5-Jährige ist sehr anstrengend

    • (1) 01.01.17 - 21:51

      Hallo Ihr Lieben,
      ich habe folgendes Problem. Wir haben sehr nette Bekannte (Abitur , beide studiert und aus guten Elternhäusern, an Verstand und Kinderstube mangelt es nicht, sie sind tolle Gastgeber), die drei Kinder haben. Die Älteste ist Anfang 20 und schon außer Haus. Der mittlere ist 12 und mit unserem Sohn in einer Klasse. Sie verstehen sich ganz gut, aber leider neigt dieses Kind immer wieder zu "Ausrastern"er z.B. aus Versehen angestossen wird oder er eben bei einer leichten Rauferei (Spaß) unter Jungs als am Rand stehender "Zuschauer " etwas abbekommt.. Dieser Junge schlägt dann die anderen Kinder ins Gesicht oder kratzt sie.:-( Mein Sohn versucht schon, ihn nicht zu reizen bzw. aus dem Weg zu gehen.) Wenn die Familie z.B. bei uns zu Besuch ist benimmt sich der Junge gut. Das eigentliche Problem aber ist aber die kleine Schwester.:-( Sie ist fünf Jahre alt und ist furchtbar verzogen. Sobald es sich nicht nur um sie dreht wird losgeplärrt und sich auf den Boden geworfen. Neulich holt mein Mann unseren Sohn dort vom spielen ab, da passt es Madame offensichtlich nicht, dass er sich kurz noch mit den Eltern unterhält. Sie wirft sich vor ihm auf dem Boden tritt ihn mehrfach gegen die Beine und ruft : "Raus aus diesem Haus !" Mein Mann war doch etwas schockiert.#schock Die Mutter (es war ihr sichtlich peinlich) hat versucht, auf das Kind einzureden, aber großartig besser wurde es nicht...#schmoll

      Der Vater hingegen schimpft sehr selten. Er wirft die Kleine dann hoch und kitzelt sie durch . Der Vater ist beruflich viel unterwegs und sieht die Kinder oft Tagelang nicht. Kann es sein, dass er sich nur die Rosinen rauspickt und der "nette Daddy" sein will, während sie die "böse" Mutter ist, die verzweifelt, aber nicht konsequent genug, erzieht ?#aerger Auch andere (erwachsene !!) Bekannte wurden von dem Kind schon ins Gesicht geschlagen, weil ihr ein Pups quer lag...#schock. Einmal habe ich das selbst gesehen. Das Kind haut auch seine Eltern.Das Mädchen hatte tatsächlich bis sie 4 1/2 Jahre war ständig einen Nuckel im Mund.#augen Schon der Zahnarzt bzw. Kinderarzt hatte das angemahnt...Die Eltern scheuen wohl einfach die Konfrontation mit dem kleinen Biest...

      Besuche werden zunehmend zur Belastung. Unsere Kinder sind 12 und 17 Jahre alt, vielleicht haben wir einfach nicht mehr die Nerven für diese Altersstufe ?#schmoll
      Nun meine Frage : Was sollen wir tun ? Soll ich der Mutter in einem ruhigen Gespräch erzählen , wie sehr uns das Verhalten ihrer Tochter belastet ? Soll ich ihr eine Therapie empfehlen , vielleicht gleich für den Mann und Sohn mit ?#kratz Das Schlimmste ist, dass sie das Mädchen (" sie ist sooo schlau") nächtes Schuljahr einschulen wollen ! Mit dann noch nicht einmal sechs Jahren... Die Kita habe zugestimmt.#augen Ich schätze , die Kita will den Quälgeist loswerden..:-p Es würde uns sehr leid tun, das Paar als Freunde zu verlieren, aber z.B.bei einer Anfrage von Ihnen, ob wir zusammen Silvester feiern wollen , schrie meine gesamte Familie im Chor "Nein !" :-(

      Was meint ihr ? Abwarten und nicht einmischen oder miteinander reden ?

      Liebe Grüße,
      Jodita

      • (2) 01.01.17 - 22:22

        Du kannst gern mit der Mutter also deiner bekannten reden. Aber alles andere (Therapie usw.) ist Übergriffig. Es sind nicht deine kinder und sie ist nur eine bekannte. Wie sie ihre Kinder erziehen geht dich schlicht nichts an.

        (3) 02.01.17 - 07:14

        Grundsätzlich finde ich dass es dich nichts angeht wie andere mit ihren Kindern umgehen und sie erziehen (oder eben auch nicht). Das würde bei mir allerdings dann aufhören wenn mich die 5jährige treten oder schlagen würde. Da bekäme sie erstmal eine ganz klare Ansage von mir. Was die Mutter dazu sagt wäre mir in dem Moment egal. Dann käme auch eine klare Ansage an die Mutter bei der nächsten Einladung dass wir sicher nicht kommen solange wir fürchten müssen wieder getreten zu werden. Eine Therapie würde ich sicher nicht empfehlen. Auch zu den schulplönen würde ich mich nur äußern wenn ich gefragt werde.

