Kind trödelt extrem

Wer hat ein Trödelkind Zuhause? Wie damit umgehen? Ist das alles Erziehungssache und mangelnde Konsequenz oder eine Eigenschaft des Kindes, die man ihm noch so lange wie möglich (vor der Schule) zugestehen sollte? Hier schreiben Mütter von Kindern, die sich offenbar gut allein beschäftigen können:
Ein Tipp vom urbia Team

    • (1) 30.11.16 - 09:33

      Meine Tochter ist 4 Jahre alt und die absolute Trödlerin. Am schlimmsten ist es am Abend und in der Früh. Es beginnt, dass ich ewig brauche bis sie in die Badewanne geht. Da wird einfach weitergespielt, sie will irgendwas noch schnell fertig machen, fängt das nächste wieder an. Unter 15 Minuten schaffe ich es nicht, sie in die Badewanne zu bekommen. Wenn sie dann in der Wanne drinnen ist, will sie nicht mehr heraus. Dann beim Nachtmahl sitzt sie ewig vor ihrem Teller und isst nicht. Wenn ich sage, sie soll jetzt aufstehen, weil sie eh nichts isst, dann behauptet sie noch schlimmen Hunger zu haben und steckt einen Bissen in den Mund. So kann sich das Abendessen schon mal 45 Minuten und länger ziehen. Dann ist das Zähneputzen dran. Es dauert wieder ewig sie ins Bad zu bekommen, dann haben wir 10 Minuten die Diskussion, dass sie ihren Mund zum Zähneputzen öffnet. Wenn die Zähne endlich geputzt sind, sucht sie ewig ein Buch aus und dann geht es endlich ins Bett. Da fällt ihr dann auch noch oft was ein, das verzögert. Es ist dann oft 21.15 und später bis ich fertig bin. Entsprechend schwer kommt sie dann in der Früh aus dem Bett.

      In der Früh geht dann die Trödelei entsprechend weiter. Heute hat sie zum Anziehen 40 Minuten gebraucht.Ich habe sie zwischendurch beim Buch anschauen in ihrem Zimmer gefunden, obwohl ich ihr 5 Minuten vorher gesagt habe, dass sie sich beeilen muss. Ich kann dann Dinge, die ich mir vorgenommen habe, streichen, da ich viel zu spät bin. Sie verspricht mir dann zwar Besserung. Der Vorsatz hält aber nicht bis zum Abend. Das Ganze zerrt inzwischen furchtbar an meinen Nerven. Ich bin täglich viele Stunden beschäftigt mein Kind anzutreiben. Und wenn dann meine Sachen ausfallen bin ich richtig böse auf meine Tochter. Dann tut es mir aber leid, sie böse in den Kindergarten zu schicken.

      Wenn ihr was sehr wichtig ist, kann sie sich in 5 Minuten anziehen. Sie kann es also, wenn sie will. Im Kindergarten bekommt sie auch Stempeln, weil sie sich so schnell anzieht.

      • Hallo ;-)

        Im kiga mit Belohnung (Stempel) klappt es.....
        Belohn sie zu hause ;-) vlt an tagen wo sie morgens fix ist. Darf sie abends ein dickes Buch zum vorlesen und an tagen an denen sie trödelt eben nur win pixibuch.

        Vlt ist ihr das thema zeit auch nicht bewusst. Im.kiga ist gewussel, jeder läuft, das steckt an. Zu hause soll sie sich alleine im ruhigen zimmer anziehen, da gehen die gedanken sxhon mal auf reisen... vlt ist eine kindergerechte uhr eine idee. So wenn der zeiger auf ddn vogel zeigt müssen wir beide angezogen sein damit du im kindergarten nichts verpasst. Ob du Termin verpasst ist ihr wahrscheinlich recht egal weil sie die folgen nicht verstehen kann.

        (3) 30.11.16 - 10:09

        Klar kann sie wenn sie will, nur wenn einem ständig jemand im Nacken sitzt und Druck macht, da vergeht doch jedem die Lust oder die Bereitschaft mitzuziehen.
        Ich finde deine Denke über deine Tochter ganz schrecklich und habe zu diesem Thema eine komplett andere Einstellung. Deine Tochter ist erst 4 und du sprichst von ihr wie von einem bockigem Teenie. Du gibst ihr nicht wirklich die Schuld, das du deine Sachen nicht schaffst? Sorry, da fehlt mir nun wirklich jegliches Verständnis.

