Erwarte ich zuviel?

    • (1) 22.11.16 - 01:05

      Hallo ihr Lieben.

      Bräuchte dringend neutrale Meinungen von außen.
      Mein Sohn, im August drei geworden, geht seit 2 Monaten in den Kindergarten.
      Hatte mich für ein offenes Konzept entschieden gehabt, da der kleine Mann sehr eigen und oft schwierig ist. Mag keine räumliche Einengung. Eingewöhnung hat auch super geklappt.Hab mir viel Zeit dafür genommen.
      Was auch noch zu erwähnen ist, er ist für sein Alter groß und kräftig. 110 cm , 19 kg. Mit der Sprache hängt er noch hinterher Da haben wir bald ein Termin beim Pädaudiologen. Sonst wirklich ein lieber Kerl, der Streit aus dem Weg geht und harmonie bedürftig ist, auch weil er sich kaum äußern kann und oft nicht verstanden wird.

      So, jetzt endlich zu meinem Kummer. Bin eher schüchtern und zurückhaltent. Möchte den Erzieherinnen nicht zu Nahe treten. Weiß wieviel Arbeit die da täglich haben. Aber das Oroblem ist, da mein Sohn unauffällig vor sich hintrödelt, wird sich kaum um ihn gekümmert. In der ganzen Zeit hat er kein einziges Mal seinen Frühstück angefasst. Hatte drum gebeten gehabt, bitte wegen Toilette erinnern. Eigentlich ist er trocken aber im KiGA war er jetzt öfters nass weil er durchs spielen abgelenkt ist. Wenn die rausgehen, hat er oft keine mütze auf. Bei Regenwetter auch keine Matschhose. Aber das was heute passierte, war die Krönung: ich holte ihm vom Kindergartenspielplatz ab. Er hatte HAUSSCHUHE an!!! Klitsche nasse Füße. Er tat mir so leid, in der Kälte latscht er im nassen sand . Die hose voll uriniert. War stinke sauer. Sprach seine Erzieherin an Die meinte aber, sie hatte kein Flurdienst. Und weg war sie .Keiner fühlt sich verantwortlich. Draußen standen 4 Erzieherinnen . Und keiner sieht das. Keiner hilft ihm. Hab das gefühl, dass man meine Freundlichkeit ausnutzt. Wie kann ich noch vorgehen, ohne jemanden anzugreifen? Normales ansprechen bringt irgendwie nichts. Es kommt immer wieder ähnliches vor. Tut mir leid, ist zuuu lang geworden :( wäre über tipps sehr dankbar.

      • Muss noch dazu schreiben, dass mein Sohn auch sagte , dass ihn sehr kalt ist. Kein Wunder, nasse Füße, nasse Hose.
        Möchte doch nur, dass es ihm dort gut geht, wie jede Mutter auch. Aber diese Desinteresse und die angespannte Atmosphäre im Team, machen mir Sorgen. Will meun Kind mit einem guten Gewissen dort abgeben. Möchte bald mit arbeiten anfangen , da müsste er dann früher hin. Aber bei solchen Umständen kann ich nicht.

        Finde es wirkluch sehr schade, dass die Erzieher so lustlos sind. Ja ,lustlos!

        Ach ja, lustig ist, dass solche Probleme weggelächelt werden. Aber kriege immer wieder Dinge zu hören, wo ich mich frage, wo wir hier gelandet sind.
        Beschwert sich die Erzieherin, dass sich mein Sohn Sohn beim Malen den Tisch angemalt hat, ob er zihause Stifte hätte?!! First World Problem.
        Genauso, dass er sich ab und zu die laufende Nase am Ärmel wischt....Andere Probleme haben wir nicht. Aber das er dort nicht ans essen erinnert wird, oder mit Hausschuhen im Winter im nassen draussen spielt, sind alles keine Probleme... Er muss selbstständig werden und das gehört dazu!!! ( Laut Erzieherin)!

