Sohn weint nach einem Jahr KiGa immer noch...

    • (1) 06.09.16 - 01:40

      Hallo.
      Ich kann schon wieder nicht schlafen.

      Mein Sohn ist 3 1/2 Jahre alt. Er geht seit einem Jahr in den KiGa in den auch sein Bruder 5 1/2 geht. Die beiden gehen nicht in die gleiche Gruppe. Die Eingewöhnung des Kleinen vor einem Jahr war schwierig. Er wollte sich so gar nicht von mir trennen. Irgendwann klappte es plötzlich gut. Er ging ohne Probleme, keine Fragen, kein Weinen ...Tschüß Mama. Seit ca. 2 Monaten weint er wieder jeden morgen beim Bringen. Er fragt zu Hause schon, ob er heute in den Kindergarten muss. Beantworte ich die Frage mit ja, bekomme ich ca. 20 Mal zu hören, dass er dort nicht hin will. An zu weinen fängt er oft erst wenn ich ihn umziehe und in die Gruppe bringe.

      Natürlich halte ich Rücksprache mit den Erzieherinnen. Diese sind mir ja auch bekannt, da mein Großer bereits in seinem letzten KiGa Jahr ist...ohne Probleme. Ich finde die Erzieherinnen kompetent und bin mir sicher, den richtigen Betreuungsplatz für meine Söhne ausgewählt zu haben. Die nehmen meinen Kleinen auch jeden morgen herzlich in Empfang und lenken in sofort ab. So, dass ich mich verabschiede und gehe. Ich mache keine großen Abschiedsszenen. Mein Sohn beruhigt sich schnell uns spielt. Ganz normal. Davon überzeuge ich mich spätestens wenn ich ihn abhole. Er hat auch bereits einen besten Freund.

      Zuhause rede ich ihm gut zu. Ich frage ihn auch, warum er weint. Wir reden viel über das Thema und versuchen eine Lösung zu finden. Letztens hat er mir geantwortet, weil er mich so liebt. Und, weil er dort immer ganz alleine ist...was ja so nicht stimmt.

      Mein kleiner Sohn ist privat ein Draufgänger mit einem ganz ganz sensiblen Kern. Schon immer gewesen. Meine Kinder wachsen behütet aber nicht überbehütet auf. Ich versuche sie selbstständig zu erziehen gebe Ihnen aber auch die Nähe die sie brauchen.

      Manchmal frage ich mich was ich falsch mache?

      Natürlich finde ich es schlimm (und ich muss zugeben auch anstrengend ) jeden Tag die gleiche Diskussion zu führen...seit fast einem Jahr. Und natürlich tut es weh, da ich lieber hätte, dass mein Sohn fröhlich in den KiGa geht, wie z.B. sein großer Bruder...

      So...jetzt habe ich euch die Situation geschildert.
      Was kann ich besser/anders machen...??

      Lieben Dank für eure Antworten.

      LG Anmato

      • Hallo, bei uns war es ähnlich. Anderthalb Jahre hat meine Tochter jeden Morgen beim abgeben bei der Tagesmutter geweint. Und schon beim aufwachen ging es los "Muss ich heute zu I.?" "Ich will nicht zu I." war aber wie bei euch, sie hat sich sofort beruhigt als ich weg war, und nachmittags wollte sie oft noch weiter spielen. Also ging es nur um den Moment der Trennung. Wir haben ein kurzes! Abschiedsritual entwickelt, das hat etwas geholfen. Beim gequengel morgens habe ich nicht diskutiert und versucht es bis ins Detail zu ergründen. Ich habe ihr gesagt das ich arbeiten muss, und Kinder dort nicht erlaubt sind. Das Große auch manchmal lieber zu Hause bleiben würden, aber das nicht geht. Und dann habe ich ihr erklärt dass sie entweder weiter quengeln kann, und der morgen für uns beide anstrengend wird, oder das wir noch ein bisschen in Ruhe spielen oder kuscheln und den Morgen genießen können. Das hat sehr gut funktioniert, auch wenn ich es jeden Morgen erstmal erwähnen musste.

        Huhu,

        ich befürchte, das musst du einfach aushalten.

        Allerdings würde ich nicht mehr viel drüber reden sondern es einfach stillschweigend hinnehmen.

        LG
        Salo

        Hallo,

        das ist leider normal und gehört einfach dazu.

