Ihr Sohn ist zurück geblieben

    • (1) 15.09.16 - 17:34

      Mein Sohn ist 12 Monate alt er geht seit August in die Kita was super klappt die Eingewöhnung war ohne Probleme

      Und ich geh ab dem 19 wieder Teilzeit arbeiten

      Heute würde ich um ein Gespräch gebeten in der Kita

      Die Erzieherin fragte ob mein Sohn zu früh auf die Welt gekommen ist

      Nein ist er nicht ( das kam mir schon komisch vor )

      Dann sagte sie das er viele Dinge nicht macht die andere Kinder in seinem Alter macht und macht Dinge die er eigentlich noch nicht können sollte

      ??

      Als ich dann konkret gefragt habe was

      Meinte sie er würde weder krabbeln noch sich alleine hinsetzten oder irgendwo hochziehen und wäre total unmotiviert

      Das Wort " zurückgeblieben " stand dann sehr spührbar im Raum , mein Mann war auch dabei und hat es auch so empfunden

      Als ich ihr gesagt hab das er das alles zuhause macht würde ich dann komisch angeguckt und man hat mir nicht geglaubt

      Zum Glück sind wir im Zeitalter wo man von allem Videos macht ihr konnte ihr also somit den " Videobeweise " erbringen

      Dann war das Gespräch auch vorbei und ich total verunsichert

      Mein Sohn ist ein zurück haltendes Kind und braucht auch seine Zeit um mit neuen Personen warm zu werden ( hab ich auch gesagt )

      Wie würdet ihr da reagieren bzw. was würdet ihr machen ?

      • Ach ja waren vor 3 Wochen bei der u6 der Arzt meinte er ist top fit für sein Alter

        Er war da auch keine Sekunde ruhig

        (3) 15.09.16 - 18:36

        Was ich machen würde?

        Ein Auge auf meinen Sohn haben, besonders auf genau hinschauen und aufmerksam sein und vorallem der Erzieherin nicht böse sein.

        Es ist gut, wenn die Erzieherinnen aufmerksam sind, hinschauen und bescheid geben, wenn ihnen etwas auffällt. Das ist ihre Aufgabe.

        Natürlich kränkt es einen, wenn mit dem eigenen Kind etwas nicht in Ordnung sein soll, aber im Fall der Fälle, ist man doch froh, wenn man rechtzeitig auf Defizite aufmerksam gemacht wird. Lieber einmal falscher Alarm als etwas übersehen, oder?

        Natürlich kann es sein, dass mit deinem Sohn alles in Ordnung ist und er nur nicht krabbelt, weil er noch zu schüchtern ist. Andererseits haben Erzieherinnen eigentlich in der Regel viel Erfahrung und hatten ja auch mehrere Wochen Zeit, deinen Sohn zu beobachten. Und selbst wenn er sehr zurückhalten ist, ist es schon ein bisschen seltsam, dass er so gar nichts macht. Vielleicht fühlt er sich aus irgendeinem Grund nicht wohl?

        • (4) 15.09.16 - 18:49

          Er krabbelt das hab ich ihr ja auch gezeigt auf einem Video alles was sie bemängelt hat macht er zuhause

          Klar wenn was nicht stimmt ist es gut das sie einen darauf aufmerksam macht

          Aber er macht es

          • (5) 15.09.16 - 18:58

            Dann würde ich mich fragen, warum er es im Kiga nicht macht?

            Wwenn er wirklich seit Wochen im Kindergarten ist und das alles dort nicht macht, obwohl er es kann, dann muss es doch einen Grund dafür geben, oder?

            Natürlich kann es sein, dass die Erzieherin spinnt oder übertreibt, aber lieber würde ich da einmal zuviel drüber nachdenken.

            • (6) 15.09.16 - 19:11

              Warum sollte ich den jetzt lügen er geht seit dem 2.8 in die Kita

              Und zuhause krabbelt er , dreht sich , setzt sich alleine hin , zieht sich überall hoch und läuft an den Händen und alleine an der Couch entlang

              Natürlich mach ich mir Gedanken warum er es da nicht macht

              Die Erzieherin meinte auch zu mir sonst ist alles super er schläft ohne Probleme er isst und trinkt und spielt auch und macht einen rund um glücklichen Eindruck

              Deshalb hat mich dieses Gespräch sehr gewundert

      Hallo,

      nach wenigen Wochen von "zurückgeblieben" zu sprechen ist unprofessionell bzw. wenn die Erzieherin das vermittelt. Es ist gut, daß sie ihre Eindrücke Dir mitgeteilt hat, aber wenn er zu Hause sich altersgerecht entwickelt und verhält und der Kinderarzt nichts Gravierendes feststellt, mach Dir keine Sorgen. Einige Kinder verhalten sich in den Kitas anders als zu Hause. Weiter beobachten.