        Hallo,

        sprich Dinge die dich stören immer wieder an. Ich bin sehr zufrieden in unserem Kindergarten aber auch hier gab es immer mal wieder Zeiten in denen Dinge unter gingen, ich habe die Erzieherin damit solange genervt bis sie drauf geachtet haben. Also jetzt nicht für jeden Quatsch, aber bspw. das Matschhose angezogen wird oder die Jacke zu sein soll. Meine Kinder sind auch sehr groß und wurden daher auch immer wieder überschätzt, weil sie einfach älter aussahen und man dachte sie müssen das schon selber können.
        Generell mag ich keine offenen Systeme im Kindergarten. Genau das was du beschreibst passiert viel zu oft. Keiner fühlt sich verantwortlich. Ein offenes System funktioniert nur mit super motivierten, pflichtbewussten Erziehern!
        Habt ihr eine Bezugserzieherin, jemanden der für dein Kind zuständig ist? Dann vereinbare einen Gesprächstermin, ansonsten mit der Leitung. Kein Tür und Angelgespräch! Notiere dir vorab, wann was vorgefallen ist! Nimm deine Notizen mit zum Gespräch. Sollte die Leitung darauf nicht eingehen und spielt alles runter ist es wohl nicht die passende Einrichtung.
        Eine nasse Hose kann anfangs immer vorkommen, sollte aber bemerkt werden. Üblicherweise hängt dann eine Tüte mit Schmutzwäsche am Haken und das Kind rennt nicht nass draußen rum. Gerade wenn dies bei euch öfters passiert sollten sie deinen Sohn da stärker im Blick haben.

        • Vielen lieben Dank für eure Beiträge.
          Die Sache ist, wir haben erst angefangen und da wollte ich nicht gleich rummeckern.
          Wenn ich dann auch noch so richtig sauer bin und einfach nur enttäuscht, dann fehlen m7r die richtigen Worte und bin dann so mit meinen Gefühlen beschäftigt, dass ich mich hätte leicht abwimmeln lassen.

          Bin heute zu seiner Bezugserzieherin, die mich gestern ohne Worte hat zurückstehen lassen.
          Die kam uns schon zu lieb entgegen und nahm meinen Sohn auf ihren Schoß, was sie sonst nie macht.

          Auf jedenfall hab ich es kurz und schmerzlos angesprochen.
          " Mein Sohn hatte gestern nasse Füsse und Hose. Er hat gefroren. Ich bin kein pingeliger mensch , aber sowas kann ich nicht hinnehmen."
          Die Erzieherin: " Das waren vielleicht 10 Minuten, wo er in den Hausschuhen draussen war."

          Ich:" Trotzdem geht das nicht. Das möchte ich nicht."

          Erzieherin:" okay."

          Auch auf die Toilette würde sie ihn jetzt erinnern.

          Hoffe das klappt jetzt. Glaube nicht, dass das zuviel verlangt ist.
          Das hat auch wenig mit Personalmangel zu tun.
          Wenn draussen 4 Erzieher auf einen Fleck stehen, kann doch einer den kleinen Hilfestellung geben.

          War 4 wochen lang bei der Eingewöhnung in der Einrichtung . Die Erzieher beschäftigen sich kaum mit den Kids. Das müssen die kunder unter sich sie sind wirklich nur eine Aufpassern, die mit dem Stuhl mehr Kontakt hat als mit Kindern.

          Ich sehe ja, dass kinder in seinem Alter auch Hilfe bekommen, nur weil sie 2 köpfe kleiner sind. Aber gleiche Alter.

          Ich denke egal welcher Konzept, wenn ein Kind nicht zurecht kommt, sollte auch gehandelt werden. Jedes Kind hat seinen eigenen Entwicklungstempo.
          Ich sehe viele 3 Jährige dort, die auch einfach noch Anleitung brauchen.
          Es geht nur um kleine Anweisungen.

          • (5) 22.11.16 - 10:46

            -------Die Erzieher beschäftigen sich kaum mit den Kids. Das müssen die kunder unter sich sie sind wirklich nur eine Aufpassern, die mit dem Stuhl mehr Kontakt hat als mit Kindern.----

            Gibt es bei Euch keine anderen Kindergärten zur Alternative?

            Sowas ist doch keine Einrichtung, in die man sein Kind gerne gibt.

      (6) 22.11.16 - 06:59

      Das ist der Grund warum ich keine offenen Konzepte mag. Ich habe damit ähnliche Erfahrungen gemacht.

      Es ist wichtig dass Du was sagst, Wenn Du Dich nicht traust, dann schick Deinen Mann.
      Wenn Du das Gefühl hast, dass man Dich ausnutzt oder nicht ernst nimmt, dann sei halt mal nicht mehr so freundlich. Für Deinen Sohn, der sich selbst nicht wehren kann und anscheinend voll untergeht.

      Immerhin soll er noch einige Jahre dorthin gehen.

