schüchternes Kind, Hörtest misslungen - OP nötig?

    • (1) 12.10.16 - 13:15

      Hallo ZUsammen,

      wird recht ausführlich, aber ich hoffe das lässt bessere Beurteilung zu...;-) und Ihr könnt mir mit ERfahrung /Meinung weiterhelfen.

      Ich zweifle gerade ob die vorgeschlagene OP für unseren Sohn 2J + 8M wirklich notwendig ist. Er hat jetzt Einweisung bekommen für Rachenmandeln entfernen, Paukenröhrchen bds. + Tonsillenverkleinerung.

      Ich weiß nicht inwiefern ein misslungener Hörtest für die Entscheidung der HNOÄ ausschlaggebend war. Ohrinnendruck wurde auch gemessen. Das Problem: er ist seehr schüchtern und redet schlichtweg nicht mit Fremden und beantwortet alle Fragen und Aufgaben mit „Ha“. Z.B. beginnt er erst jetzt nach 1,5J Krippe mit den eigentlich vertrauten Erzieherinnen zu reden. Zu Hause und mit Großeltern redet er viel.

      V6rgeschichte:

      Bis 13 Mon nicht krank, außer 3-Tagefieber
      Ab 14 Mon / Krippenstart praktisch ständig verschnupft, aber trotzdem meist fit, allerdings werden beim Infekt gleich alle Mandeln dick und er röchelt/schnauft. Das klingt schon schlimm, er ist aber trotzdem aktiv.
      Er hatte insgesamt seit dem einmal leichte Mittelohrentzündung und einmal leichte Brochitis, aber neigt generell nicht zu Husten uns Atemwegserkrankung. Hatte trotz der geschwollenen, roten Mandeln im Hals nie Angina.

      Aber hatte oft Rachenentzündung mit viel, viel Schleim. War in den letzten 5 Monaten außer dauernd leichtem bis mittleren Schnupfen nicht krank. (Allergietest wurde gemacht – nix gefunden) Schnarchen hat in den letzten Wochen nachgelassen.
      Sind seit Januar 16 bei HNO in 6-8 wöchiger Kontrolle, sie meinte Abwarten ist erstmal ok, da unter 3 und bei Krippenkind das Immunsystem gut zu tun hat und die Schwellung der Mandeln als Abwehrreaktion auf ein guten Immunsystem hinweist. Wahrscheinlich vorhandene Paukengüsse wurden aber nie thematisiert, da wir auch nicht unbedingt von Schwerhörigkeit ausgehen mussten.
      Wenn wir flüstern antwortet er flüsternd, Er klatsch auch bei Musik leise bis Zimmerlautstärke mit und ich rede eher leise und er versteht auch Sachen diei ich zum Buch erkläre, wenn er rückenzugewandt auf dem Schoß sitz. Aber er hat erst ab knapp 2 seinen Wortschatz über 20 Worte erweitert, jetzt hat er Riesenwortschatz, spricht Hauptsätze so mit 5-6 Worten mit guten Satzbau, Verben beugen übt er grad sehr. Spricht aber echt undeutlich. Lt. HNOÄ kann er eben den Druckausgleich schwer hinbekommen und kann manche Laute nicht gut bilden.

      Meine Sorge: reicht nicht auch nur Rachenmandeln raus? Muss wirklich das Komplettprogramm mit Tonsillen und Paukekröhrchen sein?

      Er wird zwar im Krankenhaus noch mal vorab gecheckt mit Hörtest und so, aber ich zweifle, dass ein Krankenhaus nach Einweisung eine OP wirklich ablehnt und ob er da beim Hörtest besser mitmacht schon gar nicht.

      Sollte ich vorab noch mal zum Kinderarzt das mit ihm besprechen? Da waren wir ja ohne Krankheitsfall in den letzten Monaten nicht.

      Habt Ihr Erfahrung / Tipps?
      Wäre sehr dankbar.
      Dabydarling

      • Hallo.

        Ich persönlich würde keine Röhrchen ohne Hörtest setzen lassen.