        Du verschwendest in meinen Augen sinnlos deine Energie mit deiner Antreiberei. Wie wäre es denn mal mit vernünftiger Unterstützung? Wenn du möchtest, das dein Kind in einer bestimmten Zeit angezogen ist, dann kannst du doch nicht weggehen und dich mit anderen Dingen beschäftigen um dann erstaunt festzustellen, das dein Kind sich auch anderen Dingen zuwendet.

        Auch die anderen Bereiche, die du beschreibst kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn im Bad getrödelt wird, dann ist halt einfach keine Zeit mehr ein Buch zu lesen.
        Wenn mein Kind nicht isst, dann schicke ich es nicht weg, ich räume einfach den Tisch ab und fertig.

        Bei allen deinen Beschreibungen schiebst du deiner Tochter den Buhmann zu, dabei bist du doch die Erwachsene und leitest dein Kind durch den Tag. Du trägst die Verantwortung und die Entscheidung darüber, nicht dein Kind. Ganz ehrlich, änder dein Verhalten und dann wird sich auch dein Kind ändern.

        • Einerseits schreibst du, ich soll weniger Druck machen und dann meinst du wieder, ich soll daneben stehen, wenn sie sich anzieht. Das ist ja noch mehr Druck, als wenn ich alle paar Minuten schauen komme, ob sie sich wirklich anzieht.

          Ich schicke mein Kind beim Nachtmahl nicht weg. Ob ich den Tisch abräume oder mit ihr zusammen ins Bad gehe, hat doch das selbe Ergebnis. Oft trage ich sie ins Bad und sie läuft wieder ins Wohnzimmer, weil sie noch unbedingt was machen muss. Das Buch weglassen, habe ich auch schon oft versucht, dann kommt sie aber noch später ins Bett, weil sie dann weint und schreit und furchtbar wütend wird. Das empfinde ich auch als ganz schlecht, sich beim Einschlafen so aufregen zu müssen. So mag ich auch nicht schlafen gehen.

          • (5) 30.11.16 - 11:33

            Zwischen Druck machen und Unterstützung liegen Welten, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wo ist denn bitte der Druck, wenn ich mit meinem Kind zusammen ins Zimmer gehe und beim Anziehen dabei bleibe? Ich denke du möchtest einfach nicht verstehen, das ein Kind in dem Alter viel zu schnell vom eigentlichen Thema abgelenkt ist. Du gibst das Ziel vor und sorgst dafür, das es eingehalten wird. Deine Art der Antreiberei ist doch nichts weiter als kontraproduktive Motzerei, die geht ihr doch schon zum einen Ohr rein und zum anderen raus.
            Logisch wird sie wütend wenn es keine Geschichte mehr gibt, nach ein paar Tagen hat sie aber verstanden, das sie es selber in der Hand hat. Das hat meine schon lange verstanden und sie weiß, das ich es Ernst meine. Mittlerweile weiß deine Tochter aber, das du eh einknickst.

            Du trägst sie ins Bad? Dein Ernst? Frag sie doch vorher, ob sie noch was machen muß, dann braucht sie nicht wegzulaufen.

            Auf der einen Seite erwartest du so viel von deinem Kind (alleine, schnell anziehen, nicht trödeln) und auf der anderen Seite trägst du sie wie ein Baby ins Bad. Kinder haben nun mal "wichtige Aufträge" und die zwei Minuten, um noch einen(!) zu erledigen, kann man doch warten. Nutzt sie es aus und kommt von einem zum nächsten, dann gibt es ein klares "Nein, jetzt ist Schluß."

            Ich gebe meiner Tochter "Zeitabschnitte" vor, ein Zeitgefühl hat sie ja noch nicht wirklich. So in der Art: "Wenn Mascha zu Ende ist, dann gehen wir waschen und Zähne putzen." "Wenn der Schulbus am Haus vorbei gefahren ist, dann ziehen wir die Jacken an." Oft arbeite ich auch mit dem Timer vom Handy oder einer simplen Eieruhr. Will sie noch spielen, dann stelle ich ihn auf 5 oder 10 Minuten und wenn er klingelt, dann wird aufgeräumt. Und sie zieht mit, obwohl sie wirklich ihren eigenen, starken Willen hat.