    • (7) 22.11.16 - 07:08

      Zum Teil erwartest du zu viel. Ein offenes Konzept beeinhaltet nun mal sehr viel Selbstbestimmung, deswegen hast du dich ja dafür entschieden. Biete ihm zu Hause Frühstück an, dann ist bis Mittag erst Mal gut. Oder mach mit ihn gemeinsam die Dose fertig. Ein 3jähriges Kind darf auch mal den Toigang verpassen. Erinnern empfinde ich generell als komplett überflüssig, außer die Kids hibbeln schon rum.

      So und jetzt komme ich zu den Vorfällen, die überhaupt nicht gehen. In Hausschuhen draußen, da hätte ich deutliche Worte gefunden. Hätte die Erzieherin versucht mich stehen zu lassen, dann wäre es mit meiner Freundlichkeit endgültig vorbei. Ich denke es ist jetzt einfach für dich an der Zeit, dich nicht mehr hinter deiner Schüchternheit zu verstecken. Lässt du dich durchs Leben schubsen, dann ist das deine Entscheidung, aber du trägst die Verantwortung für dein Kind. Dein Freundlichkeit wird nicht ausgenutzt, du bringst es nur nicht deutlich genug rüber.

      Meine Tochter ist auch sehr groß für ihr Alter, besonders in der Anfangszeit musste man freundlich die Erzieher öfter mal an ihr Alter erinnern.

      In offenen Konzepten steht die Selbstständigkeit der Kinder im Mittelpunkt. Je nach Größe der Einrichtung können die Erzieher nicht nachprüfen ob jedes Kind frühstücken war sondern die Kinder müssen das von sich aus machen. Wenn du sicher gehen möchtest das dein Sohn frühstückt dann bring ihn morgens direkt in den Frühstücksraum.
      Dass dein Kind keine Mütze auf hat ist ein Knackpunkt, vielleicht wollte er nicht weil es ihm schlicht und ergreifend zu warm war? Frag nach und ansonsten weiße die Erzieher darauf hin und bitte darauf zu achten. Matschhose ist Pflicht wenn es regnet; wenn die Kinder sich alleine anziehen kann es vorkommen das sie sie nicht anziehen. Allerdings sollten die Erzieher die draußen sind das Kind direkt zum Anziehen wieder rein schicken.
      Die andere Situation finde ich unmöglich. Frage mich aber konnte man sehen das die betreffenden Stellen nass waren bzw. hat dein Sohn bescheid gesagt? Wenn eines davon mit ja zu beantworten ist, würde ich die Erzieher ansprechen (Bezugserzieherin?) oder mit der Leitung ein Gespräch fordern.

      Wenn nicht ist es doof gelaufen, wer fragt schon ständig ob man sich eingepinkelt hat oder ob die Füße noch trocken sind?

      Auch wenn es ein offenes Konzept ist, darfst du erwarten, dass sich um dein Kind gekümmert wird. Meine Kinder gehen in eine Kita, welche 300 Kinder beherbergt und sowas ähnliches hab ich nur ein einziges Mal erlebt und hab ein Riesen Fass aufgemacht. Ich bin immer freundlich, aber bestimmt. Sowas lass ich allerdings nicht mit meinen Kindern veranstalten. Seitdem passen die Erzieher bei meinen Kindern doppelt und dreifach auf.

      Die Kita ist ein Dienstleister und man muss sich nicht alles bieten lassen.

      Hallo,

      wie machst Du das denn sonst im Leben, wenn Du nie sauer wirst, wenn die Leute sich unmöglich verhalten? #kratz

      Ich motze eigentlich auch sehr ungern fremde Leute an und bleibe lange freundlich, aber irgendwann ist bei mir Schluss mit lustig, und der Punkt wäre bei Deiner Schilderung bei mir die Sache mit den Hausschuhen gewesen. Ich hätte darauf bestanden, dass die Erzieherin nachsieht, wer denn Flurdienst hatte und mir diese Dame gegriffen und sie gefaltet. #wolke

      Erfahrungsgemäß gibt es leider Leute, die erst in Wallungen kommen, wenn sie merken, dass man sich nicht alles bieten läßt, und das merken die erst, wenn man mal unfreundlich geworden ist.

