Stuhlgang, Movicol und wann werden wir die Pampers los ?

    • (1) 15.12.16 - 20:48

      Hallo,
      Schon lange habe ich nichts mehr geschrieben. Aber bei diesem Thema brauche ich ganz dringend ein paar Tipps und etwas Zuspruch. Noch nie hat mich was so bei meinen Kindern belastet, wie dieses.
      Unser Sohn wird Anfang Januar 4 Jahre alt. Als Baby hatte er schon große Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang.

      Im Februar hatte er drei Magen Darm Grippen hintereinander und anschließend eine Darmentzündung. Er hat bei seinem großen Geschäft nur noch krampfend auf dem Boden gelegen.

      Seitdem habe ich das Gefühl, dass er den Stuhlgang nicht mehr kontrollieren kann oder zurück hält. Er hatte immer nur einen stritz in der Pampers und die Stuhlpotionen waren sehr gering.
      Wir haben einen langen Ärztemarathon hinter uns mit der Diagnose "Verstopfung". Er wurde auf Movicol eingestellt. Zur Beginn bekam er 2-3 Tütchen. Damit wurde es aber ganz schlimm. Er hatte so heftig Durchfall, dass er ca. 10x am Tag die Pampers voll hatte..
      Gebe jetzt, nach vielem ausprobieren, 1/4 Tüte am Tag. Aber es ist trotzdem noch sehr schwierig. Mal ist es richtig flüssig mal eher fest. Und er macht auch relativ häufig.
      Jetzt hat er oft den Wunsch die Pampers los zu werden. Aber er macht ständig in kleinen Mengen die Hose voll. Heute Nachmittag 5x.

      Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Ich ermutige ihn viel und versuche ihn zu bestärken. Aber langsam bin ich mit meinem Latein am Ende.
      Vielleicht kann mir mal jemand noch ein paar Tipps oder Erfahrungen berichten.
      Vielen Dank

      • (2) 16.12.16 - 06:25

        Vielleicht würde es ist helfen, wenn er für den Anfang zu bestimmten Zeiten auf die Toilette sitzt.eine Art Toilettentraining. Und dann versucht zu drücken? Kündigt er denn an,dass er muss?

        (3) 16.12.16 - 07:11

        Hallo,

        ich hatte bei meinem mittleren Sohn auch solche Probleme - er hat sich teilweise vor Schmerzen gekrümmt. Geholfen hat bei uns Lactulosesirup der schon Babys gegeben werden kann ohne dass Mutti sich Gedanken machen muss das Nebenwirkungen kommen die sie nicht mag. Zudem hat mein Junior festgestellt dass wenn er mehr Obst und Gemüse ist das Ganze für ihn wesentlich einfacher ist. Am Anfang waren das die Babygläschen die leicht abführend wirken - später hat er sich selbst durch das Obst und Gemüseregal probiert.

        Mein Sohn ist bis heute das Kind was am meisten Obst & Gemüse isst und kaum Fleisch. Sein Stuhlgang ist immer noch nicht super aber durch die Kombination aus allen funktioniert es ganz gut.
        Der Darm von Eurem Junior wird in irgendeiner Hinsicht "einen Treffer" wegbekommen haben und braucht jetzt Zeit zum Erholen. Ich hatte mir im Sommer auch so was nettes eingefangen, was eigentlich harmlos ist aber danach brauchte mein Immunsystem einfach Zeit zum aufholen und das macht jeder Körper anders. Ich habe seit dem eine Reizblase.

        Viele Grüße

        Geli

        Hallo!

        Ich kann dir nicht wirklich weiterhelfen, aber falls es dich beruhigt:

        Mein Kleiner ist dreieinhalb, völlig gesund, sehr aufgeweckt, hat aber Null Interesse daran, sauber zu werden. Er hat auch mehrmals am Tag etwas in der Windel. Sagt natürlich nichts und spielt einfach weiter...

        Langsam merke ich, dass meine Geduld zu neige geht, obwohl ich es besser wissen müßte...

        Alles Gute euch!

        Vanessa

      • (5) 16.12.16 - 08:42

        Hallo,

        ich würde mir da noch mal Rat beim Arzt suchen, das kann ja auch kein Dauerzustand sein mit dem Movicol. Eventuell muss mal genauer geschaut werden, nach Unverträglichkeiten (die können auch zu Verstopfungen führen) und eventuell kann man erhährungstechnisch etwas anders machen.
        Ich wünsche Deinem Sohn, daß sich das ganz bald regelet :-)

        LG

        Hallo

        Hör als erstes auf ihm Mittel zu geben.

