Was wurde aus euren Daumenlutschern?

    • (1) 06.11.16 - 13:23

      Ich hab hier eine Maus die sich schon als kleinstes Baby selbst mit dem Daumen beruhigt hat. Das fand ich recht praktisch, da wir nicht auf Schnuller angewiesen waren. Schnuller gibt es seither auch nur tagsüber im Auto oder Buggy. Der Daumen ist eh beliebter. Nur nimmt sie ihn jetzt auch zum Kuscheln, beim Buch gucken, beim spielen wenn sie sich ärgert... Hab oft stattdessen den Schnuller angeboten aber der bleibt nicht lange drin. Sie ist jetzt 17 Monate alt und irgendwie hab ich das das Gefühl es nimmt zu. Sie nimmt immer den rechten Daumen und dadurch dominiert mitlerweile auch die linke Hand im Alltag. Ich weiß nicht was ich davon halten soll... Was wurde bei euch draus? Der Kia sagt machen kann man wohl nichts außer später an die Eitelkeit appellieren.

      • Ich war selber Daumenlutscherin. Sehr stark, sehr lange. Irgendwann hat es mich selber gestört, aber ich war nicht in der Lage damit aufzuhören. Meine Eltern haben alles versucht, mit den Mittelchen, die es so in der Apotheke gibt etc. Nichts half.

        Erst als ich mit 11!!! Jahren alleine Reiterferien gemacht habe, haben sich zwei ältere Mädels meiner angenommen und haben mir geholfen endlich aufzuhören. Daran erinnere ich mich gut und ohne diese "Rund um die Uhr" Hilfe hätte ich es wohl nicht geschafft.

        Meine Kinder durften deshalb nicht am Daumen lutschen. Ich hatte Schnuller ohne Ende, in jedem Zimmer mehrere bestimmt 8 im Bett, Hauptsache nicht den Daumen.

        So kann ich dir nur raten, wenn es klappt, auf Schnuller umstellen. Den kann man dann irgendwann in einen Schnullerbaum hängen, Beerdigen oder einfach die Schnullerfee kommen lassen. Was eben gewünscht ist, mit dem Daumen geht das schlecht.

        Hi!

        Erstmal würde ich den Schnuller wegnehmen - denn warum eine zusätzliche Schnullerabhängigkeit angewöhnen???

        Meine persönliche Theorie (die sich durch private und berufliche Erfahrung immer bestätigt) - wenn ein Kind am Finger lutschen will macht es das, egal ob man einen Schnuller anbietet oder nicht! Genauso gibt es reine Schnullerkinder oder Kinder die weder Schnuller noch Finger nuckeln! Das entscheidet das Kind, nicht die Eltern (vom Schnullerangebot abgesehen).

        Ich würde mich da garnicht streßen. Meine Kinder hatten nie einen Schnuller (sie wollten nicht), aber einer hat am Finger genuckelt. Zur Einschulung hat er es nurnoch daheim oder bei engen Freunden gemacht (von sich aus) und im Laufe der ersten Klasse hat er ganz mit aufgehört. Obwohl er kurz danach extrem unter psychischen Streß gesetzt wurde (bis hin zu Blockaden die erst nach über einem Jahr sich langsam wieder lösen), hat er nie wieder mit angefangen.

        Bei mir selbst hat es ein paar Jahre länger gedauert, aber auch ich habe aufgehört als es mir peinlich wurde. So ging es auch meiner Cousine.

        Wenn Dein Kind aktuell die linke Hand mehr nutzt macht das nix, im Gegenteil, so werden beide Gehirnhälten stärker beansprucht oder sie ist eh Linkshänderin.

        Man kann aus allem ein Drama machen: Daumenlustchen, spätes trocken werden, mit Fingern essen, ab 2 Jahre keinen KiWa mehr usw. - aber wenn Kinder mit 4 noch aus der Nuckelflasche abends trinken (das machen sehr viele!) oder beim Sprechen den Schnuller nicht raus nehmen ist das für das Umfeld okay #augen

        Vertrau deinem Kind, das wird schon werden.

        LG,
        Hermiene

        Meine Kinder haben beide nicht am Daumen gelutscht, weil ich das von Anfang an unterbunden habe.

        Ich war selbst Daumenlutscher, habe nachts bis ins Teenageralter genuckelt und habe bleibende Schäden an Daumen und Gaumen zurückbehalten. Entsprechend habe ich bei meinen Kindern gleich darauf geachtet, dass sie sich das gar nicht erst angewöhnen.

        Zum Abgewöhnen: Biete Ersatz an, einfach etwas wegzunehmen befriedigt nicht das Bedürfnis, das hinter dem Lutschen steht. Ob das nun das Einschlafkuscheln ist, Lieder oder sonstwas, mit Ersatz ist es viel einfacher, wieder aufzuhören.