      Hallo,

      ich mache es mal kurz und knapp. Das, was Du vor hast, anmelden, nachhaken ausführen, ohne wenn und aber. Du sagst, was gemacht wird, lässt Ihr einen Puffer, dann hakst Du nocheinmal nach und sagst, wenn Du das nächste mal da bist wird bspw. gebaden und dann muss sie auch.
      Anscheinend lässt Du dem Kind die Zeit, dann darfst Du Dich aber auch nicht beschweren.

      LG

      • Aber was mache ich, wenn sie dann trotzdem nicht mitmacht. Mir kommt oft vor, ich rede in einer anderen Sprache und sie hört mich nicht. Ich werde nicht beachtet und sie tut weiter, was sie tun will. Erst wenn sie wirklich das Gefühl einer Konsequenz hat, weint und schreit sie. Aber ich mag auch nicht die ganze Zeit mit Konsequenzen drohen müssen oder dauernd Sachen die ihr wichtig sind weglassen.

        • Da redest Du leider zu viel und handelst zu wenig ;-)
          >>Erst wenn sie wirklich das Gefühl einer Konsequenz hat, weint und schreit sie.<<
          Dann kann sie auch nach 5 min, anstatt 40 min weinen und schreien. Du sollst auch nicht mit Konsequenzen drohen, sondern sagen bspw. sagen, wenn sie spielt, daß es gleich in die Wanne geht. Dann gehst Du nochmal hin und sagst, sie soll sich ausziehen, es geht in die Wanne und wenn Du dann wieder kommst muss sie fertig sein. Ist sie das nicht, ziehst Du sie aus und bringst sie in die Wanne, egal ob unter Protest oder nicht. Irgendwann funktioniert das dann auch.

          • Genau so mache ich es auch. Bis zu dem Zeitpunkt, wo es eine körperliche Auseinandersetzung wird, indem ich sie gegen ihren Willen in die Badewanne schaffe. Sie wehrt sich dann extrem und ohne ihr wehzutun kann ich das dann nicht, weil ich sie fester halten muss, dass sie sich nicht verletzt.

            • (10) 30.11.16 - 11:03

              Dann badet sie eben nicht und muss ins Bett? Du musst hier selbst schauen, wie Du bewirken kannst, daß es klappt, aber gewähren lassen ist falsch, das machst Du ja schon, angekündigt und sie muss lernen, daß es Regeln gibt, wie z.B., daß gemacht wird, was Mama und Papa sagen ;-)

    (11) 30.11.16 - 10:16

    Hallo,

    Stunden, Minuten das sind für Kinder in dem Alter viel zu komplexe Angaben.

    Ich beschreibe mal wie es bei uns seit dem Kindergarten läuft, Sohn ist inzwischen 10 Jahre alt.

    Morgens: es wird erst gefrühstückt, vorher nur kurz auf die Toilette und Händewaschen, danach anziehen im Bad, niemals im Kinderzimmer. Da ich mich dann auch fertig gemacht habe, waren wir zusammen und ich hatte die Kontrolle über seinen Fortschritt. Ich habe auch gerne mal geholfen, wenn z.B. die Socken mal nicht so wollten wie er.

    Ich habe es immer so getaktet das keine große Zeit zum Spielen war. Also nach dem Bad Schuhe und Jacke an und los.

    Abends: In dem Alter war er um 19.30 Uhr im Bett und es gab noch eine Geschichte. Wir haben da mit der Uhr im Bad gearbeitet. "Wenn der große Zeiger unten ist musst du fertig sein, sonst wird es mit der Geschichte nichts." (Auch die Geschichte musste bis dahin ausgesucht sein) Ins Bad ist er immer gegen kurz nach 7, also mit viel Zeit. gebadet/geduscht wurde nur nach Bedarf, aber sicher nicht jeden Abend.

    Wir sind nie irgendwo zu spät gewesen, geschweige denn ich hätte irgendetwas absagen müssen.
    Auch abends gab es vielleicht 3-4 Tage an denen es dann wirklich keine Geschichte gab, das hat dann jedes mal sehr lange gereicht.

