen Dingen foerdern kann. Die Kinergaerten haben sich aber nunmal auf Malen eingeschossen, vermutlich, weil es bei sehr vielen Kindern gut funktioniert, ihnen Spass macht und wenig Aufwand erfordert.

            • Ich bin Erzieherin ;-) und ich rede jetzt mal von uns: wir finden dieses "das Kind muss malen/basteln" vollkommen bescheuert.
              Wir schauen schon, dass die Kinder auch MAL Sachen machen müssen, die sie nicht wollen...das ist Alltag und muss auch später in der Schule so sein.
              Aber wie schon geschrieben, für die Feinmotorik gibt es 1000 andere Möglichkeiten, als malen und basteln, wenn das Kind nicht drauf steht. Darauf "eingeschossen" haben wir uns nicht und das sehe ich auch nicht mehr allzu oft in Kitas.

        (12) 13.07.16 - 11:55

        Fakt ist, er mal nicht gerne. Findest du es nicht merkwürdig über eine ungeliebte Tätigkeit die Feinmotorik verbessern zu wollen#kratz?
        Andere Vorschläge hast du ja schon bekommen. Und ja, nicht jeder hat Bock auf bunte Bildchen...dafür gibt es bestimmt zig andere Dinge die er mag.

        Dazu kommt noch, dass in der Grundschule ständig irgend etwas (aus-)gemalt werden soll #augen.

        Meiner Tochter hat sich auch noch nicht erschlossen, warum sie in Mathe Bilder im Sinne von Malen nach Zahlen ausmalen soll. Es würde doch eigentlich reichen, die Aufgaben zu rechnen. Und außerdem wüsste sie sowieso schon, was auf dem Bild abgebildet ist :-p. Und dann fehlen noch ständig farben in ihrem Federmäppchen (pink, violett, hell- und dunkelblau / -grün...sind oft gefragt) #schmoll...

        LG

        • Oh ja, ich selbst habe als Kind gerne, viel und gut gemalt, aber Ausmalen habe ich immer gehasst wie die Pest! Den Sinn davon habe ich bis heute nicht wirklich verstanden. Mein Sohn macht das freiwillig auch nie. Ich war lange der Meinung, er koennte es nicht (was mir aber ziemlich egal war), aber in der Vorschule ergibt er sich in sein Schicksal und macht es, wenn es denn sein muss...

          Hallo,

          ja, diesen Mal-Wahn im ersten Schuljahr finde ich auch schlimm.

          Unsere Tochter malt zwar gut und gerne, aber selbst sie hat im ersten Schuljahr wegen des ständigen Malens nach drei Monaten oder so die Krise bekommen.
          Unser Sohn (6) malt nicht sonderlich gerne. Der wird wahrscheinlich spätestens nach einer Woche die Nase voll davon haben. #schwitz

          Ich verstehe auch nicht, was das soll.

          Anscheinend glaubt man, die Sachen so spielerischer vermitteln zu können, und dass das die Kinder mehr motiviert.
          Die Damen und Herren Fachleute aus dem Elfenbeinturm haben offenbar noch nicht gemerkt, dass nicht jedes Kind gerne malt, und dass man damit auch eine ganze Reihe Kinder nervt und somit demotiviert. #augen

          LG

          Heike

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