        Ich würde mich nicht einmischen.

        Wenn das Mädchen mir allerdings weh tun würde, dann schon. Dann direkt an das Mädchen gewandt. Gefallen lassen muss man sich das nicht!

        Das mit der vorzeitigen Einschulung kann gut sein oder auch nicht, das ist immer eine schwierige Entscheidung. Ich kenne mehrere Erwachsene, die als Kinder unausstehlich waren und erst mit dem Schulbesuch wurde es dann gut. Sie waren völlig unterfordert und brauchten mehr Input. (Ich gehe von einer Hochbegabung oder Teilhochbegabung aus)

        Ob das jetzt bei euren Bekannten so ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

        Wenn es euch stört würde ich den Kontakt begrenzen.

        Viele Grüße

        Julia

      • "...wie sehr uns das Verhalten der Tochter belastet..." Und weil Euch das Verhalten der Tochter nicht passt, soll der größte Teil dieser Familie eine Therapie machen?!

        Das ist sehr anmaßend von Dir. Nein, das geht gar nicht, dass Du Dich als allwissender Erziehungsguru aufspielst mit Deinen Therapieplänen für die Familie.

        Eigentlich würde ich empfehlen, der Familie Hilfe anzubieten, bin mir aber nicht sicher, ob nachdem, was Du hier schreibst, das Angebot nicht auch übergriffig vorgetragen würde.

        (6) 02.01.17 - 10:12

        Ich würde ansprechen aber im sinn von einfach der wahrheit erzählen.....lieb, und nett, und nicht belehrend.
        Der mutter ist es eh schon peinlich und wäre sicher auch noch eine belastung wenn du sagt das kind muss zur therapie!

        Aber ich wäre so. Ehrlich und würde sagen, "leider finden wir es mit sarah immer sehr anstrengend, wahrscheinlich sind wir es nicht mehr geweohnt. Aber jakob möchte sich nicht bei euch zuhause mit anton treffen. Aber anton kann gerne zu uns kommen. Dann hast du mal alleinzeit mit sarah"

        Irgendwas in die richtung. (Hört sich zwar jetzt wo ichs geschrieben have auch doof an, aber ich hoffe du verstehst was ich meine)

        Wr haben auch ne familie mit der wir uns immer wieder treffen, regelmäßig, die recht anstrengend ist. Aber ich habe noch nicht gesagt, dass das kind mal angeschaut werden muss.

        Vielleicht ist es auch genau das falsche....vielleicht wqrtet die mutter darquf, dass jemand mal was sagt...vielleicht denkt sie sich"wenn keiner was sagt wird es schon noch im normalen rahmen sein"

        Schwierige frage.....die richtige antowrt gibt es glaub ich nicht

      • Ich finde, eine gute Freundschaft verpflichtet auch mal die Wahrheit zu sagen. Allerdings nur was dir auffällt und wie es dir bzw. deiner Familie damit geht. Keine Lösungsvorschläge, keine Diagnosen, keine Interpretationen, wie das mit dem netten Daddy. Aber du kannst sie natürlich fragen, wie es ihr so geht, wenn ihre Tochter sich so verhält und dabei gut zuhören. Vielleicht kommt sie während so einem Gespräch selber auf gute Ideen, die du natürlich stärkst! Wenn sie solch einem Gesprächsverlauf zugewandt ist und erzählt wie sehr sie das selbst belastet aber einfach nicht weiterkommt, könntest du ihr maximal eine Erziehungsberatung oder ein Buch oder sowas vorschlagen. Geh bloß nicht weiter, denn allein das kann je nach Charakter schon riskant sein. Ratschläge werden in solchen Fragen bei den meisten Menschen als Tiefschläge verstanden. Das könnte dich die Freundschaft kosten.