      Zu den anderen Sachen: Es ist ja grundsätzlich ok, dass Kindern irgendwann nicht mehr der Popo hinterher getragen wird, aber erstmal müssen sie doch lernen, worauf es ankommt.
      Unsere Kinder waren in einem Montessori-Kindergarten. Da ist der Leitspruch "Hilf' mir, es selbst zu tun.". Das finde ich sehr bezeichnend. Es heißt nicht "Ich muss zusehen, wie ich alleine klar komme", sondern jemand zeigt mir, wie ich es schaffe, alleine klar zu kommen.

      Ich vermute, der Hauptgrund für diese Vorkommnisse in Eurem Kindergarten ist, dass zu wenig Personal für zu viele Kinder zuständig ist. Die sehen nicht mehr alles und haben auch keinen großen Bezug mehr zu den einzelnen Kindern, weil das bei einer Menge von 70 oder was weiß ich wie vielen Kindern, die mal hier und mal dort sind, kaum geht. Da werden nur noch Kinder beachtet, die sich selbst in den Vordergrund spielen.
      In einer festen Gruppe weiß die Erzieherin, dass Kind X häufig vergißt, nochmal auf' s Klo zu gehen und dass das dann schief geht u.ä.

      Diese Offenen Konzepte in Kindergärten werden von den Gemeinden in der Regel als Spar-Konzept genutzt, um weniger Erzieherinnen beschäftigen zu müssen und sind deswegen meist Mist.
      Grundsätzlich kann so ein Offenes Konzept auch gut funktionieren, ist dann aber mindestens genauso personalintensiv, wie ein Gruppen-Konzept. Aber den Gemeinden geht es selten um Pädagogik.

      Ich würde, an Eurer Stelle, mal gucken, wie es mit Kindergärten mit Gruppen-Konzept in Eurer Ecke aussieht.

      LG

      Heike

      Unsere Tochter geht in einen Kindergarten mit nur einer Gruppe (24 Kinder + zwei Erzieher + Prakitkantin). Auch dort kam es schon öfter mal vor, dass sie unbemerkt ihre Stiefel auszog und barfuß(!) im Sand saß. Vor allem stört mich, dass jetzt in der Schnupfenzeit manchmal das ganze Gesicht verklebt ist, weil niemand ihr mal mit dem Nase putzen hilft (sie ist im Sommer drei geworden). Kann man aber drüber wegsehen. Wir haben sie jetzt nochmal geschult und ihr eigene Taschentücher ins Fach gelegt. Meist holt sie die jetzt und hält sie einem Erzieher vor die Nase.
      Weil: bei 24 wuselnden Kindern guckt niemand so genau hin und das kann ich verstehen. Wenn das Kind sich nicht meldet, wird eher Nichts passieren.

      Offene Konzepte finde ich aus demselben Grund sehr schwierig. Die Kinder laufen überall rum, es ist unübersichtlich, die Erzieher anderer Gruppen fühlen sich ggf. nicht verantwortlich.
      Bei euch scheinen die Erzieher ohnehin sehr desinteressiert zu sein. Sehr schade.
      Wenn sich das nicht ändert, würde ich wohl einen Wechsel in Erwägung ziehen. Sowas wird meist nicht mehr besser.

      Hallo!

      Nur kurz: ich finde nicht, dass du zuviel erwartest. Was du beschreibst klingt wirklich herzlos und desinteressiert.

      Er ist noch ein 'Kleiner", frisch eingewöhnt, den sollten die Erzieherinnen besonders im Auge behalten.
      Wenn es so bleibt, würde ich den Kindergarten wechseln.

      Lg Vanessa

      • Ach und noch was: hier haben wir auch einen teiloffenen Kindergarten. Und es klappt wirklich gut, die Kinder werden gut betreut, es wird immer auf das Frühstück geachtet.

        Das offene Prinzip ist nicht per se schlecht, aber es muß genug Personal da und gut organisiert sein.

    Hallo,

    nein, Du übertreibst nicht. Sprich es an und sage, daß Du das so auf keinen Fall akzeptierst. Gegenzüglich impfst Du aber auch Deinen Sohn, bspw. daß man Hausschuhe nicht draußen an zieht und wenn sich alle Kinder umziehen, er sich auch so anziehen muss. Das klappt dann schon ;-) Aber die Erzieher müssen schon auch ein Auge darauf haben.

    LG

    Hallo,

    nein, Du erwartest nicht zuviel. Das sind Basics die müssen von Anfang an stimmen!

    Bei dieser Sachlage, wirst Du mit dem KiGa auf Dauer sicher nicht glücklich werden. Such Dir Alternativen (ich spreche aus Erfahrung!).

    Andrea

Top Diskussionen anzeigen