        Wenn er flüssigen Stuhl hat und er husten muss kann es passieren das durch den Druck nach unten etwas rauskommt.

        Wenn er weiß das er da Medis bekommt gib ihm statt dessen Traubenzucker damit sein Kopf mitspielt.

      • Hallo,

        bei 2-3 Tütchen Movicol/Tag hätte ich auch ständig Stuhlgang. Habe es selbst mal 3 Tage nach einer kleinen OP genommen. Aber nicht länger, wenn es keine Indikation (Opiattherapie/Hämorrhoiden o.ä.) gibt.

        Wie verändert denn Nahrung den Stuhlgang? Äpfel, Birnen, viel trinken, wenig Schokolade.

        Lass ihm die Windel, solange er sie haben will, wenn er sie nicht benutzen will, dann hast Du halt mehr Wäsche - mehr nicht. Das lange Reden würde ich sein lassen. Wenn seit vier Jahren der Stuhlgang ein Dauerthema ist, muss das Kind erstmal wieder ein Gefühl für den natürlichen Vorgang bekommen.

        Liebe Grüße Andrea

        (8) 16.12.16 - 09:18

        Das Medikament weglassen und stattdessen immer mal wieder Einläufe machen (gibt es aus der Apotheke).

        Meine Große hat auch immer merkwürdigen Stuhlgang. Meistens weich, dennoch auch schon mal schmerzhafte Verstopfung. Das erste Mal bin ich mit ihr ins Krankenhaus. Sie hatte geschrien vor Schmerzen und gesagt ihr Bauch tut weh. Schmerzsaft und Wärmflasche haben nicht geholfen. Im KH gab's dann einen Einlauf, da kam gut was raus. Sie konnte danach aber immernoch nicht laufen. Dann gab es den zweiten Einlauf, danach war es gut.

        Seitdem habe ich immer welche zu Hause, allerdings erst 2 benutzt.

        Meine Tochter hat wohl eine Lebensmittel Unverträglichkeit, daher das Bauchweh und der komische Stuhlgang. Vor allem Kuhmilch und Kuhmilchprodukte, sowie rohen Apfel sollen wir weglassen.
        Außerdem bekommt sie jetzt noch Bifidum Bakterien für den Darm.

        Den Besuch beim Naturheilpraktiker mussten wir selbst bezahlen.

        Vielleicht liegt es bei euch auch an der Ernährung. Trinkt dein Kind viel Saftschorle oder Milch?

        • (9) 16.12.16 - 09:23

          Achja, der Auslöser für das ganze war laut Heilpraktiker, dass sie mit 1,5 Jahren mal eine Woche lang Antibiotika nehmen musste.

      (10) 16.12.16 - 11:07

      Ich finde eher, dass ihr erstmal den Darm in richtige Bahnen lenken solltet. Wenn schon beim kleinen Pups was in die Hose geht, kann das ein Kind nicht kontrollieren.

      Das der Stuhl mal weniger fest ist und mal mehr ist ja normal. Ist ja nun sehr Ernährungsabhängig. Wenn es so flutscht bei einer 1/4 Tüte, wann könnt ihr es dann mal ganz weg lassen? Meiner Meinung nach reagiert er sehr stark drauf und ihr solltet vielleicht testen das ganze über die Ernährung zu steuern.

      Der Sohn von einer Freundin hat im übrigen Morbus Crohn und erst mit dem Medikament ist der Stuhlgang für ihn steuerbar.

      (11) 16.12.16 - 15:14

      Hallo Rinchen,

      oje, Dein armer kleiner Sohn! Das tut einem ja schon leid, wenn man es liest.