      LG
      Lady

      (9) 15.09.16 - 19:51

      Hi,

      es gibt immer mehr Kindergärten, die die Kids in die Schubladen stecken.

      Wenn Eltern da kein dickes Fell haben, rennen Sie plötzlich von einem Doc zum nächsten Therapeuten.

      Ich würde nochmals zum Kinderarzt gehen -. guten Willen zeigen - der Doc soll Dein Kind nochmals komplett prüfen + Attest ausstellen und dann wird der Kiga schnell den Mund halten.

      Ich will nichts unterstellen aber es gibt Kindergärten die zu wenig Kinder für die Integrationsgruppen haben, wo sie viel Förderung erhalten. Dann werden schnell Kinder auserkoren, die schnell da rein müssen.

      Kinder verhalten sich im Kiga/Schule/ bei Freunde....immer anders.

      Grüße
      Lisa

      • (10) 15.09.16 - 20:38

        Ja zum Arzt wollte ich auch nochmal um mir bestätigen zu lassen das mit ihm alles vollkommen in Ordnung ist

        Als ich ihr das Video gezeigt hab bzw. die Videos war ja nicht nur eins da wusste sie auch nicht mehr was sie sagen sollte

        Hab die auch angesprochen weil vor zwei Tagen als ich ihn abgeholt habe meinte sie zu mir

        " er war heute mega gut drauf hat sich auch die ganze Zeit am Laufstall hochgezogen

        Und heute heist es er macht nichts ... ich fand das alles komisch

    Huhu,
    Erst einmal finde ich es nicht wirklich schlimm, wenn einen Erzieher auf angemessene Weise befragen. Also professionell. Bei euch war es vielleicht nicht so, aber vielleicht bei einem Kind vorher..

    Und mit 12 Monaten ist mein Sohn (ja, er war motorischer spätentwickler) auch nicht gekrabbelt. Das kam mit 14 Monaten im kiga erst. Gelaufen ist er mit 19 Monaten... Und er ist mittlerweile (4,5 Jahre) geistig sehr weit entwickelt und motorisch normal.

    Die Erzieherinnen haben ja nicht gesagt, er sei zurückgeblieben. Das habt ihr herausgelesen. Wenn sie es geäußert hätten, wäre das was anderes. Aber so... Nicht überreagieren :-)

    Ich würde versuchen, nicht so empfindlich zu sein.

    Ich wurde von der Kita drauf angesprochen, dass meine Tochter nicht spricht. Danach habe ich einen Tag lang mitgeschrieben und kam auf über 50 Wörter. Die Liste habe ich der Kita gezeigt. Großes Staunen. Am Tag danach hat meine Tochter angefangen, auch in der Kita zu sprechen. Allerdings ist sie bis heute jemand, der nicht mit jedem spricht und nicht in jeder Situation spricht.

    Ich habe die "Einmischung" der Erzieher um aufrichtige Sorge um das Wohlergehen meines Kindes verstanden (gut, ich hatte es leicht, wir kannten uns schon von der Großen, da wussten wir, dass wir uns gut verstehen), nicht als Angriff und schon gar nicht als abwertend.

    Da die Erzieher gerade erst dabei sind, Dein Kind kennenzulernen, ist es völlig normal, dass ihnen besondere Eigenheiten noch nicht geläufig sind. Gut, dass sie da nachfragen, dann kann man das aus der Welt räumen.

    Hallo!

    Die Erzieherin hat doch gar nichts von "Zurückgeblieben" gesagt, das hast Du ihr in den Mund gelegt.

    Sie hat Deinen Sohn jetzt 6 Wochen erlebt und beobachtet, und eben weil er in der Kita vom motorischen her ziemlich wenig zeigt, sich jetzt einmal an einem Tag üfter hoch gezogen hat aber sonst eben nicht viel war, hat sie jetzt mal mit euch gesprochen - und zwar eben über die Motorik. Nichts von Zurück geblieben, sondern sie hat sich Sorgen gemacht

    Ja, einenTag war er gut drauf und hat sich auch in der Kita mal hoch gezogen, aber eben sonst nicht, und deswegen war sie besorgt.

    Zu Hause klappt es viel besser, das konntet ihr mit den Videos ja super zeigen, und damit ist das Thema erst mal durch.

    Jetzt gilt es, zu überlegen, WARUM er sich in der Kita so wenig bewegt. Ist er vielleicht schüchtern oder sehr schnell abgelenkt? Und die Erzieherinnen wissen, dass er es "eigentlich" kann, und können ihn da besser aus der Reserve locken, eben weil sie wissen, was möglich ist.