        Mein Sohn hat sie mit 1 1/2 bekommen. Hörte seit über 4 Monaten schlecht durch Ergüsse.
        Jetzt hat er wieder welche. Der klassische Hörtest (Kopfhörer und Bescheid sagen, wenn e den Piepton hört), klappte jetzt auch nicht (3 1/2).
        Es wurde dann die Frequenz vom Trommelfell gemessen. Und ein Test, wo er auch Stöpsel ins Ohr bekam und ein Computer was aufzeichnete.
        Letzter Test möchte er nicht, erst beim dritten Termin klappte es.

        Klar, es war nervig, 3x hin zu müssen, aber gleich zu operieren auf Verdacht?

        Bei ihm waren die Test übrigens nicht gut. In 4 Wochen (dann insgesamt sechs nach dem Test) müssen wir zur Kontrolle.

        Erst wenn es da immer noch schlecht ist, wird über eine zweite Op nachgedacht.

        Lg

        • Danke, dass du Deine Erfahrung teilst.

          Naja der Piepton war es nicht bei uns. er sollte in einem Regal Spielzeug zeigen, dass er über Kopffhörer genannt bekam. Aber schon der Kopfhöhrer an sich hat ihn wohl überfordert.Er hat halt null reagiert.

          Sicherlich spielen bei der Entscheidung auch die vorherigen 9 Monate beobachten und die ständige Mundatmung eine Rolle, aber es war nun mal der erste Hörtest.... :-[

      Wenn er dich flüsternd versteht, dann hört er doch ausgezeichnet. Ich würde die OP nicht machen lassen. Vielleicht wollte er einfach nicht mitmachen.

    • Du hast ein Recht auf eine Zweitmeinung. Besprich doch mit Deiner Kinderärztin noch mal alles in Ruhe, vielleicht kennt sie noch einen weiteren HNO-Arzt, dem sie vertraut. Ansonsten gibt es in großen Kinderkliniken auch eine Kinder-HNO, die sicher noch mehr Erfahrung mit kleinen Kindern haben, als ein gewöhnlicher HNO-Arzt. Dort kannst Du Dein Kind ja mal ambulant vorstellen. So lange Du unsicher bist und Zweifel hast, stehst Du nicht hinter der OP. Dann lass es erst mal bleiben. Sonst machst Du Dir oder den Ärzten später große Vorwürfe, wenn irgendetwas nicht so läuft, wie geplant.

      Hallo,
      normalerweise gibt es Hörtests, bei denen man nichts sagen oder einen Knopf drücken muss. Die Ausstattung dafür haben definitiv HNO-Ambulanzen in den größeren Kliniken. Gemacht werden die Tests bei Behinderten oder eben auch sehr kleinen Kindern. Wichtig für so ein Test ist die Überweisung eines HNO-Arztes. Das darf kein anderer Arzt sein.

      Ich würde das erstmal versuchen.
      Mein Ältester sollte damals auch operiert werden. Wir wollten warten. War letztendlich auch gut so. Er hatte nur vorübergehend Paukenergüsse gehabt (aber Ärzte operieren ja gerne) und einige Jahre später kam dann raus, dass er gute Ohren, aber AVWS hat...

    • Hallo,

      meine Mädels haben bei dem "normalen Hörtest" (Kopfhörer und dann was zeigen) nie richtig mitgemacht, haben sich nicht recht getraut, die KiÄ war total entsetzt "Oh Schreck, so ein schlechter Hörtest!!!" - bin dann zum Pädaudiologen, der hat jede Menge Sachen gemacht, hat ewig gedauert, aber was kam raus, beide hören super, überdurchschnittlich gut sogar. Bei dem einen Hörtest mussten die Kinder nix machen, nur sitzen, da wurden 3 Elektroden geklebt (hinter den Ohren und an der Stirn) und dann Kopfhörer auf und dann wurde gemessen, was ankommt, sie musste da nichts sagen oder mitmachen. Halt ca. 10 Min. einigermaßen still sitzen. Ich würde das an deiner Stelle machen lassen, ich glaube, der heißt BERA (?). Geh doch mal zu einem Pädaudiologen, ich finde, wenn du so unsicher bist, dann würde ich das erstmal nicht machen lassen und lieber dein Kind nochmal von einem anderen Arzt anschauen lassen bzw. mit eurem KiA nochmal sprechen!

      LG

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