Jemand hier, dessen Kind nach 1 Jahr Krippe dann mit 2 in einen anderen KiGa wechselte?

    • (1) 09.08.16 - 10:14

      Ihr Lieben,

      ich hatte neulich schon einmal generell nach Meinungen bei unserer KiTa-Suche gefragt. Inzwischen bin ich in Sachen Bauchgefühl zwar weiter, konnte andere Punkte klären...aber habe ein Problem weiterhin, zu dem ich nun gerne nochmal konkret nach Erfahrungen fragen möchte - deshalb lasse ich die Rahmenbedingungen nun bewusst weg.

      Wir haben zwei KiTas zur Wahl. Die, bei der mein "Bauchgefühl" besser ist, wäre jedoch definitiv nur bis zum Alter von drei Jahren. Das würde bedeuten, dass wir unsere Tochter jetzt im September mit genau 2 Jahren dort eingewöhnen. Sie mit 3 Jahren 1 Monat dann in eine neue Einrichtung wechseln muss.

      Klar mit 3 kommen sie ohnehin in die Kindergarten-Gruppe, die größer ist und mit neuen Erziehern. Doch oft befinden sich diese ja im gleichen Gebäude und sind nicht völlig fremd. Daher liegt mir das im Magen. Es ist ja eine komplett neue Eingewöhnung. Oder ist es für die Kinder leichter, wenn sie schon einmal "fremd betreut" wurden? Oder ist das eher ein Nachteil, weil sie dann Bezugspersonen verlieren?

      An sich ist unsere Tochter zurückhaltend, hat sich in den vergangenen Monaten jedoch wirklich "gemacht". Bei der Besichtigung der KiTas blieb sie sogar freiwillig kurz mit der jeweiligen Leiterin alleine (ich war zur Toilette bzw. im Treppenhaus etwas zu Trinken für sie holen). Die Eingewöhnung in die Krippe jetzt würde demnach denke ich nicht super schnell gehen, müsste jedoch klappen denke ich. Vor einem Jahr traute ich es ihr noch nicht zu - deshalb habe ich meine Elternzeit verlängert damals.

      Hatte jemand ein Kind, das bereits nach 1 Jahr (mit dann 3) wieder wechseln musste? Von der Krippe in einen Kindergarten? Ein Kindergarten, der nicht in der gleichen Einrichtung also komplett fremd ist?

      Vielen Dank
      Martina

      Unser Sohn ging zwar 1,5 Jahre in die Krippe hat dann aber auch in einen Kindergarten gewechselt, der nichts mit der Krippe zu tun hat (anderer Stadtteil, anderer Träger, ...) und in dem er auch niemand kannte. Er hat kurz vor seinem 3. Geburtstag gewechselt und der Wechsel lief problemlos bzw. ich hatte mir mehr Sorgen gemacht als angebracht waren. Zu mal ich in der Zeit kurzzeitig wieder vollgearbeitet habe und schwanger war. Ich denke, wann und wie ein Wechsel gut klappt kann Dir niemand sagen. Hier haben aber die wenigsten Krippen einen Kindergarten mit dabei und es wechseln viele Kinder. Beim Eingewöhnungsgespräch hatte ich mich mit der Erzieherin auch ein bisschen über meine Sorgen unterhalten und sie meinte, dass fast alle Kinder die vorher in einer Krippe waren den Wechsel problemlos machen. Schwieriger wäre die Eingewöhnung eher von Kindern die bis 3 komplett zu Hause waren (natürlich gibt es auch da solche und solche).

      Die einzige Frage die ich mir stelle bei Deinem Text, wie sicher ist es, dass Du einen Kindergartenplatz hast, wenn Deine Tochter 3 Jahre (bzw. spätestens 3 Jahre und 1Monat) alt ist. Hier wird in den Krippen nicht rausgeschmissen. Unser Großer ist ein Maikind und es war lange nicht klar, ob er vor dem Schuljahreswechsel einen Platz bekommt. Das hätte dann September und damit 3 Jahre und 4 oder 5 Monate bedeutet. Da ich aber wusste er kann in der Krippe bleiben bis er einen Platz hat, konnte ich das entspannt sehen. (Auch wenn es für ihn gut war, dass er mit 3 gewechselt hat, er hätte sich in der Krippe gelangweilt bzw. war schon die letzten paar Monate dort in seiner Gruppe der Älteste mit ca. 6 Monaten Abstand zum nächsten Kind und es war manchmal schwierig für ihn mit lauter Kleinen). Kannst Du diesen Punkt irgendwie vorher klären? Oder passt euer Geburtsmonat eh zum Schuljahresbeginn und sie kann problemlos wechseln?

      Mit 3 finde ich ist aber auch das Verständnis des Kindes, warum bin ich hier? Was mach ich hier? Wo ist meine Mama? ... ein ganz anderes. Es kann sich besser ausdrücken, wenn ihm etwas nicht passt ... Ein wichtiger Faktor wie gut es klappt bist aber auch Du. Dein Kind merkt, wenn Du Bedenken hast und zweifelst. Und so ein bisschen lese ich die Zweifel aus allen Deinen Beiträgen heraus. Egal wie Du Dich jetzt entscheidest, kann es sein, dass Du nächstes Jahr denkst hätte ich es nur anders gemacht. Das wissen wir eben leider nie wie es kommt.