        Unsere Maus kommt jetzt in ihr viertes Kita-Jahr (kam mit 16 Monaten in die Krippe und wechselte letztes Jahr in die Kita, alles im gleichen Haus).
        Die Eingewöhnung war bei uns nach 3 Wochen beendet, da sie wirklich gut damit klar kam. Es gab nur selten Tränen am Morgen. Manchmal wurde ich sogar am Nachmittag weggeschickt, weil unsere Tochter noch mit ihren Freunden spielen wollte.

        ABER: Es gab in den letzten 3 Jahren immer mal Phasen, in der unsere Tochter am Morgen geweint, geningelt oder geklammert hat. Genau so gab und gibt es Phasen, in der sie noch nicht einmal Tschüß sagt. Das ist völlig normal und gehört dazu.

        Behaltet euren Ablauf bei. Ich würde allerdings nicht jeden Tag auf diesem Thema rumreiten.

        LG

      • Also im Gegensatz zu meinen Vorschreibern finde ich es nicht normal, wenn ein Kind zwei Monate lang IMMER weint und sagt, es will nicht in die Kita.
        Wenn nicht äussere Umstände wie eine Krankheit oder ständige Übermüdung oder so etwas ihn angegriffen haben, würde ich davon ausgehen, dass in der Kita etwas für ihn nicht stimmt.

        Er sagt, er fühlt sich alleine? Inwiefern fühlt er sich alleine? Fehlen die Spielpartner? Fehlt jemand zum kuscheln? Was genau braucht er, was er dort nicht bekommt? Wenn Du das herausgefunden hast, dann kannst Du daran arbeiten und die Situation für ihn verbessern.

        Manchmal reicht es, wenn man den Kindern den Auftrag gibt herauszufinden, wer ein Freund werden kann (dann privates Treffen arrangieren), wenn einer nicht reicht. Vielleicht ist der Freund nicht oft genug da oder es gibt zu viel Streit als dass er als alleiniger Haltepunkt reichen würde.
        Manchmal brauchen die Kinder im Moment des Ankommens jemanden, der sie für die ersten paar MInuten an die Hand nimmt. Du sagst, er wird abgelenkt, aber was passiert, wenn Du zur Tür raus bist? Was kommt nach der Ablenkung? Dann ist das Gefühl ja doch da?
        Irgendeinen Grund muss er haben, dass er sich da nicht so wohl fühlt. Und wenn Du häusliche Ursachen wie Übermüdung ausschliessen kannst, würde ich dort suchen, wo er sich unwohl fühlt.

        Ansonsten: Führe ein Gespräch mit ihm, hör ihm genau zu, was er zu sagen hat, was er sich wünschen würde. Aber wenn er fragt, ob er in die Kita muss, dann sollte Deine einzige Antwort sein: Ja, Du weisst ja, ich muss arbeiten, daran kann man nichts ändern.Fertig. In der Situation selbst macht es keinen Sinn, das Leid breitzutreten.

        Hi,
        ich glaube das Thema wird bei Euch überstrapaziert und ist somit zur Aufmerksamkeitsnische des kleineren Kindes geworden. Ich erlebe es immer wieder das einer meiner beiden gerne auf bestimmten Dingen rumreitet, nur weil das eben unsere Aufmerksamkeit erreicht, das ist bei Geschwisterkindern wahrscheinlich normal.

        Ich würde mal 2 Wochen das Thema ignorieren. Vielleicht erledigt es sich dann von selbst.

        Gruß
        Miriam

      • Hört sich blöd für dich an, du willst das auch sicher nicht hören... Ich denke dein Sohn will nicht in diesen Kindergarten! Irgendwas gefällt ihm scheinbar wirklich nicht. Das würde ich schon ernst nehmen und mich nach Alternativen umschauen. Er lernt doch jetzt nur, dass seine Gefühle und Bedürfnisse ignoriert werden.
        Während der Eingewöhnung und zeitweise Mal ist das was anderes, aber so?
        Alles Gute

        (8) 06.09.16 - 14:04

        Hi,

        warum rpbiert ihr icht, das er in die Gruppe des Bruders kommt?
        Deswegen wird er nicht am Rockzipfel bei ihm hängen oder der Große in seiner eigenen Freiheit beschnitten.
        Vielleicht hilft es ihm einfach leichter die Zeit zu überstehen!

        lisa

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