    Ich würde dir raten weniger zu diskutieren und anzutreiben, sondern klare Regeln aufzustellen und durchzuziehen. Zur Not auch morgens mal im Schlafanzug losgehen.
    Baden, falls wirklich jeden Abend, würde ich reduzieren oder auf Duschen umsteigen.

    LG
    Tanja

    Hallo,

    bei uns klappt es relativ gut, wenn ich eine Sanduhr (10 min) aufstelle. Solange darf mein Sohn noch spielen, dann muss er sich anziehen. Wenn die Anziehzeit gekommen ist, bleibe ich im Zimmer. Im Idealfall mit guter Stimmung und nur dezent immer mal wieder auf das nächste Kleidungsstück hinweisen. An manchen Tagen helfe ich, meistens will er alleine. Aber es gibt ja auch Kinder, die die Hilfe als Liebesbeweis sehen. Musst du wissen, wie deine Tochter drauf ist. Außerdem lege ich die Anziehsachen als Straße auf den Boden aus. Theoretisch weiß mein Sohn schon, in welcher Reihenfolge er sich anziehen müsste, aber es hilft ihm irgendwie trotzdem die Aufgabe zu stückeln.

    Statt der Sanduhr könntest du auch ein akustisches Signal versuchen. Also Wecker z. B. beim Baden stellen (beim 2. klingeln raus). Abendessen thematisier ich nicht weiter, ich räum einfach nebenher die Küche auf und falls mein Kind danach immer noch sitzt und essen will geh ich auch raus.

    Für Hardcorefälle hab ich einen weiteren guten Tipp gelesen (gewünschtestes Wunschkind): einen Plan aufhängen. Z. B. morgens jeden Schritt fotografisch festhalten und als Tabelle oder Buch gestalten. Dann quasi alles nach der Reihe abhacken. Und knoeterich geb ich auf jeden Fall recht - wenn du etwas wegen deiner Tochter nicht schaffst, hast du die Verantwortung den Morgen zukünftig anders zu gestalten. (Versteh das bitte nicht als Vorwurf, ich kenn das nur zu gut mit der schlechten Laune, wenn alles irgendwie schief läuft...)

    Lg

    Hallo,

    ich habe hier auch zwei Trödellieschen. Würde ich die machen lassen wie sie wollen, würden wir wohl weder morgens noch abends je fertig werden.

    Morgens gilt: wir müssen zu einer festen Zeit los, bzw. die Große muss um 8h aus der Tür, damit sie pünktlich in der Schule ist. In der Regel klappt es ja mit dem Anziehen bei der Großen (8) (außerdem möchte sie sich eh alleine umziehen, ohne Zuschauer, geschweige denn Helfer), aber wenn sie trödelt, ist mein Standard-Spruch für sie: "Jetzt sieh zu, dass du fertig wirst! Du musst in fünf Minuten los, und wenn du nicht fertig bist, gehst du halt im Schlafanzug!" Es ist zwar noch nie so weit gekommen, aber ich glaube sie weiß, dass ich Ernst machen würde, wenn sie sich quer stellt.

    Wir hatten mal einen Morgen, an dem sie partout überhaupt nicht in die Schule wollte (einfach kein Bock), da habe ich ihr auch toternst erklärt, dass in Deutschland Schulpflicht besteht, und dass sie gehen wird - und wenn ich sie persönlich im Schlafanzug in die Klasse tragen muss. Das kann sie ja dann mal ihren Klassenkameraden erklären. Aber wenn sie es so weit kommen lässt, nehme ich die Kamera mit und halte das fest. Natürlich ist sie am Ende ganz normal angezogen in die Schule gelaufen.

    Bei der Kleinen (4) hilft gegen morgendliches Trödeln am besten, wenn ich ihr spielerisch beim Anziehen helfe. Also wenn wir z.B. "die schnellsten Umzieher der Welt" spielen, schauen wer von uns zuerst die Schuhe an hat, oder den Schlafanzug "aus niesen", d.h. z.B. mit einem lauten "haaaaa-tschiii!!!" das Oberteil über den Kopf ziehen.

    Wenn die Damen abends nach der dritten Aufforderung noch keine Anstalten machen, ins Bad zu gehen, um sich bettfertig zu machen, bringe ich sie entweder dort hin (an der Hand/Schulter geführt oder zum Spaß auch mal an den Füßen getragen bzw. gezogen), oder wenn sich eine wirklich bockig weigert, werden Konsequenzen angedroht - z.B. ist sonst keine Zeit mehr für eine Geschichte, oder wer sich z.B. nicht vom Fernseher lösen kann, bekommt dann eben für den nächsten Tag Fernsehverbot. Geht es um ein Spielzeug, kann das ggf. mit ins Bad genommen werden.