      Ich würde für das nächste Jahr die beste Wahl treffen. In einem Jahr passiert viel, gerade in dem Alter. Vieles fügt sich, manchmal muss man anpassen, aber je besser Du die aktuelle Wahl innerlich vertreten kannst für Dich, desto leichter wird sich Deine Tochter tun. Und für die beste Wahl zählt nun auch Dein Bauchgefühl zu einem erheblichen Anteil mit und nicht nur Fakten die man in Pro und Contra Listen schreiben kann.

      Unsere Tochter ist nun 13 Monate und wir haben gerade mit der Eingewöhnung angefangen. Wieder in einer Einrichtung nur bis 3 Jahre, d.h. wieder mit einem vorgegebenen Wechsel. Aber wir haben uns bewusst für die reine Krippe entschieden, weil es eben ein kleines Haus ist und ein sehr geschützter Raum für die Kleinen. Die andere Möglichkeit wäre ein Haus mit 90 Kindern, davon 10 U3 Kinder und ich konnte mir mein Krabbelkind mitten in diesem Getümmel nicht vorstellen. Auch wenn die Gruppenräume getrennt sind, haben sie doch einen mehr oder weniger gemeinsamen Außenbereich und die gemeinsame Garderobe.

      So ich hoffe das hat Dir weitergeholfen. Auch wenn unser Sohn etwas länger in der Krippe war. Meld Dich gerne bei Fragen!

      • Danke Dir!

        Für nächstes Jahr hätte ich keinen definitiv zugesagten Kindergartenplatz, nein. Das ist tatsächlich auch etwas, was mich zögern lässt - eben weil ich dann wieder in der Schwebe hänge. Allerdings habe ich auch schon wie Du gedacht, dass in einem Jahr viel passieren kann...

        Womit Du vermutlich auch recht hast ist, dass Kinder mit 3 ja schon so einiges verstehen. Ich sehe halt momentan nur die knapp 2jährige und kann daher nur hoffen, dass sie in einem Jahr quasi versteht, dass sie dann wechseln muss. Theoretisch müssen dass ja alle Kinder, die dort knapp 3 sind und vermutlich wird das dann von der Krippe ja auch ein Stück weit thematisiert bei den Kindern...

        LG
        Martina

        • Dadurch dass immer wieder ein Kind 3 wird und geht, war es bei uns vollkommen klar für ihn, dass er dann auch geht. Das war wirklich kein Thema und es war auch nie ein Thema, dass er zurück möchte. Ganz zu Anfang wollte er mal noch zu Besuch in die Krippe, aber das hat irgendwie nicht geklappt und irgendwann war es kein Thema mehr.

    Hier...

    Meine große kam mit 21 Monaten in die Krippe. Mit zwei Jahren und neun Monaten sollte sie dann eine Etage tiefer in den Kindergarten.Das war September.Bei uns kam noch dazu,das wir mitte November den Wohnort wechselten.Ab ersten November konnte sie schon in den neuen kiga.Da haben wir keine Probleme gehabt mit dem Wechsel.

    Sie hat eher der hausinterne Wechsel verunsichert, was aber an der Gruppenzusammensetzung lag.Deshalb haben wir das relativ schnell abgebrochen und sie lieber mit auf die Baustelle genommen.Dadurch hat sie sich dann auf den neuen Kindergarten gefreut.
    Allerdings war meine große in diesen Belangen immer unkompliziert.Da mache ich mir zum Krippenstart der kleinen in zwei Wochen mehr Sorgen.
    Lg

Hallo Martina,

Es tut mir sehr leid, dass du dich so schwer tust eine Entscheidung zu treffen. Im Endeffekt werden dir all unsere Erfahrungen doch auch nicht wirklich weiterhelfen, weil es eben um dein Kind geht. Ich habe das Gefühl als würdest du einen Großteil deiner Unsicherheit auf sie übertragen.

Wenn du einen Platz hast, in den sie mit 3 Jahren wechseln kann, dann höre auf dein Bauchgefühl.

Mein Sohn war das zweite Lebensjahr bei einer Tagesmutter und ging dann mit 2 in den Kindergarten. Den Wechsel hat er super gemeistert.

  • Danke Dir für Deine Antwort,
    ich komme leider nur ganz verspätet zum Schreiben.

    Ich habe lange über Deine Worte nachgedacht...kann aber ruhigen Gewissens sagen, dass ich mich auf den Krippenstart freue weil ich sehe, dass es für die Kleine nun passt. Sie ist zwar nach wie vor zurückhaltend und keine, die mit den Ellebogen ihr Recht verteidigt....aber das wird sie auch nie werden. Sie ist einfach ein anderer Charakter. Trotzdem sehe ich, dass sie im letzten Jahr einen riesen Schritt gemacht hat und sie heute auf einem guten Weg ist. Sie verzweifelt nicht mehr im Kontakt mit anderen UND ich glaube, es ist ein guter Zeitpunkt sie da weiter zu fördern. Die KiTa scheint mir da eine gute Möglichkeit zu sein.