    Es ist sehr wichtig, dass Erzieherinnen auch schwierige Punkte und kleine Defizite ind er Entwicklung ansprechen, weil sie eben die Experten sind. Noch mehr als der Kinderarzt, der das Kind zu U-Untersuchung mal eine halbe Stunde sieht. Die Erzieherinnen sehen ihn eben jeden Tag mehrere Stunden. Und 6 Wochen beobachten reichen auch, um wirklich mal Redebedarf zu haben.

    Du solltest deswegen nicht sauer sein und schon gar nicht so tun, als ob die Erzieherin Deinen Sohn nicht mögen würde oder für "zurück geblieben" halten würde, nur weil sie euch auf motorische Defizite in der Kita angesprochen hat.

    Also bedank Dich für die Aufmerksamkeit und redet öfter miteinander, wie es in der Kita mit der Motorik voran geht. Wenn er die letzten sechs Wochen da kaum Bewegung gezeigt hat, so sehr, dass der eine "gute" Tag an dem er sich hoch gezogen hat gleich erwähnenswert ist, dann muss man das eben weiter beobachten, ob das nur an der Umgebung liegt und an seiner Schüchternheit, ob die Erzieherinnen ihn da aktiv besser unterstützen können, und wie weit das klappt.

    Und nochmal ganz deutlich: es geht NUR um den Grobmotorischen Teilbereich. Viele Kinder machen mal in einem Bereich einen großen Sprung in der Entwicklung, während ein anderer Bereich gerade gar nicht voran kommt. Da ist es einfach nur wichtig, die Kinder zu unterstützen, damit sie da aufholen können und bald wieder auf dem normalen Entwicklungsstand sind. sonst sind sie nur frustriert, und manche Kinder verrenen sich da auch mal ein wenig - wenn etwa ein Kind nicht gut mit einer Schere schneiden kann, dann mag es auch so beim basteln nicht gerne mitmachen, eben weil es das nicht gut kann, und am Ende kommt es dann in die Schule und kann immer noch nicht gut schneiden. sowas sollte dann halt nicht passieren, und dafür sind Erzieherinnenda und passen auf, dass die Entwicklung altersentsprechend ist.

    (14) 16.09.16 - 07:16

    Es ist die Pflicht der Erzieher/innen die Eltern über Auffälligkeiten zu informieren. Das sie das bei euch tun, zeigt mir, dass ihr eine gute Einrichtung erwischt habt. Sei doch froh drüber.

    Ihr konntet das aus der Welt räumen und gut ist.

    Wenn du immer so empfindlich reagierst wenn jemand dein Kind kritisiert, solltest du überdenken, ob Fremdbetreuung das richtige für Euch ist. Bei solchen Reaktionen wundert es mich nicht, wenn viele Erzieher/innen irgendwann einfach keine Lust mehr haben mit Eltern zu reden. Blöd für die Eltern, die dankbar für solche Hinweise wären.

    (15) 16.09.16 - 08:10

    Es kann durchaus sein, dass dein kleiner Mann eben noch nicht in der Kita angekommen ist. Lass ihn etwas Zeit. Er wird sich schon noch trauen. Meine Minis waren auch so. Den Stempel entwicklungsverzögert kann ich einfach nicht mehr hören. Sie fingen dann auf einmal an zu laufen, sprechen usw.

    In unserer Einrichtung gibt es gerade auch den Trend zu Therapien und i Status. Mit Logopädie kann ich noch mitgehen, den Rest finde ich sowie der Kinderarzt als auch die Ergotherapeutin als maßlos übertrieben. Und nur weil meine beiden zu früh auf die Welt kamen rechtfertigt dieser Umstand alleine nicht einen i Status. Ist schon komisch das dies in vielen Einrichtungen aufeinmal so ein Thema ist. Bei uns war dies aufeinmal im letzten entwicklungsgespräch ein Thema. Da war ich dann um ehrlich zu sein nicht mehr ganz so nett. Alles was sonst positiv war wurde in das Gegenteil verkehrt. Bspw. sie würden kein Interesse am basteln usw zeigen. Bin dann zum Kinderarzt und der Ergotherapeutin gegangen. Beide bescheinigten eine altersgerechte Entwicklung. Sprachlich brauchen sie ein wenig länger als andere Kinder. Aber auch diese Baustelle ist schon bedeutend besser geworden. Erst dann ließen sie uns mit Therapie Vorschlägen in Ruhe. Richtig baff waren sie als beide ihnen freudestrahlend Zettel mit ihrem geschriebenen Namen zeigten.

    Grundsätzlich finde ich einen regelmäßigen Austausch mit den Erziehern richtig und wichtig. Jedoch muss man dabei auch kritisch bleiben.

    LG #klee

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