      Natürlich gibt es Babys/Kinder, die Probleme mit dem Stuhlgang haben und welche, da flutscht es einfach. Aber nach 3 Magen Darm Grippen hintereinander und einer Darmentzündung würde wohl jedes Kind und jeder Erwachsene Probleme mit dem großen Geschäft haben. Und 2-3 Tüten Movicol... ojemine. Kein Wunder, dass er da ordentlich Dünnpfiff hatte.
      Unser Sohn hatte mal bei der Phase des Trockenwerdens ein Kopfproblem mit dem Stuhlgang und hielt ihn zurück. Auch da meinte eine Mutti zu mir "es gibt doch Movicol für sowas". Ich hab es ihm nicht gegeben, auch wenn ich manchmal heulend daneben stand und meinen Sohn anflehte zum Klo zu gehen. Ich hab es ihm nicht gegeben, weil ich nichts davon halte Medikamente zu geben, wenn organisch eigentlich alles ok ist. Auch ich habe versucht, durch Ernährungsmaßnahmen meinen Sohn "auszutricksen" (Müsli, Milchzucker...). Bei uns löste sich das Problem allerdings sehr schnell, als man meinen Sohn nicht mehr beachtet hat beim Stuhl unterdrücken. Dadurch bekam er keine Aufmerksamkeit mehr. Und ich drehte ebenfalls am Rad, da das Thema einfach ständig präsent war. Ich musste mein Umfeld impfen, ihn quasi links liegen zu lassen, wenn er sich auf dem Teppich rollte. Und wirklich ganz ganz schnell wurde nichts mehr zurück gehalten.

      Um mal bei Euch Ruhe in die Sache zu bringen, würde ich ebenfalls raten, Movicol weg zu lassen und eine Art Tagebuch führen, wie oft er macht, wie der Stuhl aussieht (flüssig/fest), was er isst und wann er wie nach welchen Essen gemacht hat. Um selber mal ein Gefühl zu bekommen, ob man an der Ernährung was drehen kann. Und damit der Körper sich mal wieder erholt/normalisiert. Ihr steckt da nämlich in einem kleinen Teufelskreis drin. Movicol hält den Stuhl ja dauerhaft weich. Wenn er trotz Movicol mal fest und mal flüssig ist, dann kannst Du das Zeug auch weglassen...Vielleicht verträgt er es auch nicht? Bei lediglich einer viertel Tüte müsstest Du eigentlich drauf verzichten können. Er will die Pampers nicht mehr? Großartig! Weglassen! Umso mehr bekommt er ein Gefühl für versaute Unterhosen und bekommt dann vielleicht ein besseres Gefühl vorher Bescheid zu sagen, dass er aufs Klo muss. Natürlich hast Du mehr Wäsche, aber das ist normal. Ist aber nur eine Phase. Wir hatten auch viele bepinkelte Hosen. Es gilt die Devise: einmal weg, immer weg. Zumindest tagsüber. Nachts natürlich erstmal nicht.

      Ganz viel Glück und alles Gute für Deinen Sohn!

      Hallo rinchen00,

      es tut mir sehr leid, dass ihr und vor allem dein Sohn das alles durchmachen müsst.
      Ich kenne mich mittlerweile leider recht gut aus, da mein Sohn seit er 6 Monate ist ein Opstipationspatient ist. Mittlerweile ist er 6 und nimmt immer noch 4 Beutel Movicol täglich.
      Bei ihm war es so schlimm, dass er nicht mal urinieren konnte, da der Darm die Harnleiter abgedrückt hat. Er hatte dann einen Nierenstau.

      Als erstes muss ich dich bitten ein paar der haarsträubenden Tipp auf keinen Fall zu befolgen. Bitte setzt auf gar keinen Fall das Movicol ab und bitte tu dir und deinem Kind einen Gefallen und verwende auf keinen Fall ohne medizinische Notwendigkeit Einläufe.

      Warst du schon mal bei einer Kindergastrologin oder Kindergastrologen oder in der Kinderklinik?
      Habt ihr schon Bluttest und/oder andere manuelle Untersuchungen oder sogar Biopsie?

      Für mich hört sich das sehr danach an, dass er Kotsteine hat. Die verstopfen den Darm und lassen nur noch Überlaufstuhl vorbei, der dann sehr schnell und unkontrolliert abgesondert wird. Sein Beckenboden wird eine Katastrophe sein und seine Darmampulle wird bestimmt sehr geweitet sein.

      Wurde schon ein ultrakurzer Morbus Hirschsprung ausgeschlossen?

      Hab Geduld mit ihm. Er tut es nicht mit Absicht. Damit verbunden ist viel Frustation, auch auf seiten der Eltern und vor allem Hilflosigkeit. Das Thema wird euch noch lange beschäftigen. Ihr braucht unbedingt einen Arzt, der mal eine komplette Anamnese macht und euch Ernst nimmt. Einfach nur mal Movicol verschreiben hilft nicht. Movicol ist ein Dauermedikament und darf nicht einfach so abgesetzt werden.

      Welche Untersuchungen haben die Ärzte denn schon alles gemacht?

      Wo wohnt ihr denn? Vielleicht kenn ich einen Arzt in der Nähe.

      Du kannst dich auch gern mal per PN melden.

