4 Jähriger: Beschäftigung (alleine) / Geschwisterkind

    • (1) 20.08.16 - 22:02

      Hallo ihr Lieben,

      seit knapp 10 Monaten bin ich nun Zweifach-Mama und hab jetzt verschiedene Fragen.

      Vorab: der Große ist 4,5, die Kleine 10 Monate

      Die Kleine wird natürlich immer mobiler, sie krabbelt flink und läuft an allen möglichen Gegenständen entlang. Sie möchte natürlich immer mitten drin sein und ihr Spielzeug ist natürlich viel langweiliger, als das vom Großen... Es ist nun so, dass sich mein Sohn vermehrt "beschwert", dass seine Schwester nicht soll, dass sie weggehen soll. Das geht natürlich nicht, weil ich mit ihm spielen soll. Ich habe es ihm schon 2-3x erklärt, dass das nicht geht und warum. Ich kann sie ja nicht alleine in ein anderes Zimmer setzen ;-) Es ist auch tagesform- und launenabhängig, überwiegend ist alles ok, aber manchmal merkt man schon, dass er grantig wird und ihm das gar nicht passt, wenn sie alle seine gerade aufgestellten Playmobilfiguren umkrabbelt, kann ich ja auch verstehen. Habt ihr da eine Idee? Wir handhabt ihr das mit dem Spielen (mit beiden)?

      Die Situation ist bei uns so, dass der Große natürlich bis mittags (14 h) im Kiga ist. Ich versuche nachmittags dann natürlich stark auf ihn einzugehen. Wenn wir was unternehmen ist es bis jetzt eh nur was für ihn (seine Freunde, sein Turnen, etc.) und wenn wir zu Hause bleiben, läuft die Kleine nebenbei, außer halt füttern und wickeln.

      Ich weiß nicht, ob ich das alles richtig mache. NAtürlich möchte ich so wenig wie möglich Geschwisterrivalität oder wie auch immer man das nennen mag. Mir ist aber auch klar, dass das nicht ganz geht. Habt ihr evtl. auch Literaturtipps für mich? Wie verhaltet ihr euch? Ab und zu gebe ich die KLeine auch zu Oma und Opa oder der Papa nimmt sie am Wochenende und mache nur was mit ihm.

      Zum Zweiten würde ich gerne mal wissen, wie sich eure 4-5 Jährigen beschäftigen, wie sieht euer Alltag (nach dem Kiga) zu Hause aus? Meiner liebt Playmobil und Rollenspiele und das am besten 24 Stunden, 7 Tage die Woche :-) Der Kiga ist auch "doof", weil da kein Playmobil ist :-p Naja natürlich gehe ich eben darauf ein, weil ich eh schon oft ein schlechtes Gewissen habe, dass ich nur nachmittags Zeit habe und die Zeit mit der Kleinen und tlw. Haushalt/Einkaufen teilen muss. Aber irgendwann nervt mich das 48. Rollenspiel und immer dieselben Playmobil-Spiele. Versteht ihr das? Ich versuche dann zwischendurch andere Sachen zu machen, ein Buch, ein Spiel, was basteln (natürlich gehen wir auch viel raus), aber das ist sehr oft dann nur kurzweilig oder er ist total desinteressiert. Ich weiß manchmal nicht, ob das so richtig ist, dass ich ihn dazu "zwinge", was anderes zu spielen und sich auch mal alleine zu beschäftigen (wenn da dann nicht direkt wieder mein schlechtes Gewissen wäre :-/)

      Freue mich sehr über eure Tipps und Ratschläge :-)

      • Hallo,

        meine Kinder haben sogar einen geringeren Abstand.

        Als mein Sohn so klein war, konnte man die Figuren z.B. auf den Esstisch stellen und da kommt kein Krabbelkind dran. Genauso sagte ich ihr immer - willst du nicht, dass dein Bruder darauf kommt, musst du in dein Zimmer gehen. Dann muss das Kind schlichtweg eine Entscheidung treffen.

