Die xy hat gesagt dass ich nicht ihr Freund bin...

    • (1) 23.09.16 - 20:36

      Hallo in die Runde,

      Sätze wie den im Betreff genannten höre ich seit einem halben Jahr, seit unsere Tochter in den Kiga geht, häufig. Genauso wie umgekehrt, dass jemand ihr Freund sein möchte und sie das aber nicht will weil sie ja da schon jemand anderen hat, mit dem sie schon Freund ist.
      Das ist alles irgendwie kompliziert, inzwischen weiß ich bzw vermute es zu wissen, dass ich diesem Freund/Nichtfreund nicht Solo viel Bedeutung zukommen lassen muss ( natürlich nicht vor meinem Kind sondern nur in meinem Kopf) und dass man mit 3 Jahren wohl die Person, mit der man aktuell spielt, als Freund hat und jemand, der grade nicht mit einem spielt, eben kein Frejnd ist was sich am nächsten Tag wohl aber wieder ändern kann.

      Ist das so in etwa richtig ??
      Wie lange bleibt diese Definition von Freund ? Ändert sich das erst in der Grundschule oder schon früher ? Wie entwickelt sich dieses Verständnis ?

      Fände es sehr interessant, von Mamis mit älteren Kiga-Kindern Erfahrungen zu diesem Thema zu lesen....

      • Huhu,
        "Freund" oder "nicht Freund" ändert sich bei Kindergartenkindern beinahe täglich :-D

        Wobei es auch da immer ein zwei feste gibt, die dann nur manchmal keine Freunde mehr sind, quasi wenn sie an dem Tag Streit hatten.
        Ich komm da auch schon nicht mehr mit^^
        Richtige Freunde gibt es würde ich sagen erst in der Grundschule, aber Ausnahmen gibt es da sicher auch.
        LG

        Hallo,

        ja Kindergartenkinder suchen sich ihre Freunde nach den Interessen aus. Spielt xy gerade Mutter-Vater-Kind mit, dann ist das auch der aktuelle Freund. Bei uns sind es mit 4,5 Jahren seit ca 9 Monaten aber ca immer die selben 7 Kinder. Mal mehr der eine und mal mehr der andere. Liegt wahrscheinlich aber eher dran, dass sie seitdem einfach auch die selben Interessen haben. Mit den Mädchen spielt sie ganz andere Sachen als mit den Jungs, aber manchmal spielen auch alle gemeinsam.
        Neu hinzugekommen ist aber seit ca 3 Monaten das "verliebt" sein.
        Zwei der drei bevorzugen Jungs sind seitdem in sie verliebt, sie aber nicht in die beiden. Letztendlich spielt sie mit den beiden aber auch einfach nur, achtet aber darauf, dass jeder genug Zeit mit ihr hat. #rofl
        Ist halt als Kindergartenkind alles nicht so leicht und auch wenn wir Erwachsenen doch den langfristigere Überblick haben, tut es den Kleinen schon weh, wenn sie hören, dass sie nicht mehr der Freund von xy sind und nicht zu der Gebfeier kommen dürfen.
        VG

        Hallo,

        ab wann sich bei einem Kind im Kindergarten erste (verlässliche) Freundschaften entwickeln, hängt nicht unmittelbar vom Alter ab, sondern auch vom Charakter, Entwicklungsstand, Sozialverhalten, etc. .

        Manche Kinder brauchen etwas länger, um auf andere zu zu gehen bzw. sich auf Spielangebote einzulassen. Andere wechseln häufig die Spielpartner und sind da ganz flexibel. Und manche Kinder knüpfen bereits kurz nach Kindergarten-Start Freundschaften, die dann manchmal über Jahre halten- oder auch nicht.

        Unsere Kinder haben sich zu Kindergarten-Beginn (zwischen 2 und 2 3/4 Jahren) irgendwie mit ihren Freunden "gesehen und gefunden" #verliebt. Unsere älteste Tochter ist gerade in die 5. Klasse gekommen- und zum ersten Mal seit sieben (!) Jahren hieß es zumindest bezüglich der gemeinsamen Vormittage (Kindergarten UND Grundschule) Abschied nehmen von ihrer besten Freundin sowie auch ihren anderen guten Freunden. Die Kids wohnen aber größtenteils im selben Ort und sehen sich nachmittags weiterhin.

        Unsere mittlere Tochter geht jetzt in die 3. Klasse und hat ebenfalls seit Beginn ihrer Kindergarten-Zeit einige sehr innige, verlässliche Freundschaften. Bei beiden Kindern kamen im Laufe der Jahre auch Freunde dazu.

        Unsere jüngste Tochter wird Ende Oktober vier Jahre alt, geht seit zwei Jahren in den Kindergarten und hat bereits einige verlässliche Freundschaften. Sätze wie "Du bist nicht mehr meine Freundin!" oder "Dann lade ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein!" #augen gab es bei den Zwergen zwischendurch auch schon mal. Am nächsten Tag war aber meist alles wieder okay, wobei es unsere Tochter sehr getroffen bzw- beschäftigt hat, so etwas von ihren Freundinnen zu hören. Dadurch konnten wir ihr vermitteln, dass das Gegenüber "umgekehrt" ebenso traurig ist, Sätze wie diese zu hören. Das war eine ganz kurze Phase, bei unseren beiden älteren Kindern kann ich mich sogar überhaupt nicht (mehr?) daran erinnern #gruebel.