      Ich wünsche dir alles Gute!

      LG

      mausprinzessin

      • Danke für deinen Text.
        Ich bin nicht die TE, aber ich musste bei einigen Antworten hier den Kopf schütteln. Ich arbeite in der Medizin und mein Sohn hat das gleiche Problem.

        Die Tipps hier sind unter aller Kanone.

        Deiner hingegen wirklich gut.
        Lg

        Danke.

        Manche Tipps sind lieb gemeint aber nicht förderlich.

        Unsere Tochter ist 5 und nimmt aufgrund von Darmoperationen auch Movicol.
        Sie kann nichts kontrollieren oder steuern.

        Man sollte, wenn das Problem länger anhält, das Kind der TE gründlich untersuchen.

        Im schlimmsten Fall bilden sich Stuhlsteine und es kann zum Darmverschluss kommen.

        Liebe TE bitte das Movicol weiter nehmen, ein Tagebuch über Essen und Stuhlgang und auch befinden des Kindes führen.

        Man steckt da nicht drin und leider Gottes liegt es auch nicht immer an der Ernährung, der Milch, zuwenig Bewegung usw.

        Was ich aber empfehlen kann ist zusätzlich ein guter Ostheopate. Mir wurden tolle Massagegriffe gezeigt, die wir zweimal am Tag ausführen und meinen Kind beim abführen helfen.

        Beim Thema Stuhlgang und Windel braucht man viel viel Geduld, starke Nerven und muss auch mal die Ohren auf durchzug stellen, wenn alle um einen herum alle meinen es besser zu Wissen.

        Gib deinen Sohn nicht das Gefühl das etwas nicht stimmt. So schwer es ist man muss akzeptieren das es eben länger dauert wie bei anderen.

        Jetzt mit irgendwelchen Spielchen, Trainings, Belohnungen kann man der Psyche des Kindes schaden.

        Wenn du meinst du brauchst Unterstützung dann wende dich ruhig an ein SPZ, dort bekommt man gute Hilfestellung.

        Alles Gute dir.

        Habe hier nur still mitgelesen, da wir auch Movicol brauchen. Meine Tochter hat m. Hirschsprung, Dein Kind auch?

    (16) 17.12.16 - 18:00

    Hallo,
    Ich habe jetzt nicht alle antworten gelesen, aber mir fiel ganz spontan ein ihm Einlagen in die Unterhosen zu kleben.
    Dann würde ich mir an verschiedensten Stellen Proktologen und auch Psychologen, denn entweder hat er organische probleme (vielleicht mit dem Schließmuskel?) oder er hat psysische (vielleicht Angst vor schmerzen?)

    Egal was es ist, das muss ja aufhören, er kann ja nicht ewig Windeln tragen.
    Lass dich nicht abwimmeln von den Ärzten.
    Lg

    (17) 17.12.16 - 21:44

    Vielen Dank an alle. Es hat mir sehr geholfen.
    Es ist wirklich sehr schwierig den richtigen Weg hier zu gehen.

    Hier sind nochmal ein paar Antworten auf eure Fragen.
    Ich bin in Behandlung bei einem Kindergastroentorologen. Hier wurde er organisch komplett untersucht. Und auch die Biopsie um morbus hirschsprung auszuschließen wurde gemacht ( bei der Untersuchung hat man ein Blutgefäß getroffen, und er hat Unmengen an Blut verloren und wir mussten eine Woche im Krankenhaus bleiben)
    Ihr seht, er hat schon sehr viel erlebt und alles dreht sich nur um bei ihm um das eine.
    Auch habe ich zwischenzeitig mal Movicol abgesetzt. Der Stuhl war zwar fester von der Konsistenz aber die kleinen Mengen waren immer noch da.
    Ich werde mir Montag mal einen Termin vom Heilpraktiker holen. Vielleicht können die mir mal ein paar Tipps geben.

