Einschulung in Hessen

    • (1) 10.08.16 - 08:46

      Hallo :)

      Ich weiß lang ist es hin aber die Frage will ich mir erlauben zu stellen, da ich jetzt nicht wirklich durchblicke (kann-Kind usw).

      Sohnemann ist am 30.11.2012 geboren. Wann würde er in Hessen eingeschult?

      Er ist sprachlich sehr begabt und versteht Zusammenhänge sehr gut und daher die Frage ob er früher eingeschult wird. Ich wurde in NRW auch mit 5 eingeschult.

      Danke schonmal

      Lg

      • (2) 10.08.16 - 09:26

        Hi,

        meines Wissens werden in Hessen Kinder, die bis zum 30. Juni sechs Jahre alt werden, eingeschult.

        Ein Kind von Ende November vorzeitig einzuschulen, finde ich persönlich schon krass. Abgesehen davon, dass die Kids clever sind und auch schon viel im Vorfeld können, muss man bedenken, dass sie sich mehrere Stunden konzentrieren und anschließend daheim auch noch Hausaufgaben erledigen müssen. Sicherlich gibt es auch junge Kinder, denen das nicht schwer fällt.
        Ich persönlich würde es nicht machen und meinem Kind noch ein Jahr im KiGa gönnen.

        Ich muss meinen Großen übernächstes Jahr auch schon schicken, weil er am 29.08. geboren ist und in NRW alle Kinder, die bis 30.09. geboren sind, eingeschult werden MÜSSEN. Hätte ich die Wahl, ließe ich ihm noch ein Jahr im KiGa. Habe im Umfeld zu viele schlechte Erfahrungen mit sehr jungen Kindern (gerade Jungs) mitbekommen.

        GlG
        nathinga #winke

      Hallo,

      Geburtstag bis 30. Juni = Musskinder
      Geburtstag 1. Juli - 31. Dezember = Kannkinder (der Schulleiter entscheidet über die Einschulung - ist also auch davon abhängig, wieviel reguläre Anmeldungen es an der Sprengelschule gibt)

      Mit der Einschulung wird das Kind (auch Kannkind) schulpflichtig, kann also nicht nach Belieben nach ein paar Wochen wieder in den Kindergarten gehen, wenn es doch nicht klappt.

      Bedenke, dass die Lehrer in NRW auf 5-jährige in der ersten Klasse eingestellt sind (Schuleingangsphase?), in Hessen eben erst auf 6-jährige ....

      Ganz wichtig ist, dass die Kinder sich motivieren und konzentriert sein können, wenn sie Dinge tun, die sie nicht unbedingt mögen oder Routine sind (es nutzt nicht nur, dass er bspw. sich stundenlang beim Legobauen konzentrieren kann - in der Schule gibt es leider viele Dinge, die gemacht werden müssen, auch wenn man sie vermeintlich schon kann oder sie keinen Spass machen).

      Bedenke auch, dass dein Sohn viel später Dinge tun darf als sie es seine regulären Schulkameraden dürfen (in den unteren Klassen natürlich kein Problem, das kommt EVENTUELL erst in der Pubertät bspw.).

      Ich selbst wurde als Schulanfängerin als "hochbegabt" getestet (hab ich erst mit 18 Jahren erfahren). Ich kam trotzdem erst regulär mit 7 in die Schule (Juli geboren), hatte eine glückliche Schulzeit, aus mir ist was geworden und NIE Probleme mit irgendetwas.

      Mein Großer ist übrigens nur ein paar Tage vor dem Muss-Stichtag geboren und ihm hätte ein Jahr länger etwas gebracht - vom Emotionalen her. Er ist der Jüngste (findet er total doof) und gleichzeitig der Größte in seiner Klasse. Kognitiv ist er angeblich weit voraus - nun ja, wir haben alle kleine Einsteins :-)

      http://leb-hessen.de/startseite/wissenswertes/schulsystem-hessen/einschulung/

      VG
      B

    Hi,

    ich bin immer wieder erwchrocken von solchen unqualifiezierten Antworten. :-[

    Es kommt immer auf das Kind an. Gerade bei solchen jüngeren Kindern würde ich mich immer zusätzlich absichern.Mal ausführliches Gespröch mit der Bezugserzieherin, mal eine Hospitation in der ersten Klasse. Wenn du Zweifel hast, dann eher einmal zu viel frageN.

    Wir haben etwa seit dem hweiten Geburtstag gewusst, dass unser Sohn vorzeitig eingewchult wird. Solche Kinder wachsen nicht plötzlich auf den Bäumen, dies erkennt man lange vorher. Wir haben immer gedacht Ja, aber mal abwarten.

    Jetzt steht er unmittelbar vor seiner Einwchulung und er hat NICHTS, was gegen die Einschulung spricht, Es ist in jeglicher Hinsicht ein perfektes Kind. Ja, solche Kinder gibt es.

    Als wir ein erstes Treffen mit unserer Lehrerin hatten, sagte ich noch etwas in Zweifeln: ob dieses Experiment gelingt. Dann hatten sie drei Treffen und gleich nach dem ersten Mal kam die Lehrerin von ihm und sagte: perfektes Kind, machen Sie sich keine Sorgen.

    Ihr habt noch viel Zeit. Beobachte die Entwicklung, überlege, von wem du eine Rückmeldung bekommen willst aber es gibt definitiv Kinder für die es besser ist als ein der ältesten noch ein Jahr im Kind zu vergammeln.

    Und zu deiner Frage: google und Ytichwort vorzeitige Einschulung Hessen;-)

Hallo,
ich finde es gut, dass du dich darüber schon mal informierst.

Egal wie deine Entscheidung ausfällt...ich wollte dir nur etwas zu bedenken geben:
Diese vorzeitige Einschulung bedeutet nicht nur, dass dein Kind jetzt 1 Jahr eher in die Schule kommt - das ist ja noch einfach und das schaffen auch praktisch alle Kids. Aber du musst auch sehen, dass dein Kind dann ein Jahr eher in die weiterführende Schule kommt - das unterschätzen echt Viele. Das kann der Unterschied zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium bedeuten.
Das kann auch der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Abschlusszeugnis sein.

Es gibt zweifelsohne Kinder, für die ist die frühzeitige Einschulung besser. Aber schaue nicht nur auf die 1. Klasse, sondern auch auf die nachfolgenden Jahre.

  • Vielen Dank für deine Einschätzung. Wir werden uns nach seiner Entwicklung orientieren.

    Lg

    • Hallo,

      wir haben im gleichen Bundesland hier ein Oktober-Kind (Junge), das trotz eines getesteten IQs von knapp 130 NICHT vorzeitig eingeschult wurde. Und, soll ich was sagen: Es war die beste Entscheidung. Am Anfang geht es in der Schule nicht ums Lernen, das ist kein Problem, sondern um Arbeitshaltung, Regeln, Abläufe, Geduld un Frustrationstoleranz und um das Sozialverhalten. Und da macht, gerade bei den Jungs, ein Jahr unheimlich viel aus. Sollte ein Kind sich dann später sehr langweilen, kann man es immer noch springen lassen.

      Viel Erfolg bei der Entscheidung,

      der Mops

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