    Essen ist bei meiner Kleinen noch so ein Thema. Sie lässt sich wirklich Zeit beim Essen, kaut vor allem auf jeden Bissen ewig rum. An sich ist es ja etwas schönes, wenn sie mit Ruhe und Genuss isst. Daher versuche ich schon, ihr die nötige Zeit zum Essen zu gewähren. Allerdings ist es eher nicht so, dass sie lange davor sitzt und nichts isst. Sie fängt schon mit uns zusammen an, braucht nur länger als der Rest der Familie. Wenn es wirklich mal richtig lange dauert, beende ich das Abendessen dann aber auch (natürlich nicht ohne Vorwarnung) - eben weil es Zeit ist zum bettfertig machen. Ggf. kann sie noch ein Stück Gurke, Brot oder was auch immer aus der Hand weiter essen, während ich ihr schon mal die Haare kämme. Sowas kommt aber selten vor.

    Auch beim Buch aussuchen gilt: Entscheide dich jetzt bitte, sonst suche ich eines aus. Ähnlich beim Zähne putzen (die Kleine putzt vor, ich putze drüber): Fang jetzt an, sonst übernehme ich das, dann kannst du heute nicht putzen.

    Kurz: Es gibt Deadlines, die zumindest halbwegs eingehalten werden müssen. Wird es abends etwas später, lesen wir halt etwas kürzeres. Wird es deutlich später, lesen wir auch mal nichts. Als Konsequenz für's Trödeln ist das bei vor allem bei meiner Großen Tochter immer noch als Höchststrafe gefürchtet. Es kommt aber auch mal vor, dass wir vorher absprechen, dass die Kinder ein wenig länger aufbleiben und wir dann aus Zeitgründen nichts mehr lesen (z.B. weil es uns allen wichtig war, noch die Plätzchen mit Zuckerguss und Streuseln zu verzieren). Generell sind die Deadlines abends etwas flexibler als morgens. Abends eine Vierstelstunde später ins Bett ist kein Problem, morgens auch nur fünf Minuten später aus dem Haus ist schon überaus kritisch.

    Sowohl unser Morgen als auch Abend sind von mir zeitlich geplant, und ich achte darauf, dass die einzelnen Stationen des Ablaufs zu den vorgesehenen Zeiten begonnen werden. Ich kann das nicht den Kindern überlassen (vor allem der Kleinen noch nicht). Ich habe die Zeit im Blick, ich überblicke, was noch gemacht werden muss, ich sage, wann was zu tun ist, damit wir am Ende zeitlich hinkommen.

    Viele Grüße
    Angel08

    • (14) 30.11.16 - 13:26

      Hallo Angel,

      deine Antwort finde ich gut.

      Nur das "vom Fernsehen lösen" finde ich schwierig. Wenn mein Kind sich nicht vom Fernseher löst, wird er eben ausgeschaltet.
      Man kennt es ja selbst, dass der Fernseher auch bei Erwachsenen wie ein Magnet wirken kann und sie dann kaum ansprechbar sind ;)

      • (15) 30.11.16 - 13:43

        Ja, in der Regel lässt sich das durch Ausschalten wirklich ganz einfach lösen. Manchmal aber eben auch nicht. Wenn sie z.B. Kika geschaut haben, mache ich auch danach einfach aus, gar keine Frage.

        Wir haben den Fall aber z.B. freitags oder samstags abends, wenn die Große etwas länger aufbleiben und mit Papa noch z.B. Supertalent gucken darf, während ich die Kleine ins Bett bringe. Dann möchte ich auch, dass sie sich zum festgelegten Zeitpunkt bettfertig macht, ohne dass Papa den Fernseher extra aus und dann, wenn sie aus dem Zimmer ist, wieder an macht, um selbst weiter zu schauen - wäre ja auch Quatsch.