    Was ich noch vergessen habe zu schreiben war, dass sein Stuhl heftigst riecht. So schlimm, dass wenn wir ein paar Minuten zu lange die Pampers um lassen, seine Kleidung in die Wäsche muss, weil sie den Geruch komplett angenommen hat.
    Das ist auch beim Movicol, somit kann es nichts mit dem Überlaufstuhl zu tun haben.
    Ich glaube auch noch nicht, dass er richtig Verstopfung hat, kotsteine hatte er nie. Und wenn drückte er sie ohne Probleme raus.
    Eher ist der Stuhl sehr zäh und klebrig. Und er bekommt ihn nie richtig raus.Er sagt oft, dass er auch noch nicht fertig ist und man sieht im After noch "Stuhlfäden".
    Vielleicht verträgt auch irgendwas nicht. Das Problem ist bei ihm auch, dass er kaum Obst und Gemüse isst und von vielen gesunden Sachen einen großen Bogen macht. Somit ist es schwer, den Stuhlgang mit der Ernährung etwas zu beeinflussen.
    Na hallo, ihr seht, dass es nicht einfach ist und ich mir schon verdammt viele Gedanken gemacht habe.
    Trotzdem danke euch

    • Hallo nochmal,

      da medizinisch schon recht viel abgeklärt ist, würde mir noch einfallen mal zum Osteopathenzu gehen. Sind Unverträglichkeiten auch schon abgeklärt worden, wie Laktose oder Gluten?
      Der Stuhl meines Sohnes und auch seine Pupse riechen auch sehr übel. Ich glaube, dass das eine kleine Nebenwirkung des Movicols ist.
      Meine Kindergastrologin empfiehlt auch oft die Tagesdosis von Movicol auf morgens und abends zu verteilen, also vielleicht ein Päckchen morgens und eins abends. Hat sich bei uns aber nicht bewährt.

      Mein Sohn hatte durch die ständige Verstopfung einen ganz ganz schwachen Beckenboden. Dies kam bei einer Untersuchung raus. Er hat dann Physiotherapie verschrieben bekommen und da viele gute Übungen gezeigt bekommen. Auch ist Kletter und Trampolin springen gut für einen schwachen Beckenboden.
      Letztendlich haben wir ein Gerät verschrieben bekommen, wo unser Sohn mit Sensoren am After den Beckenboden trainieren konnte. Sechs Monate hat er es gemacht und seit dem geht eigentlich nur noch sehr sehr selten was in die Unterhose. Dieses Gerät heißt Mikti und ist von Bosana. Meine Ärztin kannte das Gerät gar nicht, aber die Physiotherapeutin hat sich da total engagiert und meine Ärztin hat es dann nach Rücksprache mit der Firma verschrieben. Das war zwar für ihn etwas nervig, weil wir es wirklich jeden Abend gemacht haben, aber es hat unheimlich geholfen.

      Alles Gute für euch!

      LG

      mausprinzessin

      • Hi, es ist wirklich schön Gleichgesinnte zu treffen. Beim Osteopathen waren wir schon. Leider hat es nicht wirklich viel gebracht. Aber es ist ja auch schwer, kompetente Leute zu finden.
        Wie kann man denn den Beckenboden kontrollieren lassen? Ich habe bei ihm eher das Gefühl, dass er zu fest macht. Er kann immer nur kleine Potionen abgeben und man erkennt gut, dass er noch nicht fertig ist. Ich bin mir auch nicht sicher ob der Darm richtig weiterschiebt.
        Bei einer Ultraschalluntersuchung (zur der Zeit ohne Movicol) zeigte sich auch nichts im Darm ab. Also keine Kotsteine o.ä.
        Ernährungstechnisch wurde nur das Blut kontrolliert. Man sagte mir, dass das aussagekräftig genug sei. Auch die Experten in der Kinderklinik im Münster, meinten nur das organisch alles in Ordnung wäre.
        Ich hatte mal gefragt, ob die mal eine Darmspiegelung für sinnvoll hielten, aber das hat man sofort abgelehnt.
        Hast du da Erfahrung?
        Lg

        • Die Kotsteine meines Sohnes hat mein Kinderarzt, der auch eine gastroenterologische Fachausbildung hatte auch nicht im Ultraschall gesehen. Erst der Arzt auf der Inneren in der Kinderklinik hat diese ertastet. Und sie waren da, denn ich habe sie gesehen als sie dann raus kamen.

          Psychisch hat das bei meinem Sohn leider sehr viel kaputt gemacht. Erst seit den letzten paar Monaten ist es merklich besser geworden und er ist jetzt kürzlich sechs geworden.

          Eine Darmspiegelung wurde bei uns zum Glück auch noch nicht gemacht, da er jetzt deutliche Fortschritte macht. Ich als Mama bin der Überzeugung, dass er kleine Darmverschlingungen hat und im Sommer hat er einen enormen Schub gemacht und da wurde es echt besser. Könnte also dafür sprechen, dass es sich verwächst.