      • hi,

        als unser jüngster mit 4 anfing, einen offenen biss zu bekommen und alles gute zureden nichts nutzte, haben wir einen spezial lack aus england bestellt. nach 3 tagen war das thema erledigt und er war wirklich ein junkie.
        aber es darf keiner aus deutschland sein, der ist viel zu schlapp.

        lg

        Hallo.
        Vielleicht habe ich einen Tipp für dich...
        Meine Tochter war auch Daumenlutscherin. Ihr linker Daumen bekam mit der Zeit eine dicke Schwiele und ihr rechter Schneidezahn wurde immer schiefer. :-(

        Eines Tages (sie war da erst 2) kam ich auf die Idee ihr Smileys auf die Daumennägel zu zeichnen. Damit hatte sie eine Riesenfreude. Ich sagte ihr, das seien ihre Daumenfreunde und die mögen nicht gern nass werden. Und immer wenn ich sah, dass der Daumen in den Mund wanderte sagte ich: Oje, dein Daumenfreund wird ja nass. Da nahm sie ihn immer gleich raus und putzte ihn ab.

        Da das Daumenlutschen für sie ja eine wichtige Sache zur Selbstberuhigung war musste ich ihr auch eine Ersatzhandlung anbieten. In unserem FAll war das, mit dem Daumen die Lippe streicheln. Das hat super funktioniert. Sie hat hat das innert kürzester Zeit angenommen und tagsüber mit dem Daumenlutschen aufgehört.

        Die Nächte waren eine andere Sache, denn zum Einschlafen brauchte sie den Daumen. Also saß ich jeden Abend bei ihr und hielt ihr Händchen, damit sie trotzdem beruhigt einschlafen konnte. Den Daumen musste ich ihr im minutentakt rausziehen. Sobald sie eingeschlafen war und ich rausgehen wollte machte es aber immer schwupps und der Daumen war wieder drin. #verliebt

        Das ging noch viele Monate so, wurde aber immer weniger, und irgendwann hörte sie ganz auf. Ich glaube, wir haben dann eine zeitlang einen dünnen Handschuh zum Schlafen angezogen, ich weiß nicht mehr ob das Erfolg brachte.

        Naja, vielleicht hatte ich nur Glück und den richtigen Zeitpunkt zum Abgewöhnen erwischt aber vielleicht hilft diese einfache Maßnahme auch deinem kleinen Daumenlutscherlein.

        Viel Glück!

      • Ohje, da bin ich auch genanntes Kind. Intressant finde ich ja hier gerade In der Diskussion die Meinung der ehemaligen Daumenlutscher vs die Meinung der Daumenlutschermütter...

        Also ich als ehemalige Daumenlutscherin habe von Anfang an drauf geachtet, dass meine Kinder nicht am Daumen lutschen. Schnuller wollten Sie beide nur wenig, aber es wäre mir ALLES recht gewesen, solange sie nicht den Daumen nehmen.

        Der Daumen hat mir 7 Jahre vollendete Kieferorthopädische Kunst beschert, das abgewöhnen ging bei mir nur mit Maßnahmen, die heute wohl das Jugendamt auf den Plan rufen würden... ich erinnere mich daran nur aus Erzählungen, aber bei mir hieß es in der ersten Klasse von Schul- und Zshnarztseite aus, dass ich dringend aufhören muss...

        • Ich finde jetzt persönlich auch die Meinungen der ehemaligen sehr aussagekräftig, denn die wissen wo der Weg hinführt. Also habe ich beschlossen tagsüber konsequent darauf zu achten, dass ich ihr einen Schnuller zu ihren üblichen Daumenzeiten reinstecke. Die Hände werden dann mit etwas beschäftigt sodass sie abgelenkt ist. Nachts will ich ihr keinen Schnuller gewöhnen.
          Mal sehen wie wir jetzt damit fahren. Wenn sie etwas mehr versteht, versuche ich auch mal den Trick mit den Smileys. Ich werd das Gefühl nicht los, dass es in ihrem Alter noch einfacher ist ihn abzugewöhnen als zB mit 7 Jahren.

      Unsere Tochter wurde vor Kurzem drei und nuckelt leider immer noch - teilweise sehr stark. Wir würden das Nuckeln gerne "loswerden", da die Zähne leiden, der Daumen Hornhaut bildet und wund wird und ich diese dauernd sabberigen Finger nicht besonders schön finde.

      Wir üben momentan, in bestimmten Situationen den Daumen wegzulassen, z.B. wenn wir Buch lesen, spielen oder TV gucken. Wenn sie das möchte, muss der Daumen raus. All das hilft aber nur bedingt.

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