    (16) 30.11.16 - 13:56

    PS:
    An den Tagen, an denen ich ins Büro muss, also selbst pünktlich fertig sein muss, habe ich für mich und meinen Mann alles fertig, bevor ich das erste Kind wecke. D.h. ich muss mich dann nur noch um das Frühstück der Kinder und die Pausenbrote kümmern. Und eben die Zeit im Auge behalten!

(17) 30.11.16 - 11:41

Du erwartest zuviel. Weder meine Große (7,5) noch meine Kleine (4,5) kriegen das morgends so hin wie Du das gerne hättest, weil beide einfach noch zu verschlafen sind.

Wenn ich nicht morgends beim Anziehen daneben stehen und beide antreiben würde, würden wir nie pünktlich irgendwo hin kommen. Es gibt durchaus auch Tage, und die sind nichtmal selten, wo ich beiden beim Anziehen und bei der Morgentoilette helfe - ganz einfach deshalb weil bei uns alles durchgetaktet ist, und wir alle pünktlich außer Haus müssen.

A.

Was sie auch gerne in solchen Situationen macht, etwas einzufordern, was sie gleichzeitig verhindert. Sie möchte von mir am Abend die Lippe mit Lippenbalsam eingecremt bekommen. Das mache ich auch wenn sie es will. Also sagt sie mir, sie will die Lippe eincremt und hält sich gleichzeitig die Hände vor den Mund. Ich sage ihr dann, wenn sie mich nicht machen lässt, muss sie es selber machen. Das führt dann auch immer zu fürchterlichen Heulereien. Wenn ich Pech habe, kommt der Papa dann nachschauen und cremt, weil sie doch so arm ist und endlich Ruhe sein soll.

  • Meine Tochter ist auch ein Trödelinchen.
    Mittlerweile habe ich wieder ein Buggy Board besorgt, damit wir morgens einigermaßen pünktlich sind.

    Das Hauptproblem ist das Anziehen.

    Sie hat einen vollen Kleiderschrank und dennoch "nichts zum Anziehen".
    Meine Vorschläge nimmt sie nur manchmal an.
    Und dann kann es vorkommen, dass sie genau, wenn wir losmüssen noch schnell nen anderen Pulli braucht :(

(21) 30.11.16 - 14:12

Hallo. Mein Sohn wird Ende Dezember 4 Jahre alt. Ich habe festgestellt, dass es umso länger dauert, je mehr ich ihn treibe. Er lässt sich auch gerne von allem Möglichen ablenken. Morgens unterstütze ich ihn beim Anziehen. Es gibt noch die 14 Monate alte Schwester, die auch angezogen wird. Ich hoffe einfach mal, dass er es irgendwann komplett selbstständig hinbekommt. Er trödelt auch in der Kita gerne. Am Abend nehme ich ihn an die Hand, wenn er mal nicht alleine ins Bad will. Dann erzähle ich ihm was zur Ablenkung. Meistens klappt das. Wir haben an der Baduhr einen Aufkleber. Bis dahin müssen wir fertig sein, um die Geschichte noch zu schaffen. Schafft er es nicht, bin ich trotzdem nicht sauer. Ich hab ihm erklärt, dass man Zeit nur ein Mal nutzen kann. Wenn er sich dafür entscheidet länger in der Wanne zu spielen (oder eben beim Zähneputzen zu trödeln), dann ist die Zeit für die Geschichte weg. Die ersten 2, 3 Mal hat er auch getobt. Ich hab das mit ihm ausgehalten und er hat es akzeptiert.

Ich kann dir auch nur das Buch "Lieben, ermutigen, loslassen - Erziehung nach Montessori" ans Herz legen.

Ja, Himmel, dann heult sie eben. Das ist ein Zeichen ihres unmutes und sie darf auch heulen. Das sie weint darf dich aber nicht davon abhalten, die Dinge, die erledigt werden müssen durch zu ziehen. Eine Ankündigung "jetzt (!) Werden die Zähne geputzt, komm bitte." Kommt sie nicht, holst du sie und hälst sie fest, während des putzens. Will sie nicht in die Wanne, fällt baden eben aus, ihr oech. Zieht sie sich nicht alleine an, machst du es eben. Aber dann ziehst du das an, was du für sie aussuchst. Sei konsequent in deinen Handlungen und halte gebacken und gemahlen aus. Wenn Sie abends so trödelst, dann gibt es eben keine Geschichte, weil sie so lange trödelt usw. Du redest zu viel statt zu handeln.

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