"Ihr Sohn hat heute wieder..." wie reagieren?

    • (1) 23.08.16 - 21:07

      Guten Abend,

      mein Sohn (jetzt 4 J.) hatte lange Probleme sich im Kindergarten einzugewöhnen. Dazu hatte ich schon mal einen Beitrag gepostet.

      Ich hatte nun die letzten Monate den Eindruck, er ist (nach einem Jahr) endlich angekommen. Er erzählt viel vom Kindergarten und seinen Freunden und hat auch keine Probleme mehr früh hin zu gehen.

      Nun gibt es ein anderes Problem. Ich musste mir mehrmalig von einer (und nur von dieser einen Erzieherin) folgendes anhören:

      "Ihr Sohn hat heute wieder überhaupt nicht gehört"
      "Ihr Sohn hatte heute mal wieder überhaupt keine Ohren"
      "Ihr Sohn hat heute mal wieder nur Ärger gemacht"

      Gestern dann folgendes "Heute war es wieder besonders schlimm und ich habe ihm gesagt, dass wenn er sich nicht bessert, darf er nicht mit zum Ultraschall "

      (Zur Info, ich bin schwanger und am Freitag habe ich einen Ultraschalltermin zu dem mein Sohn mit darf um sich das Baby an zu sehen. Er freut sich schon seit Wochen darauf )

      Heute wurde er von seiner Oma abgeholt. Diese hat ihn gar nicht gefunden. Er war in der Krippe. Dort musste er zur Strafe hin. Den ganzen Tag, durfte nicht mit raus.

      Mein Sohn hat mir nur erzählt, dass die Erzieherin zu ihm gesagt hätte "ich will dich nicht mehr sehen".

      So richtig raus bekommen, was mein Sohn macht habe ich bis jetzt noch nicht, auf nachfrage wurde mir nur gesagt, dass er nicht hört.

      Mein Sohn hat mir heute (von sich aus) erzählt dass er einem anderen in der Essensschlange auf dem Fuß getreten ist und er deswegen in die Krippe musste.

      Und er meinte dass er das aber gar nicht gemerkt hat.
      Natürlich weiß ich nicht, in wie weit das stimmt. Ich hab ja nur die Aussage meines Kindes.

      Wir hatten schon mal eine Phase, da war mein Sohn recht aggressiv, aber da war er es auch zuhause und er konnte sich noch nicht richtig ausdrücken.
      Im moment macht er auf mich und auch auf Oma/Opa einen eher ausgeglichenen Eindruck. Wenn er hier wütend wird, regt er sich zwar auf und schimpft, wird aber nicht mehr körperlich. Und sagt auch "Ich bin jetzt wütend, lasst mich in Ruhe".

      Das zur Situation, jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
      Wie soll ich darauf reagieren? Soll ich mit meinem Sohn schimpfen? Soll ich es einfach nur als Information behandeln und nicht groß darauf eingehen?
      Ich möchte natürlich, dass sich mein Kind an die Regeln vom Kindergarten hält, aber ich kann die Beschwerden nicht richtig nach vollziehen.

      Im übrigen kommen die Beschwerden nur von dieser einen Erzieherin, wenn eine andere Erzieherin Dienst hat, höre ich so etwas nicht.

      Wie reagiert Ihr auf solche "Hinweise" von Erziehern aus dem Kindergarten?
      Habt ihr einen Tipp, wie ich meinem Kind dazu bringen kann auch im Kindergarten (Zuhause und auch sonst ausserhalb des KiGa ist es ja kein Problem) zu "hören"?

      Vielen Dank schon mal für eure Antworten.#winke

      • Ich würde mal ein grundlegendes Gespräch mit dieser und einer weiteren Erzieherin führen. Sag, dass dich das sehr beschäftigt, wie er sich im KiGa zu benehmen scheint und das du in einem ordentlichen Gespräch mal gemeinsam nach Lösungen suchen willst. Und dann würde ich von den Erzieherinnen ganz klar mal Situationen schildern lassen. Was m.e. Gar nicht geht, das sie Strafen für euere private Situation ausspricht (Ultraschall). Das ist mehr als Unprofessionell und steht in keiner Verbindung zur Situation. Ich würde mit deinem Sohn zu den "Vorfällen"im Gespräch bleiben aber nicht schimpfen (macht die Erzieherin ja wohl schon zu genüge).

        Ich habe da keine Erfahrung, aber mir wäre das zu allgemein formuliert. Wann hat er nicht gehört? Was erwartet die Erzieherin, was dein Kind wohl nicht erfüllt? Sprich, ihr braucht ein ruhiges Gespräch.
        In diesem würde ich mir auch sehr verbitten irgendwelche Strafen anzudrohen. Ob er mit zum Ultraschall geht, entscheidest du!
        Warum willst du schimpfen? Eine Strafe, ob sinnig oder nicht hat er in der Kita erhalten.
        Also du brauchst mehr Informationen, um mit deinem Kind reden zu können und eine Lösung zu finden, dass er nicht aneckt oder zu entscheiden, dass die Erzieherin einfach doof ist und da einzuwirken, dass dein Kind hier nicht zu einem Sündenbock deklariert wird.