        Lg

        (8) 02.01.17 - 11:02

        hallo,
        was das "abitur" und das "studium" #augen damit zutun haben, erschließt sich mir nicht - dir?
        warum trefft ihr euch nicht als 2 paare abends oder unternehmt ab und an abends (!) mal was mit den 12jährigen (essen gehen, bowling, schlittschuhlaufen, skatepark...) und "der quälgeist" bleibt beim babysitter?!
        ich denke, die "erziehung" eurer freunde geht euch nichts an, ich würde mich da nicht einmischen, sondern eben nicht mehr als "familien", sondern als "befreundete paare" etwas zusammen machen.
        vg

        (9) 02.01.17 - 11:13

        HI,
        für mich haben Beiträge solcher Art, die nicht wegen der Nervigkeiten der eigenen Kinder verfasst wurden, immer ein Gschmäckle. So auch dieser. Deshalb zweifle ich daran, dass es dir gelingen wird, ein Gespräch so zu gestalten, dass du weder belehrend, noch anmaßend, noch übergriffig rüberkommen wirst. So wie du die Situation hier schilderst, findest du alles, was die Familie betrifft, total doof: den Großen, der ausflippt; den Vater, der eine Erziehungslusche ist; die Kleine, die eine verzogene Rotzgöre ist; die Mutter, die total inkonsequent ist; die Idee, ein Kannkind einzuschulen, weil es wohl recht fit obenrum ist,... .

        Wir haben hier im Freundes- und Bekanntenkreis durch die Bank weg tolle Kinder, aber dennoch hat jedes einzelne Phasen und Eigenheiten, die uns als Eltern immer mal wieder an die Grenzen bringen. Und natürlich werden diese auch von uns anderen Erwachsenen wahrgenommen und ja, manchmal sind wir davon auch genervt. Aber dass wir deshalb unsere Freundschaft gefährdet sehen, nein, das würde nicht passieren und ich finde das auch sehr befremdlich. Und wir reagieren selbst, d.h. in der von dir beschriebenen Situation an der Tür, hätte der/die Betroffene sich die junge Dame geschnappt und ihr ein paar Takte erzählt. Wir sprechen aber ganz offen darüber, die Gespräche werden meist von den betroffenen Eltern begonnen und dann gibt man seinen Senf dazu. Wenn so ein (zwangloses) Gespräch bei euch noch nicht erfolgt ist, dann würde ich davon ausgehen, dass es nicht erwünscht ist. Vielleicht spürt die Mutter ja, wie du wirklich ihrer Familie ggü. eingestellt bist und vermeidet deshalb, mit dir darüber zu sprechen. Sie weiß bestimmt um die Rotzigkeit ihrer Tochter.
        Wenn es dir aber so sehr unter den Nägeln brennt, musst du natürlich handeln und ein Gespräch suchen.

        Vlg tina

        (10) 02.01.17 - 13:15

        Manchmal benehmen sich Kinder einfach Scheiße, wenn Besuch da ist. Alleine mit dem Eltern sind sie oft ganz anders.

        Hallo!

        Ich kann mal von der anderen Seite berichten...

        Meine Söhne sind knapp 6 und 4.

        Als der Große ca. zweieinhalb bis ca. vier war, war er wirklich anstrengend. Mega-Trotzphase, ständiges Gemecker und Gejammer, teilweise andere Kinder geärgert, gehauen, geschubst. Ausraster wegen Kleinigkeiten. Wir kamen an unsere Grenzen. Ich war völlig verzweifelt und oft auch einfach ratlos. Es gab immer wieder gute Tage oder Situationen die toll liefen, aber im Großen und Ganzen war ALLES irgendwie schwierig.

        In dieser Zeit haben wir uns oft mit einem befreundeten Pärchen getroffen. Sie war sogar eine meiner besten Freundinnen.
        Und meine (damalige) Freundin redete dann auf mich ein, dass dieses Verhalten gestört sei, wir doch mal zu einem Kinderpsychologen sollten, er vielleicht Asperger hätte, wir sowieso konsequenter sein müßten, man dem kleinen "Teufel" sowieso schon viel früher den Willen hätte brechen müssen, ihre Tochter NIE so war, und sowieso und überhaupt. Und natürlich immer mit dem obligatorischen Kopfschütteln und dem passenden verzweifelt/entsetzten Gesichtsausdruck.
        Für meine Not und meine Hoffnung, dass es nur eine Phase ist, und wir nur liebevoll und kosequent das ganze irgendwie durchstehen müssen erntete ich natürlich nur abfällige Sprüche und verdrehte Augen.

        Mir hätte Verständnis und Trost gut getan oder einfach nur ein offenes Ohr ohne Vorwürfe.
        Ich fühlte mich immer unwohler und natürlich zeigte sich unser Sonnenschein dann immer von seiner besten Seite... *ironie off*
        Irgendwann sagte sie mir dann ganz deutlich, dass ihre ganze Familie unser Kind doof findet und sie eigentlich keine Lust haben, uns zu besuchen, wenn sie wissen, dass der Kleine auch da ist. (Wo soll er sonst sein???) Und dass sie hofft, dass das aber nicht unsere Freundschaft belastet...

        Dreimal darfst du raten, ob wir heute noch Kontakt haben!

        Mein Sohn ist mittlerweile knapp 6 und hat sich ganz normal entwickelt.

        Alles Gute euch!

        Vanessa

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