        Di sagst die Rollenspiele, ist docj klasse Sache. Ich würde es um Lego erweitern. Mein Sohn spielte letztes Jahr schon mit richtigem Lego. Manche Kinder brauchen noch Anfangsdenkqnstoß aber grundwätzlich konnte er letztes Jahr schon sehr ausdauernd spielen.

        Wenn es die um die Förderung geht. was wäre mit einem Fußballverein ?

        Ich finde schon wichtig, dass ein Kind wuch das ,,alleine" kennt und da würde ich eher das Gegenteil vom ,,schlechten Gewissen" sagen.

        #winke

        (3) 21.08.16 - 12:18

        Hallo,

        mein Sohn wird im November 5, die kleine ist 18 Monate. Ich mache sämtliche Hausarbeit (kochen, putzen, einkaufen) am Vormittag, lege die kleine schlafen, und um 14 Uhr hole ich den großen ab und wir machen was zusammen. Meistens gehen wir auf den Spielplatz. Bei schlechtem Wetter besuchen wir jemanden oder es kommt mal jemand. So stundenlanges Rollenspiel und playmobil muss mein Sohn alleine oder mit Freunden machen. Ich geh gerne jederzeit mit ihm raus, mache Puzzle, les vor usw. Aber diese Dinge machen mir keinen Spaß und da finde ich auch dass das Kinder besser unter sich spielen.
        Man muss schon mal die großen auch alleine was machen lassen. Die kleine spielt mittlerweile auch schon mit ihm. Als sie so klein war wie deine, hat sie nachmittags mal noch ne Stunde geschlafen, da hab ich mich dann dem großen komplett gewidmet.
        Lg

        • (4) 21.08.16 - 20:13

          Danke für deine Antwort. So mach ich das ja eigentlich auch, also wenn (!) die Kleine nachmittags schläft (oder am Wochenende eben auch der Vormittagsschlaf), dann mach ich da wirklich nur was mit ihm und räum dann nicht noch auf.

          Wir spielen auch oft "oberhalb", also auf einem Tisch oder so, aber alles geht nicht bzw. finde ich auch doof. Naja, irgendwie müssen wir da durch ;-) Heute war z.B. ein super entspannter Tag, obwohl mein Mann nicht da war. Die Kinder haben sich auch mal super alleine beschäftigt (manchmal sieht man das ja auch erst, wenn man darauf achtet und nicht im Alltagsstress ist). Wahrscheinlich ist das eben alles eine Umstellungssache, wir müssen uns genauso umstellen, wie mein Sohn, dass er nicht mehr alleine ist.

      (5) 21.08.16 - 22:20

      Bei uns sind es 4 Jahre und 5 Monate unterschied zwischen den Jungs. Ganz viel geholfen hat, dass der Große ein Türschutzgitter an der Zimmertüre hatte, damit der Kleine nicht dauernd alles unwirft. Und er auch einfach Chef in seinem Zimmer war.

      Dann gab es die Regel, dass aufwendige Sachen (hier war und ist Lego groß im Rennen - jetzt bei beiden (5 und 9)) nur im Zimmer gebaut werden dürfen. Und es klappte auch gut den Kleinen parallel spielen zu lassen mit Bauklötzen oder Alltagsdingen (das liebte er: Schüsseln, Löffel, Schneebesen und Nudeln rühren, schütten, sortieren). In der Zeit konnten "wir Großen" gut bauen.
      Draußen waren wir auch immer viel. Steine und Stöcke sammeln, Pfützen springen (damals wie heute sehr beliebt), wenn es früher dunkel wird mit Knicklichtern raus...

      Du solltest dir "abgewöhnen", ein schlechtes Gewissen zu haben. Der Große hatte schon exklusive Zeit mit dir. Jetzt braucht das kleine Kind sie. Und alles andere ergibt sich.

      Alles Gute für euch

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