        Ich würde darum bitten mein Kind in eine andere Gruppe zu "stecken".
        Da kannst du schauen ob dein Kind im Gruppenalltag auch von anderen Erziehern so wahrgenommen ist, oder ob die Chemie zwischen ihr und deinem Sohn einfach nicht stimmt.
        Eine Entspannung wäre der Wechsel mit Sicherheit.
        Andauernde Maßreglung geht an keinem spurlos vorbei.
        Und die Erzieherin scheint sich ja auf deinen Sohn "eingeschossen " zu haben, damit werden Gespräche wenig ändern.
        In deinem Fall wäre ich für den Weg, erst für die Entspannung der Situation sorgen und dann das Gespräch mit ihr suchen.
        LG
        Karna

      • Hallo,

        also das Kinder öfter mal nicht hören, ob nun zu Hause oder in der Kita ist ja allgemein bekannt #rofl.

        Was gar nicht geht, ist dass die Erzieherin ihm droht, er könne nicht mit zum Ultraschall. Das würde ich auf jeden Fall ansprechen. So einen Ansage solltet nur ihr machen, sofern nötig.

        Ich denke, du solltest dich mit der Erzieherin und auch der Leiterin / dem Leiter zusammen setzen und das besprechen. Auch darauf hinweisen, dass es von anderen Erzieherinnen nicht solche Aussagen gibt. Kinder sind Kinder, die sich natürlich auch in der Kita an Regeln halten und hören müssen. Aber es gibt eben auch Erzieherinnen, die nur solche Aussagen machen. Was versteht sie unter er hat wieder nicht gehört?

        Dir Erzieherin sagt zu ihm er darf nicht mit zum Ultraschall wenn er nicht hört und erzählt dir das auch noch?

        Ich glaub da wäre ich ausgeflippt. Mit sowas hat die DEINEM Kind überhaupt nicht zu drohen und sie hat es auch nicht zu entscheiden.

        Kein Wunder dass er da nicht hört, wenn die ihm so einen Scheiß erzählt und das würde ich ihr vermutlich auch sagen.

        Ich würde vermutlich als ersten die anderen Erzieherinnen oder die Leitung ansprechen, ob aus deren Sicht auch Probleme sind.

        Ansonsten würde ich wenn die eine Erzieherin wieder was sagt einfach antworten: "dann scheinen sie die falschen Knöpfe bei ihm zu drücken"

      • Hallo :-)
        vielen Dank für eure Antworten, Meinungen und Tipps.
        Ich muss sagen, dass hat mich in meinem Grundgefühl gestützt und ich werde ein Gespräch mit der Erzieherin und einer weiteren führen.

        Heute habe ich meinen Sohn bei einer anderen Erzieherin abgeholt und sie gefragt wie der Tag war und sie sagte "Soweit alles ok gewesen".

        Ausser dem ärgere ich mich, dass ich zu der Ultraschall Sache nicht gleich Stellung bezogen habe, da ich es absolut nicht in Ordnung finde. Aber in der direkten Situation war ich zu perplex oder so. Das werde ich definitiv noch einmal ansprechen.

        Ansonsten hoffe ich, dass die Erzieher und ich zusammen arbeiten können, im Falle das mein Sohn tatsächlich Probleme macht. Dann soll das aber bitte Lösungsorientiert sein und nicht mit Drohungen und "Abschieben" (Problemkind in die Krippe stecken).

        Vielen Dank noch mal an euch! :-)

        • Ich bin auch schwanger und habe einen Sohn im Kindergartenalter (4,5). Wenn mir jemand sowas mit dem Ultraschall gesagt hätte, hätte ich meinen Hormonen mal richtig freie Bahn gegeben.. #rofl
          Sprich das auf jeden Fall an und ich würde deinem Sohn auch zu verstehen geben, dass die Erzieherin sich da in etwas einmischt, was sie nichts angeht. Egal was er gemacht hat, es ist nicht klug das neue Geschwisterchen schon vor der Geburt als Strafe zu gebrauchen.

      (9) 25.08.16 - 21:37

      Hallo,

      diese Erzieherin handelt, in meinen Augen, sehr unprofessionell.

      Das mit dem Ultraschall geht gar nicht. Das ist zu Hause privat und hat nichts mit dem Kindergarten zu tun. "ich will dich nicht mehr sehen". geht auch nicht. Das sollte man schon als Eltern nicht sagen, und von einer pädagogischen Fachkraft dürfen solche Bemerkungen nicht kommen. Das ist nun wirklich niedrigstes Niveau, was pädagogisches Fachwissen angeht und kommt gleich dahinter, dass man Kinder nicht schlagen darf. #klatsch

      "Mein Sohn hat mir heute (von sich aus) erzählt dass er einem anderen in der Essensschlange auf dem Fuß getreten ist und er deswegen in die Krippe musste."

      Unser Sohn (6,5) steht dauernd auf meinen Füßen. Ich bin mir sehr sicher, dass er das nicht absichtlich macht, sondern bloß verplant ist.
      Und selbst wenn Dein Sohn das absichtlich gemacht hat, nimmt man das Kind zur Seite, und es bekommt als letzter Essen oder sowas ähnliches.
      Was soll er denn daraus lernen, dass er in die Krippe zu den Kleinen gesteckt wird?

      Ich würde ein Gespräch mit einer anderen Erzieherin führen, wie sie das Benehmen Deines Sohnes einschätzt, und wenn sie nur sagt, dass er zur Zeit seine Grenzen testet, wie Kinder es eben auch im Kindergarten tun, würde ich sie auf die Aussagen der Kollegin ansprechen.
      Eventuell ist es tatsächlich besser, wenn Euer Sohn die Gruppe wechselt, als wenn er und Ihr Euch noch zwei Jahre lang mit dieser überforderten Dame herum ärgern müßt.

      LG

      Heike

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