        Fazit: man sollte das nicht überbewerten, das Kind jedoch in seinem momentanen Ärger/seiner Traurigkeit trotzdem ernst nehmen. Und kann davon abgesehen auch kleinen Kindern wie gesagt schon kurz und verständlich erklären, dass Niemand solche Sätze gern hört. Mit zunehmendem Alter/sozialer & emotionaler Reife relativiert sich das bei den allermeisten Kindern.

        Viele Grüße,

        Kathrin

      • hallo,
        das gab's hier auch und wurde mit 4-5 jahren auch als verletzend von den kindern empfunden. ganz schlimm wurde es mal mit "dann lade ich dich nicht zu meinem geburtstag ein". das war dann auch tränen wert. konnte natürlich am nächsten/übernächsten tag wieder revidiert werden und plötzlich waren die 2 wieder ganz dicke.
        ich denke, das ist - wie alles - eine phase, eine phase, eine phase..... ;-)
        lg

        Das ist sehr individuell.

        Meine Kinder hatten beide von ganz klein auf (unter zwei Jahren) Freunde, die immer noch sehr wichtige Freunde waren und deren Freundschaft niemals in Frage gestellt wurde.

        Die Bekanntschaften ringsum wechseln aber auch in der dritten Klasse noch regelmässig.

        Meine Kinder sind da eher beständig, aber in der (3.) Klasse meiner Großen gibts etliche Kinder, die noch im Laufe eines Tages mehrfach wechseln zwischen Freund und Nichtfreund. Sehr anstrengend für Kinder, die da nicht so emotionsflexibel sind.

      • Hallo!

        Ich kann zwar nicht sagen, woran es liegt, aber eine solche Aussage (... ist nicht mehr mein Freund) kenne ich von meinen Kindern gar nicht - zumindest nicht aus dem Kindergarten bzw. ohne dass etwas vorgefallen war (aus einem Streit heraus hat unsere so etwas auch schon gesagt).
        Allerdings hat der Nachbarsjunge gerade eine Phase, wo so etwas ständig Thema ist. Neulich kam unser Kleiner und sagte "Der ... ist nicht mehr mein Freund". Ich hab ihn gefragt, warum denn nicht, und da kam als Antwort: "der will nicht mehr mit mir spielen und hat gesagt, er ist nicht mehr mein Freund." Das ging ziemlich klar von dem Nachbarsjungen aus (der hat am Samstag - die Kids hatten bei uns gespielt - auch 2Mal seinen kleinen Bruder gebissen mit der Begründung "Der ... ist nicht mein Freund!"). Die zwei haben dann auch eine ganze Weile nicht mehr miteinander gespielt, unser Kleiner war da auch sehr konsequent - wenn der nicht sein Freund sein will, spielt er auch nicht mit ihm. Ich denke, für unsere Kinder ist ziemlich klar, dass man auch mit jemandem befreundet sein kann, wenn man mal nicht mit dem Freund sondern mit anderen Kindern spielt. Vielleicht hat das auch damit zu tun, wie mal selbst bzw. auch die Erzieherinnen einen Freund definieren. Wenn ich meinen Sohn frage, wer seine Freunde im Kindergarten sind, nennt er nicht die Kinder, mit denen er an dem Tag gespielt hat, sondern die Kinder, mit denen er am liebsten spielt. Und das sind seit ein paar Monaten eigentlich immer die gleichen Kinder.

        Bedeutung beimessen würde ich dem Ganzen aber auch nicht viel - wie du schon schreibst: Offensichtich ändert sich das täglich. Bei einem würde ich allerdings erklärend eingreifen: Wenn die Kleine aus dem Kindergarten kommt und erzählt X möchte gerne mein Freund sein, aber ich bin ja schon mit Y befreundet. Das würde ich persönlich als Anlass nehmen mit dem Kinder über Freundschaften zu sprechen und eben die Definition einfach einmal gerade zu rücken. V.a. würde ich erklären, dass man auch mehrere Freunde haben kann.

        LG

        Hey ich kann nur von meiner Tochter sprechen. Sie ist 6,5 Jahre und dieses Jahr in die Schule gekommen. Erst jetzt versteht sie, die richtige Bedeutung von einer Freundschaft. Natürlich habe ich ihr es auch immer erklärt wenn sie nach Hause kam und sagte " ...hat gesagt,dass ich nicht mehr ihre Freundin bin" das sie trotzdem noch befreundet sind und was es bedeutet. Erst so mit 4,5 hatte sie einen wirklich festen Freundeskreis. Hat aber auch noch diesen Sommer, wenn sie mit einem Kind Bekanntschaft gemacht hat, immer gesagt das es ihre Freundin ist und das man sie sie bald wiedersieht(obwohl wir die Leute ja gar nicht kannten)

        Also jetzt erst im Schulalter begreift sie langsam was wahre Freundschaft wirklich bedeutet.

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