    Was mich jedoch verunsichert ist, die Wahl der Krippe. Ja. Und zwar, weil ich weiß, dass in der Theorie alles sehr gut sein kann...die Praxis jedoch vielerorts sehr viel anders aussieht. Und davor habe ich Angst. Weil ich weiß, dass grade für Kinder wie meine Kleine es sehr wichtig ist, dass es passt. Deshalb mache ich mir diesen Druck die richtige Entscheidung zu treffen....ich habe schon alleine bei Besichtigungen gruselige Sachen in KiTas gesehen und da fühlten sich die Erzieher ja nicht einmal unbeobachtet. Da möchte ich in manchen Krippen nicht wissen, wie der Alltag aussieht...

    Na ja und weil die ersten zwei Lebensjahre der Kleinen so ganz anders liefen, als ich es mir erhoffte...deshalb fühle ich mich ein Stück weit schuldig und dazu verpflichtet nun eben das beste zu geben.

    Natürlich kann mir hier keiner die Wahl abnehmen oder mir aufgrund Erfahrungen DEN Rat geben. ABER wie so oft finde ich die neuen Gedankenanstöße super. So wie Deiner (ich habe ehrlich drüber nachgedacht) oder auch der Aspekt, dass ein hausinterner Wechsel auch nicht immer so einfach ist...usw. Das nimmt mir keine Entscheidung ab, hilft mir aber zu einem guten Bauchgefühl zu kommen, wenn ich auch andere Aspekte und Impulse bekomme als mich nur mit eigenen Gedanken im Kreis zu drehen.

    Zumal ich mit Kleinkindern sonst keine Erfahrung habe. Man würde doch sonst in Familie und Freundeskreis auch herumfragen nach Meinungen. Ich mache es eben hier.

    Danke nochmal
    Martina

    • Hallo.
      Ich kann dich schon verstehen. Tatsächlich neige ich ebenfalls zum Grübeln und (häufig unnötigem) Sorgen machen.

      Wir gewöhnen in 3 Wochen das zweite Kind bei der Tagesmutter ein. Obwohl ich davon ausgehe, dass es schwierig wird, bin ich dieses Mal deutlich ruhiger. Bei meinem Sohn vor drei Jahren hab ich mir schlimm Gedanken gemacht. Ich hab allerdings festgestellt, dass mir all das Vergleichen mit meinen Bekannten gar nichts geholfen hat. Denn im Endeffekt hätte ich nicht dahin wechseln können, wo sie positive Erfahrungen gemacht haben. Wir haben zwar einerseits Auswahl, andererseits aber irgendwie keine Wahl.

      Ich war damals immer mal genervt von der TaMu. Mein Sohn hingegen vergöttert sie bis heute.

      Will sagen: Triff deine Entscheidung. Es WIRD laufen.

      Und hab kein schlechtes Gewissen. Du bist für deine Kleine die beste Mutter, die sie haben kann.

      • Danke Dir!

        Beim zweiten Kind ist so gesehen wirklich vieles einfacher, man wird gelassener...leider wird es für die Kleine kein Geschwisterchen geben. Auch ein Punkt, den ich gerne ändern würde aber nicht kann. Es kam vieles - zu vieles - anders als jemals gedacht. Da verliert man tatsächlich ein bisschen Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit und vor allem Gelassenheit.

        Wie gesagt, KiTa wird klappen, da bin ich mir auch (ok zu 90 %) sicher ... und vielleicht hast Du recht - selbst wenn ICH nicht ganz zufrieden bin, vielleicht ist es die Kleine trotzdem!

        LG
        Martina

Mein Großer ging mit 1 in die Krippe, zwei Monate später wechselten wir komplett die Einrichtung (Ich musste sogar die Kitaaufsicht heranziehen) und mit knapp 2 wechselte er in einen neuen Kindergarten, wegen meiner neuen Arbeit.

Und er hat alle male wunderbar und ohne Probleme gemeistert, Er hat es immer geliebt.

Hallo heuzwerg,

habe jetzt ein paar deiner Beiträge, alle zum gleichen Thema, gelesen und glaube mittlerweile auch dass du deine große Unsicherheit überträgst, bzw. auch bei der Eingewöhnung übertragen wirst... Traue deiner Tochter doch mal was zu! Meine hat auch mit drei Jahren gewechselt und es war ein Segen. Wir sind sogar in ein neues Bundesland gezogen, also alles neu. Besonders glücklich war meine Süße in der Kita nie, das hat sich im Kiga komplett gewandelt, sie war vom ersten Tag an gerne da und kannte logischerweise gar nichts...

Ein Kind macht sich nicht so einen Kopf, das tun wirklich nur die Mütter, und ich finde du übertreibst langsam mit deinen Sorgen und Gedanken... Relativiere es mal zum Weltgeschehen...
Aber das ist nur meine Meinung, natürlich darfst du hier noch zwanzig Mal die gleiche Frage stellen, dafür ist das Forum ja.
Aber gib acht, irgendwann nennt man das Helikopter- Mutter...

LG attherassel

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