          Die Untersuchung, bei der das mit dem schwachen Beckenboden festgestellt wurde wird wohl nur selten gemacht. Ich weiß auch nicht mehr wie die hieß, kann das aber bei unserer Fachärztin erfragen. Da wurde eine kleine Sonde in den After eingeführt und die Darmnerven wurden gemessen. Dann musste er anspannen und drücken und das hat er zwar gut gemacht, man hat das auch gesehen, aber einfach sehr schwach. Ich frag morgen mal nach, wie die Untersuchung hieß und meld mich dann nochmal.

          • Achso, fällt mir grad noch ein.

            Meine Ärztin meinte, dass man unbedingt den Stuhl sehr flüssig halten soll, damit der Darm, der durch die Verstopfung sehr geweitet ist die Chance hat sich wieder auf Normalgröße zu reduzieren und es wieder schafft ordentlich mit weiten und enger machen den Kot weiter zu scheiben. Wir waren das erste mal bei der Ärztin, da war mein Sohn 4 1/2, jetzt ist er 6 und erst jetzt, also 1 1/2 Jahre später hat der Darm es wieder geschafft auf die Normalgröße zu Schrumpfen. Das alles wurde durch die Kotsteine verursacht. Wenn dein Sohn die aber nie hatte, kann es ja auch sein, dass sein Darm noch nicht so gelitten hat.

            Mir wurde dann auch mal für die Darmflora Symbioflor empfohlen. Hier ein Link dazu:
            http://www.symbiopharm.de/

            Hat bei uns aber nichts gebracht, weil wir erst mal die Steine los werden mussten. Grundsätzlich hab ich darüber aber schon viel Gutes gehört.

            Und unsere Ärztin hat uns dann auch noch empfohlen mal 4-6 Wochen komplett milchfrei zu leben, denn die Milcheiweißunverträglichkeit und Laktoseintoleranz kann man nur fesstellen, wenn man es komplett weg lässt. Dazu solltest du aber evtl. mal zu einer Ernährungsberaterin gehen.

            • Huhu,

              hab jetzt heute extra bei meiner Ärztin angerufen. Die Untersuchung heißt Rektrummanometrie.
              Bietet aber nicht jede Klinik an.
              Wir waren in München in der Haunerschen Kinderklinik.

              Liebe Grüße

              Mausprinzessin

    Oh deine letzte Antwort auf alle Fragen hab ich erst jetzt gelesen .... ach es ist wirklich ein Teufelskreis :( das ist bei unserer auch mit dem "noch nicht fertig sein " - sie hat eben beim Stuhlgang auch noch die Windel um .... schwierig - kann es echt nachvollziehen. Vor allem hat euer kleiner mit KH usw auch schon viel erlebt :(

Hallo ! Als erstes: kann absolut mitfühlen mit dir! Hab vor nicht allzu langer Zeit auch diesbezüglich einen Post verfasst wenn du lesen magst ...

http://m.urbia.de/forum/4-kindergartenalter/4838275-tochter-ist-mit-3-5-j-nicht-trocken#p-32660193

Ansonsten stimme ich der Antwort von wussel1983 komplett zu. Movicol darf man Bitte nicht von Einen auf den andren Tag aufhören. Wir sind mittlerweile seit ca 1 Monat bei jedem 3. Tag ein sackerl

Das ist eine schwierige und auch nervenaufreibende Zeit. Man hat Mitleid und kann nicht wirklich helfen aber wird auch wütend . Wenn der Stuhl mal regelmäßig normal funktioniert fällt einem schon ein riesen Stein u grosse last vom Herzen.. .

unsere Tochter wird im März 4 und das mit der Windel hat sich wirklich von Einen auf den anderen Tag erledigt - hatte zu der zeit NIE damit gerechnet. Es war, als hätte sie erst die Windel nicht mehr gebraucht, als es mir wirklich egal war. Und zwar wirklich - nicht nur gesagt sondern auch im Kopf. Das kann sich oftmals auch auf die Kinder übertragen .... und die osteophatin hat und auch total geholfen ! Auch Schüssler salze geb ich ihr in die Wasserflasche

Alles alles gute und haltet durch !!!!!

Hallo!
Ich habe eine FB Gruppe mit dem Namen "Chronische Verstopfung beim Klein(st)kind" gegründet habe. Diese Gruppe soll dem Austausch von Erfahrungen und Tipps unter Eltern dienen, deren Kinder an chronischer Verstopfung leiden. :-)
Vielleicht kann euch das weiterhelfen.
Lg
Yvonne

https://www.facebook.com/groups/326777471061480/
www.verstopfung-kleinkind.com

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